CH290335A - Stativ. - Google Patents
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Description
Stativ. Nach der vorliegenden Erfindung ist ein Stativ dadurch gekennzeichnet, dass im Stativ kopf ein unteres Tragorgan drehbar gelagert ist, an dessen äussern -Rand ein Drehlager für ein als Träger für eine auf dem Stativ zu be festigende Vorrichtung dienendes oberes Trag organ angeordnet ist, das Ganze derart, dass der Befestigungspunkt der Vorrichtung am obern Tragorgan innerhalb eines Kreises, des sen Radius durch die Summe des Abstandes des Befestigungspunktes der Vorrichtung vom Drehlager und des Abstandes dieses Dreh lagers vom Drehlager des untern Tragorganes bestimmt ist, willkürlich eingestellt werden kann.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus- führungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 ein ganzes Stativ als Träger eines geodätischen Messinstrumentes in Gebrauchs stellung, Fig.2 eine schematische Darstellung des Bauprinzips, Fig. 3 einen Axialschnitt durch die obern Teile eines Stativs in 'Transportstellung, Fig.4 eine der Fig.3 entsprechende An sicht der Teile in Gebrauchsstellung.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 2 sei fol gendes erklärt: Ein unteres, als Drehteller aus gebildetes Tragorgan 1 ist um die Acre 2 drehbar. An seinem äussern Rande, bei 3, ist ein Drehlager für ein. oberes, ebenfalls als Drehteller ausgebildetes Tragorgan angeord net, wobei das Läger 3 in bezug - auf diesen obern Drehteller 4 ebenfalls am äussern Rande desselben angeordnet ist.
Ein Befestigungs organ 5 für eine Vorrichtung, zum Beispiel ein geodätisches Messinstrument, liegt im In nern des obern Drehtellers 4, das heisst im dargestellten Fall in seinem Zentrum. Es ist leicht ersichtlich, dass dieser Befestigungs punkt 5 unter diesen Umständen innerhalb eines Kreises um die Achse 2, dessen Radius gleich der Summe der Abstände zwischen den Lagern 2 und 3 und den Lagern 3 und 5 ist, frei wählbar verstellbar ist.
Nach diesem Prinzip sind nun die Tragorgane des in Fig. 1 dargestellten Stativs ausgebildet, dessen Beine mit 6, 7 und S.und dessen Kopfplatte mit 9 bezeichnet sind. Ein unterer Drehteller 1, der mit Hilfe des Handgriffes 10 in eine genau horizontale Lage einstellbar und der um seine Lagerachse 2 drehbar ist, trägt an seinem äussern Rand ein Zapfenlager 3, um welches der obere Drehteller 4 drehbar ist.
Im Zen trum dieses obern Drehtellers 4, das heisst in dessen Mittelachse 5, ist auf der Oberseite die Hauptsäule eines geodätischen Messinstru- mentes 50 und an seiner Unterseite ein Be festigungshaken 51 für ein Lot 52 befestigt.
Es ist leicht ersichtlich, dass ein derart aus gebildetes Stativ in einfachster Weise so auf gestellt werden kann, dass der vorbestimmte Bodenpunkt 53 etwa in der Mitte der Ver bindungslinie zwischen den Fussspitzen der Stativfüsse 6 und 7 zu liegen kommt, wonach es dann immer möglich sein wird, das Lot 52 und damit die Achse 5 des Instrumentes 50 genau vertikal über den Messpunkt 53 einzu stellen.
Dies als Gegensatz zu bekannten Sta tiven, deren Stativ-Kopfplatte mit einem zen tralen Loch versehen ist, das mit einer Ge nauigkeit von etwa 2 cm schon beim Aufstel len des Stativs senkrecht über den Boden punkt eingestellt werden muss, worauf dann ein System von Stellschrauben die genaue Ein stellung des Instriunentes über den Boden punkt erlaubt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist das Stativbein 8, welches infolge der exzen trischen Lage des Messinstrumentes einem stärkeren Kippmoment ausgesetzt ist, mit einem sogenannten Krallenfuss versehen, der das genannte Kippmoment aufnimmt und damit einen sicheren Stand des Stativs ge währleistet.
Unter Bezugnahme auf die Fiig. 3 und 4 werden nur die einzelnen Bestandteile der In strumentenlagerung und deren Wirkungsweise noch etwas näher erläutert.
In der Stativkopfplatte 9, das heisst in einer zentralen Lagerpfanne 91 derselben, ist eine Kipphalbkugel 21 gelagert. In die Lager pfanne 91 ist ein Gewindebolzen 11 einge schraubt. Der Kopf dieses Gewindebolzens 11 ist mit einem Handgriff 10 versehen, mittels welchem eine rasche Grobeinstellung des un tern Drehtellers 1 in die horizontale Lage er möglicht wird, das weiterhin durch eine grö ssere Ausnehmung 92 in der Lagerpfanne 91 ermöglicht wird.
Eine Mutter 12, die mit dem intern Gewindeteil des Bolzens 11 in Eingriff steht, wirkt derart mit einer Spann haube 13 zusammen, dass diese im festgedreh ten Zustand der Mutter, die Kipphalbkugel 21 in der eingestellten Lage festhält und in gelöstem Zustand ihre allseitige Kippimg er möglicht.
Am untern Drehteller 1 ist eine Dreh seheibe 25 fest angebracht, welche um einen Lagerzapfen 2 drehbar ist. Dieser Lagerzapfen 2 ist in einer Lagerplatte 1' gelagert, welche auf dem Flansch 22 der Kipphalbkugel 21 ab gestützt und festgehalten ist.
Durch Drehen am Kopf 23 einer in radialer Richtung in die Lagerplatte 1' eingeschraub- ten Festklemmschraube 24 wird letztere so ge gen die Drehscheibe 25 gepresst, dass der un tere Drehteller 1 in der eingestellten Lage festgeklemmt wird. Ein am äussern Rand des Drehtellers 1 angeordneter Zapfen 3 bildet ein Drehlager für den obern Drehteller 4. Der Zapfen trägt an seinem untern Ende einen Bund 31 und an seinem obern Ende ein Gewinde 32, mit welchem eine Festklemm- mutter 33 in Eingriff ist. Bei angezogener Mutter 33 ist der obere Drehteller in seiner eingestellten Relativlage zum untern Dreh teller 1 festgeklemmt.
In der Mitte des obern Drehtellers 4 befindet sich eine Bohrung, wobei zentral zu dieser Bohrung eine Hülse 41 am obern Drehteller befestigt ist. Diese Hülse hält einen Gewindebolzen 5, der zwi schen Bund 42 und Bund 43 axial verschieb bar und ausserdem drehbar ist; der obere Bund 42 sichert den Gewindebolzen 5 gegen Her ausfallen. Der Kopf 44 des Bolzens 5 dient als Drehknopf beim Einschrauben des Bol zens 5 in ein aufzusetzendes Messinstrument und trägt den Traghaken 51 für ein Lot 52.
Diametral zum Drehzapfen 3 ist am äussern Rand des Drehtellers 4 ein Drehzapfen 45 ge lagert, dessen nach unten gerichtetes Ende als Mutter 46 ausgebildet ist, die dazu bestimmt ist, in den an entsprechender Stelle an der Lagerplatte 1' befestigten Gewindebolzen 47 eingeschraubt zu werden, wenn der obere Tel ler in der in Fig.3 dargestellten Transport lage gesichert werden soll.
Die Libellenanordnung 48, die am obern Drehteller 4 aufgebaut ist, dient als Kontroll organ für die anzustrebende genaue Horizon tallage des obern Drehtellers. Selbstverständ lich können in bekannter Weise zusätzliche Feinstellmittel zur genauen Einstellung in die Horizontallage und für eine äusserst ge naue Zentrierung auf den Bodenpunkt vor gesehen sein.
Es ist auch möglich, ein nach dem be schriebenen Prinzip ausgebildetes Stativ als Träger eines Messtisches zu benutzen, der in diesem Fall allseitig ausserhalb des Bereiches der Stativkopfplatte ausgeschwenkt werden kann. In diesem Fall werden zweckmässiger- weise alle Stativbeine mit einem Krallenfuss ausgerüstet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Stativ, dadurch gekennzeichnet, dass im Stativkopf ein unteres Tragorgan drehbar ge lagert ist, an dessen äussern Rand ein Dreh lager für ein als Träger für eine auf dem Stativ zu befestigende Vorrichtung dienendes oberes Tragorgan angeordnet ist, das Ganze derart, dass der .Befestigungspunkt der Vor richtung am obern Tragorgan innerhalb eines Kreises, dessen Radius durch die Summe des Abstandes des Befestigungspunktes der Vor richtung vom Drehlager und des Abstandes dieses Drehlagers vom Drehlager des intern Tragorganes bestimmt ist, willkürlich einge stellt werden kann. UNTERANSPRÜCHE 1.Stativ nach Patentanspruch, als Träger für geodätische Instrumente ausgebildet, da durch gekennzeichnet, dass in einer Stativ kopfplatte eine allseitig kippbare, in ge wünschter Stellung feststellbare Kipphalb- kugel als Träger für einen untern, um eine zentrale, senkrecht zu seiner Fläche stehende Achse beliebig drehbaren Drehteller gelagert ist, welcher Drehteller also in genaue Hori zontallage eingestellt werden kann. 2. Stativ nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von Hand betätigbare Klemmittel die Feststellung des untern. Dreh tellers in einer gewünschten Einstellage er. möglichen. 3.Stativ nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am äussern Rand des untern Drehtellers ein Drehlager mit einer parallel zur Drehachse des untern Drehtellers gerichteten Drehachse angeordnet ist, um wel chen ein oberer Drehteller frei drehbar ist, wobei das genannte Drehlager in bezug auf den obern Drehteller an dessen äussern Rand angeordnet ist. 4. Stativ nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass von Hand betätigbare Feststellmittel die Feststellung des obern Drehtellers in jeder gewünschten Relativstel lung zum iuutern Drehteller ermöglichen. 5.Stativ nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im obern Drehteller Be festigungsmittel für ein geodätisches Mess- instriunent angeordnet sind. 6. Stativ nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass diese Befestigungsmittel im Zentrum des obern Drehtellers angeordnet sind. 7. Stativ nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass diese Befestigungsmittel aus einem im obern Drehteller drehbar ein gesetzten und gegen Herausfallen gesicherten Gewindebolzen bestehen, dessen mit Gewinde versehenes Ende das Aufschrauben des geo dätischen Instrumentes ermöglicht. B.Stativ nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Gewindebolzens in dessen Achse ein Befesti gungsorgan für ein Lot angeordnet ist. 9. Stativ nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass diametral zum Drehlager des obern Drehtellers in diesem obern Dreh teller eine nach unten gerichtete Feststell mutter drehbar gelagert ist, die dazu bestimmt ist, im Zusammenwirken mit einem vom in tern Drehteller nach oben vorstehenden Ge windebolzen die Feststellung des obern Dreh tellers in einer eingedrehten Transportstel lung zu ermöglichen. 10.Stativ nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Tragorgan als Träger für einen Messtisch derart ausgebildet ist, dass dieser ausserhalb des Bereiches der Stativkopfplatte in beliebiger Stellung gegen über dem untern Tragorgan festgehalten wer den kann. 11. Stativ nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Stativbeine mit einem Krallenfuss versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
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ID=4487028
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH290335D CH290335A (de) | 1951-05-16 | 1951-05-16 | Stativ. |
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| CH (1) | CH290335A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2519112A1 (fr) * | 1981-12-29 | 1983-07-01 | Jauliac Louis | Trepied telescopique reglable |
| CN114754240A (zh) * | 2022-03-10 | 2022-07-15 | 韦通 | 一种基于图像识别技术的地理规划用测绘装置 |
-
1951
- 1951-05-16 CH CH290335D patent/CH290335A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2519112A1 (fr) * | 1981-12-29 | 1983-07-01 | Jauliac Louis | Trepied telescopique reglable |
| CN114754240A (zh) * | 2022-03-10 | 2022-07-15 | 韦通 | 一种基于图像识别技术的地理规划用测绘装置 |
| CN114754240B (zh) * | 2022-03-10 | 2023-09-22 | 嘉兴市国土空间规划研究有限公司 | 一种基于图像识别技术的地理规划用测绘装置 |
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