CH295737A - Luftdichte Uhr. - Google Patents
Luftdichte Uhr.Info
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Description
Luftdichte Uhr. Die Wasser- und Staubdichtigkeit bei Uhren wurde bis heute dadurch zu erreichen gesucht, dass die einzelnen Teile der starren Uhrenschale mit hoher Genauigkeit aufeinan- dergepasst. und eventuell an den Auflagestel len der einzelnen Teile noch weitere Dich tungsmittel eingelegt wurden.
Der Grund, weshalb trotz dieser kostspieligen Massnahmen das Eindringen von Staub und insbesondere von Wasserdampf und damit die Verunreini gung des Werkes und die Oxydation der Sehmiermittel nieht verhindert werden konn ten, liegt darin, dass zufolge der hauptsächlich durch Temperaturschwankungen hervorgeru fenen Druekunterschiede zwischen dem Innern der Uhrenschale und der Aussenluft trotz allen Dichtungsmassnahmen stets ein gewisser t.uftaustausch stattfindet.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist, diesen Luftaustausch zu verhindern und damit die jenigen Quellen auszuschalten, die trotz aller Präzision und sämtlichen Diehtungsmassnah- men eine hohe Dichtigkeit der Uhren aus geschlossen haben.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine luftdichte Uhr, gekennzeichnet. durch eine das Uhrwerk gegen den Schalenboden hin abschliessende Membrane.
Als Membrane kommen grundsätzlich alle Materialien mit geringer Direktionskraft in Frage, wie beispielsweise Weichgummi, weich gummiartige Kunstharze und Metallfolien in der Dicke von 0,01 bis 0,2 mm, insbesondere aus einer Kupferlegierung. Es besteht weiter die Möglichkeit, auf der Zifferblattseite die Schale dadurch weiter abzudichten, dass zwi schen der Glasfassung und dem Schalenkörper die Fuge mit geeigneten Materialien verkittet wird, wie beispielsweise Klebewachs, Pizein, Siegellack oder Schellack. Handelt es sich uni ein Polymethaerylatglas, so kann zum Zwecke der Abdichtung ein entsprechendes Lösungs mittel verwendet werden.
Zum gleichen Zwecke känn auch ein Weichgurnmiring die nen, der die genannten Fugen überdeckt oder in sie eingefügt ist.
In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des im Schnitt dargestellt. Die das WV erk 2 tragende Grundplatte 1 ist vermittels der Di- stanzierungsringe 3 und 4 durch den Boden 5, der in den Schalenkörper 6 eingeschraubt ist, gehalten. Das Uhrenglas 7 ist. auf bekannte Art im Schalenkörper 6 befestigt, wobei die Fuge vermittels eines der genannten Klebe stoffe 8 verklebt oder eingekittet. sein kann.
Eine Membrane 9 ist zwischen den beiden Di- stanzierungsringen 3 und 4 längs ihrem Um fange festgeklemmt und ist dank der geringen Direktionskraft des betreffenden Membran materials in der Lage, durch die Druckdiffe renzen innerhalb und ausserhalb des durch die Membrane abgeschlossenen Raumes sich zwischen den Stellungen I und II zu bewegen.
Durch diese Veränderbarkeit des Luft volumens innerhalb der durch das Glas, den Schalenkörper und die Membrane abgeschlos senen Raumes wird erreicht, dass stets ein Druckausgleich zwischen dem angegebenen Raume und der Aussenluft stattfindet, indem die Membrane sich gegen die Stellung I zu bewegt, wenn der Druck im Gehäuse grösser ist als ausserhalb, und gegen Stellung 11 zu, wenn die Verhältnisse umgekehrt liegen. Der Druekausgleicli zwischen der Aussenluft und dem Luftkissen zwischen Membrane und Scha lenboden erfolgt durch die nie unbedingt dich ten Fugen zwischen dem Boden einerseits und dem Schalenkörper 6 und Distanzierungs- ring 4 anderseits.
Die Kronenbohrung wird zweckmässigerweise vermittels einer gas- bzw. luftundurchlässigen Fettschicht abgedichtet.
Dadurch wird innerhalb des abgeschlos senen Raumes, in welchem sich das Werk be findet, und der Aussenluft eine Druckdifferenz vermieden. Es wird die Möglichkeit ausge schlossen, dass, wie dies bis heute der Fall war, bei Unterdruck im Uhrinnern Feuchtigkeit und Staub in die Werkteile eingesogen werden.
Durch den Abschluss des Werkes durch eine Membrane wird es weiterhin möglich, den abgeschlossenen Raum mit einer Gasfül- hrng zu versehen, beispielsweise einer solchen sauerstofffreien Atmosphäre, die die Oxyda tion der Metallteile und der Schmiermittel in der Uhr ausschliesst. Es kommen in diesem Zusammenhange beispielsweise Stickstoff und Argon in Frage. Die entsprechende Gasfül lung erfolgt nach den in der Vakuumtechnik üblichen bekannten Verfahren.
Der gleiche Zweck kann auch dadurch erreicht werden, da.ss in den abgeschlossenen Raum sauerstoff- und wasserdampfbindende Stoffe eingebracht werden, als wasserdampfbindendes Mittel bei spielsweise erhitztes Kieselgel.
Bei der Verwendung von wasserdampf- durchlässigen, organischen Gläsern kann die Abdichtung dadurch verbessert werden, dass das betreffende Glas auf seiner Innenseite mit einer wasserdampfundurchlässigen Schicht, beispielsweise einer Ölschicht, überzogen wird. Bei Mehrsehichtgläsern ist es zweckmässig, eine Ölschicht zwischen den einzelnen Schich ten aufzubringen. Sollte die Gefahr bestehen, da.ss eine zeit weise Berührung der Membrane mit dem Werk schädliche Einflüsse haben könnte, so besteht ohne weiteres die Möglichkeit, das Werk durch ein Gitter, Bleeb oder Drahtstück gegen diese Berührung abzuschirmen.
Es kann zweckmässig sein, die -.Membrane, die auch in diesem Falle aus einer weich gummiartigen Masse oder einer Kunstharz masse weichgummiartiger Konsistenz von bei spielsweise 0,01 mm Dicke bestehen kann, mit einer Schicht zu überziehen, welche eine sehr geringe Lösungsfähigkeit für die in der 'Mem brane verwendeten Weiehmaeher aufweist. Diese Schicht kann, wie auch die Membrane selber, aus Stoffen der chemischen Gruppe der Silicone bestehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Luftdichte Uhr, gekennzeichnet. durch eine das Uhrwerk gegen den Schalenboden hin ab schliessende Membrane. UNTERANSPRÜCHE 1. Uhr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fuge zwischen Schalen körper und Glas verkittet ist. 2. Uhr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Membrane aus Weich gummi besteht. 3. Uhr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Membrane aus Kunst harz besteht. 4. Uhr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Membrane aus Nickel kupferlegierung besteht. 5. Uhr nach Patentanspi-Lieli, dadurch ge kennzeichnet, dass der durch das Glas, den Schalenkörper und die Membrane abgeschlos sene Raum mit einem inerten Gas gefüllt ist.6. Uhr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der durch das Glas, den Schalenkörper .und die Membrane abgeschlos sene Raum wasserdampfbindende Mittel ent hält.
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2117896A2 (de) * | 1970-12-10 | 1972-07-28 | Piquerez Sa Ervin | |
| CN114942579A (zh) * | 2022-06-15 | 2022-08-26 | 深圳穿金戴银科技股份有限公司 | 具有防水汽功能的多层结构手表 |
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1948
- 1948-04-16 CH CH295737D patent/CH295737A/de unknown
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