CH294159A - Entladungsgefäss mit metallenem Vakuumkessel und daran isoliert befestigter Quecksilberkathode. - Google Patents

Entladungsgefäss mit metallenem Vakuumkessel und daran isoliert befestigter Quecksilberkathode.

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CH294159A
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description


      Entladungsgefäss    mit metallenem Vakuumkessel und daran isoliert befestigter       Quecksilberkathode.       Bei     Quecksilberdampf-Entladungsgefässen,     bei denen sich das     Kathodenquecksilber    in  einem metallenen Kathodenbehälter befindet,  welcher isoliert an dem ebenfalls aus Metall  bestehenden Vakuumkessel befestigt ist, ist es  üblich, die Kathodenoberfläche durch einen  in das Kathodenquecksilber eingesetzten Zy  linder aus Quarz oder einem sonstigen, hitze  beständigen Isolierstoff in einen aktiven und  einen inaktiven Teil zu unterteilen.

   Der inak  tive Teil der     Kathodenoberfläche    wird also  einerseits von der Aussenwand des erwähnten       Isolierzylinders        und.    anderseits von der     in-          nern    Wandung des Kathodenbehälters be  grenzt.

   Der in das     Kathodenquecksilber    ein  gesetzte     Isolierzylinder    hat in erster Linie die  Aufgabe, ein Auswandern des     Kathoden-          fleckes    nach der metallenen     Wandung    des  Kathodenbehälters zu verhüten, damit sich  en diesen Wandungen keine     kathodischen          Entladungsfusspunkte    festsetzen können. So  dann dient der Isolierzylinder auch als Füh  rung für den von der     Kathodenoberfläche    aus  aufsteigenden Dampfstrom.

   Ausserdem soll er  den zwischen dem Kathodenbehälter und dem  Boden des Vakuumkessels befindlichen Ka  thodenisolator     gegen    den Lichtbogen abschir  men, damit der Kathodenisolator nicht. zu  stark erwärmt wird.  



  Bei den bisher bekannten Entladungsge  fässen dieser Art. ist nun die Anordnung so    getroffen, dass das über den Boden des Va  kuumkessels nach der Kathode zurückflie  ssende Quecksilberkondensat in den Spalt  raum geleitet wird, welcher zwischen dein     Iso-          lierzylinder    und der Wandung des Katho  denbehälters bzw. dem Kathodenisolator ent  steht.

   Hierdurch     soll    erreicht werden, dass  durch den in die Kathode eingesetzten     Isolier-          zylinder,    der nicht bis ganz auf den Boden  des     Kathodenbehälters    herunterreicht, also  einen Ausgleich     zwischen    -dem aktiven und  dem inaktiven Teil des     Kathodenquecksilbers     gestattet, Verunreinigungen, die das Queck  silberkondensat mit sich führt, von dem akti  ven Teil der Kathode ferngehalten werden.

         1tlan    ging dabei von der     Vorstellung    aus, dass  die Verunreinigungen, da sie infolge ihres ge  ringeren spezifischen Gewichtes an der Ober  fläche des Quecksilbers bleiben, nicht um den  untern Rand des Isoliereinsatzes     herum    aus  dem inaktiven Teil in den aktiven Teil des  Kathodenquecksilbers gelangen können.

   Damit  die Isolation der Kathode gegenüber dem auf  einem andern Potential befindlichen Va  kuumkessel gewährleistet bleibt, muss verhin  dert werden, dass das von dem Kesselboden in  den erwähnten Spaltraum zwischen     Isolier-          zylinder    und Kathodenbehälter herabflie  ssende Kondensat     zusammenhängende    Fäden  bildet, da diese sonst eine leitende Verbin  dung herstellen würden. Man hat aus     diesem         Grunde besondere Tropfringe in dem Spalt  raum vorgesehen, die die Bildung zusammen  hängender Quecksilberfäden     unmöglich    ma  ehen sollen.

   Es hat.     sich    nun aber gezeigt, dass  dieses Ziel, sofern man den Abstand zwischen       Kathodenspiegel    und dem Boden des Va  kuumkessels nicht übermässig gross macht,  nicht mit Sicherheit erreicht werden kann. Es  konnte wiederholt beobachtet werden, dass in  dem durch     Isolierzylinder    und Kathodenbe  hälter     bmv.    Kathodenisolator begrenzten  Spaltraum Entladungen auftreten, die ihren  Grund offenbar darin haben, dass sich trotz  aller Vorsichtsmassnahmen doch zusammen  hängende Quecksilberfäden bilden, welche  dann zerreissen,

   so dass der entstehende Ab  reissfunke eine Entladung in dem Spaltraum       zündet.    Eine solche Entladung in dem Spalt  raum führt aber zu einer starken Erhitzung  des     Kathodenisolators    und kann diesen zum  Zerspringen bringen. Besonders unangenehm  macht sich eine Entladung in dem Spaltraum  bemerkbar, wenn der aus Porzellan beste  hende Kathodenisolator durch     Lötung    mit  den angrenzenden Metallteilen vakuumdicht  verbunden ist. Es treten dann leicht Tempe  raturen auf, die über dem     Erweichungspunkt     des verwendeten Lotes liegen.

   Man könnte,  wie schon erwähnt, die Bildung zusammen  hängender Quecksilberfäden und damit das       Entstehen    von     Abreissfunken    dadurch verhin  dern, dass man den Abstand zwischen Kessel  boden bzw. den daran angebrachten Füh  rungsteilen für das Quecksilberkondensat  einerseits und dem Kathodenspiegel bzw. dem  obersten Punkt des Kathodenbehälters ander  seits, mit andern Worten also die Höhe des       Kathodenisolators,    sehr gross macht. Das  führt aber neben einer     unerwünschten    Ver  grösserung der Bauhöhe des Gefässes auch zu  einer     Erhöhung    des Brennspannungsabfalles.  



  Die Erfindung geht deshalb einen andern  Weg, und zwar lässt sie die Bildung von Ab  reissfunken durch das herablaufende Konden  sat an sieh zu, verlegt jedoch die entstehen  den     Abreissfunken    an eine Stelle, an der sie  nichts schaden     können.    Gemäss der Erfin  dung wird die     Führung    für das über den    Kesselboden zu der Kathode zurückfliessende  Quecksilberkondensat so ausgebildet, dass  dieses in den von dem     Isoliereinsatz        umsehlos-          ;senen    aktiven Kathodenteil abtropft.

   Entla  dungen, die durch einen etwa entstehenden       Abreissfiinken    gezündet werden., brennen     dann     nach dem aktiven Teil der Kathodenober  fläche, sind also durch den in die Kathode  eingesetzten     Isolierzylinder    von dein Katho  denisolator getrennt. Es kann deshalb durch  solch eine     Entladung    niemals zu einer unzu  lässigen lokalen     Erwärmung    des Kathoden  isolators kommen.  



  Der     Isolierzylinder    behält bei der Anord  nung nach der Erfindung die ihm zugedach  ten Funktionen im wesentlichen bei. Er kann  allerdings nicht mehr als Fangvorrichtung  für Verunreinigungen dienen, die     .das    Queck  silberkondensat mit, sich führt..

   Dies bedeutet  jedoch insofern keinen     1Iangel,    als auch bei  den     bisherigen        Konstruktionen,    bei denen das       Kondensat    in den Spaltraum zwischen     Iso-          lierzylinder    und Kathodenisolator geleitet  wurde,     Verunreinigungen    gar nicht von dem  aktiven Kathodenteil     \ferngehalten        wurden.     Eingehende Beobachtungen und Untersu  chungen haben gezeigt, dass infolge der star  ken Wallung, in die das Quecksilber beim  Betrieb des Entladungsgefässes gerät,

   die       Verunreinigungen    doch unter dein untern  Rand des Isolierzylinders herum in das aktive       Kathodenquecksilber    hineingerissen     werden.     Anderseits hat sich gezeigt, dass bei sorgfältig  hergestellten Entladungsgefässen die sich auf  dem Kathodenspiegel ansammelnden Verun  reinigungen auch nach längerer Betriebsdauer  noch so gering sind, dass sie die Betriebsfähig  keit des Entladungsgefässes in     keiner    Weise  beeinträchtigen..  



  Entsteht durch Abreissen eines die Katho  denisolation überbrückenden Quecksilber  fadens     w'a'hrend    der     Brennzeit    der Hauptent  ladung ein     Abreissfunke,    so kann, je nach  dem, ob die     Abreissstelle    oben in der Nähe  des Kesselbodens oder weiter unten in der  Nähe des     Kathodenspiegels    liegt, ein Katho  denfleck entweder an     dein    Kesselboden     oder     auf der Quecksilberoberfläche entstehen.      Beide Fälle sind aber für das Entladungs  gefäss ungefährlich.

   Im ersteren Falle hat ein  solcher Kathodenfleck erfahrungsgemäss keine  Lebensfähigkeit, auch dann nicht, wenn die  Kathode mit dem Vakuumkessel, wie vielfach  üblich, über einen     Widerstand    verbunden ist.  Denn dieser Widerstand wird stets so hoch  - etwa in der Grössenordnung von 1000 Ohm  - gewählt,     da.ss    der entstehende Strom zur  Aufrechterhaltung einer Entladung nicht  ausreicht. Im zweiten Fall entsteht bei Ab..  reissen des Fadens der neu gezündete Katho  denfleck an einer Stelle, an der er ohnehin  gebraucht wird. In keinem Fall kann     aber     der Kathodenisolator durch derartige Entla  dungen zerstört werden.  



  In der Zeichnung sind zwei     Ausführungs-          beispiele    der Erfindung dargestellt. Bei der  Kathodenkonstruktion nach     Abb.    1 dient als  Kathodenisolator ein Porzellanring, welcher  durch     Lötung    einerseits mit dem Kathoden  behälter und anderseits mit dem     Kesselboden     verbunden ist.

   Der metallische Kathodenbe  hälter ist mit 1 und der als Kathodenisolator  dienende Porzellanring mit 2 bezeichnet. 3 ist  der konisch geformte     Kesselboden,    an dessen  unterem     Rand    ein     3,letallring    4 angeschweisst  wird, welcher gleichzeitig auch den Kühl  raum     zwischen    dem Kesselboden 3 und dem  Kühlmantel 8 begrenzt. Der Quecksilberspie  gel ist durch einen Quarzzylinder 5 in einen  aktiven Teil 6 und einen inaktiven Teil 7  unterteilt. Der Ring 4 läuft an seinem innern  Rand in eine umgebördelte Führungskante 9  aus, von welchem das über den     Kesselboden     herablaufende Kondensat abtropft.

   Diese       Führungskante    9 besitzt einen Durchmesser,  welcher kleiner ist als der Innendurchmesser  des     Isolierzylinders    5. Zweckmässig ragt der  Isolierzylinder 5 in der Höhe etwas über den  untern Rand der Führungskante 9 hinaus,  so dass mit Sicherheit keine Quecksilbertrop  fen an den Kathodenisolator 2 gelangen kön  nen. Das gesamte     herabtropfende    Quecksilber  fällt unmittelbar in den durch die Isolier  zylinder 5 umgrenzten aktiven Kathodenraum.  .Mit 11 ist ein rohrförmiger Ansatz an dem  Kathodenboden bezeichnet, welcher einen Teil    der Spritzzündvorrichtung bildet.

   Sollte sich       herausstellen,    dass durch das Übergreifen der       Abtropfkante    über den innern Umfang     des          Isolierzylinders    5 hinaus eine Verschlechte  rung der Dampfströmung auftritt, so kann  man dem dadurch abhelfen, dass man, wie  auf der rechten Seite von     Abb.    1     dargestellt,     in der Kathodenöffnung des Kesselbodens  noch einen weiteren Zylinder 10 aus dem ge  eigneten Material anbringt,

   dessen unterer  Rand ein gewisses Stück oberhalb des Katho  denspiegels liegt und der zwischen sich und  dem     innern.    Umfang der     Führungskante    9  einen zum Durchlassen des     herabtropfenden          Kondensates    ausreichenden Spalt freilässt.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Abb.    2  ist eine andersartige Isolation zwischen Kes  selboden und Kathodenbehälter verwendet.  Die Seitenwandung des Kathodenbehälters 1  übergreift hier einen zylindrischen Ansatz 12  an dem Kesselboden 3, und zwischen beiden  befindet, sieh ein ringförmiger Glaskörper 13,  der sowohl mit dem Kathodenbehälter 1     als     auch mit dem     rohrförmigen    Ansatz 12 ver  schmolzen ist. Auch hier wird     zweckmässig     der zylindrische Ansatz 12 an dem Kessel  boden so weit herabgezogen, dass er den     Iso-          lierzylinder    5 eingreift.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Entladungsgefäss mit metallenem Vakuum kessel und daran isoliert befestigter Quecksil berkathode, deren Oberfläche durch einen in das Quecksilber eingesetzten Zylinder aus hitzebeständigem Isolierstoff in einen aktiven Teil und einen diesen ringförmig umschlie ssenden inaktiven Teil unterteilt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung für das über den Kesselboden zu der Kathode zurück fliessende Quecksilberkondensat so ausgebildet ist, da.ss dieses in den von dem Isoliereinsatz umschlossenen aktiven Kathodenteil abtropft. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Entladungsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Innendurch messern des Isoliereinsatzes grösser ist als der Durchmesser der Kathodenöffnung im Kessel boden. 2.
    Entladungsgefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeicb- net, dass die Kathodenöffnung des Kessel- bodens einen zweiten Zylinder aus hitzebe ständigem Isolierstoff mit einigem Abstand umschliesst, dessen Unterkante oberhalb des Kathodenspiegels liegt. 3.
    Entladungsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenwand des metallenen Kathodenbehälters einen zylin- drischen Ansatz des Kesselbodens übergreift und mit diesem durch einen dazwischenlie genden, ringförmigen Glaskörper versehmol- zen ist. 4. Entladungsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der in das Quecksilber eingesetzte Zylinder aus Quarz besteht.
CH294159D 1944-07-28 1951-07-31 Entladungsgefäss mit metallenem Vakuumkessel und daran isoliert befestigter Quecksilberkathode. CH294159A (de)

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