CH293356A - Einrichtung für die Feststellung der Räumung von Fahrstrassen in Eisenbahnanlagen. - Google Patents

Einrichtung für die Feststellung der Räumung von Fahrstrassen in Eisenbahnanlagen.

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CH293356A
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Gmbh Ver Eisenbahn-Signalwerke
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Ver Eisenbahn Signalwerke Gmbh
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Description


      Einrichtung    für die Feststellung der Räumung von Fahrstrassen in     Eisenbahnanlagen.       Die Erfindung bezieht sich auf     eine    Ein  richtung für die Feststellung der Räumung  von Fahrstrassen in Eisenbahnanlagen. Sie  kann insbesondere bei elektrischen Stellwerks  anlagen angewendet werden, um die Auf  lösung der Fahrstrassen zu bewirken, und ist  auch zur Räumungsmeldung von     Blockstrek-          ken    anwendbar.  



  Bei den bekannten Einrichtungen zur Auf  lösung von Fahrstrassen wird zur     Auflösung     einer Fahrstrasse die     Mitwirkung    des Zuges  gefordert, wodurch es unmöglich gemacht  werden kann, dass eine Fahrstrasse aufgelöst  wird, während sich der Zug noch auf ihr be  findet. Es ist bei Anlagen, bei denen nicht die  ganze Fahrstrasse durch Gleisstromkreise über  wacht wird, im allgemeinen am Ende der  Fahrstrasse ein Abschnitt mit isolierter  Schiene und mit Schienenkontakt angeordnet,  die die     Auflösung    erst gestattet, wenn beide  Einrichtungen, also Isolierschiene und Schie  nenkontakt, vom Zuge betätigt sind.

   Dies ge  schieht zum Beispiel dadurch, dass im Strom  kreis des Auflöserelais ein Kontakt des an der  Isolierschiene angeschlossenen Auflöserelais  sowie der     Schienenkontakt    in Reihe angeord  net sind, so dass nur wenn beide Kontakte ihre  Lage ändern, das Auflöserelais ansprechen  kann. Bei durchgehender Gleisisolierung hat  man im     allgemeinen.    sämtliche Gleisabschnitte  der befahrenen Fahrstrasse auf die Auflöseein  richtung der Fahrstrasse wirken lassen, der  art, dass eine Auflösung unmöglich war, so-    lange einer der Abschnitte vom Zug besetzt  war. Es musste also die ganze     Fahrstrasse    vom  Zuge geräumt sein, ehe eine Auflösung mög  lich war. Diese Anordnung hat verschiedene  Nachteile.

   Einerseits wird eine     Auflösung    der  Fahrstrasse verhindert, wenn ein Gleisrelais  nach Durchfahrt des Zuges     nicht    wieder an  zieht, anderseits war eine falsche Auflösung  möglich, wenn ein Gleisrelais einmal nicht     ord-          numgsgemäss    durch den Zug zum Abfall ge  bracht wurde. Es waren daher wieder beson  dere Überwachungsschaltungen zur Abfall  überwachung der einzelnen Gleisrelais not  wendig..  



  Aus diesen und andern Gründen befriedig  ten     _    die bekannten Lösungen nicht.. Dazu  kommt, dass durch die     Einführung    der Stell  werke mit rein elektrischen Verschlüssen, ins  besondere aber der Gleisbildstellwerke, erhöhte  Sicherheitsbedingungen für die Auflösung  einer Fahrstrasse gestellt werden 'müssen.

    Denn während bisher im allgemeinen bei der  Fahrstrassenauflösung noch der     Stellwerks-          Wärter    durch Zurücklegen eines Fahrstrassen  hebels in die     Grundstellung    mitwirkte und  also selbst bei einem Fehler     im.    Arbeiten der  Apparate noch ein zu frühes Auflösen der  Fahrstrasse durch seine Aufmerksamkeit ver  hindern konnte, tritt die     Fahrstrassenauflö-          lung    bei diesen rein selbsttätig wirkenden,  neuartigen, elektrischen     Stellwerksanlagen    ein  ohne Mitwirkung des Wärters.

   Der Wärter  kann also die     Fahrstrassentasten    jederzeit be-      tätigen und hierdurch eine Fahrstrasse einstel  len     -unabhängig    davon, ob die vorhergehende  Fahrstrassenauflösung ordnungsgemäss oder       versehentlich    erfolgt ist.  



  Die     Erfindung    bezweckt nun einerseits  eine     Beseitigung    der bisher bestehenden Män  gel, anderseits eine grösstmögliche Sicherheit  bei der Feststellung der Räumung von Fahr  strassen. Sie lässt sich mit Vorteil     anwenden     bei Anlagen mit durchgehender Gleisisolie  rung der gesamten Fahrstrasse, aber auch bei  Anlagen, in denen nicht die gesamte Fahr  strasse durch Gleisstromkreise überwacht wird.

    Insbesondere soll die Erfindung ermöglichen,  dass ohne Verwendung von     Schienenkontakten     nur mit Verwendung von Abschnitten mit iso  lierten Schienen die notwendige Sicherheit er  reicht werden kann, auch dann, wenn wäh  rend der eingestellten Fahrstrasse ein Ausfall  des Stromnetzes erfolgt oder zufällig die eine  oder die andere der isolierten Schienen zum  Beispiel durch einen über den Schienen lie  genden Draht kurzgeschlossen wird, so, als  wäre die Schiene von Zugachsen besetzt.

   "  Gemäss der Erfindung wird vorgeschlagen,  in jeder Fahrstrasse mindestens zwei Ab  schnitte mit isolierter Schiene vorzusehen, an  welche Gleisrelais angeschlossen sind, wobei  diese Gleisrelais auf mindestens zwei Vorrich  tungen einwirken, deren Spannungszustände  nacheinander in Abhängigkeit von der Beset  zung der isolierten Schienen durch den Zug  automatisch geändert werden.  



  Solche Vorrichtungen     können    entweder  Relais oder Kontakte eines Schrittschalters  sein. Man kann zum Beispiel über die     Isolier-          abschnitte    und die Gleisrelais zwei Hilfsrelais  steuern, die nacheinander in Abhängigkeit von  der Gleisbesetzung betätigt werden und nach  ihrer Betätigung die Fahrstrassenauflösung  herbeiführen. Hierbei kann -die Schaltung so  durchgeführt sein, dass bei Stromausfall oder  kurzzeitiger Betätigung des einen oder andern  Gleisabschnittes keinesfalls alle vorgesehenen       Aiülöserelais    betätigt werden können.

   Es kann  zum Beispiel die Auflösung entweder herbei  geführt werden, wenn der Zug     einen    ersten  Abschnitt geräumt hat oder aber, wenn er    bereits beide Abschnitte geräumt hat, was je  nach den örtlich vorliegenden Verhältnissen  ausgeführt werden kann.  



  Im ersteren Falle kann     ein    erstes Relais be  tätigt werden, wenn der erste Abschnitt vom  Zug besetzt wird, der zweite aber noch frei ist.  Ein zweites Relais     kann-    betätigt werden, wenn  beide Abschnitte vom Zuge besetzt sind; ein  drittes Relais kann betätigt werden, wenn der  erste Abschnitt vom Zuge wieder geräumt ist,  während der letzte noch vom Zuge besetzt ist.  



  Im zweiten Falle kann ein erstes Relais  betätigt werden, wenn der erste Abschnitt vom  Zuge besetzt und der zweite Abschnitt noch  frei ist; ein zweites Relais kann betätigt wer  den, wenn der erste Abschnitt vom Zuge ge  räumt und der zweite noch besetzt ist, und ein  drittes Relais kann betätigt werden, wenn  beide Abschnitte vom Zuge geräumt sind.  Hierbei können die     Relais    in Grundstellung  abgefallen sein. Sie werden zum Beispiel bei  ihrer Betätigung zum Anzug gebracht bei  den erwähnten Besetzungszuständen der Gleis  abschnitte und bleiben über einen Selbst  schlusskontakt an Spannung liegen, bis die       Fahrstrassenauflösung    vollendet ist. Insbeson  dere kann die Betätigung des zweiten bzw.

    dritten Relais davon abhängig gemacht wer  den, dass vorher das erste bzw. erste und  zweite Relais gearbeitet haben.  



       Ausführungsbeispiele    des Erfindungs  gegenstandes sind im folgenden an Hand der       Zeichnung    beschrieben.  



  Die     Fig.    1 zeigt einen Gleisplan, an Hand  dessen die Wirkungsweise einer ersten Aus  führungsform geschildert werden soll. A ist  zum Beispiel das Einfahrsignal für einen  Bahnhof. Der Zug fährt bei einer Einfahrt  über die Weichen W1, W2 und W3 in den       Bahnsteigabschnitt        B    ein. Die einzelnen Wei  chen, ebenso wie der Bahnsteigabschnitt B,  werden durch Gleisrelais überwacht. Es sind  infolgedessen die einzelnen Abschnitte vonein  ander durch Isolierlaschen 7 getrennt. Die  Auflösung der Fahrstrasse muss erfolgen,  wenn der Zug den Punkt C mit letzter Achse  erreicht hat, das heisst sämtliche Weichen  abschnitte geräumt hat.      An Hand der Fig.2 ist nun gezeigt, in  welcher Weise dieses Beispiel schaltungstech  nisch ausgeführt wird.

   Wie man sieht, sind  drei Auflöserelais 1, 2 und 3 vorgesehen. Der  gesamte Stromkreis ist durch Fahrstrassenkon  takte a1 und a2 in Grundstellung unterbro  chen. Diese Kontakte werden erst geschlossen,  wenn die Fahrstrasse eingestellt ist. Die drei  Relais werden bei der Zugfahrt nacheinander  zum Anzug gebracht, und zwar durch Kon  takte der Gleisrelais. Befährt der Zug mit der  ersten Achse die Weiche W2, so fällt das  Gleisrelais W20 dieser Weiche ab und schliesst  seinen Kontakt W21. In diesem Augenblick  ist das Gleisrelais W30 der Weiche W3 noch  angezogen und infolgedessen der an diesem  Relais befindliche Kontakt W31 noch geschlos  sen. Dadurch wird das Relais 1 zum Anzug  gebracht und schliesst seinen Selbstschlusskon  takt 11.

   Bei Besetzung der Weiche W2 ist aber  auch der Kontakt W22 des Gleisrelais W20  der Weiche 2 geschlossen worden, so dass jetzt  das Relais 1 auf zwei Wegen Strom bekommt,  nämlich einerseits über die Kontakte W21 und  W31, anderseits über die Kontakte 11 und       1V22.     



  Sobald der Zug nunmehr weiterfährt und  den Weichenabschnitt W3 befährt, wird das  Gleisrelais W30 der Weiche 3 zum Abfall ge  bracht und der Kontakt W31 unterbrochen.  Jetzt erhält das Relais 1 nur noch über die  Kontakte 11 und W22 Strom. Fährt der Zug  weiter und hat mit der letzten Achse den Wei  chenabschnitt W2 verlassen, befindet sich da  gegen noch auf Weichenabschnitt W3, so sind  die     Kontakte    W23 und W32 geschlossen und  das Relais 2 zieht nunmehr seinen Anker an,  da auch der Kontakt 12, der sich an dem noch  angezogenen Relais 1 befindet, geschlossen ist.  



  Das Relais 2 hängt sich nun auch über den  Selbstschlusskontakt 21 an Spannung. Wenn  nun der Zug weiterfährt und mit der letzten  Achse auch den Weichenabschnitt W3 verlässt,  so wechselt das Gleisrelais W30 die Lage sei  ner Kontakte W31 bis W33. Der Kontakt W32  wird unterbrochen, so dass nunmehr das Re  lais 2 nur noch über seinen Selbstschlusskon  takt Strom erhält. Kontakt W33 wird aber ge-    schlossen, so dass nunmehr Strom zum Relais 3  fliessen kann, weil auch die Kontakte 13     Und!     22 der Relais 1 bzw. 2 geschlossen sind. Das  Relais 3 hängt sich nunmehr auch über einen  Selbstschlusskontakt 31 an Spannung. Aus  vorstehender Beschreibung sieht man, dass die  Relais 1, 2 und 3     nacheinander    in Abhängig- ;       keit    von der Zugfahrt zum Anzug gebracht  werden.

   Sobald alle drei Relais zum Anzug  gebracht sind, sind die Vorbedingungen für  die     Fahrstrassenauflösung    gegeben,     und    diese  kann durchgeführt werden. Würde     beispiels-,     weise während der Besetzung des Gleis  abschnittes W2 ein vorübergehender Kurz  schluss des Gleisrelais W30 erfolgen, z. B.  durch einen herabfallenden Draht, was in sei  ner Wirkung einem Besetzen und Wiederfrei-,  werden des Abschnittes W3 entsprechen  würde, so erfolgt trotzdem keine Freimeldung  der Fahrstrasse.     Obwöhl    der Kontakt W32  beim Abfallen des Relais W30 schliesst, kann  das Relais 2 nicht ansprechen, da der Kontakt  W23 bei besetztem Gleisteil W2 und dem  gemäss abgefallenem Gleisrelais     1V20    geöffnet  ist.

   Dieser gleiche Kontakt W23 verhindert  das Ansprechen des Relais 3, wenn der Kurz  schluss beseitigt wird und beim Ansprechen  von Gleisrelais W30 der Kontakt W33 wieder  schliesst. Auch bei Netzausfall kann durch  Abfallen der unmittelbar aus dem Netz ge  speisten Gleisrelais keine fälschliche Räumung  der Fahrstrasse gemeldet werden. Fällt zum  Beispiel wiederum bei besetztem Gleisabschnitt  W2 das Netz aus, so bleibt das Relais 1 über  die Kontakte 11, W22, a2 erregt, da dieser       Stromkreis    aus einer besonderen, netzunab  hängigen Stromquelle gespeist wird. Gleis  relais W30 fällt zwar ab     und    schliesst den       Kontakt    W32; Relais 2 kann aber nicht an  sprechen, da Kontakt W23 geöffnet ist.

   Der  Stromkreis für Relais 3 ist durch. die Kon  takte     1V23        und    W33 unterbrochen. Die ganze  Schaltung ist also so ausgeführt, dass Fehler  unwirksam gemacht werden, die zum Beispiel  durch kurzzeitigen Kurzschluss eines Gleis  stromkreises, Netzausfall oder dergleichen ent  stehen können, da auch in diesem Fall keine  Räumung der Fahrstrassen gemeldet wird.      Es sei noch auf den Widerstand W hin  gewiesen, der parallel zu der Wicklung des  Relais 1 geschaltet ist. Dieser Widerstand  dient dazu, den Abfall dieses Relais etwas zu  verzögern. Das ist zweckmässig, um ein Abfal  len des Relais 1 zu vermeiden, wenn der Zug  den Weichenabschnitt W2 räumt. In diesem  Augenblick     wird    der Kontakt W22 unterbro  chen, nämlich bei Anzug des Gleisrelais der  Weiche 2.

   Er wird zwar     kurz    nachher durch  den Kontakt 23 des Relais 2 überbrückt, je  doch kann dies erst erfolgen, wenn das Gleis  relais der Weiche 2 seinen     Anker    angezogen  hat     und    das Relais 2 ebenfalls zum Anzug ge  bracht worden ist. Dieser Widerstand W kann  auch ersetzt werden durch eine Sperrzelle,  einen Kondensator, einen Kupferspulenkasten  oder ähnliche     Verzögerungseinrichtungen.    Die  Kontakte 23 und W22 haben den Zweck, bei  kurzzeitigem Abfall des Relais der Weiche 2,  was zum Beispiel bei einer Streckenbegehung  möglich ist, zu vermeiden, dass das Relais 1  sich an     Spannung    legt     und    in angezogener  Lage verbleibt.  



  Im     Stromkreis    des Relais 3 ist noch gestri  chelt ein Kontakt B1     eingezeichnet,    der in       Grundstellung    unterbrochen ist und sich an  dem Gleisrelais des     Bahnsteigabschnittes    B be  findet. Man kann diesen Kontakt einfügen       einerseits    zur weiteren     Vergrösserung    der Si  cherheit, anderseits um die Abfallprüfung des  Gleisrelais des     Bahnsteigabschnittes    vorzuneh  men. Er ist aber für das einwandfreie Arbei  ten der Gesamtanordnung nicht     unbedingt    er  forderlich.  



  Die     Fig.    3 und 4 zeigen ein zweites Aus  führungsbeispiel, bei welchem die Auflösung  der Fahrstrasse bereits nach     Räumung        eines     Gleisabschnittes durchgeführt wird. Die     Fig.    3  zeigt die betriebliche Lage der Gleise. Es han  delt sich hier um ein Ausfahrsignal B; und  die Fahrt erfolgt über einen Weichenabschnitt  W4, einen Gleisabschnitt Y in eine Strecke S.  Die Auflösung der Fahrstrassen möge erfolgen  am Punkt L, der am Ende des Weichen  abschnittes W4 liegt. Gemäss Schaltung der       Fig.    4 sind wieder die drei Relais 1, 2 und 3  zur Auflösung der Fahrstrasse vorgesehen mit    ihren Kontakten 11, 12, 13 und 23 bzw. 31  bzw. 21.

   Die     Steuerung    der Gleisrelais erfolgt       nun    wieder in Abhängigkeit von der Zug  besetzung der beiden Gleisabschnitte W4 und  Y, wobei aber eine zeitlich etwas andere Ar  beitsweise durchgeführt wird. Das Relais 1  zieht an, wenn die Weiche W4 vom Zuge be  setzt     wird    und der Abschnitt Y noch frei ist.  In diesem Augenblick sind die Kontakte W41  und Y1 geschlossen. Sobald der Zug beide Ab  schnitte W4     und    Y besetzt, wird der Kontakt  Y1 unterbrochen und der Kontakt Y2 ge  schlossen, so dass nunmehr das Relais 2 zum  Anzug gebracht wird.

   Sobald der Zug den  Weichenabschnitt W4 geräumt hat, sich aber  noch auf dem Abschnitt Y befindet, wird der  Kontakt W42 geschlossen, so dass nunmehr  auch das Relais 3 über den noch geschlossenen  Kontakt Y3 zum Anzug gebracht     wird.    Die       Auflösung    der Fahrstrasse kann also erfolgen,  sobald der Zug den Weichenabschnitt W4 ge  räumt hat, also den ersten der beiden zur Auf  lösung vorgesehenen Weichen- bzw. Gleis  abschnitte. Diese Lösung kann zum Beispiel  überall dort angewendet werden, wo die Fahr  strasse nur einen einzigen Weichenabschnitt  hat.  



  Es kann schliesslich auch eine etwas andere  Reihenfolge im Arbeiten der Relais 1, 2     und    3  durchgeführt werden, ohne etwas am Charak  ter der Erfindung zu ändern.  



  Bei den beiden beschriebenen Beispielen  benötigt man je eine besondere Fahrstrassen  auflösegruppe für jede Fahrtrichtung. Man  kann jedoch auch eine     Auflösegruppe    für  beide Fahrtrichtungen anordnen, was dadurch  geschehen kann, dass die Verbindung zwischen  den Hilfsrelais     Lind    den Relais an den isolier  ten Schienen je nach der Fahrtrichtung durch  ein Relais, welches von der Fahrtrichtung ab  hängig ist, z. B. das     Richtungsrelais,    umge  steuert wird. Eine Lösung hierfür geht zum  Beispiel aus den     Fig.    5 und 6 hervor, welche  ein drittes     Ausführungsbeispiel    der Einrich  tung veranschaulichen.  



  Die     Auflösegruppe    besteht aus den drei  Relais 1, 2, 3, die nacheinander zum Anspre  chen gebracht werden sollen.     Fig.5    zeigt den      beispielsweisen Gleisplan, für welchen die  Auflösegruppe verwendet werden soll. An die  einzelnen Isolierabschnitte J1, J2, J3, J4 und  J5 sind die Gleisrelais W100, W200, W300,  W400, W500 angeschlossen. Beim Befahren  der isolierten Schienen sprechen die Gleis  relais der Reihe nach an und schliessen bzw.  öffnen die in dem Auflösestromkreis vorgese  henen Kontakte.     Angenommen    es findet nun  eine Fahrt statt von A nach B.

   Durch den  Fahrstrassensteller wird der Kontakt F1 ge  schlossen, der Festleger schliesst den Kontakt       F'2.    Es kann nun für jede Fahrtrichtung ein  besonderes Richtungsrelais vorgesehen sein  oder dasselbe Richtungsrelais kann im angezo  genen und abgefallenen Zustand für eine an  dere Richtung wirken; statt dessen     kann    auch  ein Stützrelais verwendet werden, wie im vor  liegenden Falle. Dieses Fahrtrichtungsrelais  hat den Kontakt R1 für die eine Fahrtrich  tung geschlossen. Sobald der Zug nun auf den  Isolierabschnitt J1 kommt, spricht Relais  W100 an, das heisst es fällt ab, wenn es im  Ruhezustand angezogen ist,     Lund    schliesst den  Kontakt W110. Damit ist der     Stromkreis    zu  dem Relais 1 geschlossen, das ebenfalls an  spricht.

   Das Relais hängt sich über seinen  Selbstschlusskontakt 110 und den Kontakt  W120 des Relais W100 auf. Gelangen nun die  ersten Achsen auf die Isolierschiene J2, so  fällt auch das Gleisrelais W200 ab und schliesst  den Kontakt W210. Das Relais 2 kann jedoch.  noch keinen Strom erhalten, da der Kontakt  W130 am Relais W100 unterbrochen worden  ist. Sobald der Isolierabschnitt J1 jedoch frei  wird, zieht Gleisrelais W100 wieder an,  schliesst den Kontakt W130, und jetzt erhält  das Relais 2 Strom über den noch geschlos  senen Kontakt 120 des Relais 1. Man kann zu  diesem Zweck dem Relais 1 zum Beispiel durch  einen parallel geschalteten Kondensator W  eine entsprechende Verzögerung geben. Relais  2 bleibt über den Selbstschlusskontakt 210 an  gezogen und hält mit seinem Kontakt 220 das  Relais 1 in der angezogenen Lage.

   Sobald nun  die ersten Achsen auf den Abschnitt J3 ge  langen, fällt Relais W400 ab und schliesst den  Kontakt W410. Gleisrelaiskontakt W140 ist    geschlossen, da Gleisrelais W100 wieder ange  zogen hat, dagegen ist Gleisrelaiskontakt W220  noch unterbrochen. Sobald jetzt der Zug den  Isolierabschnitt J2 verlässt, zieht das Relais  W200 an; dadurch schliesst der Kontakt W220,  und damit ist das Relais 3 an     Spannung    gelegt  über die Kontakte 130     und    230 der Relais 1  Lund 2. Das Auflöserelais 3 hängt sich über sei  nen Selbstschlusskontakt 310 auf und löst die  Fahrstrasse auf. Durch die Auflösung der  Fahrstrasse werden die Kontakte F1, F2 in die  Ausgangslage zurückgebracht.

   Durch die Par  allelschaltung der Kontakte W310 und W250  zu den erwähnten Kontakten W110 und W240  kann man dieselbe Auflösegruppe auch für  eine Fahrt von. Gleis C nach Gleis A verwen  den. Will man nun auch von Gleis B nach  Gleis A fahren und dieselbe Auflösegruppe  verwenden, so wird durch Umschaltung der  Kontakte R1 und R2, die sich am Richtungs  relais befinden, bewirkt, dass an Stelle der  Kontakte W110 und W240 die Kontakte W260  und W420 in Funktion treten. In den andern,  über den Richtungsrelaiskontakt R2 zu den  Relais 2 und 3 führenden Stromkreisen, sind  Kontakte der bei dieser Fahrtrichtung in um  gekehrter Reihenfolge betätigten Gleisrelais in  entsprechender Weise angeordnet.  



  Man kann auch andere, über Weichen füh  rende Abzweiggleise der gleichen Auflöse  gruppe zuordnen. Soll beispielsweise eine  Fahrt von Gleis A     naeh    Gleis C erfolgen und  die Räumung der Fahrstrasse über die glei  chen Relais 1, 2, 3 festgestellt werden, so wer  den beim Drücken     c#er    zugehörigen     Fahrstra-          ssentasten    die Kontakte F2 und F3 geschlos  sen. Im     Ansprechstromkreis    des Relais 1     sind     dann die Kontakte W250 und W310 wirksam.

    Sinngemäss sind in den     Stromkreisen    der Re  lais 2 und 3 Kontakte der Gleisrelais W300       und    W500 der in dieser Fahrstrasse liegenden  Gleisteile parallel zu den Kontakten der bei  Fahrten zwischen den Gleisen A und B be  tätigten Relais angeordnet. Dabei ist der     Ein-          faehheit    halber     angenommen,    dass nur Fahr  ten von Gleis A nach Gleis C stattfinden kön  nen, dagegen nicht von Gleis C nach Gleis A.  Für Fahrten in beiden Richtungen ergibt sich      eine von den Richtungsrelaiskontakten R1, R2  abhängige Anordnung der Gleisrelaiskontakte  nach dem oben Gesagten sinngemäss.

   Die Um  schaltung mit Hilfe des     Richtungsrelais    ist  unabhängig von der Anzahl der in der Auf  lösegruppe vorhandenen -Relais und unab  hängig davon, ob an Stelle der drei gezeigten  Auflöserelais 1, 2, 3 etwa eine andere Kombi  nation, z. B. zwei Stützrelais, als Auflöserelais  zur Anwendung kommen oder dergleichen  mehr.  



  In den Fig. 7 und 8 ist ein viertes Ausfüh  rungsbeispiel gezeigt, bei welchem dieselbe  Auflösegruppe auf andere Weise für beide  Fahrtrichtungen benutzbar gemacht wird.  Dies geschieht hier dadurch, dass die der Auf  lösung dienenden Relais bereits zu Beginn der  Zugfahrt zum Ansprechen gebracht werden.  Man erreicht damit bei diesem Ausführungs  beispiel  - 1. eine wesentliche Ersparnis an Kontak  ten,  2. man kann dieselbe Auflösegruppe für  beide Fahrtrichtungen verwenden ohne beson  deren Kontaktaufwand,  3. man kann den besonderen Gleisfreimel  der erübrigen, da die Auflöserelais die sämt  lichen zu der eingestellten Fahrstrasse gehöri  gen Gleisrelais überprüfen,  4. man erübrigt ein besonderes Richtungs  relais,  5. eine besondere Überprüfung des Arbei  tens der Gleisrelais erübrigt sich, da die Auf  lösegruppe diese Überprüfung übernimmt.  



  Der Einfachheit halber ist hier nur eine  Gleisanlage mit zwei Fahrstrassen mit     Hin-          und    Rückfahrt vorgesehen, wie in Fig. 7 dar  gestellt. Es ist hierbei auch angenommen, dass  dieselbe Auflösegrüppe für beide Fahrtrich  tungen     verwendet    werden soll     und    dass die  selbe Auflösegruppe für beide sich gegenseitig  ausschliessende Fahrstrassen zur     Anwendung     kommt. Ausserdem ist angenommen, dass es  sich um ein Tischhebelwerk handelt bzw. ein  Stellwerk mit elektrischen Verschlüssen, bei  welchen für die Betätigung der Fahrstrasse  Tasten oder kleine Hebel vorgesehen sind, die    entsprechende Relais steuern.

   Die Fahrstra  ssenkontakte F1, F2, F11, F21, F12 und F22  befinden sich daher an entsprechenden Fahr  strassenstellern. Soll nun zum Beispiel die  Fahrstrasse von Gleis     B    nach Gleis A in der  eingezeichneten Pfeilrichtung von rechts nach  links eingestellt und befahren werden, so voll  ziehen sieh der Reihe nach folgende Vorgänge  Durch Betätigen des Fahrstrassenstellers für  diese Fahrstrasse werden die Kontakte F1,  F11 und F12 geschlossen. Das Relais 1 zieht  damit an     und    zeigt so das Freisein der gesam  ten Fahrstrasse an, denn im Stromkreis dieses  Relais 1 liegen die Gleisrelaiskontakte G11 des  Relais G10, G21 des Relais G20 und G31 des  Relais G30. Diese Kontakte sind     wie    darge  stellt im Ruhezustand geschlossen.

   Man könnte  den Kontakt F1 auch ganz fortlassen, so dass  also das Relais 1 im Ruhezustand angezogen  und damit dauernd den ordnungsmässigen Zu  stand des Gleises anzeigt. Um Strom zu spa  ren, wird jedoch der Kontakt F1 eingefügt,  der erst geschlossen wird, wenn zum Beispiel  der     Fahrstrassenhebel    umgelegt wird. Ausser  dem wird durch die     Fahrstrassenkontakte        F1     und F2 der Unterschied in der Fahrstrasse ge  troffen, wenn,     wie    im vorliegenden Falle, die  selbe     Auflösegruppe    für mehrere sich aus  schliessende Fahrstrassen verwendet werden  soll. Sobald nun der Zug das erste Relais G10  zum Abfallen bringt, wird Kontakt G11 unter  brochen und das Relais 1 fällt ab und schliesst.

    seine Kontakte 111, 121 und 131. Durch Re  lais G10 wird ausserdem der Kontakt G12 ge  schlossen und der Kontakt G13 unterbrochen,  so dass jetzt das Relais 2 zum Ansprechen  kommt. Relais 2 schliesst seine Kontakte 211  und 221 und macht sich über die Kontakte  211, 131 und F12 von dem Anstosskreis unab  hängig. Das Abfallen des Relais G20 bei Be  setzen des nächsten Gleisabschnittes hat zu  nächst keine Wirkung. Erst wenn nun der  Abschnitt     W4    von Zugachsen frei     wird,     schliesst der Kontakt     G11;    da aber Kontakt  G21 inzwischen unterbrochen worden ist, kann  Relais 1 noch nicht wieder anziehen, so dass  auch die Aufhängung des Relais - 2 über den  Kontakt 131 bestehen bleibt.

   Würde Gleis-      relais G20 nicht ansprechen, so würde der  Kontakt G21 geschlossen bleiben, das Relais 1  zöge wieder an und Relais 2 käme zum Abfall.  Hierdurch macht sich die Störung bemerkbar.  Durch die Auflösegruppe wird also eine Über  prüfung der Gleisrelais erzielt. Bei ordnungs  mässigem Zustand der Gleisrelais würde bei  Besetzung des nächsten Abschnittes das Gleis  relais G30 zum Abfallen kommen und den  Kontakt G31 unterbrechen, so dass also auch  nach Wiederschliessen des Kontaktes G21 das  Relais 1 noch abgefallen bleibt. Das Unterbre  chen der Kontakte G13,<B>623</B> bei Arbeiten der  zugehörigen Relais hat die Wirkung, dass Re  lais 3 nicht anziehen kann, bevor nicht die  Relais G10 und G20 wieder zum Anziehen ge  kommen sind, also diese Gleisabschnitte von  Zugachsen wieder freigeworden sind.

   Erst  wenn Gleisrelais G30 zum Abfallen kommt  und Gleisrelaiskontakt G33 schliesst und  gleichzeitig durch Freiwerden des Gleis  abschnittes mit dem Gleisrelais G20     und    des  Gleisabschnittes W4 die Kontakte G13, G23  geschlossen     sind,    kann Relais 3 zum Anziehen  kommen und hängt sich über den Selbst  schluss'kontakt 311 sowie die Kontakte 321, 221  und     F12    auf. Sobald der     Weichenabschnitt     W1 von Zugachsen freigeworden ist, also das  Relais G30 wieder anzieht, wird Kontakt G31  geschlossen, und es zieht nun Relais 1 an. Da  die Relais 2 und 3 auch angezogen sind und  sich über eigene Kontakte aufgehängt haben,  wird nunmehr die Auflösung bzw. Freigabe  der Fahrstrasse bewirkt.

   Bei Fahrtrichtung  von links nach rechts; also von Gleis A nach  Gleis B, wirkt dieselbe Auflösegruppe ohne  jeden weiteren Kontaktaufwand.  



  Da bei dieser     Fahrtrichtung    zuerst der  Abschnitt W1 befahren wird, fällt das Gleis  relais G30 zuerst ab,     unterbricht    seinen Kon  takt G31 und wirft damit das beim Schliessen  von Fahrstrassenkontakt F1 zum Ansprechen  gebrachte Relais 1 ab. Da ausserdem der Kon  takt G33 am Relais G30 geschlossen wurde,  wird jetzt das Relais 3- betätigt an Stelle des  Relais 2 bei der ändern Fahrtrichtung. Relais  3 zieht an und hält sich über seinen Selbst  schlusskontakt 311, den Kontakt 131, das Re-    laus 1 und den Fahrstrassenkontakt F12. Beim  Abfallen von Relais G20 ändert sich nichts.

    Ist das Gleisstück W4 besetzt und das zugehö  rige Gleisrelais G10 abgefallen, so zieht beim  Ansprechen der Relais G20 und<B>630</B> - was  beim Freiwerden der zugehörigen Gleisteile  erfolgt - das Relais 2 über die Kontakte G12,  G22, G32 an. Wird das Gleisstück. W4 frei, so  dass das Relais G10 wieder ansprechen kann,  so erhält das Relais 1 über die Kontakte G11,  G21, G31 Strom. Dann sind alle Relais 1, 2; 3  angezogen und geben die Fahrstrassenauflö  sung frei.

   Wird eine Fahrstrasse für eine  Fahrt von Gleis C nach Gleis A eingestellt, so  werden über die Fahrstrassenkontakte F2,       F21,        F22    die Kontakte G31 bis G33,     G41    bis  G43 und G51 bis G53 der bei dieser Fahrt be  tätigten Gleisrelais G30, G40 und G50 wirk  sam und schalten die Relais 1, 2, 3     in    entspre  chender Weise an.  



  Wie aus obiger Darstellung ersichtlich ist;  wird die Auflösung der Fahrstrasse bei diesem  Beispiel nicht nur mit einer äusserst geringen  Anzahl von Kontakten herbeigeführt, sondern  es wird "gleichzeitig eine Überprüfung der  Gleisrelais bewirkt, ferner     eine        Benutzung     derselben Auflösegruppe für beide Fahrtrich  tungen ohne Zuhilfenahme besonderer Kon  takte oder gar eines Richtungsrelais, und es  kann nun ferner der Gleisfreimelder erspart  werden, da die Funktion des Gleisfreimelders  durch das Relais 1 ausgeübt wird. Unter Um  ständen     kann    man an Stelle der drei Relais 1,  2, 3 auch weniger Relais zur     Anwendung    brin  gen, z. B. indem- man polarisierte oder Stütz  relais verwendet.  



  An Stelle mehrerer, nacheinander arbeiten  der Hilfsrelais kann als Teil der Auflöseein  richtung ein Schrittschalter verwendet wer  den, an dessen Schritte die verschiedenen  Gleisrelaiskontakte angeschlossen sind. Über  die jeweils beim Abfallen - der Gleisrelais  schliessenden Kontakte kann der     Drehmagnet     erregt werden und den Schrittschalter     auto-          matisch    auf den nächsten Schritt     weiterschäl-          ten.    Eine derartige     Anordnung    ist- ausser  ordentlich sicher gegen     Fremdströmbeeinflus-          sung.    Der Schrittschalter würde bei dem je-      weiligen Auflösevorgang zwei oder mehr,

   vor  zugsweise drei Schritte machen, wobei für je  den Schritt eine besondere Stellung derjenigen  Gleisrelais eintreten muss, die zur     Auflösung     der Zugfahrt herangezogen werden.    Vorzugsweise werden     für    diesen Vorgang  die beiden letzten Gleisstromkreise einer Fahr  strasse benutzt; es     können    aber auch mehrere       Abschnitte    benutzt werden mit einer entspre  chend grösseren Anzahl von Schritten des  Schrittschalters.    Fig. 9 zeigt als fünftes Ausführungsbei  spiel ein Gleisbild, in welchem drei Fahrstra  ssen S1, S2 und S3 vorgesehen sind, von denen  Fahrstrasse S1 und Fahrstrasse S2 von rechts  nach links und Fahrstrasse SS beispielsweise  von links nach rechts befahren werden kann.

    Es seien an den angegebenen Stellen die Gleis  relais 100 bis 500 angeordnet, die je nach der  Fahrtrichtung der Reihe nach zum Anspre  chen kommen und nein, wie aus Fig.10 ersicht  lich, auf einen Schrittschalter einwirken. Der  Arm A des Schrittschalters wird betätigt  durch einen Drehmagneten D, der jeweils  über die einzelnen Kontakte K1, K2, K3 usw.  und die an diese angeschlossenen Relaiskon  takte Strom erhält. Wird zum     Beispiel    die  Fahrstrasse     S1    eingestellt, so wird der     Fahr-          strassenstellerkonta'kt        F100    geschlossen     -Lind     der Fahrstrassenstellerkontakt F110 unterbro  chen.

   Im Stromkreis des Drehmagneten D lie  gen je ein bei freiem Gleisabschnitt     G1    geöff  neter     Kontakt    112 des Gleisrelais 100 und ein  bei freier Fahrstrasse geschlossener Kontakt  212 eines andern Gleisrelais 200 in Reihe, so  dass der Drehmagnet beim Einstellen der  Fahrstrasse     S1    noch nicht ansprechen kann.  Auch in den zu den Kontakten K2 und K3  führenden Stromkreisen sind jeweils ein Gleis  relaiskontakt 122 bzw. 132, der bei freier  Fahrstrasse geschlossen ist, und ein weiterer  Kontakt 222 bzw. 232, der bei freiem Gleis  abschnitt unterbrochen ist, in Reihe angeord  net. Sobald der Gleisabschnitt G1 besetzt wird,  fällt das Gleisrelais 100 ab     und    schliesst den  Kontakt 112.

   Es erhält jetzt der Drehmagnet  D - Strom;     und    der Arm A springt auf den    nächsten Kontakt K2. Gleichzeitig mit dem  Schliessen des Kontaktes 112 war der Kontakt  122 unterbrochen worden. Erst wenn der  Gleisabschnitt GI. von Achsen geräumt ist, wird  Kontakt 122 wieder geschlossen. Wird nun  der Gleisabschnitt G2 besetzt, so fällt das Re  lais 200 ab; der Kontakt 222 wird geschlossen,  der Drehmagnet erhält von neuem Strom und  der Kontaktarm A springt auf     Kontakt    K3.

    Ebenso wird nach     Besetzung    des Gleisabschnit  tes G3 das Relais 300 zum Abfallen gebracht       und    Kontakt 312 geschlossen und, sobald in  zwischen auch die Gleisabschnitte     G1    und G2  frei geworden sind und die Kontakte 132 und  232 geschlossen, springt der Arm A des Dreh  magneten auf Kontakt K4. Mit dem Kontakt  K4 ist noch ein nicht dargestellter Stromkreis  verbunden, durch welchen, sobald der Arm A  sich auf diesem Kontakt befindet, der Fahr  strassensteller wieder in die Ruhelage gebracht  wird, so dass der Kontakt     F100    wieder unter  brochen und der Kontakt     F110    geschlossen  wird.

   Sobald Kontakt     F1.10    geschlossen ist,  bekommt nun der Drehmagnet D über Kon  takt K4 Strom,     und    der Arm A springt auf  den Kontakt     Kll,    wodurch dieselbe Lage ent  standen ist wie zu Anfang, als der Arm A auf  Kontakt K1 stand.

   Wie aus der Zeichnung er  sichtlich, sind auch der     Fahrstrassensteller-          kontakt        F200,    der zu der Fahrstrasse     S2    ge  hört, sowie der Kontakt     F300,    der zu der  Fahrstrasse     S3    gehört, an die gleichen Kon  takte des Schrittschalters angeschlossen, so  dass also zum Beispiel bei eingestellter Fahr  strasse     S2    nach Besetzen des Gleisabschnittes  G4 der Kontakt 412 wirksam würde. Da Kon  takt     F200    durch Betätigen des Fahrstrassen  stellers geschlossen ist, würde der Drehmagnet  Strom erhalten und der Arm auf den Kon  takt K2 springen usw., wie eingangs geschil  dert.

   Je nachdem, wieviel Kontakte der Dreh  magnet besitzt, können an die Kontakte     K1     bis K4 noch weitere Kontakte     K11    bis K14  usw. parallel angeschlossen werden, so dass  nach einer über die Schritte     K1    bis K4 be  wirkten Feststellung der Räumung einer  Fahrstrasse der Schrittschalter nicht erst in  die     Grundstellung    gebracht werden muss, son-      dern gleich die folgenden Kontakte K11 bis       K14    usw. ausgenutzt werden können.  



  Hat der Schrittschalter eine umgerade Zahl  von Kontakten, z. B. 25 oder auch eine gerade  Zahl von Kontakten, die nicht ein Vielfaches  der bei dem beschriebenen Beispiel benutzten  vier Kontakte beträgt, z. B. 10, so verbindet  man zwei oder mehr aufeinanderfolgende Kon  takte derart, dass sie nur als ein Kontakt  wirksam werden. Man kann dann erreichen,  dass die Kontakte des Schrittschalters fortlau  fend ausgenutzt werden, da die' bei der jeweils  eingestellten Fahrstrasse wirksamen Gleis  relaiskontakte anschliessend an die bei der vor  hergehenden Fahrt wirksamen Kontakte ab  getastet werden. Um zu verhindern, dass bei  Befahren einer Fahrstrasse in falscher Rich  tung die Auflösung erfolgt, legt man zweck  mässig in Reihe mit den entsprechenden Fahr  strassenstellerkontakten den zugehörigen Rich  tungsrelaiskontakt.

   So liegt zum Beispiel in  Reihe mit den Kontakten     Z'100    und     h'200,     welche zu Fahrstrassen gehören, die in dersel  ben Richtung befahren werden, ein Kontakt  des Richtungsrelais R1 und in Reihe mit dem  Fahrstrassenfeststellerkontakt F300, der zu  der in der andern Richtung zu befahrenden  Fahrstrasse     S3    gehört, ein Richtungsrelais R2.  Die beiden Kontakte können sich auch an  einem Relais befinden, das in der einen Lage  die eine Fahrtrichtung, in der andern Lage  die andere Fahrtrichtung freigibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung für die Feststellung der Räu mung von Fahrstrassen in Eisenbahnanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Fahr strasse mindestens zwei Abschnitte mit isolier ten Schienen vorgesehen sind, an welche Gleis relais angeschlossen sind, wobei diese Gleis relais auf mindestens zwei Vorrichtungen ein wirken, deren Spannungszustände nacheinan der in Abhängigkeit von der Besetzung der isolierten Schienen durch den Zug automa tisch geändert werden.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach dem Patentanspruch zur Auflösung von Fahrstrassen, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Auflösung der Fahr strasse nur erfolgt, wenn alle Gleisrelais zum Anzug gebracht sind. 2. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass drei Auflöse relais vorhanden sind, die in ihrem Anzug voneinander abhängig sind, so dass das zweite Relais (2) nur anziehen kann, wenn das erste Relais (1) gearbeitet hat, das dritte Relais (3) nur anziehen kann, wenn vorher das zweite Relais (2) gearbeitet hat. 3.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass drei Auflöse relais vorhanden sind, wobei das erste Relais (1) zum Anzug kommt, wenn der Zug einen ersten Isolierabschnitt besetzt; das zweite Re lais (2), wenn der erste Isolierabschnitt ge räumt und ein zweiter besetzt ist, und das dritte Relais (3), wenn beide Abschnitte wie der vom Zuge geräumt sind. 4.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass drei Auflöse relais vorhanden sind, wobei das erste Relais (1) zum Anzug kommt, wenn ein erster Ab schnitt vom Zuge besetzt ist, und das zweite Relais (2), wenn beide Abschnitte vom Zuge besetzt sind, und das dritte Relais (3), wenn der erste Abschnitt vom Zuge geräumt, der zweite noch besetzt ist.
    5. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Auflöserelais vorhanden sind und dass im Selbstschlussstromkreis des ersten Auflöse relais .(1) sich ein Kontakt des Gleisrelais eines ersten Isolierabschnittes und ein Kontakt des zweiten Auflöserelais (2) befinden, wodurch verhindert wird, dass bei fehlerhaftem Kurz schluss am ersten Isolierabschnitt das erste Auflöserelais (1) dauernd an Spannung liegt. 6.
    Einrichtung nach dem Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Auf löserelais eine Abfallverzögerung aufweist, so dass es noch vorübergehend in angezogener Lage bleibt, wenn der erste Abschnitt vom Zuge geräumt ist. 7. Einrichtung nach dem Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass für beide Fahrt richtungen nur eine Auflösegruppe vorhanden ist, welche in Abhängigkeit von der Fahrtrich tung von einem von der Fahrtrichtung abhän gigen Relais umgeschaltet wird.
    B. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Kontakte (W110, W240) der verschiedenen Gleisrelais in Reihe mit dem der Fahrtrichtung entsprechenden Richtungsrelaiskontakt (R1) angeordnet sind. 9. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass durch vorge schaltete Fahrstrassenkontakte auch die über Weichen führenden Abzweiggleise der Auf lösegruppe zugeordnet sind. 10. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die der Auf lösung dienenden Relais bereits bei Beginn der Zugfahrt zum Ansprechen gebracht werden. 11.
    Einrichtung nach dein Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflöserelais durch die Gleisrelais der Isolierabschnitte der betreffenden Fahrstrasse gesteuert werden -und in einer der Reihenfolge des Arbeitens der Gleisrelais zugeordneten Reihenfolge ihren Spannungszustand wechseln. 12. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Auf löserelais (1) gleichzeitig als Gleisfreimelder dient. 13. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das die Gleisfrei meldung anzeigende Relais (1) im Ruhe zustand durch einen Fahrstrassenkontakt (F1) abgeschaltet ist.
    14. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das den ganzen Fahrweg überwachende Auflöserelais (1) bei der Auflösung des betreffenden Fahrstrassen teils mitwirkt und das Arbeiten der andern Auflöserelais vorbereitet. <B>15.</B> Einrichtung nach dem Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleisfrei melderelais (1) bei Beginn der Fahrt abfällt und durch Kontakte (111, 121, 131) das Ar beiten der andern Auflöserelais ermöglicht, wobei aber die Auflösung erst zustande kommt, wenn der Freimelder wieder angezogen hat.
    16. Einrichtung nach dem Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ausser dem Gleisfreimelderelais für die Auflösung minde stens zwei Auflöserelais vorgesehen sind, von denen jedes bei Abfall des Gleisrelais eines be stimmten Gleisabschnittes betätigt wird, wenn gleichzeitig mindestens einer der andern Gleis abschnitte frei ist. 17.
    Einrichtung nach dem Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die ausser dem Gleisfreimelderelais (1) vorgesehenen Auflöserelais (2, 3) je einen Selbstschlusskon takt (211, 311) haben, der über einen in ab gefallener Stellung des Gleisfreimelderelais (1) geschlossenen Kontakt (131) einen Selbst schlussstromkreis bildet, wobei parallel zu die sem Kontakt (131) des Gleisfreimelderelais eine Reihenschaltung von weiteren Kontakten (221, 231) der Auflöserelais angeordnet ist. 18. Einrichtung nach dem Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflöse relais (2 und 3) und das Gleisfreimelderelais (1) in einer solchen gegenseitigen Abhängig keit stehen, dass vor dem vollständigen Befah ren des Fahrweges eine Auflösung desselben unmöglich ist. 19.
    Einrichtung nach dem Unteranspruch 14; dadurch gekennzeichnet, dass ausser dem Gleisfreimelderelais für die Auflösung der Fahrstrasse mindestens zwei Auflöserelais vor gesehen sind, von denen das eine durch den ersten Abschnitt der Fahrstrasse, das andere durch den letzten Abschnitt betätigt wird, derart, dass die Fahrstrasse in beiden Richtun gen benutzt und aufgelöst werden kann. 20.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Teil der Auf- lösevorrichtimg ein Schrittschalter vorgesehen ist, an dessen Kontakte (K7. bis K14) Kon takte von Gleisrelais angeschlossen sind, über welche entsprechend der Betätigung der zu gehörigen Gleisrelais durch die Zugachsen eine Weiterschaltung des Schrittschalters durch den Drehmagneten (D) automatisch bewirkt wird. 21. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Gleis relaiskontakt (122), der bei freier Fahrstrasse geschlossen ist, in Reihe liegt mit einem Kon- takt (222), der bei freiem Gleisabschnitt un terbrochen ist. 22.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere sich ge genseitig ausschliessende Fahrstrassen (S1, S2, <B>83)</B> über Kontakte (F100, F200, r300) der zugehörigen Fahrstrassenrelais jeweils an den- selben Kontakt eines Schrittschalters ange schlossen sind. 23. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet; dass in Reihe mit den Fahrstrassenstellerkontakten Richtungsrelais kontakte vorgesehen-sind.
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