CH292816A - Verfahren zur Gewinnung eines schmelzbaren Ligninharzes. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines schmelzbaren Ligninharzes.

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    • C08H6/00Macromolecular compounds derived from lignin, e.g. tannins, humic acids

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Description


      verfahren        zur        Gewinnung    eines schmelzbaren     Ligninharzes.       Gegenstand der Erfindung ist ein neuarti  ges und besonders vorteilhaftes Verfahren zur       Cewinnung    eines     schmelzbaren        Ligninharzes     aus     Lignin    bzw.     ligninhaltigen    Rohstoffen, wie       l-lolzliydrolyselignin,        Ligninsulfonsäure,        Sul-          fitablauge,    Torf,     Lignit.     



       Lignin    fällt in Form von Holzhydrolyse  lignin und in den Ablaugen der     Zellstoff-          fabriken    jährlich in ungeheuren Mengen an,  ohne dass es' bisher gelungen wäre, diesen  Rohstoff in befriedigender Weise zu verwer  ten.

       Sulfitzelluloseablauge        wird    zwar teilweise  zu     (lerbstoffen    und Vanillin,     Sulfatlaugen-          lignin    zu     Pressplatten    verarbeitet, doch er  fassen diese Verfahren nur einen Bruchteil  des verfügbaren     Lignins.        Holzhydroly        selignin     wird überhaupt nicht verwertet.  



  Für eine nutzbringende     Verwertung    des       l.ignins    ist vor allein der Umstand sehr er  schwerend, dass das     Lignin    bei den verschie  denen Verfahren in verschiedenem Zustande  anfällt. So ist z. B. das     Lignin    der     Sulfit-          zellstoffablaugen    leicht. in Wasser löslich, das       '-,'ulfatlaugenlignin    in Alkalien löslich     Lind    das  l     olzhy        drolyselignin    völlig unlöslich.

   Dem  entsprechend war man bemüht, für jedes     Lig-          nin    spezielle Anwendungsmöglichkeiten zu  schaffen, so dass heute eine grosse Zahl ver  schiedenster Verwertungsvorschläge vorliegt.  Eine rentable industrielle Ausnützung des       1Agnins    wird jedoch nur dann möglich sein,  wenn es gelingt, die verschiedenen     Lignine     nach einheitlichen Gesichtspunkten zu ver  werten. Dabei müssen vor allem die Ablaugen    der     Sulfitzellstoffabrikation    und die     Holz-          hydrolysenlignine    berücksichtigt werden.

   Die  Verwertung des     Sulfatlignins    ist kein so bren  nendes Problem, da dasselbe     beim        Aufschluss-          prozess    nicht abgeschieden wird.  



  Das gemeinsame     Merkmal    sämtlicher     Lig-          nine    ist, dass sie aus Gemischen hochmoleku  larer Stoffe bestehen, die bei Einwirkung       hydrolysierend    wirkender Reagenzien in harz  artige Körper übergehen. In dieser Hinsicht  sind auch schon zahlreichem Verfahren vor  geschlagen worden, die     teils    mit     Phenolen,     teils mit     Alkalihydroxvden    oder sonstigen ge  eigneten Substanzen arbeiten und     versLichen,     die für das jeweils in Betracht gezogene     Lig-          nin    günstigsten Bedingungen festzulegen.

   Es  ist bis jetzt jedoch noch kein Verfahren be  kanntgeworden, bei dem sämtliche in Betracht  kommenden     Lignine    nach derselben Methode       Leid    sogar Gemische der     Lignine    auf Harze  verarbeitet werden können.  



  Demgegenüber ist es mit Hilfe des     erfin-          dungsgemässen    Verfahrens möglich, aus Holz  hydrolyselignin,     Ligninsulfonsäure,        Sulfitzell-          stoffablauge,    Torf,     Lignit    und sonstigen     lig-          ninhaltigen    Rohstoffen schmelzbare     Lignin-          harze    herzustellen, die für die verschiedensten  Anwendungszwecke in hervorragender Weise  geeignet sind.  



  Dies wird erfindungsgemäss dadurch er  reicht, dass die Ausgangsstoffe mit einer Al  kalihydroxyd enthaltenden Lösung vermischt,  mit dieser getrocknet und mindestens gegen  Ende der Trocknung auf Temperaturen über      100  erhitzt werden, hierauf das     Troekengut     in Wasser gelöst. und schliesslich aus dieser  Lösung das     Ligninharz    durch Ansäuern aus  gefällt wird.  



  Bei diesem Verfahren kann man auch     lIi-          schungen    der     Lignine    bzw.     ligninhaltigen    Roh  stoffe, z. B. eine Mischung von Holzhydrolyse  lignin und     Ligninsulfonsäiire,    vorzugsweise im  Verhältnis 1 :     ä    bis 1 :10, verwenden. Man  kann ferner als     Alkalihvdroxyd    enthaltende  Lösung eine Lösung von     Alkalihydroxyd    in       Sulfitzellstoffablauge    verwenden, die, gege  benenfalls nach Eindicken, mit unlöslichem       Lignin    bzw.     ligninhaltigem    Rohstoff ver  mischt wird.  



  Es kann vorteilhaft sein, der alkalischen  Lösung neben dem     Alkalihydroxy    d oder in       teilweisem    Ersatz desselben andere nicht.  flüchtige, alkalisch wirkende     Stoffe,    wie Al  kalikarbonat,     Erdalkalioxy    d, zuzusetzen. An  derseits können der alkalischen Lösung auch       ligninlösende    Stoffe, z. B.     Phenole,    Amine,     ein-          oder        mehrwertige    Alkohole, zugesetzt werden.  



  Es ist ausserdem zweckmässig, die Alkali  hydroxydmengen und die     Erhitzungstempera-          turen    beim     Rohstoffaufschluss    in solchen Gren  zen zu halten, dass einerseits das     Lignin    voll  ständig und in einem mindestens in sieden  dem Wasser schmelzbaren Zustande     ausfäll-          bar        wird,    anderseits aber auch kein die     Fäll-          barkeit    des     Lignins    beeinträchtigender Abbau  eintritt.  



  Für einen gleichmässigen Aufschluss des       Lignins    ist es bei alledem günstig, den     Trock-          nungsprozess        unter    mechanischer     Durcharbei-          tung    und     Zerkleinerung    des Gutes durchzu  führen. Ferner kann die     Trocknungsbehand-          lung    auch in mehreren Stufen bei vorzugs  weise von Stufe zu Stufe steigender Tempera  tur vorgenommen werden, wobei in der oder  den ersten Stufen gegebenenfalls Vakuum an  gesetzt wird. Zum Lösen des nach der alkali  schen Behandlung erhaltenen Trockengutes  wird mit Vorteil nur die hierfür gerade not  wendige Menge Wasser verwendet.  



  Die Ausfällung des     Lignins    aus der alkali  schen     Aufschlusslösung    kann mit starken Mi  neralsäuren vorgenommen und die nach der    Fällung verbleibende Restlösung, gegebenen  falls nach Abtrennung der ausgeschiedenen  Salze, gänzlich oder teilweise     zum    Auflösen  des     Troekengutes    verwendet werden.  



  Die Fällung der     alkalisehen        Aufschluss-          lösung    kann aber auch mit schwachen oder  mittelstarken Säuren, wie z. B. Kohlensäure  oder     sehwefliger    Säure, vorgenommen und das  ausgefällte     Lignin    nach Abtrennen von der  Lösung mit     Mineralsäuren        naehbehandelt    wer  den. Dabei wird     zweckmässigerweise    die Fäl  lung bei solchen Temperaturen vorgenommen,  dass das     Lignin    in geschmolzenem Zustande  ausfällt.  



  Die nach der Ausfällung des     Lignins    mit       schwaehen    oder     mittelstarken    Säuren, z. B.  Kohlensäure oder schweflige Säure, verblei  bende Lösung kann mit. gebranntem Kalk ver  setzt, der entstandene Niederschlag von un  löslichen     Calciumsalzen    abgetrennt, die so er  haltene     allzalihydroxvdhaltige    Lösung zu  einem neuen     Aufschluss    verwendet und aus  der aus diesem     Aufschluss    nach der Fällung  des     Ligninharzes    mit schwachen oder mittel  starken Säuren gewonnenen Restlauge, gege  benenfalls nach mehrmaliger Wiederholung  der     Laugenrückgewinnitn-,

      mit starken     lIi-          neralsäuren    weiteres     Ligninharz    gefällt wer  den. Das in der Restlauge noch vorhandene       Ligninharz    kann aber auch erst nach Aus  kristallisieren und Abtrennen der     Alkalisalze     durch starke     Mineralsäuren    ausgefällt werden.  



  Man kann aber auch die nach der Aus  fällung des     Ligninharzes    mit schwachen oder  mittelstarken Säuren verbleibende Lösung ein  dampfen und die organischen Verbindungen       abrösten,    den festen     Rüekstand    in Wasser  lösen, die Lösung mit gebranntem Kalk ver  setzen, die entstandenen unlöslichen     Caleium-          salze    abtrennen und die so erhaltene     alkali-          hydroxy        dhaltige    Lösung zu einem neuen Auf  schluss verwenden.

   Oder es wird die nach der  Ausfällung des     Ligninharzes    verbleibende Lö  sung mit     gebranntem    Kalk versetzt, der  entstandene     Niederschlag    von unlöslichen Cal  ciumsalzen abgetrennt, die so erhaltene     alkali-          hydroxydhaltige    Lösung zu einem neuen Auf  schluss verwendet und die aus diesem Auf-           sehluss    nach der Fällung des     Ligninharzes    ge  wonnene Restlauge, gegebenenfalls erst nach  mehrmaliger Wiederholung der     Laugenrück-          gewinnung,    eingedampft, die organische Sub  stanz     abgeröstet,    der Rückstand in Wasser ge  löst,

   die Lösung mit gebranntem Kalk ver  setzt, das entstandene unlösliche     Calciumsalz          abfiltriert    und die erhaltene     alkalihydroxyd-          lialtige    Lösung zu einem neuen Aufschluss  verwendet.  



  Das mit Säure gefällte     Ligninharz    oder  Teile desselben können in feuchtem Zustande  mit     ligninlösenden    Stoffen, z. B. ein- oder  mehrwertigen Alkoholen, Estern,     Äthern,        Ke-          tonen,    oder kondensationsfähigen Kunstharz  komponenten, z. B.     Phenolen,    Aminen,     Ami-          den,    Aldehyden,     Ketonen    oder durch Konden  sation hergestellten Kunstharzen oder     3Zi-          sehungen    solcher Stoffe, gegebenenfalls bei er  höhter Temperatur, zusammengebracht wer  den.  



  Das mit Säure gefällte, schmelzbare     Lig-          ninharz    lässt sieh in feuchtem Zustande, ge  gebenenfalls nach Vermischen mit     ligninlösen-          den    Stoffen oder     kondensationsfähigen    Kunst  harzkomponenten oder durch Kondensation  hergestellten Kunstharzen oder Mischungen  solcher     Stoffe,    unter Zusatz alkalisch wirken  der Stoffe als solches oder in Lösung oder       Suspension    oder in Form eines Leimfilms oder       -pulvers    als heisshärtendes Bindemittel in an  sieh bekannter Weise auf     Pressmassen,    Sperr  holz,     Schichtholz,    Faserplatten,

   Spanplatten  oder dergleichen verarbeiten. Anderseits kann  man aber auch in vorteilhafter Weise so vor  gehen, dass man das mit Säure gefällte,       schmelzbare        Ligninharz    in feuchtem Zustande  mit säurehärtenden Kunstharzen, gegebenen  falls unter Zusatz von     ligninlösenden    Stoffen  oder kondensationsfähigen     Kunstharzkompo-          nenten    oder Mischungen solcher Stoffe, zu  sammenbringt und als solches oder in Lösung  oder Suspension oder in fester Form als Film  oder Pulver als heisshärtendes Bindemittel in  an sich bekannter Weise auf     Pressmassen,     Sperrholz, Schichtholz, Faserplatten, Span  platten oder dergleichen verarbeitet.

      Mit Hilfe des beschriebenen erfindungs  gemässen Verfahrens ist es, wie oben bereits  betont, möglich, nach ein und derselben Me  thode verschiedenartige Rohstoffe demselben  Endprodukt zuzuführen. Dabei finden bei  den einzelnen Stoffgruppen folgende Umset  zungen. statt.     Ligninsulfonsäure    wird durch       Alkalihydroxyd        entsulfoniert    und unter gleich  zeitigem Abbau in ein wasserunlösliches,  schmelzbares Harz verwandelt. Die unlös  lichen und     unschmelzbaren    Holzhydrolyse  ligninewerden     hydrolytisch    aufgespalten und  abgebaut und bilden dann ebenfalls ein  wasserunlösliches und     schmelzbares    Harz.

    Bei den in erster Linie     Lignin    neben Kohle  hydraten enthaltenden Rohstoffen, z. B. Torf,       \werden    die Kohlehydrate in wasserlösliche  Abbauprodukte verwandelt und das     Lignin     als Harz abgeschieden. Über die bei diesen  Vorgängen einzuhaltenden Reaktionsbedingun  gen ist zunächst folgendes zu sagen:  Die beim Aufschluss der verschiedenen  Rohstoffe verwendeten     Alkalimengen    und Er  hitzungstemperaturen müssen auf das     ge-          wünschte        Endprodukt        eingesteuert    werden.

    Dabei ist es schon aus wirtschaftlichen Grün  den ratsam, wenig Alkali und eine möglichst  hohe     Erhitzungstemperatur    zu wählen. Ge  nügt die angewendete Menge     Alkalihydroxyd     nicht und ist die     Erhitzungstemperatur    zu  niedrig, so wird das     Lignin    nicht genügend  abgebaut. Es bleibt hochmolekular und kann  nicht geschmolzen werden. Dazu kommt bei       Ligninsulfonsäure,_    dass bei zu milden Bedin  gungen die     Entsulfonierung    nicht vollständig  vor sich geht, so dass bei der nach dem alka  lischen Aufschluss vollzogenen     Säurefällung     das     Lignin    nur unvollständig ausfällt.

   Ander  seits ist es aber auch nicht günstig, das     Lignin          mi    heftig aufzuschliessen, da     sonst    Teile des       Lignins    zerstört oder mindestens in wasser  lösliche,     niedermolekulare    Stoffe umgewandelt       werden,    die bei der Fällung des     Lignins    gröss  tenteils in Lösung bleiben, soweit sie aber ge  fällt werden, die technische     Verwertbarkeit     des     Ligninharzes    stark beeinträchtigen.

   Dem  entsprechend ist es ein Kennzeichen für die  jeweils bestmögliche Reaktionsführung, wenn      das     Lignin    in maximaler Ausbeute und in  schmelzbarem Zustande erhalten wird.  



  Wird beim     Trocknungsprozess    die     Erhit-          zungstemperatur    hoch gewählt, z. B. 200  C  und darüber, so besteht     insbesondere    bei dem  sehr reaktionsfähigen     Lignin    der Holzhydro  lyse mittels Salzsäure die Gefahr, dass das       Trocknungsprodukt    sich selbst entzündet. Dies  wird vermieden, wenn man der     Aufschluss-          lösiurg    weniger reaktionsfähige alkalische  Stoffe, z. B. Soda oder     Calciumoxyd,    zusetzt.  Es bildet sich dann an der Oberfläche des  Trockengutes eine dünne Salzschicht, die das  Abbrennen verhindert.

   Anderseits kann aber  auch die aufschliessende Wirkung des     Alkali-          hydroxy        ds    nicht ausreichend sein, wie dies  z. B. bei hochkondensierten     Holzhydrolyse-          ligninender    Fall sein kann. In diesem Falle  lässt sich die     Aufschlusswirkung    durch Zusatz  von     ligninlösenden    Stoffen, insbesondere     Phe-          nolen    oder auch Aminen, Alkoholen, Glykolen,       Ketonen    oder dergleichen     verstärken.     



  Ausser der     Einsteuerung    der Aufschluss  mittel auf den Rohstoff und das gewünschte       Endprodukt    sind noch folgende Massnahmen  zweckmässig  1. Vor dem Aufschluss ist tunlichst der       ligninhaltige    Rohstoff bzw. das     Lignin    in       feinstgepulvertem    Zustande gleichmässig mit  der     Alkahhydroxydlösung    zu durchtränken.  Neigt das Gut bei der     Trocknung    zur     Ver-          krustung,    so muss entweder in sehr dünner  Schicht oder unter dauernder     Bewegung    und  Zerkleinerung des Gutes gearbeitet werden.  



  2. Das     Ligninharz    kann     arls    der alkali  schen     Aufschlusslösung    mit     starken'    und mit  schwachen Säuren ausgefällt werden. Die       Fällung    mit starken Säuren schädigt das Pro  dukt nicht. Es ist im Gegenteil. zu empfehlen,  auch die mit schwachen Säuren gefällten  Harze nachträglich mit starken Säuren nach  zubehandeln, da sonst das     Ligninharz    noch  teilweise wasserlöslich sein kann.  



  3. Man fällt. das aufgeschlossene     Lignin     aus möglichst konzentrierter Lösung aus. In  folge der dann herrschenden Salzkonzentra  tion erhält man eine hohe Ausbeute an     Lig-          ninharz,        und    auch die niedermolekularen An-    teile des Harzes, die für die Schmelzbarkeit  des Gesamtharzes wichtig sind, werden aus  gefällt.  



  4. Man fällt bei erhöhter     Temperatur    und  scheidet das     Lignin    in     geschmolzener    Form ab.  Dadurch wird eine zu starke Verunreinigung  des     Ligninharzes    mit anorganischen Salzen  vermieden. Ausserdem erspart man sich zeit  raubende     Filtrationsvorgänge.     



  Es ist. ein besonderer     Vorzug    des beschrie  benen Verfahrens, dass bei demselben, wie schon  erwähnt, auch Gemische der     Rohstoffe,    insbeson  dere eine     Mischung    von flüssiger     Sulfitablauge     und     unlöslichem        Holzhydrolyselignin,    Torf  oder dergleichen     verarbeitet    werden können.  Man erreicht so zweierlei. Einmal kann man  die Ablauge in flüssigem Zustande verwenden,  in ihr das     Alkalihy        droxyd    auflösen und mit  dieser Lösung die pulverförmigen, unlöslichen  Rohstoffe tränken.

   Anderseits     bringt    aber  auch der Zusatz der unlöslichen Stoffe zu der  Ablauge besondere Vorteile mit sich. Insbe  sondere wird die     Verdampfungsgesehwindig-          keit    der Ablauge bedeutend erhöht und die  Krustenbildung vermieden, so dass der Auf  schluss in Bruchteilen der Zeit und einfacher  vor sich geht, als wenn     Sulfitablauge    allein  verwendet würde.  



  In     apparativer    Hinsicht bietet das be  schriebene     Aufschlussverfahren    gegenüber den  bisher bekannten Methoden ebenfalls grosse  Vorteile, da man bei ersterem mit einfachen  und überall vorhandenen Apparaten arbeiten  kann, Druckgefässe vermeidet und vor allem  den     Aufschluss    kontinuierlich durchführen  kann. Bildet das     Troeknungsgut    während der  Trocknung eine zusammenhängende Masse, so  wird am besten mit einem auf ungefähr 200  C  Oberflächentemperatur geheizten     Walzent.rock-          ner    gearbeitet. Man kann dann allerdings das  Gut nur in dünner Schicht aufbringen.

   Ander  seits besteht auch die Möglichkeit., auf dem  Walzentrockner das Gut in dickerer Schicht  vorzutrocknen, dann zu verkleinern und an  schliessend als Pulver auf höhere Temperatur  in einem Tunnelofen zu erhitzen. Bildet das  Gut eine lockere Masse, so kann auch mit  einem     Drehrohrofen,    gegebenenfalls mit Ku-           gelfüllung,    gearbeitet werden. Die metallische  Heizfläche des Trockenapparates wird dabei  zweckmässig nicht aus Eisen, sondern aus kor  rosionsbeständigem Material hergestellt, damit  (las Glut sich nach dem Trocknen ablösen kann.  



  Es muss noch als ein weiterer besonderer  Vorzug des beschriebenen     Aufschlussverfah-          rens    hervorgehoben werden,     dass    im Rahmen  desselben das     Lignin    bei der alkalischen     Trock-          nung    völlig entquollen wird. Dies hat zur  Folge, dass man das alkalische Trockengut  sehr konzentriert lösen kann, was, wie schon  erwähnt, den Vorteil mit sieh bringt, dass das       Lifgninharz    in hoher Ausbeute gefällt werden  kann.  



  Wird das     Ligninharz    mit Kohlensäure oder       schwefliger    Säure aus der alkalischen Lösung       aus-o,efällt,    so können die anfallenden Rest  laugen wieder verwendet werden. Die Fällung       finit    diesen gasförmigen Säuren kann durch  Einleiten des Glases in die erwärmte alkalische       l.i;,niiilösting    erfolgen. Man kann aber auch  so vorgehen, dass man die Lösung zerstäubt  und (las Säuregas dagegen leitet.

   Ist das     ge-          sanite        Alkalihvdroxvd    in die sauren Salze der       Säuren        übergeführt    worden, so scheidet sich  ein schwarzes     Ligninharz    ab. Die von diesem  abgetrennte Lösung enthält     Alkalibiearbonat     bzw.     Alkalibisulfit    und die     Alkalisalze        nieder-          niolehularer        Abbauprodukte    des     Lignins    und  der Kohlehydrate.

   Setzt man dieser Lösung       webrannten    Kalk zu und filtriert die entstan  denen unlöslichen     Calciumsalze    ab, so enthält  die Lösung eine Mischung von     Alkalihy        droxyd     und organischen     Alkalisalzen.    Wird diese Lö  sung     durch    Zusatz von frischem     Alkali-          hydroxy    d auf die zum     Ligninaufschluss    not  wendige Konzentration gebracht, so kann sie  ohne Nachteil für einen neuen Aufschluss ver  wendet werden.

   Man hat in diesem Falle  durch die Wiederverwendung der Lauge so  viel     Alkalihydroxyd    eingespart, wie beim       eisten        Ligninaufschluss    unverbraucht geblie  ben ist. Wird in dieser Weise die Restlauge       mehrmals    wieder verwendet., so reichern sich  die     organischen        Alkalisalze    in den Laugen an  und wirken nachteilig auf den     Aufsehluss.     Man muss dann die gesamte Restlauge ein-    dampfen, die organischen Verbindungen ab  rösten, den Rückstand in Wasser lösen,

   die  Lösung mit gebranntem Kalk versetzen und  kommt so nach     Abfiltrierung    der unlöslichen  Kalksalze zu einer gereinigten     Alkalilauge,     die in den     Aufschlussprozess    zurückgeführt  werden. kann.  



  Sind in den Restlaugen noch     Ligninanteile     enthalten, was z. B. bei der Fällung mit Koh  lensäure der Fall sein kann, so kann man auch  so vorgehen, dass man aus den Restlaugen die  anorganischen     Natriumsalze    auskristallisieren  lässt und die nach dem Abtrennen dieser  Salze erhaltene Lösung ansäuert. Es fällt  dann das in der Restlauge enthaltene     Lignin     als dünnflüssiges     I3arz    aus.  



  Das entweder mit starken Säuren ausge  fällte oder mit schwächeren Säuren gefällte  und nachgesäuerte     Ligninharz    muss in feuch  tem Zustande weiterverarbeitet werden. Trock  net man das     Ligninharz    völlig, so verliert  es irreversibel - den grössten Teil seiner  Schmelzbarkeit und Löslichkeit in organi  sehen Stoffen.  



  Will man das     Ligninharz    als heisshärten  des Bindemittel verwenden, so kann durch  Zusatz von     ligninlösenden    Stoffen, z. B. Alko  holen, Glykolen, Glyzerin,     Glyzerinestern,    son  stigen Estern oder     Äthern,        Ketonen,    die     Schmelz-          barkeit    und das Verflüssigungsvermögen er  höht werden.

   Allerdings darf der Zusatz der       ligninlösenden    Stoffe nicht zu sehr gestei  gert werden, da sonst die     Härtbarkeit    der  Harze in der Hitze beeinträchtigt     wird.    In  derselben Weise wirken     ligninlösende    und  gleichzeitig     kondensationsfähige    Stoffe, wie  z. B.     Phenole,    Amine,     Amide,    die auch ge  meinsam mit Aldehyden und     Ketonen    ange  wendet werden können. Noch     günstiger    sind  Gemische von mehrwertigen     Phenolen    bzw.

    Aminen oder     Amiden,    da sich diese einer  seits mit dem     Lignin    und anderseits mit den  Aldehyden oder     Ketonen    kondensieren kön  nen. Aldehyde allein, z. B. Formaldehyd,       Hexamethylentetramin,        Azetaldehyd,        Fur-          furol,    bewirken, schon in geringen Mengen zu  gesetzt, eine Verbesserung der     Härtbarkeit.     Am günstigsten werden jedoch die Lignin-      harze beeinflusst, wenn man hitzehärtende  Kunstharze, vorzugsweise im     Anfangskonden-          sationszustand,    zusetzt.

   Die dabei resultieren  den     Ligninkunstharze    können in einer grossen  Anzahl von Anwendungszweigen die reinen  Kunstharze ersetzen, wie z. B. auf dem Ge  biete der     Herstellung    von     Pressmassen,    Sperr  holz, Schichtholz, Faserplatten, Spanplatten.  



  Setzt man dem     Ligninharz    alkalisch här  tende Kunstharze zu, so müssen dem Gemisch  vor der Verarbeitung noch alkalisch wirkende  Stoffe, z. B.     Alkalihy        droxyd,        Erdalkalioxyd,          Magnesiumoxyd    oder     Gxemische    solcher Stoffe,  beigefügt werden.  



       Verarbeitet    man     dagegen    das     Ligninharz     mit säurehärtenden     Kunstharzen,    so kann die  dabei erhaltene Mischung als solche verwen  det werden.  



  Das beschriebene Verfahren bzw. dessen  Massnahme, die Ausgangsstoffe mit Alkali  hydroxydlösung zu vermischen, mit dieser zu  trocknen und mindestens gegen Ende der  Trocknung auf Temperaturen über 100  zu  erhitzen, sowie hierauf das Trockengut, in  Wasser zu lösen und schliesslich aus dieser Lö  sung das     Ligninharz    durch Ansäuern auszu  fällen, kann mit besonderem Vorteil auch im  Rahmen des Verfahrens zur Aufbereitung der  beim     Aufschluss    von     zellulosehaltigen    Materia  lien anfallenden Ablaugen gemäss Schweizer  Patent Nr. 289696 Anwendung finden, zumal  man dann bei letzterem in der     Entsulfonie-          rungsstufe    auch ohne Druck und kontinuier  lich arbeiten kann.

      <I>Ausführungsbeispiele:</I>  1. 1000 g feingemahlenes     Lignin    der Holz  hydrolyse mit     konz.        Salzsäure        (Bergiusver-          fahren)        -werden    mit 400     g        Natriumhydroxvd     und 1000g Wasser gut vermischt und in  einem     Drehrohrofen    mit     Stahlkugelfüllung     bei 220  C Wandtemperatur getrocknet und  so lange erhitzt., bis kein Wasser mehr ent  weicht und eine Probe der getrockneten Mi  schung in Wasser leicht und vollständig lös  lich ist.

   Das     Troeknungsprodukt    trägt man  unter Rühren in 2000     cm3    Wasser ein und  rührt unter Erwärmen so lange, bis sieh alles    gelöst hat. In die 60 bis 90  C warme     LigIrirr-          lösung    giesst man unter stärkstem Rühren  30 %     ige    Schwefelsäure ein, bis gerade der     1),1-          Weit    3 erreicht ist.

   Bei der Fällung ballt, sieh  das     Lignin    in der Lösung zusammen und wird  durch nachträgliches Erhitzen in der Lösung       zusammengeschmolzen.    Das erkaltete und von  der Lösung abgetrennte     Ligninharz    wird dann  zerkleinert und mit 350     em3    Wasser zu einer  feinen Suspension verarbeitet. Diese erhitzt  man zum Sieden     Lund    erhält so ein     gereinigtes          Ligninharz.     



  Will man das     Ligninharz    beispielsweise mit       Plrenolfor        maldehy        dharz    vermischen, so geht  man folgendermassen vor: Man stellt aus 200 g  Phenol;     2-10    g 30      o        igem    Formalin und 1 g Na  triumhydroxyd durch     2stündiges    Kochen ein  Harz her.

   Ohne das Harz vom abgeschiedenen  Wasser zu trennen, verrührt man es in der  Kälte mit der oben erwähnten     Ligninharz-          emulsion.    Dann erwärmt man die Mischung,  wobei sich das     LigninkLUxstlrarz    in     geselxmol-          zenem    Zustande abscheidet und trennt. das  Wasser ab.  



  Soll mit dem     beschriebenen        Ligninkunst-          harz    eine     Pressmasse    hergestellt werden, so  vermischt. man     da.s    Harz in der Wärme     rnit     50 g Glyzerin und 5 g N     atriumhydroxyd,    ge  löst in 100     eins    Wasser, und giesst die warme  Mischung in einen angeheizten     Kneter,    der  mit 900 g Holzmehl, 100 g Kaolin und 20 g       Magnesiumoxyd    gefüllt. ist. Nun wird bei  steigender Temperatur so lange verknetet., bis  eine plastische     Mischung    erzielt ist.  



  2. 1000     g    feingemahlenes     Bergiuslignin     werden,     wie    in     Ausführungsbeispiel    1 ange  geben, mit     Natriumlrydroxyd    vermischt und  erhitzt. Das     Trockengut    löst man in 2000     ern3     Wasser     auf,    erhitzt. auf 60  und leitet in fein  ster Verteilung so lange einen kräftigen Strom  von Kohlensäure ein, bis sieh das     Lignin    als  schwarzes Harz abgeschieden und die Lösung  den     pH-Wert    8,5 erreicht hat..

   Das     Ligninharz     trennt, man von der Lösung ab, suspendiert es  nach Zerkleinerung in Wasser     und    setzt so  lange 30 %     ige    Schwefelsäure zu, bis gerade       prr    3 erreicht ist. Die     Lösung    der Kohlen  säurefällung wird erhitzt, der zur Umwand-      hing des     Natriumbikarbonats    notwendige  Kalkzusatz zugefügt und nach kräftigem       Durchrühren        abfiltriert.    Der so regenerierten  Lauge setzt man noch 180 g     Natriumhydroxyd     zu, vermischt sie mit 1000 g     Bergiuslignin    und  führt den Aufschluss in der oben angegebenen  Weise durch.  



  3. 1000 g feingemahlenes     Bergiuslignin     werden, wie in Ausführungsbeispiel 1     ange-          ncben,    mit.     Natriumhy        droxyd    aufgeschlossen.  Das     Ligninharz    wird entsprechend Ausfüh  rungsbeispiel 2 mit Kohlensäure gefällt und  mit     1Iineralsänre        naehbehandelt.    Die Rest  lauge     wird    im Vakuum eingedampft, an  schliessend völlig getrocknet und so lange ab  geröstet, bis keine organische Substanz mehr  vorhanden ist.

   Den Salzrückstand nimmt man  in Wasser auf, setzt der Lösung     Caleiumoxyd     zu, filtriert, und verwendet die klare alkalische  Lauge nach Zusatz von 125 g     Natrium-          liydroxyd    zum Aufschluss von weiteren 1000 g       Bergiuslignin.     



       4..    1000 g feingemahlenes, durch     Holz-          hydrolyse    mit verdünnter Schwefelsäure ge  wonnenes     Lignin    werden mit 500 g     Natrium-          hydroxyd    und 1200 g Wasser unter Zusatz       von    50g Phenol vermischt., im     Drehrohrofen     getrocknet und auf über 1000  C erhitzt und       ilas        Troeknungsprodukt    in 2500     ein-        -Wasser     aufgelöst.

   Bei Fällung mit Mineralsäuren er  hält man ein schmelzbares     Ligninharz,    das       entsprechend    den Angaben im Ausführungs  beispiel 1 verarbeitet werden kann.  



  5. 500     g    feingemahlener Torf werden mit  einer Lösung von 150g     Natriumhydroxyd    in  300     em3    Wasser .gut vermischt. Hierauf ver  setzt man 1000 g 50%ige     Sulfitablauge    mit  einer Lösung von 200g     Natriumhydroxyd    in       '_'00        cm3    Wasser und fügt die Mischung dem  mit Lauge behandelten Torf zu.

   Nach     inten-          sivem    Zusammenkneten     sä.nltlieher    Bestand  teile bringt man die     pastenförmige    Masse auf       einen        Walzentroekner,    auf dem das Wasser       Nehnell        entweieht    und eine     zusammenhängende          -lasse    gebildet wird. Diese pulvert man, bevor  sie ganz wasserfrei geworden ist, und erhitzt  sie im     Drehrohrofen    bis zur völligen Trocken  heit und Löslichkeit., wie dies in Ausfüh-         rungsbeispiel    1 angeführt wurde.

   Das     Trock-          nungsprodukt    wird in 1800     em3    Wasser gelöst,  die Lösung auf 80  erhitzt und mit schwefliger  Säure gesättigt. Man trennt in der Hitze das       Ligninharz    von der Lösung,     zerkleinert    es  nach dem Erkalten, stellt unter Zusatz von  500     cm3    Wasser eine     feinstverteilte    Suspen  sion her, setzt 30 %     ige    Schwefelsäure bis zur  sauren Reaktion zu und fällt das     Ligninharz     durch Erhitzen der Lösung aus.  



  6. 2000 g 50     %a        ige        Sulfitabläuge    werden  nach Zusatz von 420g     Natriumhydroxyd,    ge  löst in 400     eins    Wasser, auf einem mit 10 atü  Dampf beheizten     Walzentrockner    in dünner  Schicht vollständig getrocknet und nach dem  Abheben von der Trockenwalze in einer  schnellaufenden     Mühle    feingemahlen. Das  Trockengut löst man in 2000 eins Wasser auf,  fällt das     Ligninharz    mit schwefliger Säure bei  80  und trennt es von der     Lösung    ab.

   Dann       wird,    wie in Beispiel 5 beschrieben, mit 250     cm3     Wasser eine Suspension hergestellt, das     Lig-          nin    nachgesäuert und in der Hitze geschmol  zen. Gegebenenfalls kann das     Ligninharz    auch  nochmals suspendiert und wieder in der Hitze  geschmolzen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung eines schmelz- baren Ligninharzes aus Lignin bzw. lignin- haltigen Rohstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsstoffe mit einer Allkali- hYdroxyd enthaltenden Lösung vermischt, mit dieser getrocknet und mindestens gegen Ende der Trocknung auf Temperaturen über 100 C erhitzt werden, hierauf das Trockengut in Wasser gelöst und schliesslich aus dieser Lö sung das Ligninharz durch Ansäuern ausge fällt wird. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein durch Vermi schen von Lignin und ligninhaltigen Rohstof fen hergestelltes Ausgangsprodukt verwendet wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass eine Mischung von Uolzhydrolyselignin und Ligninsulfonsäure im Verhältnis<B>1:5</B> bis 1:10 verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Alkalihydroxyd enthaltende Lösung eine Lösung von Alkali hydroxyd in Sulfitzellstoffablauge verwendet und diese mit unlöslichem Lignin bzw. lignin- haltigem Rohstoff vermischt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Lösung ver wendet wird, die neben dem Alkalihy droxyd andere nicht flüchtige, alkalisch wirkende Stoffe enthält. 5. .Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Lösung Alkali karbonat enthält. 6.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Lösung Erd- alkalioxyd enthält. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der alkalischen Lösung ligninlösende Stoffe zugesetzt werden. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass der alkalischen Lö sung Phenole zugesetzt werden. 9. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet., dass der alkalischen Lö sung Amine zugesetzt werden. 10. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, da.ss der alkalischen Lö sung mehrwertige Alkohole zugesetzt werden. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Alkalihydroxy d- mengen und die Erhitzungstemperaturen beim Rohstoffaufschluss in solchen Grenzen gehal ten werden, dass einerseits das Lignin voll ständig und in einem mindestens in siedendem Wasser schmelzbaren Zustande ausfällbar wird, anderseits aber auch kein die Fällbar- keit des Lignins beeinträchtigender Abbau eintritt.
    12. _ Verfahren nach Patentanspxiich, da durch gekennzeichnet, dass der Trocknungs- p_rozess unter mechanischer Dur charbeitung und Zerkleinerung des Gutes durchgeführt wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Trocknungs- behandlung in mehreren Stufen bei von Stufe zu Stufe steigender Temperatur vorgenommen wird. 14.
    Verfahren nach U nteransprueh 13, da durch gekennzeichnet, dass die Trocknungsbe- handlung mindestens in der ersten Stufe im Vakuum durchgeführt wird. 15. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zum Lösen des nach der alkalischen Behandlung erhaltenen Trockengutes nur die hierfür gerade notwen dige Menge Wasser verwendet. wird. 16. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ausfällung des Ligninharzes mit starken Mineralsäuren vor genommen und die nach der Fällung verblei bende Restlösung mindestens teilweise znm Auflösen des Trockengutes verwendet wird. 17.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ausfällung des Ligninharzes mit schwachen oder mittelstar ken Säuren vorgenommen und das ausgefällte Ligninharz nach Abtrennen von der Lösung mit Mineralsäuren nachbehandelt wird. 18. Verfahren nach Unteranspruch 17, da durch gekennzeichnet, dass die Ausfällung des Ligninharzes mit Kohlensäure vorgenommen wird. 19. Verfahren nach Unteranspruch 17, da durch gekennzeichnet, dass die Ausfällung des Ligninharzes mit schwefliger Säure vorgenom men wird. 20.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekenhzeichnet, dass die Ausfällung des Ligninharzes bei solcher Temperatur vorge nommen wird, dass das Lignin in geschmol zenem Zustande ausfällt. 21.
    Verfahren nach Patentansprueli, da durch gekennzeichnet., dass die Ausfällung des Ligninharzes mit einer schwachen oder mittel starken Säure erfolgt, die verbleibende Lö sung mit gebranntem Kalk versetzt, das ent standene unlösliche Calciumsalz abgetrennt, die so erhaltene alkalihy droxydhaltige Lösung zu einem neuen Aufschluss verwendet und aus der aus diesem Aufschluss nach der Fällung von Ligninharz mit schwachen oder mittel starken Säuren gewonnenen Restlauge weiteres Ligninharz mit starken Mineralsäuren gefällt wird. 22.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das in der ange säuerten Lösung noch vorhandene Ligninharz nach Auskristallisieren und Abtrennen der Alkalisalze durch starke Mineralsäuren aus gefällt wird. 23. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ausfällung des Ligninharzes mit einer schwachen Säure er folgt, die verbleibende Lösung eingedampft und die organischen Substanzen abgeröstet werden, der Rückstand in Wasser gelöst, die Lösung mit gebranntem Kalk versetzt und nach Abtrennen des gebildeten unlöslichen Calciumsalzes zu einem neuen Aufschluss ver wendet wird. 24.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ausfällung des Ligninharzes mit einer schwachen Säure er folgt, die verbleibende Lösung mit gebrann tem Kalk versetzt, das entstandene unlösliche Calciumsalz abgetrennt, die so erhaltene alhalihydroxydhaltige Lösung zu einem neuen Aufschluss verwendet, die aus diesem nach der Fällung des Ligninharzes gewonnene Rest lauge eingedampft und die organischen Sub stanzen abgeröstet werden, der Rückstand in y4Tasser gelöst, die Lösung mit gebranntem Kalk versetzt,
    das entstandene unlösliche Cal ciumsalz abgetrennt und die so erhaltene alkalihydroxydhaltige Lösung zu einem neuen Aufschluss verwendet wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0080091A1 (de) * 1981-11-21 1983-06-01 Rheinmetall GmbH Grosskalibrige Rohrwaffe mit Lafettenlagerung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0080091A1 (de) * 1981-11-21 1983-06-01 Rheinmetall GmbH Grosskalibrige Rohrwaffe mit Lafettenlagerung

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