CH289852A - Anordnung für den Restdämpfungsausgleich in Übertragungsanlagen. - Google Patents

Anordnung für den Restdämpfungsausgleich in Übertragungsanlagen.

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CH289852A
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Anordnung    für   den    Restdämpfungsausgleich   in    Übertragungsanlagen.   In    Übertragungsanlagen   mit drahtgebundener Nachrichtenübertragung, insbesondere in    Trägerstromanlagen,   werden zum Ausgleich der    frequenzabhängigen   Dämpfungen der    t'bertragungsleitungen      Leitungsentzerrer   verwendet, deren    Frequenzgang   so gewählt ist, (lass er eine Entzerrung einer mittleren    Dämp-      fungskurv   e der Übertragungsleitungen, insbesondere eines Kabels, bewirkt.

   Die restlichen linearen Verzerrungen, die durch    Abweiehun-      eii   der    Kabeldämpfung   von dieser mittleren    Entdämpfung   durch Verstärker und    Leitungs-      entzerrer   übrigbleiben, werden meist durch eine weitere    Entzerrungsanordnung,   einem sogenannten    Systementzerrer,   auch    Zusatzent-      zerrer   genannt,    ausgeglichen.   Von einem    sol-      elien      Entzerrer   wird verlangt, dass er an einer beliebigen Stelle des gesamten    Übertragungs-      bereiehes   eine vorbestimmte zusätzliche Dämpfung bzw.

      Entdämpfung   bewirkt, die sich über einen ebenfalls beliebig v    orsehreibbaren   Teilfrequenzbereich erstreckt. Es sind zu diesem Zwecke bereits Schaltungsanordnungen bekannt, bei denen zur Beseitigung derartiger Restdämpfungen ein    Schwinmingskreis   als    fre-      quenzabhängiger   Widerstand im Gegenkopplungsweg der Verstärker eingeschaltet ist. Dabei ist. es jedoch notwendig, für eine Pegelanhebung    und   eine    Pegelabsenkung   verschiedene    Entzerrerglieder,   bestehend aus einem Reihen- bzw. einem    Parallelschwingungskreis,   vorzusehen und je nach den jeweiligen Erfordernissen den einen bzw. den andern einzu- schalten.

   Abgesehen von dem beträchtlichen Aufwand, den diese getrennten    Entzerrerglie-      der   darstellen, ist mit derartigen Anordnungen der Nachteil verbunden, dass die Umschaltvorgänge sich auf den Verstärker insofern ungünstig auswirken, als sie den Verstärkungsgrad beeinflussen. 



  Normalerweise    wird   nämlich der    Parallel-      bzw.   der Reihenkreis parallel zu einem im    Gegenkopplungsweg   liegenden,    Ohmschen   Widerstand geschaltet    sein.   Für die Frequenzen, die ausserhalb des    Entzerrungsbereiches   liegen, wirkt der Parallelkreis als Kurzschluss für den    Ohmschen   Widerstand, der Reihenkreis dagegen nicht. Für diese ausserhalb des    Entzerrungsbereiches   liegenden Frequenzen erhält man daher je nachdem, welcher Kreis angeschlossen ist, eine verschieden starke Gegenkopplung. Will man dies vermeiden, so werden wieder besondere Massnahmen erforderlich, die den Gesamtaufwand noch mehr erhöhen. 



  Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Entzerrung .der vom    Leitungsent.zerrer   nicht ausgeglichenen    Restdämpfung,   insbesondere bei    Trägerstrom-      anlagen,   mittels eines    Zusatzentzerrers   im    Ge-      genkopplumgsweg   eines mit der zu entzerrenden Leitung verbundenen, mehrstufigen, stark gegengekoppelten Verstärkers zu schaffen, bei der der    Zusatzentzerrer   sowohl eine Pegelanhebung als auch eine Pegelabsenkung gestattet,

   sowie eine voneinander unabhängige 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    Einstellbarkeit   der Bandbreite des Regelbereiches seiner    Frequenzlage   und der Amplitude der    Regelspannung   gewährleistet und dennoch narr einen einzigen,    frequenzbestimmen-      den   Kreis enthält. 



  Erreicht wird dies dadurch, dass der Zusatzentzerrer an die Kathode der ersten Röhre, deren Gitter nur der am    Zusatzentzerrer   abfallende Teil der    Gegenkopplungsspannung   zugeführt wird, des Verstärkers angeschlossen ist und einen    hoehohmigen   N    ebensehluss      zu   dem als Spannungsteiler im    Gegenkopplungs-      weg   liegenden    Leitungsentzerrer   bildet,

   dass weiterhin die Einstellung der    Frequenzlage   des Regelbereiches innerhalb des gesamten    zrz   übertragenden Frequenzbandes durch    Induk-      tivitätsabstimmung   erfolgt und dass die Regelung der Bandbreite durch Transformierung des    Schwingkreiswiderstandes   mittels eines Transformators mit geerdeter    Mittelanzap-      fung   bewirkt wird. 



  Die Erfindung soll nun an Hand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert werden.    Fig.1   stellt das Schaltbild eines Verstärkers mit einem Beispiel der erfindungsgemä- ssen Anordnung dar. 



     Fig.   2 und 3 geben Schaltbilder zur    Erläu-      terr.zng   bestimmter Arbeitszustände des Verstärkers gemäss    Fig.l   wieder. 



     Fig.1   zeigt die Anwendung eines    Zusa.tz-      entzerrers   bei einem dreistufigen Leitungsverstärker (Röhren I,    1I   und    III)   mit starker Gegenkopplung. Mit dem Kathodenwiderstand    Rr;   der Röhre    III   ist der    Leitungsentzerrer      LL   verbrunden, der als Spannungsteiler (Z, 
 EMI2.35 
 ) im    Gegenkopplungsweg   liegt.

   Auf    der   Ausgangsseite des Spannungsteilers liegt als    Neben-      sehluss   zu ihm verhältnismässig    hoehohmig   der    Zusatzentzerrer.   Er besteht im wesentlichen aus einem    Parallelsehwingungskreis   C, L in Reihe mit einem    Vorwiderstand   R. Erprobte Werte sind zum Beispiel    RI;   = 200 Ohm, 7, - 1    kOhm,   R = 10    kOhm.   Für die erwähnte    Hochohmigkeit   des    Zusatzentzerrers   gegenüber dem    Leitungsentzerrer   kommt es auf den Widerstand zwischen dem Verbindungspunkt von 
 EMI2.50 
 und Z und Erde an.

   Man erkennt, dass dieser Widerstand durch die Parallelschaltung von Z    +      RI;   und    Vs   gegeben ist. Auch für sieh allein genommen soll    R   gross gegen Z sein. 



  Parallel zum Schwingungskreis ist ein Übertrager mit zwei Wicklungshälften    T1   und T2 und den    Anzapfungen      B   angeordnet. Der Transformator, dessen    Mittelanzapfung   geerdet ist, dient    zrrr   Transformierung des    Sehwingkreiswiderstandes,   ohne dass dabei die    Abstimmfrequenz   desselben beeinflusst wird, und ermöglicht somit eine    Bandbreit.enrege-      lung.   Das zur    Amplitudeneinstellung   dienende    Potentiometer   TV, dessen Abgriff mit dem Gitter der ersten Röhre in Verbindung steht, liegt, je nachdem, ob eine Pegelanhebung (Klemme  an ) oder eine Absenkung des Pegels (Klemme  ab ) erfolgen soll, parallel zur obern,    Tr,

     oder untern    Wieklungshälfte,   T2, des Übertragers, 'wobei der    Übergang   von dem einen Regelsinn auf den andern mittels eines Umschalters ohne Beeinflussung- des Verstärkers vorgenommen wird. 



  Eine weitere    Einstellmöglichkeit   bieten die mit    B   bezeichneten    Klemmenpaare.   Die Wirkungsweise der Anordnung sei nun an den beiden vereinfachten    Schaltbildern      Fig.      2a   und 2b erläutert, von denen das erstere die Schaltung für Pegelanhebung, 2b dagegen die Anordnung für eine    Pegelabsenkung   darstellt.. Von der    Gegenkopplungsspannung,   die der Kathode der Röhre I zugeführt wird, wird der am    @ehwirrglzreis      abfallende   Teil    unnritt.el-      bar   (Fug.    2a.)   oder nach    Umpolung   (Fug. 2b) dem Gitter der Röhre I zugeführt.

   Dadurch wird die gesamte    Gegenkopplun      gsspannung   im    Gitter-Kathodenkreis   der    eisten   Röhrenstufe entweder verringert oder erhöht. Mit Hilfe eines weiteren W    ider:standes   r, der bei der    Fig.2a   durch die    übersetzun-      (Windrrngs-      za.hlenverhältnis      T1   :    T.,   -1 :

   1) mit dem 
 EMI2.94 
 parallel    zurrelr@i in      @rmgskreis   erscheint,    während   er bei der    Umpolung      hirrz-      geschlossen   wird, können die    -Maximalwerte   der positiven und negativen Dämpfungen einander gleich gemacht    werden.   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Die    Frequenzeinstellung   erfolgt, wie bereits erwähnt, durch    Induktivitätsabstim-      mung,   und zwar durch Änderung der Selbstiriduktivität der    Sehwingungskreisspule   L, um eine gleichzeitige    Bandbreitenänderung   mit    der   Abstimmung zu vermeiden.

   Diese wird vielmehr durch die oben angegebene Widerstandstransformierung eingestellt. 



  Im folgenden sollen noch die maximalen Dämpfungen für den Resonanzfall in den    Potentiometerendstellungen      (-b1   Pegelanhebung und    b@   für Pegelabsenkung) berechnet werden. 



  Als Voraussetzung liegt der Rechnung ein    ,grosser      Gegenkopplungsgrad   zugrunde, so dass die Näherung    Ug      .--   U2 Geltung hat    (Fig.2).   Weiterhin ist Z    -I-      Rh      < <    R. Wie aus den    Fig.   1    -und   2 hervorgeht, behandelt die Rechnung den Fall, dass auch der Schwingkreis an der    Mittelanzapfung   des Übertragers liegt. In den    Fig.   2 tritt daher C und L unverändert auf, während in der    Fig.2a   der übersetzte Widerstand 
 EMI3.23 
 erscheint.

   Der aus L und C gebildete Schwingkreis ist in der Rechnung gegenüber W vernachlässigt, da er für die    Resonanzfrequenz   einen unendlichen Widerstand hat. 



  Das Verhältnis ist ein Mass für die vom    Zusatzentzerrer   
 EMI3.26 
 hervorgerufene Verstärkungsänderung. Damit berechnet sich der maximale    Verstärkungszuwaehs   für den Resonanzfall zu 
 EMI3.28 
 da in der in    Fig.      2a,      gezeigten      Endstellung   des    Potentiometers      W   nur der Teil der    Gegen-      lropplungsspannung   an die Gitter-Kathoden-    strecke   angelegt wird, der über R abfällt.

   Die entsprechende maximale Verstärkungsabnahme    (Dämpfun-)   berechnet sich zu 
 EMI3.39 
 da in der in    Fig.   2b gezeigten Endstellung des    Potentiometers   die über dem Widerstand    I?   --TV    auftretende      Gregenkopplungsspan-      nun;   voll der    Gitter-Kathodenstreeke   zugeführt wird.

   Um zu erreichen, dass die maximalen positiven und negativen Dämpfungen bei der    Umpolung   einander gleich werden    (-b1   = b2 =    b"""),   muss der Widerstand r folgender Bedingung genügen: 
 EMI3.50 
 Die wesentlichen Vorteile einer solchen    Entzerrerschaltung   bestehen darin,    da.ss   nur ein einziges    frequenzbestimmendes   Glied sowohl für positiven als auch negativen Ausgleich verwendet wird, wobei die Umschaltung derart erfolgen kann, dass eine Beeinflussung des Verstärkers hierbei nicht auftritt und dass Frequenz, Bandbreite und Amplitude mittels dieses einfach angebrachten Gliedes völlig unabhängig voneinander regelbar sind.

   Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, dass die Rückwirkung des    Zusatzentzerrers   auf den    Lei-      tungsentzerrer   infolge seines    frequenzabhän-      gigen   Widerstandes in dem zu verzerrenden Gebiet liegt. Die Schaltungsanordnung erweist sieh als besonders günstig auch bei höheren Frequenzen, da die    Schwingkreis-   und    Poten-      tiometerwiderstände   verhältnismässig    nieder-      ohmig   gehalten werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Entzerrung der vom Lei- tungsentzerrer nicht ausgeglichenen Restdämpfung, insbesondere bei Trägerstromanla- <Desc/Clms Page number 4> gen, mittels eines Zusatzentzerrers im Gegen- kopplungsweg eines mit der zu entzerrenden Leitung verbundenen, mehrstufigen, stark gegengekoppelten Verstärkers, bei der der Zusatzentzerrer sowohl eine Pegelanhebung als auch eine Pegelabsenkung gestattet und dennoch nur einen einzigen, frequenzbestimmen- den Kreis enthält, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzentzerrer an die Kathode der ersten Röhre,
    deren Gitter nur der am Zusatz- entzerrer abfallende Teil der Gegenkopplungs- spannung zugeführt wird, des Verstärkers angeschlossen ist und einen hochohmigen Neben- sehluss zu dem als Spannungsteiler im Gegenkopplungsweg liegenden Leitungsentzerrer bildet,
    dass weiterhin die Einstellung der Fre- quenzlage des Regelbereiches innerhalb des gesamten zu übertragenden Frequenzbandes durch Induktivitätsabstimmung erfolgt und dass die Regelung der Bandbreite durch Transformierung des Schwingkreiswiderstandes mittels eines Transformators mit geerdeter Mit- telanzapfung bewirkt wird, so dass eine voneinander unabhängige Einstellbarkeit der Bandbreite des Regelbereiches, seiner Fre- quenzlage und der Amplitude der Regelspannung erreicht ist. UNTERAN SPRL"Cl-IE 1.
    Anordnung nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzentzer- rer einen Vorwiderstand (R ) enthält, der gross ist gegenüber dem Längswiderstand (Z) des den Leitungsentzerrer (ZR) bildenden Span- nungsteilers. 2.
    Anordnung naeh Patentansprueh, dadurch gekennzeiehnet, dass die Regelspannung zur Pegelanhebung an der zwischen dem der Kathode zugewendeten Ende des Transformators und seiner 1Iittelanzapfung liegenden Wicklungshälfte (T1) abgegriffen wird. 3. Anordnung nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelspannung zur Pegelabsenkung an der zwisehen dem von der Kathode abgewendeten Ende des Transformators und seiner 1littelanzapfung liegenden -Wieklungshälfte (T.) abgegriffen wird. 4.
    Anordnung nach Patentansprneh und den Unteransprüehen 1. bis 3, gekennzeichnet durch einen nur bei einem Regelsinn wirksamen Zusatzwiderstand (r) der zu dem Vorwiderstand (R) des Zusatzentzerrers in der Beziehun- r - -1R steht.
CH289852D 1950-02-11 1951-02-06 Anordnung für den Restdämpfungsausgleich in Übertragungsanlagen. CH289852A (de)

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