CH291175A - Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Schokolade. - Google Patents
Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Schokolade.Info
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Description
Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Schokolade. Bei der Herstellung der Schokolade spielt (las Mischen der* Bestandteile vor dem Mahl- prozess eine wichtige Rolle. Dieses Mischen wurde früher hauptsächlich in Platten- inischern, den sogenannten m61angeurs , oder in Trogmisehmasehinen durehgeführt. Ge- wöhnlieh wurde zuerst eine grosse Menge fein 'gemahlenen, flüssigen Kakaos in den Mischer eingeführt;
anschliessend wurde der Zucker, meist in der Form von Glasurzueker, und das Milehpalver dazugemiseht. Der Mischprozess in einer solchen Maschine beanspruchte,<B>je</B> naeh Quantität, 20 bis 40 Minuten und erfor derte zusätzlich noch viel Handarbeit.
Der so erhaltene gemischte Schokoladeteig wurde in Kesseln oder Wagen dem Mahlwa17werk zu- greführt. Da letzteres -ununterbrochen arbeitet, wurde später diese Mischmethode verlassen und mit kontinuierlich arbeitenden Misehvor- riehtungen gearbeitet.
Die Versuche, das Problem dureh den Ge brauch von Fördermisehern und Mischwalz werken zu lösen, zeitigten aus verschiedenen Gründen keine befriedigenden Ergebnisse; die früher mit den Plattenmisehern erzielten Re sultate wurden nicht erreicht.
Des weiteren wies auch die Benützung von Glasurzueker gewisse Nachteile auf. Durch das intensive Mahlen in den bekannten Sehnellmühlen wurde der Geschmack des Zuckers, wahrscheinlich durch die Bildung von Ozon, ungünstig beeinflusst. Auch wurde durch die Behandlung des Glasurzuckers die Ges-Luidheit der Arbeiter infolge Einatinens des Zuckerstaubes gefährdet. Glasurzucker ist des weiteren sehr seliwer automatisch zu -wägen, so dass eine mechanische Zufuhr zu den Misehern fast unmöglich war.
Aus diesen Gründen wurde in verschiedenen Herstel lungsverfahren das Mahlen des Zuckers vor dem Mischen weggelassen, was aber einen zu- sätzliehen Satz von Mahlwalzwerken und ein Naehmischen in m61angeurs notwendig machte, so dass dieses Verfahren, trotz eines weiteren wichtigen Vorteils, wenig gebraucht wurde.
Es ist bekannt, dass sowohl die Fette als auch der Zucker die Eigenschaft haben, Aro mas anzuziehen und zu binden. Bei der Des integration des Zuckers im intimen Kontakt mit dem Kakao findet eine wesentliche gegen seitige Bereielierung an Aroma statt. Wie be kannt, werden bei guten Kakaosorten die zer quetschten Kakaobohnen mit Kristallzucker vermischt, während weniger gute Kakaoboh nen erst dann mit dem Zucker vermischt wer den, nachdem sie einer Behandlung, welche das Aroma verbessert, unterworfen wurden.
Die Praxis hat gezeigt, dass in allen Fällen, welche ein sorgfältiges Mischen erheischen, uni dem Mahlwalzwerk eine plastische Sehoko- lademasse zuzuführen, flüssiger Kakao ver wendet werden sollte, da- die Konsistenz der Schokolade eine grosse Rolle für die Erzielung guter Resultate im Mahlprozess spielt. Diese Konsistenz kann sowohl durch den Gehalt an Kakaobutter als aLich durch die Grösse der Z-Liekerkörner beeinflusst werden.
Da der Prozentsatz der verschiedenen Sehoko- ladebestandteile durch das gewählte Rezept bestimmt ist und dadurch der Gehalt'an Ka# kaobutter gegeben ist, so dass keine Möglich keit besteht, durch ihn die Viskosität zu ver ändern, ist eine wiehtige Möglichkeit in der Veränderung der Korngrösse des Zuckers ge geben. Der Grund ist der, dass eine bestimmte Menge Zucker, welche aus sehr vielen, kleinen Zuekerkörnern besteht, eine grössere Ober fläche besitzt als dieselbe Zuckermenge in Form weniger grosser Körner.
Es ist bekanntermassen bei der Herstellung von Schokolade besser, die Schokolade mit einer minimalen Menge von Butter zu mah len, da man dadurch ein besseres Aroma er hält. Ferner genügt es, wenn die Grösse der Zuekerkörnehen beim Eintreten der Sehoko- lademasse in das Mahlwalzwerk<B>100</B> Mikron ist.
Daraus geht hervor, dass eine kontinuier lich arbeitende Vorriehtung zur Vermisehung und Zerkleinerung der Schokoladebestand- teile, welche alle oben erwähnten Bedingungen erfüllt, einen wesentlichen Vorteil bietet, spe ziell noch, wenn es möglich ist, alle nötigen Schritte zur Herbeiführung einer guten Aromaentwieklung vorzunehmen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vor- riehtung zur kontinuierlichen Herstellung von Schokolade, die gekennzeichnet ist durch auto- matisehe Abmessvorriehtungen für die Kom ponenten der Schokolademasse, dareh eine Vormisehvorriehtung, durch eine Hammer mühle und ferner durch Mittel, um die ab gemessenen Mengen der Ausgangsstoffe der Vormisehvorriehtung und das darin erzeugte Gemisch der Hammermühle zuzuführen.
Die automatische Abmessung der Roh stoffe wird mit Vorteil kontinuierlich durch geführt. Die Hammermühle erhält die Masse vorteilhaft über Transportmittel, deren Ge- sehwindigkeit geregelt werden kann. Um ein intensives Mischen zu sichern, sind die Häm mer der Hammermühle zweckmässig in in der Aehsriehtung gegeneinander versetzten Paa- ren angeordnet, am besten derart, dass sie von einer Endlage ganz auf der einen Seite all- mählieh gegen die andere Seite hin versetzt sind,
so dass sie nach einem halben Umfang die Endlage auf der andern Seite erreichen, von welcher sie dann wieder allmählich gegen <B>n</B> die Ursprungslage hin gegeneinander versetzt sind.
In der Zeichnung ist Pig. <B>1.</B> eine schematische Darstellung, teil weise im Schnitt, einer beispielsweisen Atis- führungsform der erfindun--gsgemässen Vor- riehtung, Fig. 2 ein Sehnitt durch die Hammermühle gemäss der Linie 11-II der Fig. <B>1</B> und Fig. <B>3</B> ein Grundriss, der die Anordnung der Hämmer der Hammermühle in der Ab- wieklung zeigt.
Mit<B>1</B> und 2 sind die Wägevorriehtungen für die trockenen, pulverförmi---en Materialien bezeichnet, wie Kristallziielzer und Milchpul ver.<B>3,</B> 4 and <B>5</B> bezeichnen Wägevorriehtun-,gen oder Messpumpen für flüssige oder halbflüs sige Materialien, wie Kakaolösung, Kakaobut ter,
Leeithin und gequetschtes oder gemah lenes Nussmaterial. Diese Wägevorriehtungen sind für ein kontinuierliches Wägen sehr klei ner Mengen oder für das Wägen eines kon- tinuierliehen Stromes vorgesehen.<B>6</B> ist eine Misehmasehine bekannter Bauart mit einer senkrechten Misehwelle-, in welcher die Mate rialien zur Bildung einer fliessenden Masse vorgemiseht werden. Die Geschwindigkeit der Fördersehneeke <B>7</B> kann oereoelt werden.
Bei grosser Greseh-,vindigkeit wird der Zaeker in folge der grösseren Durehilussgesehwindigkeit zur Hammermühle nicht so fein gemahlen wie bei kleinerer Gesehwindigkeit.
<B>8</B> ist eine Hammermühle, deren Gehäuse an seiner obern Innenseite mit Zacken oder Zähnen<B>9</B> und an seiner untern Seite mit Lö- ehern <B>18</B> versehen ist, welche Löcher<B>18</B> ein Sieb bilden, durch welches das Material aus tritt. Die Hämmer<B>10-17</B> rotieren mit varia bler Geschwindigkeit.
Die Masse, welche durch die Förder- sehneeke <B>7</B> in das Hammermühlengehäuse ge führt wird, kommt zwischen die Hämmer und wird infolge der spiralTörmig rechts- und linksseitigen Anordnung (Fig. 2 und<B>3)</B> der- Nelben einem intensiven Mischungsprozess unterworfen.
Unter der Wirkung der Zen- triftigalkraft fliesst die gemischte Schoko- lademasse zwischen den Enden der Hämmer <B>10-17</B> und den Zacken oder Zähnen<B>9</B> durch, wo der Kristallzucker in die ge- wünsehte Feinheit zermahlen wird.
Die gemahlene und gemischte Masse tritt alsdann durch die Sieblöeh-er <B>18</B> aus und fällt auf das Transportband<B>19,</B> von wo sie direkt den weiteren Behandlungsorganen zu geführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur kontinuierlichen Her stellung von Schokolade, gekennzeichnet durch automatische Abmessvorrichtungen lür die Komponenten der Schokolademasse, durch eine Vormischvorrichtung, durch eine Ham mermühle und ferner durch Mittel, um die abgemessenen Mengen der Ausgangsstoffe der Vormischvorrichtung und das darin er zeugte Gemisch der Hammermühle zuzufüh ren.UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Vorrichtung nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass die Hammer mühle mehrere Hämmer aufweist, welche paarweise an einer Achse angeordnet sind, wo bei jedes Paar gegenüber dem vorhergehenden in Achsrichtung um die gleiche Strecke ver setzt ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch Mittel zur Regulierung der Zufuhr der vorgemischten Materialien zur Hammermühle.
Applications Claiming Priority (1)
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| GB291175X | 1949-09-21 |
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Family Applications (1)
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| CH291175D CH291175A (de) | 1949-09-21 | 1950-09-20 | Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Schokolade. |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2351490A1 (de) * | 2010-01-27 | 2011-08-03 | Kraft Foods R & D, Inc. | Vorrichtung und Verfahren zur durchgehenden Zufuhr von Schokoladenzutaten und System und Verfahren zur Herstellung von Schokoladenmasse |
| EP2912949A1 (de) * | 2014-02-26 | 2015-09-02 | NETZSCH-Feinmahltechnik GmbH | Anlage zur herstellung und/oder aufbereitung von confectionery-massen und verfahren zur herstellung und/oder aufbereitung von confectionery-massen |
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1950
- 1950-09-20 CH CH291175D patent/CH291175A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2351490A1 (de) * | 2010-01-27 | 2011-08-03 | Kraft Foods R & D, Inc. | Vorrichtung und Verfahren zur durchgehenden Zufuhr von Schokoladenzutaten und System und Verfahren zur Herstellung von Schokoladenmasse |
| EP2912949A1 (de) * | 2014-02-26 | 2015-09-02 | NETZSCH-Feinmahltechnik GmbH | Anlage zur herstellung und/oder aufbereitung von confectionery-massen und verfahren zur herstellung und/oder aufbereitung von confectionery-massen |
| WO2015127920A1 (de) * | 2014-02-26 | 2015-09-03 | Netzsch-Feinmahltechnik Gmbh | Anlage zur herstellung und / oder aufbereitung von confectionery-massen und verfahren zur herstellung und / oder aufbereitung von confectionery-massen |
| US10383343B2 (en) | 2014-02-26 | 2019-08-20 | Netzsch-Feinmahltechnik Gmbh | Installation for producing and/or processing confectionery masses and method for producing and/or processing confectionery masses |
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