CH294623A - Schachtfeuerung, insbesondere für Dampferzeuger. - Google Patents
Schachtfeuerung, insbesondere für Dampferzeuger.Info
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Description
Schachtfeuerung, insbesondere für Dampferzeuger. Die Erfindung betrifft eine Schachtfeue rung mit einem Brennstoff- und Feuer sellaeht, der von der Verbrennungsluft quer durchströmt wird und an der Lufteintritts seite sowie an der Gasaustrittsseite je von einem Stehrost begrenzt ist, von welchen Rosten wenigstens derjenige auf der Gasaus trittseite aus einer gekühlten Rohrwand besteht. Derartige Feuerungen haben den Vorteil, dass in ihnen von selbst die Kohle nachgefördert wird. Auf der andern Seite jedoch entsteht hei der konstanten Schicht dicke und veränderlicher Leistung eine Ver- sehiehttng der Zone, wo der Brennstoff noch flüchtige Bestandteile enthält.
Man kann also nicht wie bei meehanischen Rosten mit waag rechter Bewegung durch Schichthöhe und Geschwindigkeit den Punkt, an dem die meiste Luft gegeben werden muss, einiger massen konstant halten, sondern muss damit rechnen, dass manehmal an einigen Stellen Luftüberschuss, all andern Stellen dagegen Luftmangel ist. Eine Zonenregulierung, wie sie bei waagrechten Rosten üblich ist, ist da- ber nur sehleer durchführhar.
Erfindungsgemäss ist parallel zum Brenn- stoffsehaebt ein Lenkschacht angeordnet, durch den die aus dem Brennstoffschacht aastretenden Verbrennungsgase umgelenkt werden, uni sie miteinander zu vermischen. Zar Vergleichmässigung des Luftbedarfes in den einzelnen Höhenzonen und zur bessern Durchzündung ist es vorteilhaft, den Gas- austrittsrost höher zu machen als den Luft eintrittsrost. Hierzu kann eine regelbare Zu fuhr von Luft zum obern Teil des zuletzt ge nannten Rostes von Vorteil sein.
Bei beson ders schwer zündendem Brennstoff, zum Bei spiel Koks, ist eine Rücksaugung von Ver brennungsgasen aus dem Feuerraum durch die obere Brennstoffschicht hindurch zweek- mässig Die Ableitung der Gase in dem Lenk sehaeht kann nach oben und auch senkrecht nach unten erfolgen. Die Ableitung nach oben hat den Vorteil, dass die heissen Gase die Zündung des Brennstoffes beschleunigen. Die senkrechte Ableitung nach unten dagegen bringt den Vorteil mit sieh, dass die von den flüchtigen Bestandteilen herrührenden Flam men den längsten Weg machen müssen und durch ihren Weg an den verhältnismässig heissen Flammen der untern Brennschicht vorbei zur guten Verbrennung gezwungen werden.
Der Lenkschacht im Anschluss an den Brennstoff- und Feuerschacht bringt nietet nur den Vorteil mit sieh, dass die Grase mit Luftmangel und Luftübersehu ss miteinander vermischt werden, sondern schafft aueh die günstigsten Verhältnisse für Anordnung- eines Ausbrennrostes mit Sekundärluftzufüh rung. Die aus dem Gasaustrittsrost ausgewor fenen Brennstoffteilchen werden zweekmässi,-- auf einem Ausbrennrost, der am Boden des Lenksehaehtes ang,ebraeht ist, verbrannt. Hierzu wird vorteilhaft Luft unter diesen Rost geleitet.
Ein etwaiger Luftüberschuss an dieser Stelle dient gleichzeitig bei der guten Durehwirbelung in dem Lenkschacht als Sekundärluft. Es ist möglich, auch ander weitig noch Sekundärluft in den Lenksehacht einzublasen.
Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes sind in der beiliegenden Zeich nung dargestellt.
Gemäss Fig.l rutscht der Bennstoff aus dem Brennstoffbunker 1 in den vertikalen Brennstoff- und Feuerschacht 2, der vorne und hinten je von einem Stehrost in Form einer gekühlten Rohrwand begrenzt ist. Schlacke und Asche gelangen auf die Aschen rutsche 3, die in diesem Fall aus gekühlten Rohren besteht, sie fällt von hier von selbst über die vordere Kante und kann nach Öffnung der Schlackentür 4 herausgezogen werden. Es lässt sich natürlich auch eine mechanisch betätigte Schlackenaustragungs- vorriehtung anbringen. Die Verbrennungsluft kommt, in Leitung 5 an und wird in den Luft zuteilungsraum 6 vor dem Schacht 2 geblasen. Sie durchstreicht den Schacht 2 in dessen Querrichtung.
Die aus dem Austrittsgitter 7 austretenden Gase und Flammen werden durch den Lenkschacht 8 senkrecht nach oben abgelenkt, so dass die einzelnen Gasschichten sich gut miteinander vermischen können. Hierzu ist, die Rückwand 9 des parallel zum Schacht 2 angeordneten Lenkschachtes 8 aus dicht an dicht liegenden Rohren gebildet, oder es sind Rippen an den Rohren zur Abdichtung Gier Wand angeschweisst. Aus einer Öffnung oben am Lenkschacht 8 treten die Gase in einen Abwärtszug 10 über und durchströmen dann in einem Aufwärtszug die Heizflächen 11 und 12 des Kessels. Um das Anfeuern des Kessels zu erleichtern, ist es zweckmässig, die Gase aus dem Lenkschacht 8 unmittelbar nach oben durch die Anfahrklappe 13 abzu leiten.
Bei leicht zündbarem Brennstoff kann Verbrennungsluft nicht nur in den Raum 6, sondern auch in den obern Raum 14 gegeben werden. Es ist dann die Klappe 15 zum Raum ä hin geöffnet; sie verschliesst dann gleich zeitig die Leitung 16, die zur Rücksaugung von Verbrennungsgasen dient, wenn schwer zündbarer Brennstoff gefahren werden soll. In diesem Falle wird die Klappe 15 zum Raum 6 hin geschlossen. Durch die Saugdüse 17 entsteht nun in dem Raum 14 ein Unterdruck, so dass heisse Gase aus dem untern Teil der Brennstoffschicht und aus dem Verbrennungs raum 8 durch den obern Teil der Brennstoff schicht gesaugt werden und den Brennstoff dort zur Entzündung bringen.
Ans dem Raum 6 wird auch gleichzeitig Luft durch den Sehlackenaustragraum bzw. Asehenkasten 18 zum Ausbrennrost 19 ge leitet. Diese Luftmenge ist regulierbar dureli Klappe 20. Der Ausbrennrost 19 wird zweck mässig abkippbar gemacht. Um eine gute Ver mischung und Verbrennung im Lenksehaeht 8 noch zu verbessern, ist es vorteilhaft, Sekun därluft einzublasen; dies soll durch die Rohre 21 erfolgen. Diese Rohre liegen in diesem Fall beheizt im Zug 10, so dass die Sekundär luft gut aufgewärmt wird.
Fig. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbei spiel, bei dem der Lenksehaeht 26 die aus dein Sehacht 2 austretenden Verbrennungsgase senkrecht nach unten ablenkt und führt. Die Verbrennungsluft wird in den Raum 22 ein geblasen. Bei der Abwärtsführung, im Lenk schacht wird bei den meisten Brennstoffen eine Unterstützung der Zündung im obern Teil des Schachtes notwendig sein, was durch Rüeksaugen oder auch andere Mittel erziel werden kann.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 wird Gas in den Raum 23 zuriiekgesaugt. Dies Mann durdi Verbindung- dieses ,Raumes mit dem Sangstutzen des die Luft in den Raum '''? fördernden Gebläses oder bei grösseren An lagen durch einen separaten Ventilator erfol gen. Der Lufteintritts-Stehrost '?4 ist in diesem Falle nicht gekühlt; er ist daher leicht herausnehmbar, so dass man gut und schnell an das Innere des Verbreiniungssehaehtes herankommen kann.
Der Gasaustritts-Stehrost ist wieder durch eine gekühlte Rohrwand ge bildet. Unter dem Lenksehaeht. 26 liegt. der -iusbrenni,ost. 27. Dieses Ausführungsbeispiel zeigt besonders gut, welchen günstigen Ein fluss der Lenkschacht auf Wirkung und Ge staltung des Ausbrennrostes hat. Ent sprechend der relativ geringen Tiefe des Lenkschachtes kann auch der Ausbrennrost relativ kurz sein, wodurch die Verbrennung auf diesem Rost durch gleichmässige Luft zuführung gut ist. Bei dem Ausführungs beispiel nach Fig.2 wird die Schlacke durch eine rüttelbare Platte 28 amtsgetragen.
Diese Platte liegt drehbar auf dem Teil 29 auf und wird durch eine sie abstützende Nockenwelle 30 auf und ab bewegt; auch eine waagrechte Bewegung kann vorteilhaft sein.
Die Gase im Lenkschacht verlassen diesen durch eine unten an demselben angeordnete Öffnung, werden in den Raum 31 umgelenkt und durchströmen im Aufwärtszug weitere Kesselheizflächen sowie Überhitzer und Vor wärmer.
Fig. 3 zeigt noch die Ausführung bei einer grossen Feuerung. Hier ist der Brennstoff und Brennschaeht 32 relativ tief. Die Schlackenaustragung wird demgemäss zweek- massig mechanisch vorgenommen Dies kann mit Hilfe eines Schiebers 33 erfolgen, der über dem Rost hin und her bewegbar ist. und in der dargestellten normalen Ruhelage sich ausserhalb des liebten Querschnittes des Sehachtes 32 befindet. Die ausgestossene Schlacke kann nun zusammen mit den vom Lenkschacht 34 herabfallenden Teilen auf dem Ausbrennrost 35 ausbrennen, der eine Verlängerung des Rostes im Brennstoff- und Brennschacht 32 bildet. Im Lenkschacht 34 wird Sekundärluft durch den Zuführungs kasten 36 eingeleitet.
Die Gase aus dem Lenk- scliacht 34 treten in den weiteren V erbren- nungsraum 37 ein und werden von dort durch nungsraum 37 ein und werden vin dort durch die Heizfläche geleitet.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 sind die Stehroste 38 und 39 aus Kesselrohren ge bildet, und zwar aus waagrecht liegenden Kesselrohren, was den Vorteil hat, dass die freie Fläche für den Austritt der Gase bzw. auch die Einstrahlungafläche grösser ist. Um eine genügend schnelle Aufwärmung und da mit Durebzündung zu gewährleisten, ist. es zweckmässig, den Gasaustritts-Stehrost 30 höher zu machen als den Lufteintritts-Steh rost 39, da dann nicht nur die Einstrahlungs fläche grösser wird, sondern auch heisse Gase von unten im Schacht 32 nach oben gezogen werden. Die wirksame Höhe des Stehröstes 38 kann durch regelbare Abdeckung seines obern Teils mittels eines Schiebers 40 geregelt wer den; auch ist es möglich, die Luftzufuhr zum obern Teil des Stehrostes 39 durch Jalousie klappen zu drosseln.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schachtfeuerung mit einem senkrechten Brennstoff- und Feuerschacht, der von der Verbrennungsluft quer durchströmt wird und an der Lufteintrittsseite sowie der Ga!saus- trittsseite je von einem Stehrost begrenzt wird, von welchen Rosten wenigstens der jenige auf der Gasaustrittsseite aus einer ge- kühlten Rohrwand besteht, insbesondere für Dampferzeuger, dadurch gekennzeichnet, da.ss parallel zu dein Brennstoffschacht ein Lenk schacht angeordnet.ist, durch welchen die aus dem Brennstoffschacht austretenden Ver brennungsgase umgelenkt werden, um sie mit einander zu vermischen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schachtfeuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Lenkschacht im obern Teil eine Abzugsöffnung für die Rauchgase enthält. 2. Schachtfeuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im untern Teil des Lenkschachtes eine Abzugsöffnung für die Rauchgase angeordnet ist. 3. Schachtfeuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Boden des Lenkschachtes ein Ausbrennrost vorgesehen ist. 4.Schachtfeuerung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Aus- brennrost eine Verlängerung des Rostes am untern Ende des Brennstoff- und Feuer- schachtes bildet. ö. Sehaehtfeuerung nach Unteranspi-ücli 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftraum vor dem Brennstoff- und Feuerschacht mit dem Raum unter dem Ausbrennrost in Ver bindung steht. 6.Sehaehtfeuerung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeiehnet, dass zur Aus tragung der Schlacke ein Schlackenschieber vorgesehen ist, der über dem zuletztgenannten Rost hin und her bewegbar ist und in der normalen Ruhelage sieh ausserhalb des lichten Querschnittes des Brennstoff- und Feuer- sehaehtes befindet. 7. Sehaehtfeuerung nach Unteransprueh 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Aus- brennrost gelangende Verbrennungsluft den Schlackenaustragraum durchströmt. B. Schachtfeuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Lenkschacht Sekundärluft zugegeben wird. 9.Scbaehtfeuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Massnahmen ge troffen sind, damit Gase aus dem Lenkschacht durch den obern Teil des Brennstoff- und Feuerschachtes hindurch zurückgesaugt wer den können. 10. Sehaehtfeuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasaustritts- Stehrost höher ist als der Lufteintritts- Stehrost. 11. Schachtfeuerung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil des Gasaustritts-Stehrostes regelbar ab gedeckt werden kann. 12.Schachtfeuerung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dal: die Luft- zufuhr zum, obern Teil des Lufteintritts- qtehi ostes regelbar ist.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH294623D CH294623A (de) | 1945-02-15 | 1951-07-11 | Schachtfeuerung, insbesondere für Dampferzeuger. |
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| Country | Link |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1098135B (de) * | 1956-04-09 | 1961-01-26 | Stamicarbon | Schachtfeuerung fuer feste Brennstoffe |
| FR2560969A1 (fr) * | 1984-03-09 | 1985-09-13 | Leclaire Louis Marie | Procede et bruleur pour bruler un combustible conditionne en granules, batonnets, ou similaires |
| FR2562210A1 (fr) * | 1984-03-29 | 1985-10-04 | Charlier Etienne | Procede et bruleur pour bruler un combustible conditionne en granules, batonnets, ou similaires |
-
1951
- 1951-07-11 CH CH294623D patent/CH294623A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1098135B (de) * | 1956-04-09 | 1961-01-26 | Stamicarbon | Schachtfeuerung fuer feste Brennstoffe |
| FR2560969A1 (fr) * | 1984-03-09 | 1985-09-13 | Leclaire Louis Marie | Procede et bruleur pour bruler un combustible conditionne en granules, batonnets, ou similaires |
| FR2562210A1 (fr) * | 1984-03-29 | 1985-10-04 | Charlier Etienne | Procede et bruleur pour bruler un combustible conditionne en granules, batonnets, ou similaires |
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