CH297148A - Verfahren zur Herstellung von elektrischen Schichtwiderständen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von elektrischen Schichtwiderständen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von elektrischen Schichtwiderständen. Bei elektrischen Sehielitwiderständen wird -iuf einem isolierenden. Tragkörper eine lei- lende Schicht aufgebracht, die entweder aus aneinandergelagerten, fein unterteilten Metal len, Kohlenstoffteilehen oder auch aus Mi- Schungen von solchen leitenden Teilen mit Bindemitteln niehtleitender Art, z. B. härten den Har7en, bestehen kann.
Grosse Bedeu- 1 wil- haben die sogenannten Kohlesehieht- widerstände erlangt, bei denen meist auf einem keramisehen Stäbchen Kohlenstoff- schichten durch thermisehe Zersetzung aus "asi* rmiaen Kohlenstoffverbind-Lin-en nieder <B>,</B> ö en geschlagen sind.
Mit dieser Art von Wider ständen kann man einen sehr grossen Wider- "bereieh erfassen. Für extrem hohe Wi- stand# (lerstände müssen besondere Massnahmen in Anwendung kommen, während kleine Wider standswerte nach diesem Verfahren deswegen nicht erzielt werden können, weil infolge des liohen spezifischen Widerstandes der Kohlen- stoffsehieht die Sehiehtstärken so gross ge wählt werden müssten,
dass sie auf der Unter- la.1-e schlecht haften und leicht abblättern würden, Bei der Herstellung kleiner Widerstands- werte müssen daher andere Wege besehritten werden, die bisher darin bestanden, an Stelle (les Kohlenstoffes einen Stoff besserer Leit- tiähigkeit, nämlich Metall, zu benutzen.
Der Unterschied zwischen den spezifischen Wider ständen von Kohlenstoff und Metall ist jedoch #',o gross, (lass auch durch Metallsehiehten nur mit allergrössten Schwierigkeiten die geforder ten Viderstandsgrössen hergestellt werden können. Vor allem werden wegen der guten Leitfähigkeit der Metallschiehten, selbst wenn man diese extrem dünn herstellt, die Abmes sungen des Widerstandskörpers unverhältnis mässig gross.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung von Widerständen, nach wel- ehen sieh Widerstandswerte erzielen lassen, die weder von den reinen Kohlenstoffsehich- ten noch von den reinen Metallschiehten über deckt werden können. Es handelt sich dabei um zusammengesetzte Widerstandsschiehten, wie sie bereits in ähnlicher Art aus andern G'ründen und in anderer Aufbauweise herge stellt werden.
Das erfindungsgemässe Verfah ren ist dadurch gekennzeichnet, dass auf einem niehtleitenden Trägerkörper eine Me- tallsehieht niedergeschlagen wird, auf die dann bei Temperaturen von ungefähr<B>10000 C</B> aus gasförmigen Kohlenwasserstoffverbindungen Kohlenstoff zür Abscheidung gebracht wird. Die Metallschieht, die zunächst auf dem Trag körper angebracht ist, kann in irgendeiner der bekannten Arten hergestellt sein. Beispiels weise kann diese Schicht durch thermische Metallaufdampfung erzeugt sein.
Sie kann auch galvaniseh aufgebracht, werden, wozu er- forderlieh ist, dass die Oberfläche des nicht,- leitenden Tragkörpers zuvor leitend gestaltet wird. Dies kann durch eine dünne Kohlen- stoffsehieht, geschehen, die in der Art der üblichen Hartkohleschichten, nämlich durch Zersetzung von Kohlenwasserstoffgasen bei #n höherer Temperatur, niedergeschlagen wird.
Diese Kohlenstoffsehieht dient nun als Strom führung für die nachfolgende Abseheidung der darüber angeordneten Metallsehieht. Bis hierher würde der Widerstand einem an sieh bekannten Metallsehichtwiderstand entspre chen. Dieser hat jedoch einen zu geringen -V#l'iderstand, weil die Metallsehieht ausser ordentlich gut leitet. Auf diese Metallschicht, wird dann erfindungsgemäss eine Kohlenstoff- sehieht angeordnet, und zwar durch ther mische Zersetzung von Kohlenwasserstoffgas.
Diese Massnahme hat für die Wirkungsweise und die Eigenschaften des Widerstandes ver schiedene Bedeutung. Zunächst wird wegen der für die Zersetzung des Kohlenwasserstoff gases notwendigen Temperatur die auf dem Tragkörper befindliche Metallsehieht minde stens teilweise gesintert und dadurch gleich zeitig eine Alterung, das heisst eine Stabilisie rung der Metallwiderstandssehieht, herbeige führt. Weiterhin wird überraschenderweise der Widerstandswert dieser Metallschicht, der, wie vorher ausgeführt wurde, zu gering ist, durch das Aufbringen der Kohlenstoffschieht. erhöht.
Die Erhöhung beträgt in der Regel rund eine Zehnerpotenz und ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass die in atomarer Form vorhandenen Kohlenstoffteilchen in das Gefüge der Metallschicht eindringen, diese mindestens an der Oberfläche durchwachsen und dadurch die Erhöhung des Widerstands wertes herbeiführen, sofern nicht überhaupt Metall-Kohlenstoff-Verbindungen bzw. Legie rungen in Form von Mischkristallen entste hen,
die die beschriebene Erscheinung verur- saehen. Endlich aber bildet die als letzte Schicht aufgebrachte Kohlenstoffschieht eine ausgezeichnete Schutzschieht für die darunter- liegende Metallsehicht. Sowohl Feuchtigkeit als auch chemische Einflüsse durch den Luft sauerstoff, durch Lösungsmittel aus Schutz- laeküberzügen und dergleichen mehr werden von der empfindlichen Metallsehieht fern gehalten.
Ausserdem bildet die Kohlenstoff- schicht infolge ihrer natürlichen Härte einen mechanischen Panzer für die leicht verletz liche Metallschieht.
Die Metallsehicht ihrerseits kann aus einem beliebigen, für den gewünschten Zweck besonders geeigneten Metall bestehen. Es ist auch möglich, an Stelle einer einheitlichen Me- tallschieht eine Legierungssehicht oder eine zusammengesetzte Schicht zu verwenden, wenn man bestimmtes Verhalten hinsichtlich des Temperaturbeiwertes wünscht. Als zweek- mässig haben sieh zum Beispiel Kupfersehieb- ten mit Niekelüberzug erwiesen.
Man geht beispielsweise wie folgt vor: Man ätzt zunächst einen stabförmigen Trägerkör per, beispielsweise unter Verwendung von Flusssäure, so dass sieh eine rauhe Oberfläche ergibt. Darauf wird dann auf den Trägerkör per eine Metallsehieht aufgebracht. Hiernach werden die Widerstandsstäbe in. einem Bekob- lungsofen, bekohlt, wobei Temperaturen von etwa 1.00011 <B>C</B> benutzt werden.
Durch diese Temperatur wird einerseits erreicht.-, dass sieh Glanzkohleabseheidungen bilden und weiter hin, dass die Metallschieht mindestens zum Teil. zusammensintert und altert. Der Wider stand wird dann gegebenenfalls mit einem Laeküberzug versehen, nachdem vorher oder auch nachher die Widerstandssehieht, z. B. durch Einsehleifen einer Wendel, in einen ge wünschten langen -#Viderstandsweg aufgeteilt ist.
Bei den Untersuchungen ergab sieh, dass der Widerstandsweint von nur mit einer Me- tallsehicht versehenen Widerstandsträgern bei einer bestimmten Grösse 0,02 Ohm betrug. Durch Anwendung einer darüber angeordne ten, thermiseh niedergeschlagenen Kohlen- stoffschicht erhöht sieh der Wert des Wider standes auf -ungefähr 0,2 Ohm.
Es sei erwähnt, dass die Benutzung von abwechselnd aufgebrachten Kohlenstoff- und 31etallschiehten für Widerstandszweeke be kannt ist, und zwar wird damit bezweckt, den Temperaturkoeffizienten des Widerstandes zu beeinflussen. Der Aufbau ist jedoch anders als bei den gemäss der vorliegenden Erfin dung hergestellten Widerständen. Bei den be kannten Widerständen handelt es sieh um eine auf einen, Teil einer Kohlenstoffsehicht auf- gebrachte Metallsehieht, die infolge ihres posi tiven Temperaturverhaltens das entgegenge setzte Verhalten der Kohlenstoffsehieht kom pensieren kann.
Der gleiche Effekt kann na turgemäss auch bei den gemäss der vorliegen den Erfindung hergestellten Widerständen festgestellt werden.
Anwendung finden die Widerstände klei ner Widerstandswerte vor allem in der Kurz- -,vellenteehnik. Sie haben jedoch auch Bedeu tung als Widerstände in Messeinriehtungen und dergleichen mehr.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCIIE: <B>1.</B> Verfahren zur Herstellung von elektri- sehen W, iderständen, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem niehtleitenden Trägerkörper eine Metallschieht niedergeschlagen wird, auf die dann bei Temperaturen von ungefähr <B><I>10000</I> C</B> aus gasförmigen Kohlenwasserstoff verbindungen Kohlenstoff zur Abseheidung gebraeht wird.<B>11.</B> Elektrischer Widerstand, hergestellt iizieli dein Verfahren nach Patentanspruch<B>1.</B> <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> <B>1-.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> wo bei die Metallsehieht galvaniseh aufgebracht wird, dadurch gekennzeiehnet, dass ein auf- geraubter Trägerkörper zunächst mit einer Kohlenstoffsehieht bedeckt wird,die als Strom führung für die nachfolgende galvanische Ab- scheidung der darüber anzuordnenden Metall- sehieht dient, wonach auf diese Metallschieht die deckende Kohlenstoffsehicht, aufgebraeht wird.<I>t'</I> 2. Elektrischer Widerstand nach Patent- ansprueb. II, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper aufgerauht ist.<B>3.</B> Elektrischer Widersta nd nach Patent- ansprueh II, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallsehicht aus mehreren verschiedenartigen Metallniederschlägen zusammengesetzt ist. 4. Elektrischer Widerstand nach Patent anspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallsehieht aus einer Legierungsschicht, be steht.
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