CH290215A - Fruchtpresse. - Google Patents
Fruchtpresse.Info
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Description
Fruchtpresse. Den bisher bekannten Fruchtpressen zur Gewinnung von Fruchtsäften ist, sofern es sich nicht um Zentrifugen handelt, durch wegs die Eigenschaft gemeinsam, dass ein Stempel in einem Zylinder senkrecht zu seiner Druckfläche unter Krafteinwirkung verscho ben wird, so dass das Pressgut zwischen der Druckfläche des Stempels und der Boden fläche des Zylinders zusammengepresst wird. Sofern motorisch angetriebene, mechanisch oder hydraulisch wirkende Kraftübertra gungsmittel oder bei Handbetrieb sehr grosse Hebelübersetzungen angewandt werden, ist es bei diesen bekannten Ausführungsarten gut möglich, eine genügende Presswirkung auf das Pressgut zu erzielen. Bei den im Haus halt üblichen Kleinfruchtpressen bekannter Art zur Gewinnung von Fruchtsäften in klei nen Mengen ergibt aber dieses Pressprinzip keine befriedigenden Lösungen. Die Fruchtpresse nach der vorliegenden Erfindung ist gekennzeichnet durch einen Innenkörper, der mindestens teilweise konus- förmig ist und mittels von Hand betätigbarer Kraftübertragungsmittel in einen Aussenkör per hineinpressbar ist, dessen Innenraum min destens im Gebiet des konusförmigen Teils ähnlich wie die Aussenfläche des Innenkörpers gestaltet ist, wobei mindestens einer dieser Körper eine perforierte Wandung aufweist, das Ganze derart, dass eine in den Aussenkör- per eingelegte Frucht beim Einpressen des Innenkörpers unter scherender Krafteinwir- kung zusammengepresst wird, wobei der aus- gepresste Fruchtsaft durch die perforierte Wandung aus dem Pressraum entweichen kann. Die durch die erfindungsgemässe Frucht presse erzielte scherende Krafteinwirkung auf das zwischen der Aussenwand des Innenkör pers und der Innenwand des Aussenkörpers eingepresste Pressgut ermöglicht nach den vor liegenden Ergebnissen mit kleinerem Kraft aufwand in weitaus besserer Weise eine voll- sständige Auspressung des Pressgutes als die bisher allgemein üblichen Fruchtpressen mit durch reinen Druck wirkendem Stempel. In der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Axialschnitt durch das erste Ausführungsbeispiel, Fig. 2 eine Draufsicht auf diese Ausfüh rungsform, Fig. 3 einen Axialschnitt durch das zweite Ausführungsbeispiel und . " Fig. 4 eine Draufsicht davon. Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig.1 und 2 besteht der Aussenkörper aus einem Becliergefäss 10, auf welchem ein Fuss 11 auf geschraubt ist. Der Oberteil" 12 dieses rota tionssymmetrischen Becherkörpers ist zylin- clerförmig gestaltet und weist einen nach aussen vorstehenden Rand 13 auf. Der Innen raum bildet einen Konus, der durch eine Bodenfläche 14 abgestumpft ist. Der Innen körper besteht aus einem ebenfalls rotations symmetrisch ausgebildeten Hohlkörper 20 in Form eines Konus, der durch eine Bodenflä che 21 abgestumpft ist. Die Wandung dieses Körpers 20 weist Löcher 22 für den Saft durchtritt auf. Der Oberteil dieses Innenkör pers 20 besteht aus einem nach aussen vor springenden Rand 23, dessen Aussendurch messer nur wenig kleiner ist als der Innen durchmesser des zylindrischen Oberteils 12 des Aussenkörpers. Der konusförmige Teil des Innenkörpers 20 ist ähnlich gestaltet wie der konusförmige Innenraum des Aussenkörpers 10, so dass in der grösstmöglichen Einpress- stellung des Innenkörpers die Wände der Teile 10 und 20 mit geringem Abstand paral lel zueinander verlaufen. Die Kraftübertragungsmittel weisen eine Gewindespindel 30 mit einem Kopf 31 auf, der dazu bestimmt ist, auf die Bodenfläche 21 des Innenkörpers 20 aufgesetzt zu werden. Am obern Ende der Spindel 30 ist ein Dreh knopf 32 starr auf die Spindel 30 aufgesetzt. Das Gewinde 31 dient zur Führung einer Mutter 33, die mit einem Querträger 34 für zwei parallele Schenkel 35 fest verbunden ist. Die Enden 36 der Schenkel 35 sind einwärts umgebogen und sind dazu bestimmt, sich gegen die Unterseite des Randes 13 des Be cherkörpers 10 abzustützen. Die Gebrauchsweise dieser Fruchtpresse ist folgende In den Becher 10 wird eine Frucht, bei spielsweise eine Orange, ganz oder zerteilt ein gelegt. Darüber wird von Hand der Innen körper 10 so weit eingesteckt, dass nachher der Spindelkopf 31 auf die Bodenfläche 21 des Innenkörpers 10 aufgesetzt werden kann, während die einspringenden Randteile 36 der Schenkel 35 unter den Rand 13 des Becher körpers 10 geschoben werden, wie das in der Fig. 1 dargestellt ist. Darauf kann durch Dre hung am Knopf 32 die Spindel 30 und damit der Innenkörper 20 in Richtung der Dreh achse der beiden Körper 10 und 20 einge presst werden, wobei auf die eingepresste Frucht ausser einer Presswirkung eine sche rende Krafteinwirkung ausgeübt wird, welche die Auspressung des Fruchtsaftes wesentlich erleichtert. Der Fruchtsaft strömt dabei durch die Löcher 22 des Innenkörpers in den Innen raum dieses Körpers und kann leicht ausge gossen werden. Die festen Teile des Pressgutes werden durch den nach aussen vorstehenden Rand 23 des Innenkörpers an einem Aus weichen nach oben verhindert. Der Becher körper 10 selbst kann auch sonst im Haushalt als solcher gute Dienste leisten. Die Teile wer den vorzugsweise aus veredeltem Messing, Kupfer oder aus korrosionsbeständigem Ma terial wie Chromnickelstahl, Aluminiumlegie rungen usw. hergestellt. Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 weist einen rotationssymmetrisch aus gebildeten, äussern Hohlkörper 40 mit einem Bodenteil 41 und Löchern 42 auf, dessen zy lindrischer Oberteil 43 mit einem Tragrand 44 und einem doppelten Tragarm 45 fest ver bunden ist. Zwischen den beiden Teilen des Tragarmes 45, an deren freien Enden, ist eine Schwenkwelle 46 gelagert. Diametral zur An satzstelle der Tragarme 45 ist ein Schwenk lager 47 für eine Schraube 48, auf deren Ge winde- eine Flügelmutter 49 geführt ist, fest am Aussenkörper 40 angebracht. Der Innen körper 50 weist am obern Teil 53 einen Aussenrand 51, und am konusförmigen Unter teil eine Bodenfläche 52 auf. An diesem Ober teil ist ein Tragarm 54 befestigt, der um die Schwenkwelle 46 zwischen den beiden Trag armen 45 schwenkbar gelagert ist. Eine Gabel 55, die ebenfalls am Oberteil 53 des Innenkör pers 50 befestigt ist, dient zur Abstützung der Schraubenmutter 49. Auch hier sind die kegelförmigen Teile 40 und 50 ähnlich aus gebildet, so dass sie in ihrer grösstmöglichsten Einpressstellung mit. kleinem Abstand parallel zueinander verlaufen, und der Aussendurch messer des Randes 51 entspricht dem Innen durchmesser des Aussenkörperoberteils 43. Die Anwendungsweise dieser Fruchtpresse ist fol gende: Eine Frucht wird in den perforierten Aussenkörper 40 eingelegt, darauf wird der Innenkörper 50 um die Schwenkwelle 46 in den Aussenkörper etwas eingepresst, bis die Flügelmutter 49 bzw. die Schraube 48 in die Gabel 55 des Innenkörpers eingeschwenkt werden kann, worauf durch Drehung der Flü gelmutter 49 der Innenkörper annähernd in Richtung der Drehachse der beiden Körper in den Aussenkörper eingepresst werden kann. Dabei entweieht der Saft durch die Löcher 42 des Aussenkörpers. Eine solche Frucht presse eignet sich zum Auspressen des Frucht saftes in irgendein übliches Haushaltgefäss, beispielsweise ein Becherglas 60, wie das in der Fig. 3 ersichtlich ist, auf welches die Fruchtpresse mit Hilfe des Tragrandes 44 abgestützt werden kann. Auch hier besteht die wesentliche Wirkung der Fruchtpresse darin, dass das Pressgut einer scherenden Krafteinwirkung ausgesetzt wird. Es kann auch die Wand beider Körper perforiert sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Fruchtpresse, gekennzeichnet durch einen Innenkörper, der mindestens teilweise konus- förmig ist und mittels von Hand betätig- barer Kraftübertragungsmittel in einen Aussenkörper hineinpressbar ist, dessen Innen raum mindestens im Gebiet des konusförmigen Teils ähnlich wie die Aussenfläche des Innen körpers gestaltet ist, wobei mindestens einer dieser Körper eine perforierte Wandung auf weist, das Ganze derart, dass eine in den Aussenkörper eingelegte Frucht beim Ein pressen des Innenkörpers unter scherender Krafteinwirkung zusammengepresst wird,wo bei der ausgepresste Fruchtsaft durch die per forierte Wandung aus dem Pressraum ent weichen kann. UNTERANSPRÜCHE l. Fruchtpresse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass beide Körper rota tionssymmetrisch ausgebildet sind. 2. Fruchtpresse nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass bei beiden Kör pern an den konischen Teil ein zylindrischer Oberteil anschliesst. 3. Fruchtpresse nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Aussenkörper einen zylindrisch gestalteten Oberteil und der Innenkörper einen Oberteil aufweist, dessen Aussendurchmesser nahezu gleich dem Innen durchmesser des zylindrischen Oberteils des Aussenkörpers ist. 4. Fruchtpresse nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass der Oberteil des Innenkörpers aus einem nach aussen vorste henden Ringrand besteht. 5.Fruchtpresse nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Kraftübertra- gungsmittel derart ausgebildet sind, dass bei deren Betätigung die beiden Körper annä hernd in Richtung ihrer Drehachse iriein- andergepresst werden. 6.Fruchtpresse nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass der Aussenkörper als Becher mit einem Fuss ausgestaltet ist, dessen Innenraum konisch gegen den Fuss zu läuft und einen zylindrischen Oberteil auf weist, der an seinem obern Rand mit nach aussen abstehenden Teilen versehen ist, die als Kraftansatzstellen für die lösbaren Kraft übertragungsmittel dienen, während der In nenkörper ebenfalls als Hohlkörper mit per forierter Wandung und einem nach aussen vorstehenden Ringrand ausgebildet ist, dessen Aussendurchmesser nahezu gleich dem Innen durchmesser des zylindrischen Aussenkörper teils ist (Fig. 1, 2). 7.Fruchtpresse nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Kraftübertra- gungsmittel eine Gewindespindel aufweisen, deren unteres mit einem Kopf versehenes Ende dazu bestimmt ist, in die Spitze des durch den Innenkörper gebildeten Hohlrau mes eingesetzt zu werden, während ein mittels Mutter auf dem Gewinde geführtes Querstück parallel, nach innen umgebogene Schenkel aufweist, die dazu bestimmt sind, sich an den nach aussen vorstehenden Randteilen des Aussenkörpers abzustützen, so dass durch Drehen an einem das obere Ende der Spindel bildenden Drehknopf die Spindel und damit der Innenkörper in den Aussenkörper hinein gepresst wird (Fig. 1,2). 8. Fruchtpresse nach Unteranspruch 7, wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt und in bezug darauf beschrieben. 9. Fruchtpresse nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass sowohl ein konisch gestalteter Innenkörper als auch ein als Hohl körper mit perforierter Wandung versehener Aussenkörper je mit einem Tragarm versehen sind, welche Tragarme gelenkig miteinander verbunden und als Zangenhebel ausgebildet sind (Fig. 3, 4). 10. Fruchtpresse nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragarme an ihren freien Enden gelenkig miteinander verbunden sind (Fig. 3, 4). 11.Fruchtpresse nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass Schraubmittel vorgesehen sind, um eine zusätzliche Press- wirkung ausüben zu können (Fig. 3, 4). 12. Fruchtpresse nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass diametral zu den Ansatzstellen der Tragarme am einen der beiden Körper eine mit einer Mutter ver sehene Schraube schwenkbar gelagert und am andern Körper eine Gabel befestigt ist, der art, dass nach Einlegen der Schraube in die Gabel durch Drehen der Mutter die beiden Körper ineinandergepresst werden können (Fig. 3, 4). 13. Fruchtpresse nach Unteranspruch 12, wie in Fig. 3 und 4 der Zeichnung darge stellt und in bezug darauf beschrieben.
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1951
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