Reklameapparat. Clegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Reklameapparat mit wenigstens einem Schild, der lichtdurchlässige Reklamemiehen trägt, und mit einer drehbaren Trommel, die versehiedenfarbige, durchscheinende Zonen aufweist, durch welche Licht aus einer im Innern der Trommel angeordneten Licht quelle auf die Rückseite des Schildes gewor fen wird, derart, dass die Reklamezeichen bei rotierender Trommel ihre Farbe zu wechseln scheinen.
Es wurde schon vorgeschlagen, die Troin- irieloberfläehe unregelmässig auszubilden, so dass der Eindruck von Blasen in einer strö menden Flüssigkeit entsteht.
Gemäss der vorliegenden Erfindung da- ,ezen ist die Trommel zylindrisch und besitzt verschiedenfarbige Zonen, \welche derart an geordnet sind, dass bei rotierender Trommel eine Folge verschiedener Farben auf jeden Punkt des Schildes geworfen wird, und dass die Trommel über ihre ganze Oberfläche ver teilte, nebeneinanderliegende und durchsich tige Stellen aufweist.
Der Schild des Apparates besitzt z. B. auf der Vorderseite angeordnete Rekla.me- zeiehen, die zweckmässig aus lichtdurchlässi gem Material von rundlichem Querschnitt sind, um den Effekt einer dicken Linse zu bewirken.
Eine Platte aus gehämmertem Glas oder einem andern Material mit unregelmässiger Oberfläche kann zwischen dem oder jedem Schild und der Trommel angeordnet sein. Der Erfindungsgegenstand ist in der beiliegenden Zeichnung beispielsweise näher dargestellt; es zeigt: Fig. 1 schaubildlich einen ersten Reklame apparat, Fig. 2 schaubildlich einen weiteren Appa rat, Fig. 3 eine Draufsicht des Apparates ge mäss Fig. 1, mit dem Gehäuse im Schnitt und teilweise ausgebrochener Trommel, Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel eines Schildes im Schnitt,
und Fig. 5 eine Ansicht einer hinter dem Schild angeordneten Platte aus gehämmer tem Glas.
Der Apparat gemäss Fig. 1 besitzt ein Metallgehäuse 10 mit flachem Oberteil 11 und entsprechendem Boden, einer offenen Stirn seite 12, Endteilen 13 und geneigten Eck- stiicken 14 zwischen den Endteilen und der Stirnseite 12. Am Gehäuse 10 sind Füsse 15 vorgesehen, mittels welchen der Apparat auf eine ebene Unterlage gestellt werden kann. An der offenen Stirnseite besitzt das Ge häuse einen schmalen Rand, der einem Schild 17 aus Glas oder einem andern lichtdurchläs sigen Material als Rahmen dient, welcher Schild mit Ausnahme der Zeichen 18 mit einem undurchsichtigen Überzug versehen ist.
Auf den lichtdurchlässigen Teilen sind die Reklamezeichen bildenden Streifen 19 aus lichtdurchlässigem Material mit ebenen Rück flächen und runden Stirnflächen (Fig. 4) Y befestigt, um den Effekt einer dicken Linse zu bewirken. Die Streifen 19 können auch durch Platten 21 aus gehämmertem Glas (Fig. 5) oder einem andern lichtdurchlässi gen Material mit unregelmässiger Oberfläche ersetzt sein, die hinter dem Schild 17 ange ordnet sind.
Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungs beispiel, das drei Reklameschilder 22, 23 und 24 aufweist, und zwar je eines auf drei Sei ten eines vierseitigen Gehäuses 25. Die mit dem mittleren Schild 23 versehene Gehäuse seite ist parallel zur Gehäuserückseite, und die die Schilder 22 und 24 aufweisenden Sei ten sind nach hinten und aussen geneigt.
Bei beiden genannten Beispielen (Fig. 1 und 2) ist die Rückseite des Gehäuses durch eine Platte, die einen Teil des Chassis bildet, geschlossen, welches Chassis die Lager und den Antriebsmotor der rotierenden Trommel und ferner eine im Innern der Trommel angeordnete Lampe trägt. Das Chassis ist im Gehäuse mittels Bolzen befestigt, welche sich durch die Platte und durch Augen am Ge häuse erstrecken.
Beim Beispiel gemäss Fig. 1 liegt die Trommelachse horizontal und beim Beispiel gemäss Fig. 2 steht die Achse der Trommel vertikal. Es ist jedoch klar, dass der Reklame apparat gemäss Fig. 1 auch stehend mit verti kaler Trommelachse verwendet werden kann. Ein Reklameapparat der beschriebenen Art kann natürlich auch zwei, drei oder vier Schilder besitzen, die in rechtwinklig oder schräg zueinander stehenden Seiten angeord net sein können.
Fig. 3 zeigt ein Chassis für einen Apparat gemäss Fig. 1. Das Chassis besitzt zwei End- teile 26 und 27, deren jeder eine Metallplatte aufweist, die an den Seiten Flanschen 28 be sitzt, mit welchen sie mit der die Rückseite des Gehäuses abschliessenden Platte 29 ver schweisst ist. Jeder Endteil trägt einen Stütz arm 31 zur Abstützung der Enden des Schil des 17, wobei die genannten Stützarme 31 durch umgebogene Randteile 32 der Endteile 26 bzw. 27 an den letzteren befestigt und zwi- sehen diesen Randteilen 32 und dein Haupt- teil der Endteile festgeklemmt sind.
Der Endteil 26 besitzt eine kreisförmige Öffnung zur Aufnahme einer Einheit 33, die einen Elektromotor und ein rntersetzungs- getriebe mit grossem Untersetzungsverhältnis aufweist. Die Einheit 33 besitzt einen Flanseli 34, mittels welchem sie am Endteil 26 befe stigt ist. Auch der Endteil 27 besitzt eine kreisförmige Öffnung und trägt an seiner Aussenseite eine rechteckige Kappe 35. Im Zentrum dieser Kappe 35 ist ein Lampen halter 37 angeordnet, der ins Innere des End- teils 27 ragt und zum Tragen einer rohrför migen elektrischen Lampe 38 bestimmt. ist.
Ein Draht. 39 mit, abgebogenen Enden 41 und 42, wovon das eine am Lampenhalter festge klemmt ist und das andere die Lampe um fasst, ist ziun Festhalten der Lampe vorge sehen.
Eine Trommel mit zylindrischer Aussen fläche 43 aus biegsamem, lichtdurchlässigem Material, z. B. aus Kunststoff, wie Zellulose- azetat, und mit Endkappen 44 und 4"5 ist zwischen den Endteilen 26 und 27 angeordnet und umgibt die Lampe. Auf die Trommel sind verschiedenfarbige Längsbänder aufge tragen und ihre gesamte Oberfläche ist mit nebeneinanderliegenden Lichtmarken 47 ver sehen, die z. B. kreisförmig sein und 2 nun Durchmesser haben können. Die Anordnung ist. derart, dass die Lichtmarken durchsichtig und die gefärbten Teile durchscheinend sind.
Die Endkappe 44 trägt in ihrer Mitte einen Knopf 48 mit einer Stellschraube, mit tels welcher er an der Antriebsspindel 49 der Einheit 33 befestigt ist. Die Endkappe 45 be sitzt eine zentrale Öffnung 51, durch welche der Lampenhalter 37 ragt, und konzentrisch dazu einen Ring von Stiften 52, welche Rol len 53 tragen. Diese Rollen 53 liegen an der Kante 36 der Öffnung im Endteil 27 an und bilden so ein Lager für das entsprechende Trommelende.
Verbindungsdrähte sind vorgesehen, um den Elektromotor der Einheit 33 und den Lampenhalter 37 mit einer elektrischen Stromquelle zu verbinden. Der Schild 17 erstreckt sieh zwischen den Stützarmen 31, wobei der in Fig. 3 gezeigte Schild gleich ausgebildet ist wie der in Fig. 5 gezeigte Schild und. hinter sich eine Platte 21 aus gehämmertem Glas aufweist, die ebenfalls von den Stützmanen 31 getragen wird. Das Chassis wird durch randierte Muttern 54, die auf Bolzen 55 aufgeschraubt sind, in seiner Tage im Gehäuse festgehalten, wobei die Bol zen 55 an Ösen 56 des Gehäuses permanent befestigt sind und durch Bohrungen in der Platte 29 ragen.
In der Platte 29 sind ausserdem Ventila tionsöffnungen 57 vorgesehen.
Beim Betrieb des Apparates dreht der Elektromotor die Trommel mit kleiner Dreh zahl. und bewirkt so einen wiederholten Wech sel der Farben aller Punkte des Schildes und damit der Reklamezeichen desselben, indem in Umfangsrichtung nacheinander verschie dene Farbbänder zwischen Lampe und Schild zu liegen kommen, wobei gleichzeitig Strah len hellen Lichtes durch die durchsichtigen Liehtmarken auf der Trommel den Schild durchsetzen.
Die Lichtstrahlen der durchsichtigen Liehtmarken werden durch die erhabenen Reklamezeichen oder durch das gehämmerte Glas gebrochen und ergeben somit einen attraktiven und gefälligen Effekt.
Eine Platte aus gehämmertem Glas oder aus einem andern lichtdurchlässigen Material mit, unregelmässiger Oberfläche kann zusam men mit einem Schild verwendet werden, der erhabene Reklamezeiehen aufweist. Die Trom mel kann, an Stelle der durchsichtigen Licht marken, auch perforiert sein, und kann an Stelle der farbigen Längsbänder mit in Um fangsrichtung verschiedenfarbigen Farbflek- hen irgendwelcher Form und Grösse ver sehen sein, so, dass die Reklamezeichen beim Rotieren der Scheibe ihre Farbe zu wechseln scheinen.