CH297065A - Temperaturausgleichsvorrichtung für Induktionszähler. - Google Patents

Temperaturausgleichsvorrichtung für Induktionszähler.

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CH297065A
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CH
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temperature
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/02Constructional details
    • G01R11/17Compensating for errors; Adjusting or regulating means therefor
    • G01R11/18Compensating for variations in ambient conditions
    • G01R11/185Temperature compensation

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Dynamo-Electric Clutches, Dynamo-Electric Brakes (AREA)

Description


  



  Temperaturausgleichsvorrichtung f r InduktionszÏhler.



   Die Erfindung hat die Aufgabe, die durch   Sehwankungen    der Raumtemperatur bedingten Messfehler in Induktionszählern auszugleichen. Es gibt hier zwei Arten von Fehlern, einen Fehler, der auf die   Amplitu-      (lenänderung    der Flüsse bei   Temperatur-      schwankungen zurückzuführen ist, und    einen Fehler, der sich durch Änderung des Phasenwinkels zwischen Strom-und   Spannungs-      triebfluss    ergibt.

   ZÏhler, bei denen die Tem  peraturfehler    lediglich durch Anbringung    von sogenannten Warmelegierungen mit nega-    tivem Temperaturkoeffizienten der magneti  schen    Leitfähigkeit am Bremsmagneten aus  geglichen    werden, ermöglichen nur hinsichtlich der Amplituden einen Temperaturfehlerausgleich, der Winkelfehler bleibt aber unaus  geglichen,    so dass sich zum Beispiel bei induktiver Belastung und höheren Temperaturen grössere Messfehler ergeben.



   Diese Erscheinung lässt sich leicht an Hand der Fig.   1    und 2 erläutern. Bei induktionsfreier Belastung steht der   Spannungs-    triebflu¯ ?T senkrecht auf dem Stromtriebfiuss ?J, und man kann aus diesen beiden   Flussvektoren gemäss Fig. l    ein Rechteck konstruieren. Wenn nun beispielsweise der Spannungstriebfluss etwas seine Phase ändert. dann beschreibt das Vektorende einen Kreisbogen b, der praktisch senkrecht auf der   Iföhe    h des gezeichneten   Rechteekes    steht, also praktisch keine in die Richtung von h fallende Komponente hat.

   Es bleibt also bei geringf giger   Phasenanderung    des Span   nungstriebflusses die Hohe h praktisch gleich,    ebenso die Grundlinie ?j und damit auch der Inhalt des Rechteckes, der dem Drehmoment des Zählers entspricht. Bei induktiver Belastung stehen die Vektoren ?T und J nicht senkrecht aufeinander (vergleiche Fig. 2). Wenn nun der Spannungstriebflu¯ hier etwas seine Phase ändert, dann wandert sein Vektorende wieder auf einem Bogen   6,    der nun um den Winkel a gegen h geneigt ist, also eine in   Richtrmg    von h fallende Komponente hat. Es ändert sich also bei der Drehung des Vektors ?T die H¯he h und damit der Inhalt des in Fig. 2 gezeichneten Parallelogramms und damit das Drehmoment des Zählers.

   Es machen sich also bei   induktionsfreier    Belastung Fehler in der sogenannten innern   Abgleichung    praktisch nieht bemerkbar, wohl aber bei induktiver Belastung.



   Bei einem bekannten Zähler ist eine Wärmelegierung mit negativem Temperaturkoeffizienten im Stromtriebflusspfad angebracht. Sie wirkt auf die Flussamplitude und    den Winkel. zwischen Strom-und Spannungs-      triebfluss    im richtigen Sinne, doch lässt sich der Winkelfehler kaum vollständig   aus-    gleichen.



   Erfindungsgemäss ergibt sich dadurch ein vollständiger   Winkel-und      Amplitudenaus-    gleieh des   Temperatureinflusses    eines Induk tionszählers, vorzugsweise eines solchen   mit-    schwach belastetem   Spannungstriebfluss,    dass in dem Nebensehlusspfad dieses Magneten eine magnetisehe   Leiteranordnung    mit posi  tivem Temperaturkoeffizienten    der magneti  schen    Leitfähigkeit angeordnet wird, die den   Amplitudenfehler    richtig ausgleicht? Gleich  zeitig    wird die Belastung des Triebflusses derart gewÏhlt, da¯ gerade auch der Winkelfehler durch diese magnetische Anordnung richtig ausgeglichen wird.

   Ein   Ausführungs-    beispiel der   Erfinclung    wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.



   Im Nebenschluss des   Spannungstrieb-    magneten   1    sind magnetisehe   Leiteranord-    nungen 2 mit positivem   Temperaturkoeffi-    zienten der magnetischen   Leitfähigkeit ange-    bracht. Sie bestehen beispielsweise aus heiss aufeinandergeschweissten   Invar-und      Nickel-      plättehen.    Die Erhöhung der magnetischen Leitfähigkeit bei Temperaturzunahme kommt dadurch zustande, da¯ nach dem Abkühlen das Nickel unter Zug- und das Invar unter Druckspannung steht, da Nickel einen grosseren Wärmeausdehnungskoeffizienten hat als Invar. Bei Temperaturzunahme nimmt die Zugspannung   im Niekel und    die Druckspannung im Invar ab.

   Infolgedessen steigt die magnetische LeitfÏhigkeit des magnetostriktiv negativen Nickels und gleichzeitig die Leitfähigkeit des   magnetostriktiv    positiven Invars. 3 ist der   Stromtriebmagnet,    4 der   Bremsmagnet.    Die Magnete wirken auf einen Anker 5 ein, der den   Spannungstriebfluss    verhÏltnismϯig schwach belastet, also entsprechend d nn gehalten ist. BeiTemperaturzunahme ändert sich das Verhältnis von Spannungstriebfluss zu   Spannungsstreufluss    zugimsten des   Spannungsstreuflusses.    Der   Spannungstriebfluss    nimmt also bei Temperatursteigerung ab, wie dies mit R cksicht auf richtigen Flu¯ausgleich nach bekannten Gesetzen   erforderlieh    ist.

   Da aber der Span  nungsstreufluss,    der durch die Teile   2    hindurchgeht, aber nicht durch den Anker 5, bekanntlich dem   Spannungstriebfluss    stark voreilt und da dieser Streufluss auf Kosten des Spannungstriebflusses vergrössert wird, ergibt sich nach bekannten Gesetzen eine stärkere   Naeheilung    des   Triebflusses.   



   Diese Verhältnisse und die Wirkungsweise des Ausf hrungsbeispiels werden an Hand der Fig.   4    näher erläutert. In dieser Figur bedeuten E die innere EMK des Spannungs    eisens 1, ir den Ohmschen Spannungsabfall    in seiner Magnetwicklung,   ZUT    die Klemmenspan 'nung des   Spannungseisens,      fP    den Span nungsfluss mit der Triebflu¯komponente ?T und der   Streuflusskomponente    s.   0    ist der    Aufpunkt    des   Vektordiagramms    für die Vek toren des   Spannungseisens.    J ist der Strom vektor f r die Wicklung des Stromeisens,   J    ist der Stromtriebflu¯.

   0' ist der   Aufpunkt    für die Vektoren des   Stromeisens.    Schlägt man über   0    0' einen Halbkreis, dann m ssen sich bei richtiger Abgleichung ?T und ?j auf dem Kreisbogen, hier im   Punks    P, schneiden, denn sie müssen einen rechten Winkel mitein ander einschliessen, und der Halbkreis ist der geometrische Ort für die 90¯-Winkel.



   Mit ausgezogenen Linien sind die Vektor lagen f r die   Temperatur 20     C dargestellt, mit gestrichelten Linien die   Vektorlagen    des nicht kompensierten Zählers bei   70       C.    Dabei ist die Lage der innern   EMK    E festgehalten, und deswegen erscheinen bei der h¯heren
Temperatur die gestrichelten Vektoren f r U und J gegen die ausgezogenen Vektoren ent sprechend versehoben. Bei der Temperatur    70  C    ist der Winkel   Z    ? zwischen U und ?T    lcieiner    geworden als bei 20¯ C.

   Ebenso ist der    Winkel!Pzwischen,/und < ssjkleiner    gewor den.   Diese Verhältnisse ergeben sich aus prak-    tischen Messungen und erklären sich dadurch, dass das Material der Zählerseheibe, die magnetische Leitfähigkeit des Eisens einen    nicht vernachlässigbaren Temperaturkoeffi- zienten haben.   



   Wie die Fig. 4 zeigt, liegt bei 70¯C der
Schnittpunkt P' der gestrichelten Vektoren  ?T und ?j au¯erhalb des Halbkreises. Der
Winkel ist somit kleiner als   90 .    Um nun wieder die 90¯-Abgleichung zu erhalten, muss der gestrichelte Vektor   (0T    im Sinne des
Pfeils   F    in die strichpunktierte Lage gedreht werden ; dann liegt der Schnittpunkt der Vek toren ?T ?J auf dem Halbkreis bei Punkt P".



   Diese   Vektordrehung    kommt dadurch zustande, dass bei Temperaturzunahme wegen des positiven Temperaturkoeffizienten des Teils 2 (Fig. 3) der voreilende Streufluss   Os      entspreehend    mehr Kraftlinien des   Gesamt-      flusses'ss    aufnimmt und der nacheilende   Triebfluss      (PT    dafür entsprechend weniger Kraftlinien erhalt, wobei der gesamte Spannungsflu¯ ? praktisch seine Vektorlage beibehÏlt? Man kann nun leicht aus Fig. 4 ablesen, dass unter diesen Bedingungen bei Vergrösserung des   Streuflusses      spis der    Triebfluss ?T verschoben wird, also sein Vektor im , Sinne des Pfeils F wandert.

   Durch entsprechende Wahl der Belastung des Triebi'lusses, also beispielsweise durch Verwendung   diekerer    oder dünnerer Ankerscheiben oder eines besser oder   schleehter    leitenden Schei  I) enbaustoffes, kann man    das   Triebsystem    unschwer so abgleichen, dass der Winkelfehler gerade richtig ausgeglichen wird. Auch   amplitudenmässig    wird der   Spannungstrieb-    flu¯ im richtigen Sinne durch den   Teil 2    (Fig. 3) beeinflu¯t. Der   Triebfluss    wird bei Temperaturzunahme etwas kleiner, weil Kraftlinien in den Streuflu¯ hin berwandern. Dadurch wird das Drehmoment etwas   herabge-    setzt.

   Es lϯt sich leicht in solchem Grade herabsetzen, da¯ dadurch auch das Nachlassen der Bremskraft des Magneten 4 bei Temperaturzunahme ausgeglichen wird.



   Die Erfindung bietet den Vorteil, dass sich durch Anwendung eines einfachen   Wärmeausgleichmittels    in dem praktisch in Betracht kommenden Temperaturbereich ein Temperaturausgleich erzielen lässt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Temperaturausgleichsvorrichtung f r In duktionszahler, bei der die Wirkung von temperaturbedingten Flussänderungen nach Amplitude und Phase ausgeglichen ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Neben pchlusspfad des Spannungstriebmagneten (l) eine magnetische Leiteranordnung (2) mit ? positivem Temperaturkoeffizienten der magnetischen Leitfähigkeit angeordnet ist, die den Amplitudenfehler richtig ausgleicht, und da. ¯ die Belastung des Triebflusses derart gewählt ist, dass gleichzeitig auch der Winkelfehler richtig ausgeglichen wird.
CH297065D 1943-07-10 1944-07-07 Temperaturausgleichsvorrichtung für Induktionszähler. CH297065A (de)

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DE297065X 1943-07-10

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CH297065A true CH297065A (de) 1954-03-15

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