Verschluss. Die Erfindung betrifft einen Verschluss mit einem Abschlusselement, das im geschlos senen Zustande mit einer Auflagefläche ge gen eine solche eines festen Rahmens anliegt und durch ein verformbares Dichtungselement abgedichtet, ist.
Der Verschluss zeichnet sich dadurch aus, dass der Rahmen zur Aufnahme des Dichtungselementes einen Schlitz besitzt, an dessen beide Seiten sich Teile der Auf- lageflä.che des Rahmens anschliessen, und dass hinter dem Dichtungselement eine Anpress- vorrichtung angeordnet ist, mit deren Hilfe das Dichtungselement durch den Schlitz gegen die Auflagefläche des Absehlusselementes ge presst wird.
Zweckmässig weist der Verschluss eine auf dem Dichtungselement aufliegende Schiene auf, welche an einzelnen Stellen durch von aussen auf sie ausgeübte Kräfte gegen das Dichtungselement gepresst wird. Diese Kräfte können durch Rollen ausgeübt sein, welche von keilförmigen Auflaufbahnen des Rah mens gegen die Schiene gedrückt werden. Die Rollen weisen vorteilhaft drei Rollbahnen auf, wovon die mittlere Bahn auf der Schiene und die beiden seitlich davon angeordneten und einen grösseren Umfang aufweisenden Bahnen auf der keilförmigen Auflaufbahn abrollen.
Es empfiehlt sich, mehrere Rollen drehbar in einem gemeinsamen Halter anzuordnen, wel cher in Längsrichtung es Schlitzes verschieb bar am Rahmen befestigt ist und bei dessen Verschiebung die Rollen bezüglich der keilför migen Auflaufbahnen des Rahmens bewegt werden. Es können mehrere Halter miteinan der gekuppelt sein, derart, dass bei Verschie ben eines Halters die übrigen Halter eine in gleichem Sinne erfolgende Bewegung aus führen. Dabei kann eine Verschiebungsein richtung für mindestens einen Rollenhalter vorgesehen sein, welche einen mit Druckmittel betätigten Servomechanismus aufweist.
Vorteilhaft weist die Anpressvorrichtung an Stelle der Rollen und der Schiene einen auf dem Dichtungselement aufliegenden schlauchartigen Hohlkörper mit gummielasti scher Wandung auf, welcher an eine Zuführ- vorrichtung für ein Druckmittel angeschlossen ist, derart, dass der aufgeblähte Hohlkörper das Dichtungselement mit Teilen der gummi elastischen Wandung gegen die Auflagefläche des Abschlusselementes presst.
Es empfiehlt sich dabei, den schlauchartigen Hohlkörper aus @Cummi herzustellen, welcher in einem an den Schlitz anstossenden Hohlraum im Innern des Rahmens untergebracht ist.
Auf der Zeichnung sind Ausführungs beispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Partie eines ersten Ver schlusses im Querschnitt nach der Linie I-1 der Fig.3 und Fig.2 eine solche in einem Längsschnitt gemäss der Linie A-A der Fig. 1.
Fig.3 zeigt in kleinerem Massstabe den festen Rahmen und Teile der Anpressvorrich- tung in einem Schnitt nach der Linie B-B der Fig.1. Fig.4ist ein Querschnitt durch eine Par tie eines andern Verschlusses, und Fig. 5 zeigt den Rahmen und die Anpress- vorrichtung dieses Verschlusses in kleinerem Massstab.
Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 7. weist ein als Türe 1 ausgebildetes Abschluss- element auf. Die Türe liegt in geschlossenem Zustande mit der durch die Wand 2 gebil deten Auflagefläche auf einer solchen der 'VN'and 3 des festen Rahmens 4. Am Rahmen 4 sind mehrere bei geschlossenem Zustande der Türe 1 um ihren Bund 5 greifende Arme 6 befestigt, welche mit. Schraubenbolzen 7 ver sehen sind. Mit Hilfe dieser Schraubenbolzen können die Auflageflächen der Türe und des Rahmens fest gegeneinandergepresst werden.
Die Türe 1 ist durch ein verformbares Dich tungselement 8 abgedichtet, welches die zu verschliessende Kammer 9 hermetisch nach aussen abschliesst. Die Wand 3 des Rah mens weist zur Aufnahme des Dichtungsele mentes 8 einen Schlitz 10 auf, an essen beide Seiten sich Teile der durch die Wand 3 gebil deten Auflagefläche des Rahmens anschliessen. Zur Erzielung einer hermetischen- Dichtung auf dem ganzen Umfang des die Kammer 9 einschliessenden Rahmens 4 ist hinter dem Dichtungselement 8 eine Anpressvorrichtung angeordnet, mit deren Hilfe das Dichtungs element durch -den Schlitz gegen die Auflage fläche der Türe 1 gepresst werden kann.
Diese Anpressvorrichtung weist eine auf dem Dich tungselement 8 aufliegende Schiene 11 auf, welche an einzelnen Stellen durch von aussen ausgeübte Kräfte gegen das Dichtungselement gepresst wird. Diese Kräfte werden durch Rollen 12 erzeugt, welche beim Auflaufen auf keilförmige Auflaufbahnen 13 die Schiene 11 gegen das Dichtungselement 8 drücken. Die Rollen 12 weisen drei Rollbahnen 12a, 12b, 12c auf, von .denen die mittlere Bahn 12a auf der Schiene und die beiden seitlich an geordneten und einen grösseren Durchmesser aufweisenden Bahnen 12b, 12c auf der keil förmigen Bahn 13 abrollen. Die Rollen 12 sind mit Hilfe der Bolzen 14 drehbar in Hal tern 15a, 15b, 15c und 15d angeordnet.
Diese Halter 15 können in Längsrichtung des Dichtungselementes 8 verschoben werden, wobei die Rollen 1'2 gemeinsam gegen die keil förmigen Auflaufbahnen 13 im Sinne eines Anpressens des Dichtungselementes 8 gegen die Auflagefläche der Türe 1 oder von den Auflaufbahnen weg im Sinne einer Ent lastung des Diehtungselem.entes 8 gezogen werden.
Wie Fig. 3 zeigt., sind die Halter 15a bis 15d in den Ecken des rechteckigen Rahmens 4- durch Verbindungsglieder 20 miteinander ge kuppelt. Der Halter 1ia ist durch die Stange 16 mit. dem Kolben 17 des Servomotors 18 ver bunden. Mit Hilfe von Druckmittel, welches aus der Leitung 21 in den über bzw. unter dem Kolben 17 liegenden Zylinderraum ein geführt werden kann, vermag dieser Servo mechanismus den Halter nach unten bzw. nach oben zu verschieben. Die Steuerung der Druckmittelzufuhr erfolgt mit.
Hilfe der bei den Dreiwegventile 19a, 19b, welche zugleich bei unterbrochener Druckmittelzuftihr den entsprechenden Zylinderraum mit der Ab- strömleitung 22 verbinden. Erfolgt die Bewe gung der Halter im Sinne eines Auflaufens der Rollen auf die keilförmigen Auflaufbah nen, so drücken die Rollen die den einzelnen Haltern zugeordneten Schienen auf das ver formbare Dichtungselement, welches auf dem ganzen Umfang hermetisch dichtend quer durch den Schlitz gegen die Auflagefläche der Türe gepresst wird. Erfolgt die Bewegung der Halter in entgegengesetztem Sinne, so werden die Schienen und das Dichtungselement ent lastet.
Hierauf kann zwecks Offnens der Kam mer 9 die Türe 1 nach Lösen der Schrauben bolzen 7 in einer zur Zeichenebene der Fig.1 senkrechten Bewegungsrichtung abgehoben und entfernt werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass Teile des verformbaren Dich tungselementes aus dem Schlitz auf die an stossenden Teile der Auflagefläche des Rah mens herausgedrückt werden.
Nach den Fig. 4 und 5 weist der Verschluss ebenfalls ein als Türe 25 ausgebildetes Ab schlusselement auf, welche in geschlossenem Zustand mit der durch die Wand 26 gebil- deten Auflagefläche auf einer solchen des festen Rahmens 27 aufliegt. Längs des Um fangs dieses Rahmens, welcher die zu ver schliessende Kammer 28 umgibt, sind wie derum einige Arme 29 angebracht, welche mit Schraubenbolzen 30 versehen sind. Diese ge statten, die Türe 25 fest gegen den Rahmen 27 zu pressen.
Die Türe 25 ist durch ein verform bares Dichtungselement 31 abgedichtet, wel- ehes die Kammer 28 hermetisch nach aussen abschliesst. Wieder weist der Rahmen 27 einen das Dichtungselement 31 aufnehmenden Schlitz 32 auf, an dessen beide Seiten sich Teile der Auflagefläche des Rahmens an schliessen. Der Rahmen 27 weist einen Einsatz <B>33</B> auf, welcher mit dem Rahmenkörper einen <B>i</B> an den Schlitz anstossenden Hohlraum 34 ein schliesst. Der Einsatz 34 ist. mittels der Schrau ben 3:5 am Rahmenkörper befestigt.
Im Hohl raum 34 ist ein schlauchartiger Hohlkörper 36 mit gummielastischer Wandung angeordnet, welcher an eine nicht gezeichnete Zuführvor- riehtung für ein Druckmittel angeschlossen ist. Der Hohlkörper kann beispielsweise aus Clummi hergestellt sein. Nach Aufblähen des Hohlkörpers durch das Druckmittel stützen sich Teile der gummielastischen Wandung des Hohlkörpers 36 auf das verformbare Dich tungselement 31 ab, welches somit quer durch den Schlitz gegen die Auflagefläche der Türe 25 gepresst wird.
Nach Fig. 5 umgibt der Hohlkörper 36 die zu verschliessende Kammer 28 auf dem ganzen Umfange. Das Innere des Hohlkörpers ist durch die Leitung 37 mit der Zuführvorrich- tung für ein gasförmiges oder flüssiges Druck mittel verbunden. Die Leitung 37 weist. ein Dreiwegventil 38 auf, mit dessen Hilfe die Druckmittelzufuhr unterbrochen und das In nere des Hohlkörpers durch die Leitung 39 mit. der Atmosphäre verbunden werden kann. Ein Manometer 40 ermöglicht die Kontrolle des im Innern des Hohlkörpers aufrechterhal tenen Druckes.
Die beschriebenen Verschlüsse eignen sich insbesondere für die Abschliessung grosser Öff nungen von Kammern oder Behältern, welche einer starken Erhitzung ausgesetzt sind. Eine besonders vorteilhafte Anwendung ergibt sich für Gaswerke, welche mit einer Trockenkühl anlage für den heissen Koks versehen sind. In derartigen Anlagen wird der Koks in einen geschlossenen Behälter verbracht und mittels hindurchgeführter Kühlgase gekühlt. Die zum Verschluss solcher Behälter dienenden Türen können beträchtliche Abmessungen aufweisen, beispielsweise eine Länge von 5 m und eine Breite von 3 m.
Besondere Probleme stellt dabei die hermetische Abdichtung über den ganzen Umfang der Behälteröffnung trotz all fälliger Deformation der Türe, hervorgerufen durch Wärmespannungen infolge ungleich mässiger Erhitzung bei den im Behälterinnern herrschenden hohen Betriebstemperaturen. Die beschriebenen Verschlüsse ermöglichen eine hermetische Abdichtung solcher durch Türen verschlossener Behälter, weil ungeachtet der Deformationen der Türen das verformbare Dichtungselement mit Hilfe der Anpressvor- richtung auf dem ganzen Umfange der Be hälteröffnungen dichtend gegen die Auflage fläche der Türen gepresst wird.
Die Anord nung des Dichtungselementes in einem Schlitz, an dessen Seiten sich die gegen die Auflage fläche der Türe gepressten 'Teile der Auflage fläche des Rahmens anschliessen, verhindert ein Austreten des Dichtungselementes aus dem Schlitz. Allfällig zwischen die Auflagefläche der Türe und diejenige des Rahmens gepress tes Dichtungsmaterial könnte nämlich ein sat tes Aufliegen dieser beiden 'Teile verhindern und somit eine hermetische Dichtung des Ver schlusses verunmöglichen.
Die beschriebene Anordnung des Dich tungselementes im Schlitz ermöglicht, gewisse Nachteile bekannter Verschlüsse, bei denen das Dichtungselement zwischen einem festen Rahmen und einem gegen den Rahmen ge drückten Abschlusselement eingeklemmt ist, zu vermeiden. Bei derartigen Verschlüssen. sind das Abschlusselement und der Rahmen durch den von der Dicke des Dichtungselementes be stimmten Abstand voneinander getrennt, wo bei eine Auflage des Abschlusselementes auf dem Rahmen nicht. zustande kommt.
Das Dich tungselement solcher Verschlüsse wird sich je nach der Kraft, mit welcher das Abschluss- element gegen den Rahmen gedrückt wird, verformen. Handelt es sieh um grosse Ver schlüsse mit Abmessungen, welche beispiels weise dem oben erwähnten Anwendungsbei spiel entsprechen, kann nicht vermieden wer den, dass bei wiederholtem Öffnen und Schlie ssen des Verschlusses sowie bei Deformationen des Absehlusselementes infolge Wärmespan nungen einzelne Teile des Dichtungselementes stärker verformt werden als andere.
Dabei können im Betriebe Undichtheiten infolge mangelnder Auflage des Dichtungselementes auf dem Rahmen und auf dem Abschlussele- ment entstehen.
Diese Nachteile sind bei den beschriebenen Verschlüssen dadurch vermieden, dass das Abschlusselement mit einer Auflagefläche ge gen eine solche des Rahmens anliegt, ohne dass zwischen diesen Auflageflächen Dichtungs material eingeklemmt ist. Das verformbare Dichtungselement wird hingegen mit Hilfe einer vom Anpressdruck des Abschlusselemen- tes auf den Rahmen unabhängig zur Wirkung kommenden Anpressvorrichtung quer durch den Schlitz gleichmässig gegen die Auflage fläche des Abschlusselementes gepresst und kommt so auf dem ganzen Umfange dichtend zur
Auflage.
Die Wahl der zur Herstellung des Dich tungselementes verwendeten Materialien rich tet sich nach den auftretenden Betriebsbedin gungen, denen der Verschluss ausgesetzt ist. Für die erwähnte Anwendung des Verschlus ses bei Behältern, welcher zur Trockenkühlung von Koks dienen, eignet sich insbesondere eine plastisch verformbare Asbestmasse.