CH291813A - Verfahren zur Herstellung eines o-Oxy-o'-carboxy-azofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines o-Oxy-o'-carboxy-azofarbstoffes.

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CH291813A
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/16Monoazo compounds containing chromium

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Description


  Verfahren     zur        Herstellung        eines        o-Oxy.o'-earboxy-azofarbstoffes.       Das vorliegende Verfahren betrifft die       lIerstellung    von neuen     o-Oxy-o'-carboxy-azo-          farbstoffen,    die sich besonders in Form ihrer  komplexen Chromverbindungen durch wert  volle Eigenschaften auszeichnen und teil  weise auch vorzüglich zum echten Färben  von Wolle nach der     Einbadcliromiermethode     geeignet sind.

   Es handelt sich um die Her  stellung von     o-Carboxy-benzol-azo-pyrazolon-          farbstoffen,    die ausser der erwähnten     Carb-          oxylgruppe    keine weiteren sauren, mit       niehtkaustischenAlkalien    salzbildenden Grup  pen enthalten, also insbesondere keine     Sul-          fonsäuregruppen    und keine weiteren     Carb-          oxvlgruppen.     



  Wie gefunden wurde, erhält man wertvolle  neue     Monoazofarbstoffe,wenn    man ein     diazo-          tiertes        2-Aminobenzoesäure-4-    oder     -5-sulfon-          säureamid    oder     -sulfonsäureäthanolamid    mit  einem     1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon    kuppelt,  wobei die Kupplungskomponente im     Phenyl-          kern    in     Azofarbstoffen    übliche     Substituenten,     vorzugsweise Halogenatome, enthalten kann,  saure salzbildende Gruppen, insbesondere die       Sulfonsäure-,

          Sulfonsäureamid-    und     Carboxyl-          gruppen,    jedoch ausgeschlossen sind.  



  Erfindungsgemäss verwendbare     Diazo-          komponenten    sind das     2-Amino-l-benzoe-          säure-4-sulfonsäureamid,    das durch     RedLik-          tion    von     2-Nitro-l-benzoesäure-4-sulfonsäure-          amid    (Indian     Chem.        Soc.    10, 47-51 [1933] )  erhältlich ist, das     2-Amino-l-benzoesäitre-          5-sulfaniicl,

      das durch Erhitzen von     2-Chlor-          1-        benzoesäure    - 5 -     sulfonsäureamid    (franzö-         sische    Patentschrift Nr. 8'50122) mit     wäss-          rigem,    zweckmässig 25     %        igem    Ammoniak auf  150 bis 160  C in Gegenwart -von kataly  tischen Mengen Kupfer hergestellt werden  kann, das     2-Amino-l-benzoesäure-5-sulfon-          säiire-äthanolamid,

      das man durch Kondensa  tion von     2-Chlor-l-benzoesäure-5-sulfochlorid     mit     wässrigem        Äthanolamin    bei Zimmertem  peratur zu     2-Chlor-l-benzoesäure-5-sulfon-          säure-äthanolamid    und Austausch des Chlor  atoms dieser Verbindung gegen die     Amino-          gruppe    durch Erhitzen mit konzentriertem       wässrigem    Ammoniak im geschlossenen Gefäss  auf höhere Temperatur erhält.  



  Unter den erfindungsgemäss     als    Kupp  lungskomponenten     venvendbaren        1.-Phenyl-          3-methyl-5-pyrazolonen,    die im     Phenylrest     mit Ausnahme der salzbildenden sauren  Gruppen beliebige in     Azofarbstoffen    übliche       Substituenten    enthalten können, seien als  besonders geeignet die     1-(Chlorphenyl)-3-me-          thyl-5-pyrazolone        hervorgehoben,    darunter  insbesondere das     1-(3'-Chlorphenyl)-,    das       1-('2',5'-Dichlorphenyl)-    und das     1-(3',

  4'-Di-          ehlorphenyl)        -3-methyl-5-pyrazolon.     



  Besonders wertvoll sind die erfindungs  gemässen Farbstoffe in der Form ihrer kom  plexen     Chromverbindiuzgen,    die man durch  Behandlung mit gewöhnlichen oder komplexen  Salzen des dreiwertigen Chroms oder mit       Chromhydroxyden    erhält.

   Beispielsweise seien  erwähnt: Chromacetat,     Chromformiat    oder  frisch gefälltes     Chromhydroxyd;    besonders  geeignet für die     Chromierung    der erfin-           dungsgemässen    Farbstoffe sind jedoch die  komplexen Salze des dreiwertigen Chroms,  wie     beispielsweise    die     Alkalisalze    der     Chrom-          salieyIsäure        (Salicylato-ehromiate),    die Al  kalisalze der     Chromoxalsäure        (Oxalatochro-          miate)

      oder die     Alkalisalze    der Chromwein  säure     (Tartratochromiate).    Ferner kommen  noch     Alkalichromite,        Alkaliglycerinehromite,     aber auch Salze des sechswertigen Chroms  ,wie Kalium- oder     Natriumchromat    oder       -bichromat    als     Chromiermittel    in Betracht.

    Die     Chromierung    kann offen oder unter  Druck, bei erhöhter Temperatur, in Wasser  oder in geeigneten     organisehen        Lösung,smit-          teln,    wie niederen Alkoholen, niederen     ali-          phatischen        Ketonen,        Pyridinbasen,        Anilinen,     in Schmelzen von     Alkalisalzen    niederer Fett  säuren wie Natrium- oder     Ammoniumacetat,     in niederen     Fettsäureamiden    wie     Formamid     oder     Aeetamid    durchgeführt werden,

   wobei  mindestens 1 Atom Chrom auf     \?    Farbstoff  moleküle verfügbar sein soll. Ein     bevorzugtes          Chromiermittel    ist das     Ammoniumsalz    der       Chromsalicylsäure        (Ammoniumsalicylatoehro-          miat)    und die     günstigste    Chrommenge beträgt.  etwa 0,6 Atome Chrom auf 1     Fa.rbstoff-          molekül.     



  Die so erhältlichen neuen chromhaltigen       Monoazofarbstoffe    sind als     Alkalisalze        wasser-          löslieh.    Sofern ihre Wasserlöslichkeit für die  Textilfärberei nach üblichen Methoden nicht  ausreicht, werden die erfindungsgemässen       ehromhaltigen    Farbstoffe     zweckmässig    mit       Alkalicarbonaten    oder     -phosphaten    oder     bzw.     und mit Netz- und     Dispergiermitteln    ver  mischt. Sie färben Wolle aus schwach saurem  oder neutralem Bade in goldgelben Tönen von  sehr guter     -#Vasch-,    Walk- und Lichtechtheit.

    Die Färbungen sind besonders dadurch aus  gezeichnet, dass trotz der sehr milden Färbe  bedingungen die Spitzen und die Wurzeln  der Wollhaare sehr gleichmässig angefärbt  sind. Den bekannten     sulfonsäuregruppenhal.-          tigen        o-Carboxyphenyl-azo-pyrazolonfarbstof-          fen    sind die neuen Farbstoffe besonders im  Ziehvermögen aus neutralem bis     schi@#achsau-          rem    Bad auf Wolle überlegen, was ihre Ver  wendung zum Färben von     cellulosehaltigen            Wollmisehuncen    ohne Schädigung des     Cellu-          loseanteils    gestattet;

   sie eignen sich darum  auch v     orzüglieh    zum Färben von Seide und  von     künstliehen    Polyamid- und     Polyurethan-          fasern    sowie von Leder.  



  Die     erfindungsgemäss    metallfreien Farb  stoffe färben die Wolle aus schwachsaurem  Färbebad in gelben Tönen, die beim     Nach-          chromieren    in     rostichige,    gedeckte Gelb  übergehen.

   Bei     geeigneter    Substitution, ins  besondere bei geeigneter Chlorsubstitution  des     Phenylrestes    der     Pyrazolonkupplungs-          komponente,    sind die erfindungsgemässen  Farbstoffe auch nach der     Einbadchromier-          oder        Chromalmethode    anwendbar und können  dank ihrer     ausgezeiehneten    Wollaffinität aus  dem     Ammoniumsulfat    enthaltenden Färbebad  sogar ohne allen Säurezusatz unter vollstän  diger Erschöpfung des Färbebades     innert    der       übliehen    Zeit und unter voller Entwicklung  des Farbtons gefärbt. werden.

    



  Für die     Einbadehromiermethode    sehr ge  eignete erfindungsgemässe Farbstoffe werden  besonders mit     1-(3',4'-Diehlorphenyl)-3-me-          thyl-5-pyrazolon    als Kupplungskomponente  erhalten; dabei sind     2-Aminobenzoesäure-sul-          fonsäureamide    den entsprechenden     -sulfon-          säureäthanolamiden    als     Diazokomponenten     vorzuziehen.

   Die Gruppe dieser erfindungs  gemässen     Metaehromfarbstoffe    übertrifft die  bekannten     sulfonsäuregruppenfreien        Mono-          azofarbstoffe    aus     dia.zotierter    2-     Amino-l-ben-          zoesä.ure-    5     -sulfonsä.ureanilid    -     \?'    -     carbonsäure     und     Pyrazolönen    im     Egalisiervermögen.     



  Die erfindungsgemässen Farbstoffe sind  zudem aus technisch leichter zugänglichen  Ausgangsmaterialien     herstellbar.     



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung eines     o-Oxy-          o'-carboxy-azofarbstoffes.    Das Verfahren ist  dadurch gekennzeichnet, dass man     diazotiertes          2-Amino-l-benzoesäure-5-sulfonsäureamid    mit       1-(3',4'-Dichlorphenyl)        -3-methyl-5-pyrazolon     kuppelt.  



  Der erhaltene neue Farbstoff stellt ein  lehmgelbes Pulver dar, das sich in heissem  Wasser trübe löst und das Wolle nach dem           Einbadchromierungsverfahren    in     rotstichig     gelben Tönen färbt.  



       Beispiel:     21,6 Teile     2-Amino-l-benzoesäure-5-sulfon-          säureamid    werden in 300 Teilen Wasser bei  60  mit. 6,5 Teilen wasserfreier Soda schwach       laekmusalkalisch    gelöst, mit 50     Volumteilen     2     n.-Natriumnitritlösung    versetzt und auf 20   abgekühlt. Diese Lösung lässt man unter  Rühren bei 5 bis 8  in eine Mischung von  30 Teilen konzentrierter Salzsäure und 100  Teilen     Wasser    tropfen; bringt durch Zugabe  von ungefähr 6,5 Teilen     Natriumbicarbonat     auf kongoneutrale Reaktion und gibt dann       noeh    3 Teile     Natriumbiearbonat    zu.

   Dazu  giesst man eine Lösung von 25,5 Teilen  1- (3',4'-     Dichlorphenyl)        -3-meth3Tl    - 5 -     pyrazolon     in 200 Teilen Wasser und 14     Volumteilen     10     n.-Natronlauge.    Nach kurzer Zeit ist die  Kupplung beendet.

   Man erwärmt die gela-         tinöse    Masse auf     70 ,    fällt den Farbstoff  durch Zugabe von 140 Teilen Kochsalz aus,  filtriert noch heiss und     trocknet.    Der Farb  stoff ist ein lehmgelbes Pulver, das sich in  heissem Wasser trübe löst und das Wolle  nach dem     Einbadchromierungsverfahren    in       rotstichig    gelben Tönen von hervorragender  Licht- und guter     Walkechtheit    färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3 Verfahren zur Herstellung eines o-Oxy-o'- carboxy-azofarbstoffes, dadurch gekennzeich- net, dass man dianotiertes 2-Amino-l-benzoe- säure-5-sulfonsäureamid mit 1-(3',4'-Dichlor- phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon kuppelt. Der erhaltene neue Farbstoff stellt ein lehmgelbes Pulver dar, das sich in heissem Wasser trübe löst,
    und das Wolle nach dem Einbadchromierungsverfahren in roststichig gelben Tönen färbt.
CH291813D 1951-01-23 1951-01-23 Verfahren zur Herstellung eines o-Oxy-o'-carboxy-azofarbstoffes. CH291813A (de)

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