Logarithmisches Rechengerät. Die vorliegende Erfindung _ bezieht sich. auf ein logarithmisches Rechengerät, also bei spielsweise einen Rechenschieber, eine Rechen scheibe oder eine Rechenwalze, bei welchem zwei logarithmisch unterteilte Skalen gegen einander verschiebbar angeordnet sind. -Mit Hilfe eines derartigen Gerätes können Aus drücke von der Form
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in einem einzigen Arbeitsgang berechnet werden, indem bei spielsweise der Wert c der ersten Skala mit dem Wert a der zweiten Skala zur Deckung gebracht wird, so dass unter dem Wert b der ersten Skala direkt der Wert
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auf der zweiten Skala abgelesen werden kann.
Wenn nun Ausclrüeke von der Form
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berechnet werden sollen, so muss diese Berech nung entweder stufenweise vorgenommen werden oder es müsste eine dritte Skala vor handen sein, deren Wert. ,d auf den Wert b der ersten Skala eingestellt würde, wonach unter dem Wert u der dritten Skala auf der zweiten Skala der Gesamtwert des zu berech nenden Ausdruckes ablesbar wäre. Nun führt aber die Verwendung von drei Skalen bei logarithmischen Rechengeräten oft zu Ver wechslungen und Einstellfehlern.
Das logarithmische Rechengerät gemäss der vorliegenden Erfindung besitzt zwei ge geneinander verschiebbare logarithmisch ein- geteilte Skalen und ist gekennzeichnet da durch, dass auf einem gegenüber beiden ge- ; nannten Skalen verschiebbaren Läufer aus durchsichtigem Material eine dritte logarith misch eingeteilte Skala als Transparentskala aufgezeichnet ist. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass gewisse Zahlenwerte, Beispiels-.
weise die Zahlen -z = 3,14 oder e = ?,718 einen Faktor sehr vieler Ausdrücke darstel len, kann nach einer weiteren, mehr speziellen Ausführungsform mindestens ein solcher Wert der Transparentskala durch einen mar kanten z. B. farbigen Läuferstrich gegenüber den andern Skalenstrichen besonders hervor gehoben werden, so dass dieser markierte Strich für die einfacheren Operationen als Bezugspunkt dienen kann.
Nach einem weiteren Vorschlag kann eine derartige Transparentskala, beispielsweise auch rückläufig, das heisst reziprok, aufge zeichnet sein.
Ausserdem ist es möglich, für ein Rechen gerät einen ganzen Satz verschiedenartig mar kierter oder aufgezeichneter Transparent skalen vorzusehen, die je nach den besonderen Aufgaben auf das Gerät, aufgesetzt werden können.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei spiel des Gegenstandes der Erfindung. t1 stellt eine erste, logarithmisch eingeteilte Skala mit. den Zahlwerten 1-10 dar. Relativ zu dieser ist. eine zweite, nach diesem Beispiel gleichläufig und in gleichem Massstab loga rithmisch unterteilte Skala B mit, den Zahlen werten 1-10 verschiebbar. Gegenüber diesen beiden Skalen A und B ist eine in Form eines Läufers ausgebildete Transparentskala Z', beispielsweise auf unzerbrechlichem Kunst- (Ylas graviert, verschiebbar.
Sie ist nach diesem Beispiel rückläufig, das heisst reziprok, mit. den Zahlwerten 10-1 aufgezeichnet. Die Werte @c = 3,14 und e = 2,718 der Trans parentskala. sind durch besonders auffällig markierte Linien dick bzw. gestrichelt oder rot, bzw. grün gegenüber den andern Skalen strichen hervorgehoben. In dieser Form eignet sieh das dargestellte Gerät zur direkten Be stimmung von Ausdrücken folgender Form:
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Nach dem gezeichneten Beispiel können fol gende Werte
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direkt abgelesen werden.
Zur Berechnung des ersten Beispiels wurde der Wert 2,0 der Skala B zur Deckung gebracht mit dem Wert 2,1 der Skala A, der dick ausgezogene Läuferstrich z der Trans parentskala. T wurde auf den Wert 6,0 der Skala B eingestellt, so dass unter dem Wert 2 (0,2) der Transparentskala T auf der Skala nach Bestimmung des Stellenwertes durch Überschlagsrechnung das Resultat des gesam ten zu berechnenden Ausdruckes
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abzulesen ist.
Zur Berechnung des zweiten Ausführungs beispiels wurde der Wert 3,3 der Skala A zur Deckung gebracht mit dem Wert zr (3,14) der Skala B; der gestrichelte Läuferstrich e (3,718) der Transparentskala T wurde auf den Wert 7,29 (0,729) der Skala A einge- stellt, so dass unter dem Wert 5 (0,5) der Transparentskala<I>T</I> auf der Skala<I>B</I> nach Bestimmung des Stellenwerkes durch Über schlagsre:chnung direkt der Wert
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abgelesen -verden kann.
Selbstverständlich können die Skalen A und B auch in reziproker oder quadratischer Beziehung zueinander stehen, wie das für Rechenschieber oft in Kombination vorge sehen ist. In ähnlicher Weise kann auch die Transparentskala T gegenüber einer der Skalen A, B auch gleichläufig oder quadra tisch usw. eingeteilt sein. Ebenso können auch andere Werte, wie z. B. %/ l2 oder @3 auf der Transparentskala besonders markiert sein.
Es ist auch möglich, einen ganzen Satz verschiedener Transparentskalen T für ein zweiskaliges Rechengerät vorzusehen, die bei spielsweise je unter sich verschiedene Haupt- läuferstriclie für oft vorkommende Grössen a (,z, <I>e,</I> -z" usw.) und unter sich verschiedene Skalen wie Z, Z2 aufweisen können und je nach
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Bedarf aus\veehselbar sind.
Bei Rechenscheiben wird die Transparent skala. T ebenso wie die Skalen A, B auf kon zentrische Scheiben, bei Rechenwalzen auf Zylinder aufgezeichnet.
Durch Anwendung der Transparentskalen wird der Anwendungsbereich logarithmischer Rechengeräte erweitert, ohne dass dadurch unübersichtliche Einstelloperationen in Kauf (Venommen werden müssen.