CH296091A - Verfahren zur Herstellung gefärbter Kunststoffschichten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gefärbter Kunststoffschichten.

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CH296091A
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Offenbach Naphtol-Chemie
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Naphtol Chemie Offenbach
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    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/02General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes
    • D06P1/12General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes prepared in situ

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Description


  Verfahren zur Herstellung     gefärbter    Kunststoffschichten.    Es ist bekannt, Farbeffekte in     Kunststoff-          schichten        düreh    Einarbeiten anorganischer  oder     organiseher    Pigmente     zii    erzeugen, wo  bei     -rosser    Wert auf die     Mahlfeinheit    der ein  zuarbeitenden Farbstoffe und deren homogene       Verteilunf-    in der     Kunststoffmasse    gelegt wer  den     muss.Schwieriger    gestaltet sich das Pro  blem, wenn es sieh darum handelt,

   in v     ersehie-          denen    Farben gemusterte Oberflächen zu er  zeugen. Dies kann durch Auftrag verschieden  gefärbter     Sehiehten    nebeneinander erfolgen,  wobei     seharfe    Konturen und gleichmässige       Sehiehtdieke    nur schwer zu erzielen sind.

   Eine  andere Möglichkeit besteht darin, Musterun  gen durch Auftrag von verschieden pigmen  tierten     Bindemitteln    auf einer Kunststoff  schicht nach Art der     Anstriehteehnik    herzu  stellen; dies letztere Verfahren hat aber den  Nachteil, dass die     farbstoffhaltige    Schicht       äusserst    dünn ausfällt und im Gebrauch leicht       abgenutzt    wird.  



       Ferner    ist es möglich, Kunststoffdispersio  nen mit wasserlöslichen Farbstoffen anzufär  ben und durch Auftragen und Eintrocknen  lassen derartiger Lösungen gefärbte     Kunst-          stoffsehieliten    zu erhalten. Die Wasserlöslich  keit der hierbei verwendeten Farbstoffe be  dingt aber eine nicht in allen Fällen genü  gende Wasser- und     Wassertropfechtheit    der  so erzeugten Schichten.     Ausserdem    lassen sieh  nach diesem. Verfahren nur einheitlich ge  färbte Schichten herstellen.

      Es wurde nun     gefunden,    dass sieh diese  Schwierigkeiten umgehen lassen, wenn man  in aus Dispersionen von     Polymerisations-          Kunststoffen    hergestellten     Sehiehten    wasser  unlösliche oder in Wasser schwer lösliche     Azo-          fa.rbstoffe    erzeugt. Man kann dabei nach     ver-          sehiedenen    Methoden vorgehen. So kann man  beispielsweise einer streichfertigen Dispersion  eines Kunststoffes eine     Azokomponente    ein  verleiben, die Dispersion in mehr oder min  der dicker Schicht, z.

   B. zu einem Wand  anstrich oder Fussbodenbelag auftragen,     troek-          nen    lassen und nach dem Trocknen mit der  Lösung eines     Diazoniumsalzes    bestreichen.  Hierbei dringt die     Diazoniumverbindung    in  verhältnismässig kurzer Zeit tief in die Kunst  stoffschicht ein und kuppelt dort zum     Azo-          farbstoTf.    Man kann aber auch eine alkalische  Lösung,

   welche die     Azokomponente    und eine  in Form ihres     Antidiazotats    oder ihrer     Diazo-          aminoverbindung    stabilisierte     Diazoverbin-          clung    enthält, auftragen, die beim Trocknen  in die     Kunststoffsehieht    eindringt und dort.

    im Falle der Verwendung eines     Antidiazotats     von selbst oder unter dem Einfluss aktive  Strahlen enthaltenden Lichtes zum     Azofarb-          stoff    kuppelt oder im Falle der Verwendung  einer     Diazoaminoverbindung    durch nachträg  liches Behandeln mit verdünnten Säuren zur  Kupplung gebracht, werden kann.  



  Nach diesem Verfahren hat man es in der       Hand,    einheitlich gefärbte oder gemusterte  Schichten zu erzeugen. Zur Herstellung ge-           intisterter        Schieliten        bringt    man z. B. auf  eine angetrocknete, eine     Azokomponente    ent  haltende Kunststoffschicht in der üblichen  Technik, wie durch Walzen, Bürsten, Pinseln  usw., eventuell mit. Hilfe von Schablonen,  eine Lösung einer     Diazoverbindung    auf.

   Durch  Verwendung verschiedener     Diazoverbindiin-          gen,    die man getrennt nebeneinander auf  trägt, kann     inanverschiedene        Farbeffekte    und       -mnsterungen    nebeneinander     erzengen.    Einen  gleichen Effekt kann man auch erzielen durch  Auftrag von gelöste     Azokomponente    und sta  bilisierte     Diazoverbindung    enthaltenden       sehungen,        Eindringenlassen    und anschliessen  des Entwickeln.

   Man hat es dabei in der  Hand, scharf oder weniger scharf     begrenzte     Muster herzustellen, indem man im ersteren  Falle die     Diazolösungen    in der in der     Druk-          kereiteehnik    bekannten     Weise    mit den übli  chen Druckverdickungsmitteln verdickt und  im andern Falle     unv        erdiekte    Lösungen an  wendet.

   Als     Azokomponenten    eignen sich alle  kupplungsfähigen,     oxygruppentragenden    aro  matischen Verbindungen, die     Amide    von ss  Keto-earbonsäuren,     Pyrazolone    usw.; beispiels  weise seien genannt.:

       Oxybenzol,        Oxynaphtha-          lin,        Oxyearbazol,        Oxvanthraeen,    deren     Sulfo-          und        Carbonsäuren    sowie     Oxy        arylcarbonsäure-          arvlamide,        -alkylamide    und     -ester,    z.

   B.     2-Oxy-          naphthalin-3-carbonsäureanilid,        Oxybenzo-          carba        zole        arboyl    -     (1'-amino-4'-        methoxy        -benzol),     ferner auch substituierte Derivate,

   wie 1  Benzoyiamino - 7 -     ox-#-naphthalin    oder 1-     Oxy        -          naphthalin    - 5 -     sulfony    1- N -     methy1-        eyel    oh     exyl-          amin.     



  Weiter kommen Verbindungen in Betracht,  deren     Kupplungsfähigkeit    durch die     Enoli-          sierbarkeit    von     CH2-GrLippen    verursacht wird,  beispielsweise     1-Acetoaeetylamino-2-methoxy-          benzol,        4,4'-Bis-aceto-acetylamino-3,3'-dime-          thyl-diphenyl,        1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon.     



  Als     Diazokomponenten    kommen sämtliche  in der     Azofarbent.eehnik    gebräuchlichen     Di-          azoverbindungen    aromatischer Amine in  Frage, welche eine genügende Löslichkeit in  Wasser zeigen, um sie aus     wässrigen    Lösun  gen anwenden zu können. Die     Diazoverbin-          dungen    kann man durch     übliche    Dianotierung    aus den Aminen erzeugen; man kann. sieh aber  auch an ihrer Stelle mit. Vorteil der unter  dem Namen  Färbesalze  im Handel befind  lichen festen     Diazopräparate    bedienen.  



  Als stabilisierte     Diazoverbindiuigen    kom  men beispielsweise diejenigen in Betracht.,  wie sie in der     Rapidfarbenteehnik    gebräuch  lich sind, also     Antidiazotate,        Anticliazosulfo-          nate    und wasserlösliche     Diazoaminoverbindun-          gen.    Angeführt seien:

       ?,5-1)iehlorbenzol-l-          antidiazotat-natrium,        2-niet.hoxy-5-ehlor-ben-          zol-antidiazotat-sulfonsaures    Natrium sowie  die     Diazoaminoverbindung    aus dianotiertem       1-Amino-2-methyl-4-ehlor-benzol    und     hlethyl-          aminoessigsä.ure.     



       Diazo-    und     Azokomponenten    können was  serlöslich machende     CTrnippen,    wie     Sulfo-    und       Carboxylgruppen    enthalten. Jedoch ist. deren  Anzahl zu     beseliHnken,    um eine genügende  Wasserechtheit und     Wassertropfeelitheit    der  gefärbten Kunststoffschichten zu gewähr  leisten.     Als    tragbar hat. sieh die Anwesenheit  einer     wasserlöslichmaehenden    Gruppe ent  weder in der     Azo-    oder     Diazokomponen.te    er  wiesen.  



  Für das Verfahren. geeignete Kunststoff  dispersionen sind die handelsüblichen     wäss-          rigen    Dispersionen aus polymerisierten     Vinyl-          abkömmlin.gen,    wie     Polyvinylcblorid,        Poly-          vinylaeetat,        Polyvinylalkohol,        Polyvin:

  rlace-          talen    oder deren     Misehpolymerisate.    Diese  Dispersionen enthalten     zweekmässi1    ausser  Wasser noch geringe Mengen Hilfsstoffe, wie       Dispersionsmittel    und     Sebutzkolloide    und je  nach ihrem.     Verwendungszweck    mehr oder  minder grosse Mengen an Weichmachern.  



  Das vorliegende Verfahren ermöglicht. eine       neuartige'Teclinik    der     Farbgebung    von Kunst  stoffschichten, wobei die überraschend grosse       Eindringtiefe    -der Farbstoffe als besonders  wertvoll anzusehen ist.  



       Beispiel   <I>1:</I>  300     Clewiehtsteile    einer käuflichen,     wäss-          rigen,        etwa        150%        Poly        merisationsprodukt        ent-          haltenden        Poly        vinylaeetat-Dispersion    werden  in einer     Misehmasehine    mit 2 Gewichtsteilen  des     Zimsetziuigsprodiiktes    von     :ithylenoxyd         mit     Spermölalkohol    versetzt.

   Alsdann werden  durch ein     feinmasehiges    Sieb 25 Gewichtsteile  des trockenen     Natriumsalzes    des     2,3-Oxy-naph-          thoylanilins    eingestreut.  



  Wenn     naeh    etwa 10 Minuten eine fast klare  Dispersion entstanden ist, werden allmählich  350     (-,ewielitsteile    feingemahlener     Sehwerspat          zugefiigt    und das Glanze zu einer homogenen  Paste verknetet.  



       Die    so erhaltene Paste wird auf einer Un  terlaue (Fussboden, Wand) zu einer etwa  1 bis 2     ntm    dicken Schicht     verstriehen    und  4 bis 5 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur  antrocknen gelassen. Nach dieser Zeit. wird  eine Musterung z.

   B. mit Hilfe einer Scha  blone oder einer Walze durch eine mit N     a.-          triumaeetat        abgestumpfte,    aus     1-Amino-2,5-          diehlorbenzol    bereitete     Diazoniumchloridlösung          aufgetragen,    welche im Liter die 15 Gewichts  teilen Base entsprechende Menge     Diazover-          bindung        und    200 g einer neutralen     Stärke-          Tragant.vcrdiekung    enthält.  



  Nach etwa 10- bis     12stündigem    Trocknen  hei gewöhnlicher Temperatur erhält man einen  Belag, welcher     seharlaehrote    Muster auf hel  lem Grunde zeigt. Eine herausgetrennte Probe  zeigt, dass die Färbung gleichmässig die       S        S        chicht        durehdrungen        hat.     



  Trägt man auf die     obgenannte,    das     Na-          trittmsalz    des     2,3-Oxynaphthoylanilins    enthal  tende     @ehieh.t    zwei verschiedene     Diazoniunt-          lösungen    nebeneinander auf, z. B. diejenige  aus     1-Amino-2,5-dichlor-benzol    und diejenige  aus     1-Amino-4-benzoylamino-2,5-diäthoxy-ben-          zol,    so erhält man rote und blaue Muster auf  hellem Grund.  



  Handelt es sich darum, gedämpftere Töne  zu erzielen, so kann der     Sehwerspat    ganz oder  teilweise     dureh    andere, mehr oder minder ge  färbte Gesteinsmehle oder Erdfarben, wie sie  sich aus Schiefer oder Basalt herstellen lassen,  oder Talkum, oder     Eisenoxy        dfarben    ersetzt  werden.  



  Die Randschärfe der Muster lässt sich weit  gehend durch Art, und Menge des der     Diazo-          lösung    zuzusetzenden Verdickungsmittels be  einflussen.    <I>Beispiel 2:</I>  1000     Gewiehtsteile    einer     Polyvinylacetat-          Dispersion,    welche 300 Gewichtsteile     Poly-          vinylacetat,    400 Gewichtsteile Schwerspat und  300     Gewiehtsteile    Wasser enthalten, werden in  einem     Kneter    mit 70 Gewichtsteilen einer  schwach     sodaalkalischen    6     %        igen    Lösung von       2,

  3-Oxynaphthoesäure    zu einer homogenen  Masse verarbeitet. Nach Auftragen und An  trocknen auf einer Unterlage gemäss Bei  spiel 1 werden nebeneinander schwach ge  dickte 1,5- bis 2%ige     Diazolösungen    aus     1-          Amino-2-methoxy-4-nitro-ben7ol    und     4-Amino-          2,5-dimethoxy-4'-nitro-azobenzol    aufgebracht  und trocknen gelassen. Man erhält so eine rote  und schwarze, die Schicht, durchfärbende Mu  sterung auf hellem Grunde.  



  Ersetzt man in obigem Beispiel die 2,3  Oxymaphthoesäure durch die äquivalente  Menge     2-Oxy-naphthalin,    so erhält man einen       gleiehwertigen    Effekt.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Eine käufliche, ein helles Gesteinsmehl ent  haltende, mit     Sodalösung    oder Ammoniak  schwach alkalisch gestellte,     pastenförmige          Polyv        inylacetatdispersion    wird zu einem Fuss  bodenbelag verarbeitet. Nach Trocknen wird  mit den Mitteln der     Anstrichtechnik    eine  schwach mit     Stärke-Tragant    verdickte Lösung  einer     Rapidechtfarbe    aufgetragen und trock  nen gelassen.  



  Wählt man beispielsweise als     Rapidecht-          farbe    eine solche, welche das     2-Methoxy-5-          chlor-benzol-l-antidiazotat    und das     1-(2'3'-          Oxynaphthoyl)    -     amino    - 3 -     nitrobenzol    enthält,  so erhält man nach dem Trocknen eine tiefe,  blaustichig rote Einfärbung.  



  <I>Beispiel 4:</I>  Ersetzt man     iin    Beispiel 3 die     Rapidecht-          farbe    durch die entsprechende     Rapidogen-          Farbe,    welche an Stelle des     Antidiazotats    das       Triazen    aus     diazotiertem        1-Amino-2-methoxy-          5-chlor-benzol    und     Sarkosin    enthält, so muss  man nach Auftragen und Eintrocknen der       Lösung    des     Rapidogen-Farbstoffes,

      um befrie  digend schnell verlaufende     Farbstoffbildung              ztt    erzielen, eine saure     Naehbehandlung    ein  sehalten. Diese besteht. darin, dass man den       angetroekneten    Belag mit einer kalten oder  lauwarmen, stark verdünnten und     sehwaeh          verdiekten        Lösung    eines     Gemisehes    von     Essig-          und        Ameisensäure    behandelt und wieder     troek-          nen    lässt.

   Die in den Belag eindringende       Säure    bewirkt     Spalteng    der     Diazoaminover-          bindung,        wodurch        Kupplung    zum Farbstoff       erfolgt\    und der Bleiehe     Effekt    wie in Bei  spiel 3 erzielt wird.  



  Verwendet man in obigem Beispiel als sta  bilisierte     Diazokomponente    das     ?-methoxy-ö-          ehlorbenzol-l-antidiazosulfonsaure        Natrium,     so wird die     Farbstoffbildung    durch direktes    oder diffuses     Tageslielit    oder     dureh    Bestrah  len mit einer     kurzwellige    Strahlen liefernden       künstliehen        Liehtquelle,    wie z. B. einer Quarz  lampe, bewirkt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellen; #--efärbter hunststoffsehiehten, dadureb gekemizeiehnet, dass in aus Dispersionen von Polcmerisations- kunststoffen hergestellten Kunststoffsehiehten wasserunlösliche oder in Wasser schwer lös liche Azofarbstoffe erzeu;,t werden.
CH296091D 1950-06-22 1951-06-15 Verfahren zur Herstellung gefärbter Kunststoffschichten. CH296091A (de)

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