CH291668A - Instrumentensatz für Zahnwurzelbehandlungen, insbesondere Zahnwurzelspitzenresektionen. - Google Patents
Instrumentensatz für Zahnwurzelbehandlungen, insbesondere Zahnwurzelspitzenresektionen.Info
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Description
Instrumentensatz für Zahnwurzelbehandlungen, insbesondere Zahnwurzelspitzenresektionen.
Zahnwurzelspitzenresektionen werden bisher so durehgeführt, dass nach Erweiterung des Wurzelkanals mittels Zahnbohrern (Fräsern) ein plastisches Füllmittel in den Wur- zellkanal eingebracht und dieses mehrmals mit einem nachgesehobenen Stift, z. B. mit einem Silberstift, an die Kanalwand angepresst wird. Bisher ist ein genaues Anliegen des Stiftes an der Kanalwand in ganzer Länge nicht zu erzielen gewesen, da die be nutzten Bohrer uncl Stifte nicht kongruent sind. Dieses ungenaue Passen des Stiftes hat mehrfache Nachteile. Der Stift kann sich nach seiner Einführung, insbesondere bei langsam erhärtendem Füllmaterial, beim Abtragen seiner überschüssigen Spitze oder beim Kürzen seines stumpfen Endes, im Wurzelkanal bewegen.
Dies führt häufig zu . Spaltbildungen im Füllmaterial und damit auch zum Undiehtwerden des gesamten Absehlusses der Wurzelfüllung. Die unerläss liche Bestimmung bzw. Feststellung der jeweils erforderlichen Stiftlänge, z. B. auf Vs der Wurzelkanallänge, ist nicht möglich.
I) ie Stifte ragen naeh ihrer Einführung entweder zu weit aus dem Wurzelkanal heraus oder sie sind kronenseitig zu lang. Eine genau zu berechnende teilweise Füllung mit dem Stift ist aber unerlässlich, um die Gefahr einer späteren Lockerung und die spätere, sehr umständliehe Kürzung des Stiftes auszusehliessen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Instrumentensatz, der diese Nachteile beseitigt und die Zahnwurzelspitzenresektion erleichtert.
Erreicht wird dies dadurch, dass der Instrumentensatz erfindungsgemäss aus mehreren, vorzugsweise vier, in der Stärke des arbeitenden Teils konisch zunehmenden Wur- zelkanalbohrern (Fräsern) besteht sowie aus der gleichen Anzahl Füllstiften und gesondert für jede Bohrerstärke vorgesehenen Massstäben besteht, wobei letztere und die Füllstifte mit der Länge, Stärke und Stei gung der arbeitenden konischen Teile der Wurzelkanalbohrer übereinstimmen, derart, dass die Bohrer, Füllstifte und Massstäbe in bezug auf den konischen Teil kongruent sind.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt schematisch die Überlap- pung der Bohrer. Fig. 2 zeigt die Bohrer, die Füllstifte und die Massstäbe eines Instrumentensatzes. Fig. 3 zeigt einen Arbeitsvor- gang.
Die in einer Mehrzahl, zweckmässig vier, für einen Instrumentensatz vorgesehenen Zahnbohrer für Maschinen-oder Handbetrieb haben eine konisch zunehmende Stärke. Der arbeitende, konische Teil hat bei allen Stärken die gleiche Länge L und die gleiche Steigung (Fig. 1). Infolge der unter schiedlichen Stärken überlappen sich die Bohrer einzeln. Die Stärke der Bohrer ist dabei so gehalten, dass sich die Überlappungen zwi- sehen zwei in der Stärke aufeinanderfolgen- den Bohrern auf die halbe Länge L der arbeitenden Teile erstrecken, wie Fig. 1 zeigt.
Damit wird eine besonders gute Führung der Bohrer im Wurzelkanal erreicht.
Die aus niehtkorrodierenden Metallen, z. B. aus Silber, aus zweekentspreehenden Werkstoffen, Kunstmassen und dergleichen bestehenden Füllstifte Zi, bl, b2, b3 (Fig. 9) sind dem arbeitenden Teil a, al, a2, a3 der Bohrer kongruent und liegen damit an der Wand des ausgefrästen Wurzelkanals ganz fläehig an. Die Füllstifte haben eine Spitze c, die das Herausdrücken des Füllmaterials aus dem Wurzelkanal verhindert.
Zum Instrumentensatz gehören weiterhin die in Fig. 2 dargestellten Massstäbe. Diese haben einen konisehen Teil d, dl, d, , d, der mit dem arbeitenden Teil der zugehörigen Bohrer und Füllstifte kongruent ist und einen an die arbeitenden Teile a, ai, a2, a- anschliessenden Schaft ss (Fig. 2). Beide Teile der Massstäbe sind mit Ablesemarken f versehen. Die Massstäbe ermöglichen die Feststellung der Länge des ausgefrästen konisehen Wurzelkanalabsehnittes sowie die Feststellung der Gesamtlänge der Wurzel.
Beides ist Voraussetzung für die genaue Be stimmung der Stiftlänge.
Der z. B. runde Schaft, e der Massstäbe ist schwächer gehalten, so dass bei der Ausmes- sung des konisehen Wurzelkanalteils nur der konisehe Teil der Massstäbe wirksam wird.
Die Arbeitsweise ist folgende :
Naeh durchgeführter Resektion der Wur- zelspitze wird der Wurzelkanal, beginnend mit dem schwächsten Bohrer, erweitert. Diese Arbeit wird nach Massgabe der jeweils gegebenen Verhältnisse (z. B. entsprechend der Weite des ursprüngliehen Wurzelkanals) so lange wie erforderlich fortgesetzt.
Nach be endetem Erweitern wird der dem zuletzt ver- wendeten Bohrer angepasste Massstab, z. B. der Massstab d', in den Wurzelkanal bis zum Aufsitzen eingeführt und die sich am Wur- zelquersehnitt aufzeigende Marke f abgelesen (Fig. 3 I). Durch Auflegen des Massstabes auf die Wurzel (Fig. 3 II) wird ihre Gesamtlänge CL gemessen und die Länge F des abzufüllenden Teils der Zahnwurzel bestimmt. Ob der Wurzelkanal genügend lang koniseh ausgeweitet ist, kann sofort durch Subtraktion des den Wurzelquersehnitt überragenden Teils festgestellt werden.
Ist der konisehe Teil zu kurz, so wird mit dem nächst stärkeren Bohrer nachgearbeitet, bis er am Querschnitt erscheint. Darnach kann die ge wünsehte Länge auf dem Füllstift bl (Fig. 3 III) markiert und dieser an der Marke abgeschnitten werden (Fig. 3 IV).
Der Stift wird eingeführt, an seinem spitzen Ende angezogen Crib. 3 V) und abgetrennt.
Der restliche Wurzelkanal wird mit dem vorher benutzten Füllmittel ausgefüllt.
Der besehriebene Instrumentensatz ermöglicht auch eine Erweiterung, Ausmessung und Füllung des Wurzelkanals vor der Operation.
Die Bohrer, insbesondere jene für den Handbetrieb, können auch bereits bei der Vorbehandlung des Zahnes zur Operation anstatt der bisher üblichen Wurzelkanalbohrer verwendet werden. Sie geben dem Wurzelkanal genau die jeweils erforderliche konische Form und verkürzen die zur weiteren Aufbereitung des Wurzelkanals während der Operation benötigte Zeit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Instrumentensatz für Zahnwurzelbehand- lungen, insbesondere Zahnwurzelspitzenresektionen, bestehend aus mehreren in der Stärke des arbeitenden Teils (a, al, a2, a3) konisch zunehmenden Wurzelkanalbohrern, in gleicher Zahl vorgesehenen Füllstiften (b, bl, b2, b3) und gesondert für jede Bohrerstärke vorgesehenen Massstäben (d, dl, d2, d3) wobei letztere und die Füllstifte mit der Länge, Stärke und Steigung der arbeitenden konisehen Teile der Wurzelkanalbohrer übereinstimmen, derart, dass die Bohrer, Füllstifte und Massstäbe in bezug auf den konischen Teil kongruent sind.UNTERANSPBÜCHE : 1. Instrumentensatz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (e) der Massstäbe anschliessend an ihren konischen Teil schwächer gehalten ist und beide Teile mit Messmarken (f) versehen sind.2. Instrumentensatz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrer in bezug auf die Stärke ihres arbeitenden Teils (a, al, a2, a3) so bemessen sind, dass der schwächere Bohrer den näehst stärkeren Bohrer in halber Länge (L) des arbeitenden ko nisehen Teils überlappt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE291668X | 1950-06-20 |
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| CH291668D CH291668A (de) | 1950-06-20 | 1951-06-13 | Instrumentensatz für Zahnwurzelbehandlungen, insbesondere Zahnwurzelspitzenresektionen. |
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|---|---|
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Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1951
- 1951-06-13 CH CH291668D patent/CH291668A/de unknown
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| US5752825A (en) * | 1994-04-28 | 1998-05-19 | Buchanan; Leonard Stephen | Endodontic treatment system |
| US5836764A (en) * | 1994-04-28 | 1998-11-17 | Buchanan; Leonard Stephen | Endodontic treatment system |
| US5842861A (en) * | 1994-04-28 | 1998-12-01 | Buchanan; Leonard Stephen | Endodontic treatment system |
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| USRE39174E1 (en) * | 1994-04-28 | 2006-07-11 | Leonard Stephen Buchanan | Endodontic treatment system |
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