CH294727A - Rückstossfreies Geschütz mit Geschoss. - Google Patents

Rückstossfreies Geschütz mit Geschoss.

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CH294727A
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gun
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Fischer Ernst
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Fischer Ernst
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A1/00Missile propulsion characterised by the use of explosive or combustible propellant charges
    • F41A1/08Recoilless guns, i.e. guns having propulsion means producing no recoil

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


      Rückstossfreies    Geschütz     mit    Geschoss.    Es sind     rückstossarme        Gesehätze    bekannt  geworden, bei denen im Patronenboden oder  in den Seitenwänden der Patrone mittels  einer leicht zerbrechlichen Masse verkleidete  Öffnungen vorgesehen sind, welche beim  Schuss nach Erreichen eines gewissen Gas  druckes     durchbrechen,    wobei Teilchen     dieser     Verkleidungsmasse mit.

   Pulvergasen und  brennenden Pulverteilchen vermischt entge  gengesetzt zur     Richtung,-    der     Gesehossbewe-          gung    nach rückwärts abblasen und dabei den  durch die     Geschossbewegung    verursachten  Rückstoss auf das Geschütz ausgleichen.

   Die  dabei     aufzuwendende    Ladung zur     Veraninde-          rung    des     Riickstosses    erreicht     beträehtliche     Werte, weil die Treibmittel in der     kurzen          zui-        Verfügung    stehenden     Verbrennungszeit          nui#        unvollkommen        veraasen,        wodurch    un  kontrollierbare     Druckschwankungen    entstehen,

    die ihrerseits die     Ausströmgeschwindigkeit    der  Gase nach rückwärts und damit die Geschütz  stabilität     ungiinstig    beeinflussen.  



  Das erfindungsgemässe,     rückstossfreie    Ge  schütz mit.     Geschoss    und mit     mindestens    einer  entgegengesetzt zur     Gesehossbeweg2ing    gerich  teten     Reaktionssehubdüse    ist     dadurch    ge  kennzeichnet, dass zwischen     Geschossboden     und Treibladung ein Drosselorgan eingeschal  tet ist, dessen Öffnung als Drossel zwischen  dem höheren.

   Verbrennungsdruck und dem       diesem    Zeitintervall zugeordneten niedrigeren       Besehleuniungsdiuck    auf dem     Gesehossboden     wirkt, während die     Reaktionsselrubdüse,    wel  che unmittelbar nach Beginn der Ges choss-         beweg-Lzng    durch den     Geschossboden    freigelegt  wird, dazu bestimmt ist, die zur Herstellung  der Geschützstabilität notwendigen Gasmassen  aus dem veränderlichen Raum     zwischen        Ge-          schossboden    und Drosselorgan nach     rückwärts          abzublasen.     



  Ein     Ausführungsbeispiel    des Erfindungs  gegenstandes ist auf der beiliegenden Zeich  nung dargestellt, in welcher       Fig.    1 das Geschütz mit eingesetztem     Ge-          schoss    im Aufriss bzw. senkrechtem Schnitt  zeigt;       Fig.    2 ist ein Horizontalschnitt. durch das  Geschütz;       Fig.    3 zeigt ein Detail;       Fig.4    zeigt. eine Variante;

         Fig.    5     zeigt.    eine weitere Variante und       Fig.    6, 7 zeigen je ein     Gasdruckdiagramin.     Beim Beispiel gemäss den     Fig.    1 bis 3 ist  in einer den     Geschosskörper    3     tragenden.    Pa  tronenhülse 1 eine als Drosselorgan dienende  Düse 2 vorgesehen, Die vordere Fläche 4 eines  Flansches der Düse 2 stützt sich gegen einen       Ansatz    5 des Patronenlagers 6 ab und wird  durch diesen während des ganzen     Schussv        or-          ganges    in seiner Lage festgehalten.

   Das Füh  rungsband 7 des Geschosses findet. einen An  schlag an der Düse 2. 8 ist. der Übergangs  konus und 8' sind die Züge des Rohres 9       (Fig.2).        Sobald    sich das     Geschoss    in axialer       Richtung    bewegt, gibt das     Führungsband    7       Gasauslassschlitze    10 frei, welche mit. dem       Düsenvorraum    11 in Verbindung stehen, in  welchem die     Gasumlenkung    nach rückwärts      und schliesslich die     Abblasung    in der Schub  düse 12     stattfindet.    Mit 14 ist der kritische  Querschnitt der Schubdüse 12 bezeichnet.

   Das  Geschoss wirkt also mit. seinem Führungsband  7 wie der Steuerkolben eines Verbrennungs  motors. Die über die Schubdüse 12 nach rück  wärts     aLisströmendeGasmasse    stellt das Gleich  gewicht des Geschützes her, indem dabei der  augenblickliche     Geschossimpuls        gleieh        dem        aus     den Schubdüsen 12 ausströmenden Gasimpuls  wird.

   Der Querschnitt der Öffnung 15 der  Düse 2 stellt eines von den Mitteln dar, wel  ches den Gasdruck im Verbrennungsraum und  die     Gasdiirchflussmenge    bestimmen, um über  genügend Gas zur     Abblasung    nach rückwärts       und    zum     Gesehossantrieb    zu     verfügen,    wobei  der     Raum    zwischen der Düse 2 und dem     Ge-          schossboden    16 sich entsprechend vergrössert.

    Die Rohrmündung 18 trägt die Mündungs  bremse 19, welche die Aufgabe hat,     dureh          Umlenkung    der dem Geschoss folgenden Gase       den.    Rücklauf des Rohres abzubremsen und  vor allem zu verhindern, dass die plötzliche  Beschleunigung der hinter dem Geschoss die  Mündung verlassenden Gase einen plötz  lichen nach     rückwärts    gerichteten Stoss auf  den Patronenboden 20 ausüben. Das Rohr 9  ist über die Wiege 21 mittels der Schild  zapfen 22 im     Schildzapfenlager    23 drehbar  gelagert.

   Die Wiege 21     (Fig.2)    besitzt den  Wiegenzylinder 25 und einen fest mit dem  Wiegenzylinder 25     verbundenen    Ring 2  welcher die     Schildzapfen    22 aufnimmt.. Im  Wiegenzylinder 25 ist eine .     Stossausgleichs-          feder    26 mit dem Teller 27 untergebracht,  der mit. dem Rohr 9 fest     verbunden    ist. Das  Schildzapfenlager 23 in der gabelförmigen  Oberlafette 28 gestattet die Vertikalschwen  kung des Rohres 9, dessen     Wiegenzylinder    25  über den     Drehpunkt    29 mit der     Höhenricht-          spindel    31 verbunden ist.

   Die     Höhenricht-          vorrichtung    30 enthält ausserdem noch die       Richtspindelmutter    32, welche mit. dem Ge  lenk 32' mit dem Träger 33 in Verbindung  steht. Da der Träger 33 fest mit. dem Ober  lafettenrohr 37     und    das Lager 34 fest mit  dem Wiegenrohr 35 verbunden sind, kann  man durch Drehung der     Richtspindelmutter       32 auf das in den     Schildzapfenlagern    23 ge  lagerte Wiegenrohr 25 verschiedene     Riehtun-          gen    in der     Vertikalebene    übertragen.

   Die  Achsen der     Schildzapferila\"er        '213    der Ober  lafette 28 schneiden die     Seelenaelise    des  Rohres 9 in der     auch    die auf einen Massen  punkt vereinigt. gedachte Rohrmasse liegt.  An die Vereinigung 35 der beiden Arme 28 der  Oberlafette 28 schliesst sieh das Oberlafetten  rohr 37 an, welches     uni        den        Lagerzapfen    36  der Unterlafette 39 seitlich     sehwenkbar    ist,  wobei mittels der Stellmutter 38 (las Spiel  zwischen,     Oberlafette    und Unterlafette regu  liert werden kann.

   Diese, eine seitliche       Sehwenkung    der Oberlafette um die festste  hende Unterlafette erlaubenden     Elemente    stel  len die     SeiteniZClrtmasehine    des     Gesehützes     dar, die durch die Kraft der Hand an der       Richtspindelmutter    32 in Tätigkeit gesetzt  wird. Je nach dem     Gewieht    der seitlich       schwenkbaren    hasse kann der Einbau eines  Kugellagers zwischen     Oberlafette    und Unter  lafette von Vorteil sein.  



  Hinsichtlich der Funktion des     besehrie-          benen        rückstossfreien    Geschützes treten     ge-          genÜber        bekanntgewordenen        r-iickstossarmen     Geschützen. einige charakteristische Züge her  vor. Die Patrone mit     Gesehoss    wird wie bei  einem normalen Geschütz in das Patronen  lager eingeführt und mittels einer normalen       Zündschraube    oder     Zündpatrone        dureh    den       Abfeuermeehanisnius    des Verschlusses -e  zündet.

   Nach Zündung der G     esehosstreib-          ladung    füllen Verbrennungsgase den Raum  zwischen Düse ' und     Gesehossboden    16.     Naeli     der Lösung des Geschosses aus der Düsen  befestigung     diehtet    das Führungshand 7 re  gen die     Abblasung    von Gasen, so dass der       Verbrennungsdrueli.    sieh     normal    entwickeln  kann.

   Da das Geschoss sich zur Lösung aus  der     Düsenbefestigung    und bis zur     Freilegung     der     Gassehlitze    10 eine kurze     Wegstrecke     nach vorwärts     bewegt.    hat., so muss nach dem  Schwerpunktsatz     sieh    auch das Rohr etwas  nach rückwärts bewegen in der Weise,

       class          Geschossmasse    mal augenblickliche     Geschoss-          gesehwindigkeit    übereinstimmen muss mit der  Rohrmasse mal augenblickliche Rohrgesehwin-           dirkeit.    Da das Rohr in der     Federaufhän-          gung        liegt,    kann es eine daraus folgende  kleine Wegstrecke nach rückwärts unter Über  windung des kleinen Federwiderstandes und  der Rohrreibung im     Wiegenzylinder    zurück  legen.

   Wenn das Führungsband die Schlitze  10 freizulegen beginnt, strömen aus dem  Raum hinter dein     Geschossboden    16 bereits  kleine Gasmengen in die Schlitze und blasen  von da über die Schubdüse 12 nach rück  wärts ab. Aber erst mit der vollständigen       Freileasing    der Schlitze 10 durch den     Ge-          sehol:Boden    16 füllt sich der Düsenvorraum  11 mit Gasen,     als    dein dann über die Schub  düsen 1? die     normale        Gasa'bblasung    nach  rückwärts einsetzt.  



  Die sich hierbei abspielenden     innerballi-          stischen    Vorgänge sind in     Fig.    6 und<B>7</B>  durch     (,asdruckdiagramme    über dem     Ge-          schossweg    und über der Zeit dargestellt, wo  bei das     Druck-Zeit-Diagramin    in     Fig.7    den  besseren     tTberblick    über den Ablauf der       Gasdruekentwicklung    gestattet.  



  In diesen     Fijiiren    bedeutet:         P\.    =     Gasdruck    im Verbrennungsraum,  PH =     Gasdruck    im Rohr,       VF    = Ende der     Pulververbrennung-          (1    = Schlitzlänge,       m,,    =     Millisekunden,          t,,z    = Zeitpunkt, bis zu welchem das Rohr  noch geschlossen ist, gleichzeitig Be  ginn der Öffnung der Schlitze,       t@    = Zeitpunkt, von welchem an die  Sehlitze voll geöffnet sind,       t\-1,    = Zeitpunkt, an welchem die Pulver  verbrennung beendet. ist..

           Während    sich beispielsweise der Raum     zw        i-          sehen        Gesehossboden    16 Lind Drosseldüse (bzw.  Drosselorgan)     \?    - weiterhin als Arbeitsraum  bezeichnet. - mit Gasen füllt, beginnt das Ge  schoss zunächst langsam sich nach vorwärts  zu bewegen.

   Die Schlitze 10 sind bis dahin       noeli    durch das     Fühi-tingsband    7 des Ge  schosses gedeckt,     lind    die     Gasdruekentwiek-          lung    im     Arbeitsraum        nimmt,    einen Anstieg  wie in einem normalen Geschützrohr, während  der Gasdruck im Verbrennungsraum 17 in-    folge der     Wirkung    der Drosseldüse     (bzw.     Drosselorgan) ?     ansteigt.    In dem Augenblick,  wenn die Hinterkante des Führungsbandes 7  den Beginn der Schlitze 10 erreicht.,

   das     Ge-          schoss    sich also während der Zeit     0-tR    nach  vorwärts bewegt hat, herrscht im Arbeits  raum, der bis zu diesem Moment     noch    abge  schlossen ist., ein     Gasdruck    von etwa  800     kg/cm2,    während im     Verbrennungsraum     17 der     Druck    etwa 1000     kg/cm2        beträgt.     Die     nunmehr    folgende     Öffnungsperiode    der  Schlitze über die Zeitspanne     tR-ts    ist in       Fig.7    besonders veranschaulicht- durch eine  Kurve,

   die den prozentualen,     geöffneten     Schlitzquerschnitt     während.    dieser Zeit dar  stellt. Bei der beginnenden Freilegung der  Schlitze 10     zum        Zeitpunkt        tR    beginnen auch  die Gase     aus    dem Arbeitsraum durch den       Düsenvorra-Lun    über die Schubdüse 12 nach       rückwärts    abzublasen.

   Der hierdurch im Ar  beitsraum entstehende Gasverlust wird lau  fend ersetzt, indem aus dem Verbrennungs  raum 17, in welchem der Gasdruck zunächst  noch weiter bis auf etwa 1200     kg/cm2    an  steigt,     ducrh,die    Öffnung 15 der Drosseldüse       (bzw.    Drosselorgan)     2@    infolge des     dort    herr  schenden höheren     Verbrennungsdruckes    Gase  in den Arbeitsraum nachströmen.

   Da. die  Schlitze 10     zunächst    noch nicht vollständig  freigelegt sind, kann auch noch nicht die  volle Gasmenge über die     Reaktionsschubdüse     12 abströmen, weshalb auch im Arbeitsraum  der Gasdruck noch     kurzseitig    weiter ansteigt  auf etwa 900     kg/cm2.    Erst. bei weiter fort  schreitendem Geschoss wird der Gasverlust  durch die     Reaktionsschubdüse    12 so gross, dass  der Druck im Arbeitsraum     allmählich    zu sin  ken beginnt. Da die Drosseldüse (bzw.

   Dros  selorgan) 2 nunmehr gegen einen sieh stetig  vermindernden Gasdruck im Arbeitsraum ar  beitet, steigt. nach bekannten Gesetzen die  durch -den     Ausflussquersclinitt    15 abfliessende  Gasmenge an, welcher Gasverlust nun auch  im     Verbrennungsraum    17 ein Absinken des       Verbrennungsdruckes    zur Folge hat.  



  Der Gasdruck im     Verbrennungsraum    17       würde    ohne den Gasverlust aus der     Reaktions-          schubdüse    12 in einer so steil     anwachsenden         Kurve verlaufen, dass der Druck     um    ein  Mehrfaches den effektiven Verbrennungs  druck, der in diesem Augenblick etwa  1200     kg/em2        beträgt        und    der seinen maxima  len Wert damit erreicht hat, übersteigen  würde.

   Inzwischen hat der     Geschossboden    16  die Schlitze 10 zum Zeitpunkt     ts    vollständig  freigelegt; das Führungsband 7 hat sich in  die Züge 8'     eingepresst.    Der     Crasdruek    im  Arbeitsraum beträgt. noch etwa 730     kg/cm2,     während der Druck im Verbrennungsraum 17  auf etwa 1000     kg/cm2    abgefallen ist.

   Die     Reak-          tionssehubdüse    12 ist nunmehr voll     beaufsehlagt     und der Gasverbrauch durch letztere erreicht       seinen        maximalen    "Wert.     Hierdurch    fällt der  Druck im Arbeitsraum bei gleichzeitiger Zu  nahme der     Gesehossgesehwindigkeit    rasch ab.

    Durch den Abschluss der Verbrennung     VE     zum Zeitpunkt     tvE    bei einem Druck von etwa       8-10        kg/cm2    im     Verbrennungsraum    17     entleert     sich dieser unter     Diuickabfall    nach bekann  ten Gesetzen, während die     entsprechenden     Drücke im Arbeitsraum infolge der     Gasabbla-          sung    und der fortschreitenden     Geschossbewe-          gung    noch wesentlich niedriger liegen.

   Wenn  das Geschoss die Mündung des Rohres erreicht,  hat, ist Dreckausgleich zwischen Verbren  nungsraum 17 und Arbeitsraum eingetreten,  und es herrscht noch ein Mündungsgasdruck  von etwa 100     kg/cm2.     



  Um die Energie und damit die     Wirkeng     des aus den Schubdüsen nach     rück,#värts    ab  blasenden     Gasstrahls    möglichst     schnell    durch  Reibung und Vermischung mit, der Aussen  luft zu verbrauchen und die Reichweite zu       beschränken,    wird eine grosse Oberfläche des  Gasstrahls durch Verwendung einer ringför  mig ausgebildeten Düse     erzWungen.     



  Wäre das Drosselorgan nicht vorhanden,  so würde der Druck im Verbrennungsraum     Pv     nach Öffnung der Schubdüse so stark abfal  len, dass die Verbrennungsgeschwindigkeit des  Pulvers, die bekanntlich eine Funktion dieses  Druckes ist, rasch absinken würde. Dadurch       würde    die Gasentwicklung verlangsamt und  die zur Aufrechterhaltung der Stabilität des  Geschützes notwendige, durch die     Realdions-          schubdüsen        abzublasende    Gasmenge nicht mehr    in vollem Umfange erzeugt     werden    können.

    Das Drosselorgan stellt jedoch eine Druck  differenz zwischen dem V     erbrennungsrauni     und dem Arbeitsraum (Rohr) her, wobei das       Drucl.:verhältnis    zwischen diesen     beiclen    Räu  men im unterkritischen. Bereich liegen soll.  Unter dieser Bedingung vergrössert sich das  aus dem Drosselorgan in der Zeiteinheit aus  fliessende Gasgewicht bei fallendem     Druck    im  Arbeitsraum (Rohr) PR. Die sieh ständig  vergrössernde Gasentnahme aus dem Verbren  nungsraum hat jedoch ebenfalls einen ge  wissen Abfall von     Pv    zur Folge, obgleich  infolge der fortschreitenden.

   Pulververbren  nung ständig neues Gas     entsteht.    Der     Diuielz          Pv,    der seinerseits die     Verbrennungsgeseh-v#-in-          digkeit    des Pulvers     beeinflusst,    darf ein ge  wisses Mass nicht unterschreiten und muss  genügend hoch bleiben,     um    diejenige     Ver-          brennungsgesehwindigkeit        aufrechtzuerhalten,     die zur Erzeugung der jeweils     benötigten     Gasmenge     erforderlich    ist.

   Dies ist bei einem  Druck     Pv    von beispielsweise     600        kg/em2    der  Fall.  



  Das Drosselorgan muss also so dimensioniert  sein, dass zwischen dem Druck     Pv,    und dem       zwangläufig    sieh     einstellenden    Druck     Pji,    der  sich aus den vorgegebenen Verhältnissen im  Rohr ergibt, ein bestimmtes unterkritisches  Verhältnis besteht und dass es gleichzeitig ver  hindert, dass     Pj-    während der Pulververbren  nung niedriger als etwa. 600     kg/em2    wird.  



  Während der     Druck        P\-    direkt die Ver  brennungsgeschwindigkeit des Pulvers     beein-          flusst,    beeinflusst das Drosselorgan den Druck       Per    und steuert somit indirekt. die Pulver  verbrennung in einem gewünschten Masse.  



  Anstatt     einer    einzigen     Öffniuig    15 im  Drosselorgan ? kann dieses auch eine Mehr  zahl kleinerer Düsenöffnungen 15'     aufweisen,     wie in     Fig.5    gezeigt..  



  Hat man es zum Beispiel bei schweren  Geschützen mit getrennter Munition zu tun,  so kann man die Drosseldüse 2 gemäss     Fig.    4  ausbilden. Da in diesem Falle der     Anszieh-          widersta,nd    des Geschosses aus der Patrone  fortfällt, welcher auf dem Verlauf der Pul  ververbrennung bekanntlich einen grossen           Einfluh    hat, und da im Rohr vor den       Sehlitzen    Züge zum Einpressen in das Füh  rungsband nicht vorhanden sind, kann man  die Öffnung der Drosseldüse zweckmässig  mittels Kunstharz verdämmen.

   Bevor das  Kunstharz zerbricht. treten also keine     CTas-          verluste    im     Verbrennungsraum    auf, was für  die regelmässige Verbrennung von Vorteil ist.  Beim Durchbrechen dieser     Kunstliar7ver-          däniniung    ist der     (Tasdruck    im Laderaum be  reits so weit     entwickelt,    dass bei der Frei  legung der Schlitze durch den     Gesehossboden     Unregelmässigkeiten in der     Verbrennung    nicht  mehr eintreten.  



  Da es nicht. immer leicht ist, während  der     (Teschossbe@z-e;ung    im Rohr ein Gleich  geWicht     zwischen        Vorwärtsimpulsen    aus     Cle-          schossmasse    mal     Gesehossgesehwindigkeit    und  den     Rüekwäi tsimpulsen    der aus der Schub  düse austretenden Gasmasse mal     Ausströ-          mungsgescliwindi;#'heit    aufrechtzuerhalten, ist.

    das Rohr entgegen der     Wirkung    der     Vorhol-          feder    nach     riielkwärts    beweglich Wenn dann  das     (Tesehoss    die Mündung verlassen hat,  kann man eine allenfalls vorhandene kleine       R.üeklaufrescliwindi"lzeit    des Rohres dadurch  schnell verbrauchen, dass man die Mündungs  gase über die. Schaufeln einer     llündungs-          brenise    seitlich oder nach     rüekwä.rts    umlenkt.  



  Die beschriebene Ausbildung des Ge  schützes gestattet. die     Verwendung    einer nor  malen Patronenhülse, die weder in ihrem  Boden noch in ihren     Seitenwänden    besondere  Öffnungen besitzt.

Claims (1)

  1. Pt1TE\ T @1 PR.I CH Rüekstossfreies Geschütz mit Geschoss und mit mindestens einer entgegengesetzt.
    zur Gesehossbeweg ing gerieliteten Reaktionssehub- düse, cladureh gekennzeichnet, dass zwischen. Geschossboden und Treibladung ein Drossel organ eingeschaltet ist, dessen Öffnung als Drossel zwischen dem höheren Verbrennungs druck und dein diesem Zeitintervall zugeord neten niedrigeren Beschleunigungsdruck auf dem Gescliossboden wirkt, während die Reak- tionsschubdüse,
    welche unmittelbar nach Be ginn der Geschossbewegung durch den Ge- sehossboden freigelegt wird, dazu bestimmt ist, die zur Herstellung der Geschützstabilität not wendigen Gasmassen aus dem veränderlichen Raum zwischen Geschossboden und Drossel organ nach rückwärts abzublasen. UK TER AN SPRÜCHE 1.
    Geschütz mit Geschoss und mit entgegen gesetzt zur Gesehossbeweg2Zng gerichteten R,e- aktionsschubdüse nach Patentanspi-Lzch, da durch gekennzeichnet, dass die Reaktions- schubdüse als Ringdüse aiLsgebildet ist, die in Verbindung mit den Gasauslassöffnungen des Rohres steht., welche Öffnungen zu Beginn der Geschossbewegung vom Geschosshinterteil gedeckt sind 2.
    Geschütz mit CT'esehoss und mit entgegen gesetzt zur Geschossbewegung gerichteter Re- akt.ionssehubdüse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss das Drosselorgan gegen einen im Geschützrohr angeordneten Anschlag anliegt, um durch diesen während des ganzen Scliussvorganges in seiner Lage festgehalten zu werden.
    3. Geschütz mit Geschoss und mit entgegen gesetzt zur Gesehossbewegung gerichteten Re- aktionssehubdüse nach U nteranspraeh 1, da durch gekennzeichnet, dass bei getrennter ;
    Munition die Öffnung des Drosselorganes mit tels einer zerbrechlichen Masse verdämmt ist, welche bei einem vorbestimmten Gasdruck im Verbrennungsraten in den Raum zwischen Ge- sehossboden und Drosseldüse durchbricht.
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