Verfahren und Vorrichtung zum Speisen von Heizkessel-Zerstäubungsbrennern mit Mineralöl. Die Erfindung bezieht sich auf eile Ver fahren und eine Vorrichtung zum Speisen von Heizkessel-Zerstäubungsbrennern mit Mineralöl, zum Beispiel von für Zentral heizungsanlagen bestimmten Zerstäubungs brennern mit Mineralöl.
Für diese Zwecke sind bisher leichte Mineralöle bevorzugt worden, wie zum Bei spiel Gasöl, Solaröl und Dieselöl, welche eine Viskosität von 1 bis 3 Engler bei 20 C haben. Das Öl wird oft mittels einer Pumpe, in der das Öl unter Hochdruck versetzt wird (von 6 bis 8 aus einem Vorratsbehälter angesaugt und dann zu einem Regulierventil geführt, von demn das Öl zum Brenner fliesst. Die Kapazität der Pumpe ist oft beträchtlich, zum Beispiel zehnmal grösser als der Ver brauch, und die überflüssige Menge Öl wird zum Behälter zurückgeleitet.
Die bisher ver wendeten leichten Öle sind indessen verhält nismässig teuer, und es ist deshalb vorgeschla gen worden, die Vorrichtungen so zu kon struieren, dass schwerere oder mehr viskose Ölfraktionen, soggenannte Brennöle, verwen det werden können. Bei derartigen schweren Ölen treten indessen im Zusammenhang mit der automatischen Regulierung der Ölzufuhr zum Brenner Sehw ierigkeiten auf, denn die verhältnismässig hohe Viskosität des Öls er schwert die Zerstäubung des Öls im Brenner. Um die Viskosität des schweren Öls zu er niedrigen, hat man vorgeschlagen, das Öl vor zuwärmen.
Ein mögliches Verfahren zum Vorwärmen besteht darin, dass das Öl durch einen elektrisch erhitzten Behälter gepumpt wird, welcher mittels eines Thermostaten auf einer solchen Temperatur gehalten wird, dass das Öl durch direktes Erwärmen die richtige Viskosität erhält. Ferner arbeiten die für diesen Zweck verwendeten Pumpen nicht zu friedenstellend, wenn das Öl beim Erreichen der Pumpe nicht eine Viskosität von 30 Engler oder darunter hat. Infolgedessen ist mit Rücksicht auf die Pumpe ein Vorwärmen nur dann nötig, wenn das Öl im Behälter eine höhere Viskosität hat.
Falls die elektrische Kraft teuer ist, be deuten die Kosten eines elektrischen Vor wärmens des Öls eine schwere Belastung für die Wirtschaftlichkeit der Heizvorrichtung.
Es hat sich herausgestellt, da,ss das Öl. trotz des Vorwärmens im Druckrohr zuln. Brenner -wieder abgekühlt wird, was zur Folge hat, dass die Viskosität des Öls wieder derart gesteigert wird, dass die Zerstäubung des Öls im Brenner gehindert wird.
Uni diese Schwierigkeit zu vermeiden. hat plan vorgeschlagen, das Öl indirekt in einem elektrischen Wasservorwäriner zu erhitzen, -welcher ein Leitungssystem besitzt, durch welches das Öl strömt und welches von Was ser umgeben ist, das mittels Thermostaten auf der erwünschten Temperatur gehalten wird, wobei die Wasserkammer des Vor- wärmers an einen den Brenner umgebenden Mantel angeschlossen ist, so dass das Öl, wenn es den Brenner verlässt, wenigstens ange- nähert dieselbe Temperatur besitzt wie beim Verlassen des Vorwärmers.
Bei der Vorrichtung gemäss der Erfin dung ist nun der Mantel, der den beim Brenner-Mundstück gelegenen Teil der Öl- zufuhrleitung umgibt, derart an einen Heiss wasser-Vorwärmerdes Öls angeschlossen, dass die Strömung des heissen, vom Vorwärmer kommenden Wassers durch den Mantel der jenigen des Öls zum Mundstück entgegen gesetzt sein wird. Infolgedessen wird die Temperatur des Öls am höchsten beim Mund stück des Brenners sein.
Um zu vermeiden, dass das Mundstück des Brenners durch Verunreinigungen im Öl ver stopft wird, muss das Öl ein Filter passieren. Bisher war dieses Filter im Verbindungsrohr zwischen dem Ölbehälter und dem Vorwärmer angeordnet.
Beim Verfahren gemäss der Erfindung wird nun das Brennöl gefiltert, nachdem es bereits teilweise vorgewärmt worden ist. Das Filter ist vorzugsweise im Vorwärmer anzu bringen. Durch diese Anordnung erreicht man den Vorteil, dass das Öl sehr viel dünner wird und infolgedessen das Filtermaterial leichter durchdringen kann. Aus diesem Grund kann ein feineres Filtermaterial ver wendet werden, was seinerseits die Folge hat, dass das Öl gründlicher gereinigt wird. Ausserdem ist die Gefahr, dass das Mund stück durch Verunreinigungen verstopft wird, nicht mehr vorhanden.
Die Erfindung soll nun an Hand der an liegenden Zeichnung beispielsweise beschrie ben werden. Auf der Zeichnung ist eine Vor richtung dargestellt, in der das Ölfilter direkt in den Vorwärmer eingesetzt ist, so dass es durch das Wasser im Vorwärmer erhitzt wird.
Auf der Zeichnung bezeichnet 1 einen Ölzerstäubungsbrenner zum Heizen eines Kessels, zum Beispiel eines Dampfkessels oder eines Heisswasserkessels einer Zentralheizungs anlage. 2 bezeichnet einen Heisswasser ent haltenden Vorwärmer, 3 ein Ölfilter und 4 eine Pumpe, Von einem nicht dargestellten Vorratsbehälter saugt die Pumpe 4 Brennöl durch eine Ölleitung 5 an, die durch den Vorwärmer 2 geht und in diesem zum Bei spiel schraubenförmig verlaufen kann. Auf seinem Wege zur Pumpe 4 strömt das Öl durch das Filter 3. In der Pumpe 4 wird das Öl unter Druck versetzt und in ein Regulierventil (nicht gezeigt) hineingedrückt, von dem eine ge eignete Menge Öl durch eine Druckleitung 6 zum Brenner 1 geleitet wird und das über flüssige Öl zum Vorratsbehälter zurück geleitet wird.
Der Vorwärmer ist mit einem elektrischen Heizkörper 7 sowie mit einem oder mehreren Thermostaten versehen. Mittels einer Leitung 8 steht der obere wärmere Teil des Vorwärmers 2 mit einem oberhalb des Niveaus des Brenners 1 gelege nen Überlaufbehälter 90 in Verbindung. Eine zweite Leitung 9, welche Heisswasser vom Vorwärmer zu einem Mantel 10 leitet, der den brennerseitigen Endteil der Ölleitung 6 um gibt, steht mit der Leitung 8 in Verbindung. Die Leitung 9 ist an das beim Brennermund- stück gelegene Ende des Mantels 10 ange schlossen.
Eine an den Mantel 1.0 am andern Ende desselben angeschlossene Rückfluss- leitung 11 leitet das Wasser zum untern kältern Teil des Vorwärmers zurück. Der Wassermantel verhindert, dass der ausserhalb des Mantels strömende Luftstrom das in der Druckleitung 6 vorhandene Öl abkühlt.
Ausserdem sichert die besondere Verbindung der Leitungen 9 und 11. mit dem Mantel, welche so angeordnet ist, dass das Wasser mit der höchsten Temperatur des Vorwärmers 2 in den Mantel 10 nahe dem Brenner 1 hin einströmt, da.ss die Viskosität. des Öls unter keinen Umständen unter einen Wert herab sinkt, bei dem es zähflüssig wird.
Gemäss der Ausführung, die in der Zeich nung veranschaulicht ist, ist das Ölfilter 3 in- raerhalb des Vorwärmers 2 angeordnet, so dass es vom warmen Wasser im Behälter umgeben wird. Das Ölfilter kann von einer jeden ge eigneten Konstruktion sein, zum Beispiel von der in der Zeichnung dargestellten, wo das Öl von der Leitung 5 aus in das Filtergehäuse 12 und in diesem durch das Filtermaterial 13 hindurch zu einer Zentralleitung 14 des Filters geleitet wird und dann mittels der Pumpe 4 aus dem Ölfilter durch das Leitungs system zum Brenner 1 herausgepumpt wird.
Wenn das sehwere Öl vom Vorratsbehälter durch die Leitung 5 strömt, ist es kalt, und infolgedessen ist die Viskosität verhältnis mässig hoch. Nachdem das Öl erhitzt worden ist, ist seine Viskosität geringer, und das<B>Öl</B> kann durch ein feines Filter gepresst und gründlieh gereinigt werden. Deshalb liegt keine Gefahr vor, dass das Brennermundstück durch Verunreinigungen im Öl verstopft wird.
Die gezeigte Vorrichtung nach der Erfin dung ist so eingerichtet, dass das Öl vor seinem Austritt aus dem Brenner, nachdem es im Vorwärmer 2 und im Mantel 10 vor gewärmt worden ist, eine Temperatur hat, die den Entflammungspunkt des Öls über steigt, auch während der Zeitspanne, wo die Temperatur des Kesselwassers eine vorbe stimmte Temperatur übersteigt und die Pumpe infolgedessen kein Öl zum Brenner heranpumpt. Der Entflammungspunkt der Handelsöle für den hier beabsichtigten Zweek beträgt etwa 70 bis 90 C. Die Filtrierung des Öls im Filter 3 findet bei einer Öltempe- ratur statt, die unter dem Entflammungs punkt des Öls liegt.
Das Filtergehäuse 12 ist vom Heisswasser des Vorwärmers umgeben, und infolgedessen wird das Filtermaterial auf einer erhöhten Temperatur gehalten. Mittels Thermostaten und elektrischer Anordnungen wird die Pumpe daran gehindert, zu starten, bevor die Temperatur des Vorwärmers einen vor bestimmten Wert erreicht hat und die Vis kosität des Öls so ist, dass es leicht durch das Filter fliesst.
Der Vorwärmer 2 ist mit einem Thermo meter 15 und einem Thermostaten 16 ver sehen, welcher den Heizkörper 7 beherrscht und die Temperatur des Wassers im Vor- wärmer 2 reguliert, sowie mit einem weiteren Thermostaten 17, welcher das Starten des Pumpenmotors verhindert, bevor das Wasser im Vorwärmer den Entflammungspunkt des Öls erreicht hat. Die Bezugsziffer 18 bezeich net eine Zündelektrode.