CH289991A - Verfahren zur Herstellung eines Disazofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Disazofarbstoffes.

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CH289991A
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disazo dye
diamino
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Ag J R Geigy
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Ag J R Geigy
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00—Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02—Disazo dyes
    • C09B35/039—Disazo dyes characterised by the tetrazo component
    • C09B35/227—Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of a diaryl sulfide or a diaryl polysulfide

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Disazofarbstoffes.       Das vorliegende Verfahren betrifft die  Herstellung von neuen, wertvollen, blauroten       Disazofarbstoffen,    die sich zum Färben von  tierischen und verwandten Fasern aus neutra  lem bis schwachsaurem Färbebad vorzüglich  eignen. Sie ergeben insbesondere sehr reine;  blaustichig rote Wollfärbungen, die sich  durch     Gleichmässigkeit,    besonders durch  gleichmässigen Farbton von Haarwurzeln und  Haarspitzen, durch gute Seewasser- und sehr  gute Lichtechtheit auszeichnen.

     Man erhält die erfindungsgemässen     Disazo-          farbstoffe    durch Kuppeln von 1     Mol    einer       tetrazotierten        Diaminoverbindung    der allge  meinen Formel  
EMI0001.0009     
    worin     Hal    die in     Farbstoffkomponenten        übli-          ehen        Halogensubstituenten    und X ein zwei  wertiges Bindeglied des 2- oder 4wertigen  Schwefels bedeuten,

   mit 2     Mol        2-Amino-8-oxy-          naphthalin-6-sulfonsäure    in     1-Stellung.    Die       Kupplung    der     2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sul-          fonsäure    in     1-Stellung    geschieht bekanntlich  in saurem bis neutralem wässerigem Medium,  das heisst bei     Wasserstoffionenkonzentrationen     unter PH = 7.  



  In den erfindungsgemäss verwendbaren     Di-          aminoverbindungen    kommen     al's        Halogensub-          stituenten    ausser dem Brom- vorzugsweise das    Chloratom und als zweiwertiges Bindeglied:  des 2- oder     4wertigen    Schwefels die Sulfid-,       Disulfid-    und vorzugsweise die     Sulfoxyd-          gruppe    in Frage.

   Die     Disazofarbstoffe    aus       tetrazotiertem        4,4'-Dichlor-2,2'-diaminö-diphe-          nylsulfid    und aus     4,4'-Dichlor-2,2'-diamino-di-    ,       phenylsulfoxyd    sind besonders wertvoll, weil  technisch leicht zugänglich, wobei sich der von  der letzteren Komponente abgeleitete Farb  stoff noch durch besonders gute Echtheits  eigenschaften auszeichnet.  



  Den bereits bekanntgewordenen ähnlichen  Farbstoffen aus 4,4'- und     3,3'-Diamino-diphe-          nyl-sulfonen-    bzw.     -sulfoxyden    sind die erfin  dungsgemässen, vom     2,2'-Diamino-diphenylsul-          fid    bzw.     -sulfoxyd    abgeleiteten Farbstoffe im  neutralen Ziehvermögen auf Wolle und in der       Seewasserechtheit    der Wollfärbungen über  legen.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung eines     Disazo-    ;  Farbstoffes. Das Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man 1     Mol    der     Tetrazover-          bindung    von     4,4'-Dichlor-2,2'-diamino-1,1'-di-          phenylsulfoxyd    mit 2     Mol        2-Amino-8-oxy-          naphtha@in=6-sulfoncäure    --in     1-Stellun        -ku@-        t     gelt.  



  <I>Beispiel:</I>  Man löst 15,05 Teile     4,4'-Dichlor-2,2'-di-          amino-1,1'-diphenylsulfoxyd    -erhältlich aus  dem     4,4'-Dichlor-2,2'-dinitro-1,1'-diphenylsulf-          oxyd        (Riesz,    Monatshefte für Chemie, 50, 263  bis 268     [1928])    durch Reduktion nach     B6-          champ    -     in        90        Teilen        93        %        iger    Schwefel-      säure bei 85  und lässt in die abgekühlte Lö  sung bei 10  46,

  5 Teile 30      /o        ige        Nitrosylschwe-          felsäure    einlaufen. Nach beendeter     Tetrazo-          tierung    rührt man auf 600 Teile Eis und  stumpft die überschüssige Schwefelsäure  zweckmässig bei einer 2  nicht überschreiten  den Temperatur mit Alkali- oder     Erdalkali-          ca.rbonat    weitgehend ab.

   Die gegebenenfalls  geklärte, zitronengelbe, noch kongosaure     Te-          trazoniumsalzlösung    lässt man in eine kalte  essigsaure Lösung des     Natronsalzes    von 24,6  Teilen     2-Amino-8-oxy-naphthalin-fi-sulfon-          säure    in 300 Teilen Wasser fliessen, die eine  zum Abstumpfen der Mineralsäure genügende  Menge an     Natriumacetat    enthält. Nach     30stün-          digem    Rühren bei 20  erwärmt man auf 90 ,  stellt durch Zugabe von     Natriumcarbonat          lackmusalkalisch,    fällt durch Zugabe von  Kochsalz den Farbstoff aus und filtriert ihn  heiss ab.  



  Der getrocknete Farbstoff stellt ein brau  nes Pulver dar, das sich in heissem Wasser    mit blaustichig roter Farbe und in konzen  trierter Schwefelsäure mit     braunstichig    vio  letter Farbe löst und Wolle aus neutralem  oder schwach saurem Bad in sehr gleichmässi  gen,     blaustichig    roten Tönen von sehr guter  Wasch-, Walk-, Seewasser- und Lichtechtheit  färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Disazo- farbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol der Tetrazoverbindung von 4,4'-Dichlor- 2,2'-diamino-1,1'-diphenylsulfoxyd mit 2 Mol 2-Amino-8-oxy-naphthalin-6-sulfonsäure in 1-Stellung kuppelt.
    Der erhaltene neue Disazofarbstoff stellt ein braunes Pulver dar, das sich in heissem Wasser mit blaustichig roter Farbe und in konzentrierter Schwefelsäure mit braunstichig violetter Farbe löst und Wolle in blaustichig roten Tönen färbt.
CH289991D 1950-10-18 1950-10-18 Verfahren zur Herstellung eines Disazofarbstoffes. CH289991A (de)

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