CH292814A - Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen, gerbaktiven Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen, gerbaktiven Kondensationsproduktes.

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CH292814A
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Bayer Farbenfabriken
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Bayer Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen,     gerbaktiven    Kondensationsproduktes.    Aus den deutschen Patentschriften Num  mern 260379 und 265415 sind Verfahren zur  Herstellung von Kondensationsprodukten mit.  gerbenden Eigenschaften bekanntgeworden.  Diese Verfahren bestehen darin, dass man im  wesentlichen     Monosulfonsäiiren    des Phenols  und Seiner Homologen bzw.     isomere    Gemische  der bei der     Sulfonierung    der     Phenole    oder  ihrer Homologen entstehenden     Sulfonsäuren     unter vermindertem Druck erhitzt. Die ge  wählten Temperaturen liegen bei etwa 130 bis  140 .

   Nach diesen bekannten Verfahren ent  stehen Polyverbindungen vom Typ     Oxyphenyl-          sulfophenylester,    sogenannte     Polysulfodepside.     



  Es wurde nun gefunden, dass man ein     was-          serlösliehes        gerbaktives    Kondensationsprodukt  herstellen kann, wenn man zunächst ein     Ge-          iniscli        isomerer        Phenolmono-    und     -disulfon-          säuren,    wie es erhältlich ist durch     Sulfonie-          rung    von Phenol mit konzentrierter Schwefel  säure, unter     vermindertem    Druck bei Tem  peraturen oberhalb 100 , vorzugsweise 140 bis       160 ,

      kondensiert und dann in dem so erhal  tenen Kondensationsprodukt unter Zugabe  von Phenol durch Erhitzen auf     1.10    bis 170   unter vermindertem Druck     Sulfonbildung    be  wirkt..  



  Das Kondensationsprodukt wird als Lö  sung von bräunlicher Farbe erhalten.  



  Der neue, besonders     adstringente    Gerbstoff  ergibt helle Leder von grosser Fülle und guter       Färbbarkeit.    Er eignet sich hervorragend für  die     Vorgerbung    bei der Herstellung der ver-         schiedenen    Lederarten. Ausserdem kann das  Produkt als Gerbsäure für die     Regulierung     des     Aciditätsgrades    der     Gerbbrühen    in den  Farbengängen dienen, wo es bei Verwendung  von nicht säurebildenden     Gerbmitteln    einen  ausreichenden Säurehaushalt gewährleistet.

    Bei der kombinierten     Chromgerbung    ist es als       Pickelsäure    zur Chromeinsparung ausgezeich  net brauchbar. In abgestumpfter Form lie  fert der neue Gerbstoff in     Alleingerbung    ein  vollwertiges Leder und kann somit ganz oder  anteilweise pflanzliche     Gerbmittel    ersetzen.  



  Die Berberischen Eigenschaften des erfin  dungsgemäss hergestellten Kondensationspro  duktes können durch nachträgliche     Einkon-          densation    stickstoffhaltiger     Verbindungen,    wie  Harnstoff, Melanin, mit Formaldehyd oder  der entsprechenden     Methylolverbindungen     dieser     Stickstoffverbindungen    weitgehend vari  iert werden.  



       Beispiel:     In 4500 Gewichtsteile chemisch reine       Scliwefelsätire    vom spezifischen Gewicht 1,84  werden     -unter        Kühlung        und        gutem    Rühren  3000 Gewichtsteile Phenol eingetragen. Nach  Aufheizen der Mischung auf 80  setzt man  die Apparatur unter ein     Vacuum    von 20 mm  und steigert im Verlaufe von 2 Stunden die  Temperatur auf 110 . Die     Sulfonierung    wird  während 6 Stunden bei 110  unter Abzug des  freiwerdenden Wassers durchgeführt.  



  Anschliessend kondensiert man die ge  bildeten     Sulfonsäuren    im     Vacuum    von 20     mm         unter Wasserentzug und     Abdestillation    flüch  tigen Phenols 24 Stunden bei 145 bis 150 .  In der nun folgenden zweiten Reaktionsstufe  setzt man 450 Gewichtsteile Phenol zu und  erhitzt zwecks     Sulfonbildung    weitere 5 Stun  den auf 160 bis 170 , wobei das     Vaeuum    auf  etwa 15 mm zu halten ist.

   Nach Abkühlung  auf 100  wird das Reaktionsgemisch mit.<B>1750</B>       (-T'ewichtsteilen    Wasser verdünnt.     Man    erhält  einen 80     %        igen    bräunlichen Sirup des     Kon-          densationsproduktes,    der in der vorliegenden  Form oder nach     Abstumpfung    mit Ammoniak  zur     (Terbiuig    Verwendung finden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANN SPRUCH Verfahren zur Herstellung eines wasserlös lichen, gerbaktiven Kondensationsproduktes, dadurch gekennzeichnet, dass man zunächst ein Gemisch isomerer Phenolmono- und -disul- fonsäuren, das durch Sulfonierung von Phe nol mit konzentrierter Schwefelsäure erhält lich ist,
    oberhalb 100 unter vermindertem Druck kondensiert und dann in dem so er haltenen Kondensationsprodukt nach Zugabe von Phenol durch Erhitzen unter verininder- t.em Druck auf 140 bis 170 Sulfonbildung be wirkt. Das Kondensationsprodukt wird als Lö sung von bräunlicher Farbe erhalten und kann als Gerbstoff verwendet werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Pa.tentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass man das Gemisch isomerer Phenolmono- und disulfonsäuren bei Temperaturen von 140 bis 160 unter vermin- dertem Druck kondensiert. \?. Verfahren nach Patentansprueli und Unteransprueli 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Sulfonbildung bei Temperaturen von 160 bis 170 unter vermindertem Druck bewirkt.
CH292814D 1950-02-13 1951-01-09 Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen, gerbaktiven Kondensationsproduktes. CH292814A (de)

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