CH294833A - Vorkammerdieselmaschine. - Google Patents
Vorkammerdieselmaschine.Info
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Description
vorkammerdieselmaschine. Infolge der grösseren wärmeabgebenden Oberfläche lassen sich Dieselmaschinen mit unterteiltem Brennraum, wie Vorkammer- maschinen, im allgemeinen schwerer als Dieselmaschinen mit direkter Einspritzung in den Hauptbrennraum anlassen. Bei tiefe ren Aussentemperaturen erleichtert man da her das Starten zum Beispiel durch Ver wendung einer Glühkerze, durch Vorwärmen des Kühlwassers oder dergleichen.
Die Erfindung bezweckt vor allem, das Anlassen der Maschine auch bei tieferen Temperaturen ohne derartige Hilfsmittel oder Hilfsmassnahmen zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. Mit dem Fortfall der empfind lichen Glühkerze, welche immer mit einem gewissen Leistungsverlust verbunden ist, kann hierbei, zugleich gegebenenfalls der Wirkungsgrad der Maschine verbessert wer den.
Die Erfindung besteht darin, dass die durch einen Kanal mit dem Hauptbrenn- rauin verbundene gekühlte Vorkammer auf der dem Verbindungskanal gegenüberliegen den Seite mit einer als Prallfläche für die in die Vorkaninier überströmende Luft dienen den, wärmeisolierend eingebauten Ausklei dung versehen ist, welche koaxial zu dem aus der Eintrittsdüse austretenden Brennstoff strahl angeordnet ist.
Die Vorkaininer besitzt zweckmässig eine kugelförmige oder der artige Gestalt, dass die in die Vorkammer einströmende Luft an der Auskleidung zu einer Wirbelbewegung abgelenkt, und geführt wird und sich zugleich eine möglichst kleine wärmeabgebende Oberfläche ergibt. Die Aus kleidung ist hierbei ferner zweckmässig durch lsolierspalte gegen die gekühlte Wandung des Zylinderkopfes sowie gegebenenfalls teilweise gegen den die Auskleidung - zum Beispiel mittels Verschraubung - haltenden Teil isoliert. Als solcher dient zum Beispiel eine die Einspritzdüse im Zylinderkopf haltende und zum Beispiel gegen die Vor kammer abschirmende Hülse.
Ferner ist vor teilhaft, zugleich auch der Überströmkanal zwischen Hauptbrennraum und Vorkammer durch ein Futter ausgekleidet, wobei sich dasselbe in Anpassung an die Kugelform der Vorkammer bzw. an die Wirbelbewegung der in die Vorkammer verdrängten Luft zweck mässig schalen- oder trichterförmig gegen den Brennstoffstrahl erweitert und in den Hauptbrennraum zum Beispiel derart hin einragt, dass im obern Kolbentotpunkt der Kolbenboden zur Bildung eines Ringspaltes nahe an die Stirnseite des Futters herantritt.
Vorzugsweise wird ferner der Haupt brennraum durch eine Vertiefung im Kolben boden gebildet, in welche der Verbindungs kanal, zum Beispiel mit steiler Neigung, ein mündet.
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erzielt: Das Anlassen der Maschine wird insbesondere dadurch erleichtert, dass sich die Luft in der Umgebung des Brenn- stoflstrahls durch die Verdichtung beim Andrehen schneller auf hohe Temperaturen erhitzt und dadurch eine erste Zündung in der Vorkammer entsprechend schnell her beiführt. Eine Zündkerze kann hierbei in Fortfall kommen.
Das besonders beim Anlassen und bei noch kälter Maschine auftretende sogenannte Nageln> der Maschine wird bei geeigneter Ausbildung verhindert und die Verbrennung weicher, da die Betriebswärme schneller er reicht wird.
Bei gleicher Leistung wird der Brennstoff verbrauch auch im Betriebe verringert, der Wirkungsgrad also erhöht, da das Verhältnis der nur indirekt gekühlten Oberfläche des Brennraumes zur gesamten Brennraumober- fläche grösser, also günstiger und somit der Wärmeverlust an das Kühlwasser geringer wird.
Auf eine besondere Spritzmomentv er- stellung kann unter Umständen verzichtet werden, da sich infolge der höheren Tempe raturen in der Vorkammer der Zündverzug verringert und die Verbrennungsvorgänge exakter gestalten.
Diese vorteilhafte Wirkungsweise wird insbesondere dadurch erreicht, dass die in die Vorkammer einströmende verdichtete Luft, welche schussartig auf die dem Verbindungs kanal gegenüberliegende, durch eine Aus kleidung gebildete Wandung der Vorkammer, zum Beispiel konzentrisch zur Einspritzdüse aufprallt und gegen den Umfang der Vor kammer abgelenkt wird, sich nicht sofort abkühlen kann, weil die Auskleidung wärme isolierend eingebaut ist und sich daher schnell aufwärmt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel der Erfindung im Schnitt durch den Zylinderkopf einer Vorkammerdiesel- maschine (zum Beispiel Fahrzeugdieselma- schine) dargestellt.
Im wassergekühlten Zylinderkopf 1 ist je ein Einlass- und ein Auslassventil ?, zum Bei spiel symmetrisch zur Zeichenebene (das heisst zu einem durch die Zylinderachse gelegten Schnitt), nebeneinander angeordnet.
Neben diesen Ventilen befindet sich in einer schrägen Bohrung des Zylinderkopfes eine Vorkammer 3, welche einerseits von der Ein spritzdüse 4 mit Brennstoff beschickt. wird und anderseits mit dem im wesentlichen durch eine Vertiefung im Kolben gebildeten Hauptbrennraum 5 durch einen schräg und exzentrisch in diesen einmündenden Ver- bindungs- oder Überströmkanal 6 verbunden ist.
Dadurch, dass der Hauptbrennraum im wesentlichen durch eine Vertiefung imKolben gebildet ist, wird ein für die Wärmehaltung der Maschine günstiger Einfluss erzielt.
Die verdichtete, im Hauptbrennraum be findliche heisse Luft wird hierdurch gegen die gekühlte Zylinderlauffläche abgeschirmt. Zu gleich wird verhindert, da.ss sich gegebenen falls noch flüssige Brennstoffteilchen an dieser niederschlagen und Rückstände bilden.
Wie ersichtlich, ist die Vorkammer kugel förmig ausgebildet, so dass die im Verdich tungshub durch den Ü berströmkanal 6 in Richtung auf die Einspritzdüse einströmende Luft in der Nähe der Einspritzdüse radial zu einer wulstförmigen Wirbelbewegung ab gelenkt wird.
Der hierbei als Prallfläche für die Luft dienende Wandungsteil der Vor kammer wird nun durch eine koaxial zum Brennstoffstrahl angeordnete schalenförmige Auskleidung 7 gebildet, welche durch einen zylindrischen Isolierspalt S gegen die gekühlte Zylinderkopfwandung und durch einen schei benförmigen Isolierspalt 9 gegen eine in die Bohrung des Zylinderkopfes eingesetzte Hülse 10 isoliert. ist, mit welcher sie durch ein Ge winde 11 verbunden ist.
Die Hülse 10 wird durch eine Mutter<B>122,</B> in welche zum Beispiel zugleich die Einspritzdüse eingeschraubt ist, im Zylinderkopf gehalten und dient ihrer seits, indem sie die Einspritzdüse axial um schliesst, unter Zwischenschaltung einer wärmeableitenden Kupferscheibe 13 und unter Vermittlung eines die Düse gegen die Vorkammer bzw. die Auskleidung 7 ab schirmenden Bundes 11, insbesondere zur axialen Festlegung der Einspritzdüse. Die in der Hülse 10 eingeschraubte Auskleidung 7 ist mit der Hülse zusammen aus dem Zy lin- derkopf herausnehmbar.
Der Brennstoff wird durch einen mittleren Kanal 15 in die ent- gegenströmende, an der Auskleidung 7 um gelenkte Luft eingespritzt und während des Betriebes in der Nähe der gegenüberliegenden @@'andung der Vorkammer entzündet. Diese Wandung wird zusammen mit dem LTber- st.römkanal 6 durch ein Futter 16 gebildet, welches sich nach der Vorkammer bzw. gegen den Brennstoffstrahl entsprechend der Kugelform der Vorkammer in eine Schale 17 erweitert und zum Beispiel durch einen Isolierraum 18 gegen die Zylinderkopfwan- dung isoliert ist.
Die Abschirmung der Einspritzdüse durch (las als Prallfläche für die einströmende Luft dienende Futter innerhalb der Vorkammer schützt gleichzeitig die Düse besonders wirksam gegen Überhitzung, Verkoken und Hängenbleiben. Infolge der weitgehenden Isolierung von Vorkammer und Verbindungs kanal durch die auskleidenden Einsätze, welche zweckmässig auch den der Erweiterung benachbarten, schalen- oder trichterförmig der Einspritzdüse gegenüberliegenden Teil der Vorkammer umfassen,
sowie durch die Anordnung des Hauptbrennraumes in einer Kolbenvertiefung wird der Brennstoffstrahl auf seinem ganzen Wege durch die Vorkam mer bis zur Entzündung und bis zur Ver brennung im Hauptbrennraum mit unge- kühlter heisser Luft in Berührung gebracht und somit die Wärmezuführung in günstig ster Weise gesteigert.
Der vom Futter oder Einsatz 16 gebildete Verbindungskanal 6 ist an seinem obern, nach der Vorkammer zu gelegenen Ende erweitert, wobei die Erweiterung durch eine scharfe Kante gegen den nicht erweiterten, gleich mässig zylindrischen untern Teil des Kanals abgesetzt ist.
Dieser nicht erweiterte Teil des Kanals 6 hat zweckmässig nur eine solche Länge (zum Beispiel das 1- bis 2fache seines Durchmessers), wie es zur Erzielung eines gerichteten Luftstromes infolge der Führung im Kanal erforderlich ist, während die Er weiterung 6a zweckmässig eine solche lichte Weite (zum Beispiel das etwa 1,5fache des Kanaldurchmessers im nicht erweiterten Teil)'besitzt, dass der an der Kante 6b sich ablösende Luftstrom die Vorkammer er reicht und durchquert, ohne die Wandung der Erweiterung zu berühren bzw. wesentlich zu berühren und dadurch Wärme- und Reibungsverluste zu erleiden.
Das Futter 16 erstreckt sich, über die Unterseite des Zylinderkopfes vorspringend, zum Beispiel bis in den Hauptbrennraum hinein, derart, dass im obern Kolbentotpunkt zwischen der untern Stirnfläche des Futters und dem Kolbenboden 19 ein schmaler ring förmiger Spalt 20 entsteht, durch den nach erfolgter Vorkammerzündung der ausbla sende Vorkammerinhalt radial gleichmässig auf den gegen die Zylinderwandungen abge schirmten Hauptbrennraum 5 verteilt wird. Die Höhe des Spaltes 20 ist höchstens gleich dem halben Durchmesser des engsten Teils des Verbindungskanals 6.
Im Verein mit der infolge der günstigen Wärmebedingungen in der Vorkammer weichen und mit nur ge ringem Zündverzug erfolgenden Vorkammer zündung wird dadurch eine besonders weiche und vollkommene Verbrennung mit hohem Wirkungsgrad und mit Rauchfreiheit bei allen Drehzahlen erzielt. Diese Anordnung gewährleistet anderseits ein ungehindertes Einströmen der Luft in die Vorkammer.
Gegebenenfalls kann auch die Vorkammer vollständig durch ein ein- oder mehrteiliges hohlkugeliges Futter ausgekleidet sein, wel ches gegen die Wandung isoliert und an einer oder mehreren Stellen, zum Beispiel koaxial zum Verbindungskanal 6, (etwa an der Stelle des Trichters 17 der Zeichnung) abgestützt sein kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Dieselmaschine mit einer nur einen Teil des Brennraumes aufnehmenden gekühlten Vorkammer, welche mit dem Hauptbrenn- ra.um durch einen an einer der Einspritzdüse gegenüberliegenden Stelle in die Vorkammer einmündenden Kanal in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorkammer auf der dem, Verbindungskanal zum Haupt- brennraum gegenüberliegenden Seite mit einer als Prallfläche für die in die Vorkammer überströmende Luft dienenden, wärme isolierend eingebauten Auskleidung versehen ist, welche koaxial zu dem aus der Einspritz düse austretenden Brennstoffstrahl ange ordnet ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Dieselmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorkammer kugelförmig ist und die in die Vorkammer einströmende Luft an der Auskleidung zu einer Wirbelbewegung abgelenkt wird. 2. Dieselmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausklei dung durch einen Isolierspalt von der ge kühlten Vorkammerwandung getrennt ist. 3. Dieselmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausklei dung als ein von einem die Einspritzdüse umschliessenden und in der Vorkammer bohrung des Zylinderkopfes haltenden hül- senförmigen Teil gesondertes Einsatzstück ausgebildet ist. 4.Dieselmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der hülsenförmige Teil derart ausgebildet ist, dass er die Einspritzdüse gegen die Vorkammer abschirmt, wobei die Auskleidung im hülsenförmigen Teil einge schraubt und zusammen mit diesem aus dem Zylinderkopf herausnehmbar ist. .5. Dieselmaschine nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung auch gegen den hülsenförmigen Teil durch einen Spalt teilweise isoliert ist. 6. Dieselmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auch der die Vorkammer mit dem Hauptbrennraum ver bindende Kanal durch ein Einsatzfutter aus gekleidet ist. 7.Dieselmaschine nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das den Verbindungs kanal zum Hauptbrennraum auskleidende Futter sich gegen die Vorkammer zur Auf nahme des aus der Einspritzdüse austreten- den Brennstoffstrahls derart erweitert, dass sich die Form der Erweiterung der Kugel form der Vorkammer anpasst.b. Dieselmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, das der Verbin dungskanal zwischen V orkaminer und Haupt- brennraum auf der Seite der Vorkammer er weitert ist, so dass die aus dein Hauptbrenn- raum in die Vorkammer überströmende Luft sich noch innerhalb des Kanals von der Kanalwandung ablöst. 9.Dieselmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch S, dadurch gekenn zeichnet, dass der nicht erweiterte Teil des Verbindungskanals nur so lang ist, wie es zur Erzielung einer gerichteten Führung des Luftstromes erforderlich ist, wobei sich die Erweiterung mit einer scharfen Kante an den nicht erweiterten Teil anschliesst. 10. Dieselmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Haupt brennraum durch eine Vertiefung im Kolben boden gebildet wird. 11.Dieselmaschine nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich das den Verbin dungskanal zum Hauptbrennraum ausklei dende Futter bis in den Hauptbrennraum derart hineinstreckt, dass im obern Totpunkt des Kolbens zwischen dem Futter und dem Kolbenboden nur ein schmaler ringförmiger Spalt von der Höhe höchstens des halben kleinsten Durchmessers des Verbindungs kanals verbleibt, durch welchen der aus blasende Vorkammerinhalt nach allen Seiten radial auf den durch eine Vertiefung im Kolbenboden gebildeten Hauptbrennraum verteilt wird. 12.Dieselmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritz düse zur Zylinderachse schräg angeordnet ist, wobei der Verbindungskanal die gleiche Neigung aufweist wie die Einspritzdüse und exzentrisch in den Hauptbrennraum ein mündet.
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