CH294667A - Oberkleidungsstück, insbesondere Herrenhose und Damenrock. - Google Patents

Oberkleidungsstück, insbesondere Herrenhose und Damenrock.

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CH294667A
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Vander Paul
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41FGARMENT FASTENINGS; SUSPENDERS
    • A41F9/00Belts, girdles, or waistbands for trousers or skirts
    • A41F9/02Expansible or adjustable belts or girdles ; Adjustable fasteners comprising a track and a slide member

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Details Of Garments (AREA)

Description


  Oberkleidungsstück, insbesondere Herrenhose und Damenrock.    hie Erfindung bezieht sich auf ein Ober  kleidungsstück, z. B. auf eine Herrenhose  oder einen Damenrock, mit einem gummi  elastischem Bund. Bei Unterkleidung, na  mentlich bei     Herrenunterhosen,    sind seit  langem gummielastisehe Bunde bekannt, die  den Vorteil einer leichten Anpassung an die  jeweilige Bauchweite haben. Man ist auch  bereits dazu übergegangen, an Oberklei  dungsstücken, wie Herrenhosen, Damenröcken  oder ähnlichen Kleidungsstücken, gummiela  stische Bunde vorzusehen, um die bei der  Unterkleidung als     vorteilhaft    empfundene  Anpassungsfähigkeit auch bei der Oberklei  dung nutzbar zu machen.

   Vorbekannte gummi  elastische     Bunde    für Oberkleidung haben den  Nachteil, dass ihre     Anbringung    zu umständ  lich ist, so dass ihre Verwendung bei Konfek  tion wegen der Mehrkosten in Frage gestellt  sein muss. Es haben sich bisher nur solche  elastische Bunde durchsetzen können, bei  denen der elastische Teil in einem besonders  gearbeiteten Schlauchbund der Hose einge  zogen ist, so dass er nach aussen vollständig  verdeckt ist. Das erfindungsgemässe Oberklei  dungsstück mit einem gummielastischen Bund  zeichnet sieh dadurch aus, dass der     Querschnitt     des Bundes ein U ist, dessen beide Schenkel  den Rand des Hauptstückes rittlings über  greifen und an diesem befestigt sind.

   Bei  einem Ausführungsbeispiel besteht der Bund  aus einem einstöckig gewebten Band, das um  seinen schmalen unelastischen Zwischenstrei  fen leicht faltbar ist und zweckmässig an sei-         nen    beiden     Längskanten    mit unelastischen, in  zusammengezogenem     Zustande    des elastischen  Teils in Fältehen liegenden Rüschen versehen  ist. Diese Rüsehen begünstigen das Annähen  des Bundes, indem sie die Gefahr, beim An  nähen des Bundes mit der Nadel den Gummi  zu zerstechen, zuverlässig vermeiden.  



  Der elastische Teil des Bundes     kann    vor  teilhaft aus einem steifen, dichten, nach Art  von Hosenträgern gewebten Gummibande mit.  daran     angewebten    Rüschen bestehen, die in an  sich bekannter Weise derart erzeugt werden,  dass die     CTummifä:den    des Bundes in ausge  zogenem Zustande verwebt werden, so dass  beim Entspannen des Gummis die unelasti  schen Ränder sich     rüschenartig    in Fältchen  legen.  



  Die     Erfindung    betrifft auch ein Verfah  ren zur Herstellung eines erfindungsgemä  ssen Oberkleidungsstückes, welches Verfahren.  sich dadurch auszeichnet, dass der Bund in  Form eines     ungedoppelten    Bandes von aussen  auf den Rand des Hauptstückes derart auf  gelegt wird, dass ein breiterer unelastischer  Randteil des Bandes mit der freien Kante des       Hauptstüekes    bündig ist und die Innenfläche  des Bandes nach aussen liegt, dann eine Naht  durch den breiteren Randteil dicht entlang  einem elastischen Bandstreifen     gelegt.    wird,  wobei der breitere Randteil möglichst. falten  los auf den Rand des     Hauptstüekes    aufge  bracht.

   wird, alsdann das Band um die Naht  um 180  gestürzt, um seine     1Tittelläng"achse     gefaltet. und schliesslich der nun innenliegende      unelastisclhe schmälere Randteil mittels einer  weiteren Naht am Hauptstück festgelegt wird.  



  An Hand der Zeichnung ist die     Erfindung     beispielsweise erläutert, und zwar zeigen:  Fig.l den obern Teil einer Herrenhose  in Ansieht,  Fig. 2 und 3 verschiedene Arbeitsstufen  bei der Anbringung des Bundes und  Fig. 4 einen Querschnitt durch den Bund  in Form eines ungedoppelten Bandes allein in  grösserenm Massstabe, wobei die Querdimensio  nen der Deutlichkeit halber übertrieben dar  gestellt sind.  



  Das Hauptstück der Hose ist mit 5 be  zeichnet, der gummielastische Bund besteht  aus einem einstückig gewebten Band mit ins  gesamt fünf deutlich voneinander getrennten,  parallel in     Längsrichtung    nebeneinander her  laufenden Streifen 6 bis 10, Und zwar weist  der Bund zwei gummielastische Streifen oder  Teile 6, 7 auf, von denen der eine, im Ge  brauch äussere, schauseitige Bundteil 6 etwas  dichter gewebt ist als der im Gebrauch nach  innen gerichtete Teil 7, bei demn die einzelnen  Gummifäden nach aussen mehr in Erschei  nung treten, so dass sie als Gleitschutz zu die  nen vermögen.

   Die beiden elastischen Band  teile 6, 7 sind durch einen schmalen, unelasti  schen Mittelstreifen 8 voneinander getrennt,  der dazu dient, das Falten des Bandes um die  Längsmittellinie zu erleichtern, da die gummi  elastischen Teile nach Art eines Hosenträger  gurtes dicht und verhältnismässig steif gewebt  sind. Die beiden Kanten des Bundes werden  durch je einen unelastischen Bandteil 9, 10  gebildet, von denen der eine etwas breiter ist  als der andere. Und zwar schliesst sieh der  breitere Randteil 9 an den sclhauseitigen ela  stischen Bundteil 6 an, während der schmalere  Randteil 10 neben dem innern elastischen  Bundteil 7 liegt.

   Die unelastischen Randteile  9, 10 sind mit den übrigen Bundteilen     ein-          stückig    gewebt, und zwar derart, dass die  Gummifäden der beiden elastischen Bundteile  6, 7 beim Weben in an sich bekannter W eise  vorgespannt sind, so dass beim späteren Nach  lassen der Spannung die Randteile 9, 10 sieh  rüschenartig in kleine Fältchen legen, die    später im Gebrauch auftretende Dehnung des  elastischen Bundes also nicht behindern.  



  Der Bund wird in der Weise an dem  Hauptstück der Hose befestigt, dass zunächst  das Band 6 bis 10 von aussen auf den     unge-          säuberten    Rand des Hauptstückes angelegt  wird, derart, dass die breitere Rüsche 9 etwa  mit der obern Hosenkante bündig ist und der  übrige Teil 6, 7, 8, 10 des Bandes mnit naelh  aussen liegender Innenfläche gegen die Hosen  beine gerichtet ist. In dieser Lage wird eine  Naht 11 durch die Rüsche 9 gelegt, die dicht  neben der Kante des elastischen Bandstrei  fens 6 verläuft und den Bund erstmalig mnit  der Hose verbindet. Dabei wird die     Rüsche    9  auf bekannte Weise so aufgenäht, dass sie  praktisch faltenlos an dem Hosenrande auf  liegt, so dass die Dehnbarkeit des Bundes  durch den Rand des Hauptstückes 5 nicht  beeinträchtigt wird.

   Alsdann werden die  Bundteile 6, 7, 8, 10 mit Ausnahme der bereits  angenähten Rüsche 9 unm die Naht um l80   gestürzt, das Band durch Falten um den vor  bereiteten Streifen 8 um seine Mittellängs  achse gefaltet und schliesslich eine weitere  Naht 12 von der Innenseite der Hose durch  den schmäleren unelastischen Randteil 10 ge  legt, wodurch der Bund endgültig festliegt.  Zwischen den beiden elastischen Bandteilen  liegt dann der gesamte Rand des     Hauptstük-          kes    eingeschlossen, so dass alle offenen Kanten  verdeckt sind und die Hose sowohl aussen als  auch innen vollkommen     sauber    ist.  



  Gegenüber vorbekannten Hosenbunden er  gibt sich aus der Art der     Anbringung    der  weitere Vorteil, dass es völlig     gleich    ist, ob  dünne oder dicke Stoffe verarbeitet. werden  oder ob durch     Futt.ertasehen    oder ähnliche       M'erlzstoffanliäufuiigen    der Hosenrand dicker  oder dünner ist, da der Rand des Haupt  stückes nicht mehr mit gestürzt zu werden  braucht, sondern einzig     und    allein. der Bund  selbst, dessen Dicke längst der     IIIit.tellängs-          aehse    überall gleich ist.

   Unangenehme     @toff-          anhäufungen,    wie sie bei     vorbekannten        Bun-          den    in Kauf     genommen    werden müssen, sind  so     zuverlässig\        vermieden.         Auf die unelastischen Bandstreifen 8, 10  könnte verzichtet werden. Jedoch haben diese  den Vorteil, dass durch sie jeder Beschädigung  der Gummifäden in den elastischen Band  teilen vorgebeugt ist. Je nach Dicke des  Gurtes könnte man auch auf den unelastischen  schmalen Mittelstreifen 8 verzichten.

   Doch  bietet dieser die vorteilhafte Möglichkeit, die  Faltlinie nicht demn Belieben des Nähers zu  überlassen, sondern sie zwangsmässig vorzu  schreiben, so dass die Gleichmässigkeit der  Bandbreite     gewährleistet    bleibt.  



  Statt an Herrenhosen lässt sieh das dar  gestellte Band auch an Damenröcken oder  andern Oberkleidungsstüieken verwuenden, die  als obern oder auch untern Abschluss in der  Taille einen Bund haben, wie beispielsweise  Anoraks, Windblusen und andere mehr.  



  Bei dem dargestellten     Oberkleidungsstück     kann der elastische Bund oberhalb des eigent  lichen Bundes des Kleidungsstückes frei ste  hend und sichtbar getragen werden und dient  somit zugleich als Gürtel, der sieh aber da  neben durch gutes     Aussehen,    grosse Dehnbar  keit und damit hohe Anpassungsfähigkeit an  die jeweilige Bauchweite sowie durch leichte,  auch von weniger geübten Personen ausführ  bare Anbringung an den Rand des jeweiligen  Kleidungsstückes auszeichnet.  



  Die Vorteile     des    dargestellten Bundes und  seiner Befestigung an der Hose oder einem  Damenrock bestehen in der Hauptsache darin,  dass jegliche Säuberung des Randes des Haupt  stückes entfallen kann, da der Rand     vollkom-          mnen    zwischen den beiden Schenkeln des Bun  des eingeschlossen ist, so dass er nach aussen  nicht sichtbar ist. Damit entfällt bei Hosen,  Röcken oder dergleichen der Teil der Arbeit,  der bei Oberkleidungsstücken die meisten  Kosten verursacht. Es ist bekannt, dass bei  Herrenhosen die Bearbeitung des altgewohn  ten Stoffbundes mehr Kosten verursacht, als  die Herstellung der ganzen übrigen Hose.

   Ein  weiterer Vorteil der dargestellten Hose ist  der, dass der Bund zugleich als Ziergürtel  dient, so dass an jeder Hose der Gürtel gleich       vorhanden    ist. Das bisherige Durchziehen von  zusätzlichen Gürteln fällt völlig weg. Jede    Hose ist bleich nach dem Abnehmen vom Klei  derbügel vollkommen anziehfertig. Die Vor  teile, die der elastische Bund überhaupt bie  tet, nämlich die leiehte Anpassungsfähigkeit  an unterschiedliche     Bauchweiten,    ist gerade  bei Konfektion von nicht zu unterschätzender  Bedeutung. Die Lagerhaltung an Hosen kann  erheblich vermindert werden, da der     gut     nachgiebige Bund leicht Zwischengrössen zu  überbrücken vermag.

   Die Anbringung des  Bundes an die Hose ist so einfach, dass sie  mühelos auch von ungelernten Kräften aus  geführt werden kann, da einmal nur zwei ein  fache, glatte Nähte erforderlich sind und  überdies das richtige Annähen dadurch er  leichtert wird, dass die unelastischen Rüschen  die Dehnbarkeit des Bundes bestimmen. Es  braucht nur beim Annähen darauf geachtet  zu werden, dass die Rüsche faltenlos auf dem  Rand des Kleidungsstückes anfliegt. Die Hose  sitzt überdies sicher, da der innere Teil des  gedoppelten Bundes jegliches Rutschen ver  meidet.  



  Auch modischen Erfordernissen lässt sich  der Bund leicht anpassen, da er sowohl in  abstechenden als auch in zum Kleidungsstück       genau    abgestimmten Farben verwendet wer  den kann, so dass insbesondere durch     ge-          sehmacl,-volle        Farb -irkungen    der eigenartige  Charakter des dargestellten Bundes wirkungs  voll in Erscheinung     tritt.    Als Verschluss eig  net sieh jede Art von Verschluss, wobei     dieser          wahlweise    in der     Körpermitte    oder auch seit  lich     angeordnet        -,v    erden kann.

Claims (1)

  1. P ATENT AN SPRüCHE I, Oberkleidungsstiiek mit einem gummi- elastischen Bund, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Bundes ein<B>U</B> bildet, dessen beide Schenkel (6, 9 bzw.
    7, 10) den Rand des Hauptstückes (5) rittlings über- .reifen o# und an diesem befestigt sind. II. Verfahren zur Herstellung eines Ober kleidungsstückes nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Bund in Form eines ungedoppelten Bandes von aussen auf den Rand des Hauptätüekes derart aufgelegt wird,
    dass ein breiterer unelastischer Rand- teil des Bandes mit der freien kante des Hauptstückes bündig ist und die Innenfläche des Bandes nach aussen liegt, dann eine Naht durch den breiteren Randteil dicht entlang einem elastischen Bandstreifen gelegt wird, wobei der breitere Randteil möglielhst falten los auf den Rand des Hauptstückes aufge bracht wird, alsdann das Band um die Naht um l80 gestürzt, um seine Mittellängsachse gefaltet und schliesslich der nun innenliegende schmälere unelastische Randteil mittels einer weiteren Naht am Hauptteil festgelegt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Oberkleidungsstück nach Patentan spruch I, dadurch gelkennzeichnet, dass der Bund aus einem einstüekig gewebten gumnmi- elastischen Band besteht. 2.
    Oberkleidungsstück nach Unteran- spruelh 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Band mit einem Gummigewebestreifen und an seinen beiden Längsrändern mnit zum Annähen dienenden unelastischen Rüschen versehen ist. 3. Oberkleidungsstück nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rüschen unterschiedliche Breite haben, wobei die demn schauseitigen Bandteil benachbarte Rüsche breiter ist als die andere Rüsche. Oberkleidungsstück nach Unteran- sprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gummigewebestreifen längs seiner Faltlinie einen schmalen, das Falten erleichternden. unelastischen Gewebestreifen aufweist.
    5. Oberkleidungsstück nach Unteran- spruch 1, dadurch gekennzeielinet, dass in dem schauseitigen Bandteil die Gummifäden zahl reicher und dichter sind als in dem innen seitigen elastischen Bandteil.
CH294667D 1951-09-27 1951-09-27 Oberkleidungsstück, insbesondere Herrenhose und Damenrock. CH294667A (de)

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