CH291811A - Verfahren zur Herstellung eines Trisazofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Trisazofarbstoffes.

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CH291811A
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trisazo
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Ag J R Geigy
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Ag J R Geigy
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    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00—Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/36—Trisazo dyes of the type
    • C09B35/374—D contains two aryl nuclei linked by at least one of the groups —CON<, —SO2N<, —SO2—, or —SO2—O—

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Description


      Verfahren        zur    Herstellung eines     Trisazofarbstoffes.       Die vorliegende Erfindung betrifft die  Zierstellung von     substantiven        Trisazofarb-          stoffen,    die sich durch gutes Ziehvermögen  auf     Celhtlosefasern    aus dem     Glaubersalz        ent-          lialtenden    Färbebad, durch die reinen Nuan  cen der direkten     Cellulosefärbungen,    deren       @,orzügliche    Wasserechtheit und sehr gute       Ätzbarkeit    auszeichnen.  



  Zur Herstellung von Weiss- oder Bunt  ätzen genügt es nicht, dass die als Fond die  nende Färbung rein weiss     ätzbar    sei; sie  muss überdies auch sehr gut     nassecht    sein, da  mit beim Auswaschen der Spaltprodukte kein  Auslaufen des Farbstoffes von den gefärbten  auf die geätzten Stellen stattfindet.

   Bisher  waren für den     Ätzartikel    im allgemeinen nur  nachbehandelte Färbungen brauchbar, die bei  geeigneter Zusammensetzung der aufgefärb  ten     Azofarbstoffe    entweder durch     Diazotie-          rung    auf der Faser und Kupplung mit     Azo-          komponenten    ohne löslich machende Gruppe         (Diazotierungsfarbstoffe),    oder durch An  kupplung auf der Faser mit     Diazoverbindun-          gen    ohne löslich machende Gruppe (Entwick  lungsfarbstoffe) oder durch Nachbehandlung  mit Formaldehyd     (Formalfarbstoffe)

      oder  durch     Metallisierung    auf der Faser in eine  unlösliche, genügend     nassechte    Form überge  führt werden.     Azofarbstoffe,    deren     direkte          Cellulosefärbungen    ohne Nachbehandlung ge  ätzt werden können, sind demgegenüber viel  einfacher in der Anwendung und darum vor  teilhafter in Hinsicht auf Materialverbrauch  und Zeitaufwand. Sie sind darum sehr ge  schätzt. Das vorliegende Verfahren gestattet  die Herstellung solcher als Direktfärbung für  den     Ätzartikel    brauchbarer Farbstoffe.  



  Man gewinnt die erfindungsgemässen     Tris-          azofarbstoffe    durch Kupplung von     Diazo-          monoazoverbindungen    der allgemeinen For  mel I  
EMI0001.0036     
    worin     Y    die direkte     Kohlenstoffbindung    oder  ein Brückenglied der     Formel-NH-CO-und          --CO-NI-1-    und n null oder 1 bedeuten und  worin die     Benzolringe    A,     13    und C noch wei  tere in     Azofarbstoffen    übliche     Substituenten     enthalten können, mit 2-(3'- oder 4'-Amino       henroylamino)

  -5-oxynaphthalin-.7-sulfonsäu-          ren,        Weiterdiazotierung    des erhaltenen Dis-         azofarbstoffes    und Kupplung mit 1     Mol          1,3-Dioxybenzol    als     Endkomponente.     



  Die erfindungsgemäss verwendbaren     Diazo-          monoazoverbindungen    sind nach verschiede  nen an sich bekannten Methoden zugänglich,  beispielsweise durch     Tetrazotierung    von     4,4'-          Diaminodiphenyl-    oder von     4-(4'-Amino-ben-          zoylamino)

  -1-amino-benzolverbindungen    und      einseitige Kupplung mit einer in     para-Stel-          lung    zur     Hydroxy        lgruppe    kuppelnden     o-Oxy-          earbonsäure    der     Benzolreihe.    Ferner kann  man die aus     4'=Nitro-4-oxy-3-carboxy-azoben-          .olverbindungen    durch Reduktion oder aus       4'-Acylamino-4-oxy-3-carboxy-azobenzolverbin-          dungen    durch     Verseifung    erhältlichen       4'-        Amino-4-oxy        

  -3-earboxy        -azobenzolverbindiin-          gen    nach bekannten     :Methoden    mit     4-Nitro-          benzoy        lhalogeniden        aey        lieren,    die Nitrogruppe  in bekannter Weise, beispielsweise mit Natrium  sulfid,

   in die primäre     Aminogruppe    verwan  deln und den so erhaltenen     Aminoazofarb-          ttoff        diazotieren.    Als mögliche     Substituenten     der     Benzolringe    B und C seien ausser der       Sulfonsäuregruppe    noch     Methyl-    und     Alkoxy-          gruppen    sowie Halogen genannt,

   während  als     Anfangskomponente    ausser der     Salieyl-          säure    die in     para-Stellung    zur     Hydroxyl-          gruppe    kuppelnden Homologen dieser Ver  bindung in Betracht kommen.

   Als technisch  leicht zugängliche erfindungsgemäss verwend  bare Kupplungskomponenten kommen vor  allem die     2-(4'-Aminobenzoylamino)-5-oxy-          naphthalin-7-sulfonsäure,    die     2-(3'-Amino-          benzoy        lamino    )-5 -     oxynaphthalin-7-sulfonsäure,     die     2-(3'-Amino-4'-methyl-benzoylamino)-          5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure    und die  2-     (ä'-        Amino-4'-ehlor-benzoylamino)        -5-oxy-          naphthalin    - 7 -     sulfonsäure    in Betracht.

    Farbstoffe mit     2-(4'-Aminobenzoylamino)-          5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure    als Kompo  nente zeichnen sich vor denjenigen mit  2 - ( 3' -     Aminobenzoy        lamino)    - 5     -oxynaplithal.in-          7-sulfonsäuren    durch besseres Ziehvermögen  aus.

   Die Kupplung mit, den     2-Aminobenzoyl-          arriino-5-oxynaphtha.lin-7-sulfonsäuren        ge-          sehieht    in üblicher Weise in schwach alka  lischem     wässrigem    Medium, beispielsweise in  Gegenwart von     Natriumbicarbonat,    die     Wei-          terdiazotierung    des     Aminodisazofarbstoffes    in  wässriger Suspension mit     Natriumnitrit    und  Mineralsäure und die Endkupplung mit       1.,3-Dioxybenzol    zweckmässig irr     soda-alka-          lischer    wässriger Lösung.  



  Die erfindungsgemässen     Trisazofarbstoffe     färben die     Cellulosefasern    aus dem Glauber-    salz enthaltenden Färbebad je nach     Zusam-          mensetzung    in     gelbstieliig-scharlachroten,          eharlachroten    bis weinroten Tönen.

   Beson  ders reine Farbtöne zeigen erfindungsgemässe  Farbstoffe, deren     Benzolringe    B und C ausser  gegebenenfalls     Sulfonsäuregruppen    keine  weiteren     Substituenten    enthalten; während  Halogen und     Methylgruppen    den Farbton  nur wenig     vertrüben,    ist dies mit     Alkoxy-          gruppen    in etwas grösserem Ausmass der  Fall. Die erfindungsgemässen Farbstoffe mit  den     Brüekengliedern        NH-CO    und     CO-NH     zeichnen sieh, durch besonders brillante     Nuan-          een    aus.  



  Alle erfindungsgemässen Farbstoffe zeich  nen sich durch die gute Wasserechtheit der  direkten     Cellulosefärbungen        aus    und sind  rein weiss     ätzbar.     



  Es ist zwar schon bekannt, dass sich die       substantiven        Disazofarbstoffe    aus     diazotier-          tem        -1-(4"-Aminobenzoyiamino)-4'-oxy-3'-carb-          oxy-a.zobenzol    und     2-(4'-Aminobenzoylamino)-          5-oxy        naplithalin-7-sulfonsäure    auf der     Cellu-          losefaser        diazotieren    und mit üblichen Ent  wicklern zu     Trisazofarbstoffen    kuppeln las  sen.

   Da jedoch in der Regel durch die     Ent-          wieklung    bei den     substantiven        Diazotierungs-          farbstoffen    deren Wasserlöslichkeit und     Sub-          stantivität    fundamental verändert wird,  konnte die gute     Substantivität    der erfindungs  gemässen     Trisazofarbstoffe    und die gute  Wasserechtheit ihrer     Cellulosefärbungen    aus  den bekannten Tatsachen nicht vorausgesehen  werden.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung eines     Trisazo-          farbstoffes.    Das Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man die     Diazoverbindung     von     4-(4"-Aniino-plienyl)-4'-oxy-3'-carboxy-          1,1'-azobenzol    mit     2-(4'-Ainino-berizoylamino)-          5-oxy-na.phthaliu-7-sulfons@iure    kuppelt, den       Aminodisazofarbstoff        weiterdiazotiert    und  mit. 1     Mol        1,3-Dioxy-benzol    vereinigt.  



  Der erhaltene neue     Trisazofarbstoff    stellt  ein braunes Pulver dar, das sich in Wasser  mit roter und in konzentrierter Schwefel  säure     finit    dunkelblauer Farbe löst und Fa-      gern aus natürlicher oder regenerierter     Cel.lu-          lose    in blaustichig roten Tönen färbt.  



  <I>Beispiel:</I>  18,4 Teile     4,4'-Diamino-diphenyl    werden  wie üblich in salzsaurer Lösung mit 13,8 Tei  len     Natriumnitrit        tetrazotiert.    Die     Tetrazolö-          sung    wird zuerst alkalisch mit 14,3 Teilen       2-OYybenzol-l-carbonsäure    und darauf in     bi-          earbonatalkalischer    Lösung mit 35,8 Teilen       2-(4'-Amino-benzoylamino)

      - 5 - oxy-naphthalin-         7-sulfonsäure        gekuppelt.    Der     schwerlösliclhe          Disazofarbstoff    wird bei 50      abfiltriert    und in  1000 Teilen Wasser und 1,6 Teilen     100o/oiger     Natronlauge     angeschlämmt.    Man dianotiert  nach Zugabe von 7,

  6 Teilen     Natriumnitrit     durch Zustürzen von 48 Teilen Salzsäure       30        %        ig        bei        10 .        Wenn        die        Dianotierung        been-          det    ist, lässt man die Suspension in eine     wäss-          rige    Lösung von 11,0 Teilen     1,3-Dioxy-benzol     und 50 Teilen Soda einfliessen.

   Der     Trisazo-          farbstöff    der Formel  
EMI0003.0035     
    wird nach Zugabe von Kochsalz heiss     abfil-          triert    und getrocknet. Er stellt ein braunes  Pulver dar, das sich in Wasser mit roter und  in konzentrierter Schwefelsäure mit dunkel  blauer Farbe löst. Der Farbstoff färbt Fa  sern aus natürlicher oder regenerierter     Cellu-          lose    in blaustichig roten Tönen, die ausge  zeichnet wasserecht sind und sich rein weiss  ätzen lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Trisazo- farbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man die Diazoverbindung von 4-(4"-Amino- phenyl) -4'-oxy-3'-carboxy-1,1'-azobenzol mit 2- (4'-Aminobenzoylamino) -.5 - oxy -naphthalin- 7-sulfonsäure kuppelt,
    den Aminodisazofarb- stoff weiterdiazotiert und mit 1 Mol 1,3- Dioxy-benzol vereinigt. Der erhaltene neue Trisazofarbstoff stellt ein braunes Pulver dar, das sich in hVasser mit roter und in konzentrierter Schwefelsäure mit dunkelblauer Farbe löst und Fasern aus natürlicher oder regenerierter Cell.alose in blaustichig roten Tönen färbt.
CH291811D 1954-07-09 1950-12-15 Verfahren zur Herstellung eines Trisazofarbstoffes. CH291811A (de)

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