CH295689A - Verfahren zur Metallisierung von Unterlagen. - Google Patents
Verfahren zur Metallisierung von Unterlagen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Metallisierung von Unterlagen. Bringt man nach dem bekannten Verfahren der thermischen Verdampfung im Vakuum auf irgendwelche Unterlagen Überzüge auf, insbesondere metallische dünne Schichten, so kann man den Kondensationsvorgang durch die Gegenwart von gewissen Stoffen bei der Niederschlagung der Schichten aus der Dampfphase verbessern. Solche Stoffe (Keimstoffe), welche die Kondensation offensichtlieh begünstigen, braueben auf der Oberfläche der zu bedampfenden Unterlagen nur in sehr geringer Menge vorhanden zu sein, so dass sie auch mit bewaffnetem Auge nicht sichtbar sind tnd mit den empfindlichsten Messmethoden nur schwer nachweisbar sind, um die von ihnen beobachtete Keimwirkung auf die zu kondensierenden Dampfteilchen auszuüben. Die bislang vorgeschlagenen Keimstoffe, z. B. metallisches Silber für Zink, zeichnen sieh gegen- über den zur Metallisierung verwendeten Stoffen durch einen niedrigeren Dampfdruck ans. Man glaubt, dass diese Eigenschaft notwendige Voraussetzung für die Eignung eines Sloffes als Keimstoff für die Bedampfung ist. Aus rationellen Gründen bringt man, zumal bei der Metalllisierung von laufenden Bändern z. B. ans Papier, den Keimstoff im gleichen evakuierten Arbeitsraum unmittelbar vor der eigentlichen letallbedampfung, also im gleichen Arbeitsgang, auf. Man braucht hierfür einen besonderen Verdampfer, der zwar im Verhältnis zu demjenigen, aus dem heraus das Hauptmetall verdampft wird, sehr klein ist, dafür aber wegen des niedrigeren Dampfdruckes des Keimstoffes heisser sein muss. Dieser heisse Verdampfer für den Keimstoff ist grösserem Verschleiss ausgesetzt, vor allem dann, wenn sich im evakuierten Arbeitsraum Sauerstoff und Wasserdampf als Restgase befinden, die bei hohen Temperaturen das Tiegelmaterial und die Heizvorrichtung des Verdampfers stark angreifen. Nach dem Auspumpen der Luft aus dem Arbeitsraum ist in diesem mit Sauerstoff als Restgas infolge der in technischen Apparaturen vorhandenen Undichtigkeiten immer zu rechnen. Der Wasserdampf kann aus den eingeführten, zu bedampfenden Unterlagen, z. B. aus dem Papier, entstehen und ist dann nicht. zu vermeiden. Der Verschleiss der Tiegel für den Keimstoff kann vermieden werden, wenn gemäss der ErfindungMagnesium als Keimstoff verwendet wird. Es hat sieh nämlich gezeigt, dass metallisches Magnesium trotz seines verhältnismässig hohen Dampfdruckes ganz vorzüglich als Keimstoff auf zti bedampfendeUnterlagenwirkt.Mit Magnesium als Keimstoff bedampfte Unterlagen zeigen nach der eigentlichen Metallinierung dichte, glänzende und festhaftende Metallüberzüge. <Desc/Clms Page number 2> Der hohe Dampfdruck des Magnesiums erlaubt für die Vorhedampfung mit Magnesium als Keimstoff verhältnismässig niedrige Temperaturen, so dass die Werkstoffe für die Tiegel und deren Heizeinrichtung keiner besonderen Abnutzung ausgesetzt sind und deren Auswahl auch keine Schwierigkeiten macht. Magnesium hat aber überdies noch einen weiteren Vorteil: es verdampft bei den in manchen Fällen technisch angewendeten Dampfdrucken, ohne zu schmelzen, d. h. es sublimiert. Die Konstruktion des Verdampfers lässt sieh daher in diesen Fällen sehr einfach gestalten: es genügt, eine Heizspirale anzuordnen, in die das Magnesium eingelegt ist. Der hohe Dampfdreck des Magnesiums erlaubt in vielen Fällen sogar, eine gesonderte Heizvorrichtung fortzulassen und dem Magnesium die nötige Verdampfungswärme durch Leitung vom Hauptverdampfer zuzuführen. Wird Magnesium als Keimstoff bei der Metallisierung mit z. B. Zink oder Cadmium verwendet, so reicht bei den Verdampfungstemperaturen dieser Metalle der Dampfdruck des Magnesiums bereits aus, um das Magnesium als Keimstoff auf die später zu metallisierenden Unterlagen aufzubringen. Es genügt dann, seitlich am Verdampfungstiegel für das Hauptmetall der eigentlichen Metallisierung ein Blech anzuschweissen, das einen einfachen Behälter für das Magnesium als Keimstoff bildet, wie dies in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellt ist, die ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens zeigt. Der Tiegel 1 enthält das Hauptmetallbad 2, z. B. ein Zinkbad, für die Metallisierung. Am Rande des Tiegels 1 ist durch ein angeschweisstes Blech 3 ein weiterer Behälter gebildet, der Magnesium aufnimmt und gleichzeitig mit dem Haupttiegel 1 durch die Heiz- vorrichtung 4 erhitzt wird. Die zu bedampfenden Unterlagen werden dann zuerst über den Magnesiumverdampfer 3 geführt, so dass die nachfolgenden Dämpfe des Hauptmetalles 2 aus dem Tiegel 1 den Keimstoff Magnesium bei ihrer Kondensation schon vorfinden. Zweckmässig ist es, das Magnesium nicht in reinem Zustande, sondern aus einer Legierung mit z. B. 50% Zink oder Cadmium heraus zu verdampfen. Beim Öffnen des evakuier tun Arbeitsraumes bedeckt sieh nämlich das noch heisse, reine Magnesium leicht mit einer dicken Oxydschieht oder es brennt unter hoher Wärmeentwicklung sogar offen ab. Diese Nachteile können durch die genannte Anwendung von Legierungen vermieden werden. Auch bei diesen ist der Materialverbrauch äusserst gering, da es sieh bei dem Aufbringen von Keimstoffen nur um mit dem Auge nicht wahrnehmbare Schichten handelt. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann in manchen Fällen der besondere Verdampfungstiegel für das Magnesium sogar ganz gespart werden; das Magnesium wird dann dem zu verdampfenden Hauptmetall einfach beigefügt. Die mit der Legierung zusammen verdampfte geringe Magnesiummenge, die auf der Oberfläche der mit Metall zu bedampfenden Unterlage kondensiert, wirkt auch auf diese Weise nocb als Keimstoff für die mitfolgenden Dämpfe des Hauptmetalles.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Metallisierung von Unterlagen durch Kondensation von Metallen aus der Dampfphase, dadurch gekennzeichnet, dass 1Tagnesiem als Keimstoff verwendet wird. UNTERANSPRÜCHE: l.. Verfahren nach Patentanspruch 1, da- durch gekennzeichnet, dass 3Iagnesium aus einer Legierung heraus verdampft wird. ?.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Magnesium aus einer Zinklegierung heraus verdampft wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet., dass Magnesium aus einer Cadmiamlegierun,l heraus verdampft wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch 1, dadureli gekennzeichnet, dass das Magnesium dem Hauptmetallbad direkt. beigefügt wird. <Desc/Clms Page number 3> PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zer Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdampfungstiegel für das Magnesium mit dem Verdampfungstiegel für das Hauptmetall wärmeleitend verbunden ist und durch die gleiche Heizvorrichtung er- hitzbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE295689X | 1944-11-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH295689A true CH295689A (de) | 1954-01-15 |
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ID=6090130
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH295689D CH295689A (de) | 1944-11-04 | 1951-07-02 | Verfahren zur Metallisierung von Unterlagen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH295689A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3333984A (en) * | 1963-08-30 | 1967-08-01 | Minnesota Mining & Mfg | Process for the formation of images on a substrate |
| EP0085536A3 (en) * | 1982-02-03 | 1983-08-31 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Primed surface and charge transfer media and process of making |
-
1951
- 1951-07-02 CH CH295689D patent/CH295689A/de unknown
Cited By (2)
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