CH297161A - Anordnung zum Ausgleichen der Spannungsschwankungen von Wechselstromnetzen. - Google Patents
Anordnung zum Ausgleichen der Spannungsschwankungen von Wechselstromnetzen.Info
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Description
Anordnung zum Ausgleichen der Spannungsschwankungen von Wechselstromnetzen. Es ist in manchen Fällen erwünscht., dass Stromverbraucher, die an ein Wechselstrom netz angeschlossen sind, unabhängig von den Spannungsschwankungen des Netzes mit kon stanter Spannung betrieben werden. Dies kann z. B. bei Beleuchtungsanlagen, die eine Fläche mit konstanter Lichtstärke anleuchten sollen, gefordert, werden. Die Erfindung be zieht sich auf eine Anordnung zum ALUsglei- chen der Spannungsschwankungen von Wech selstromnetzen mittels einer zwischen das Netz und den Verbraucher geschalteten Dros sel, die mit einer Gleichstrom-Vormagnetisie- rung versehen ist.
Die Erfindung bezweckt, den Ausgleich der Spannungsschwankungen des Weehselstromnetzes mit. besonders ein fachen Mitteln zu erzielen. Dies wird dadurch erreicht, dass die Gleichstrom-Vormagnetisie- rung durch zwei in entgegengesetztem Sinne wirkende Wicklungen gebildet wird, wobei Glas Produkt aus Stromstärke und Windungs- zahl (Amperewindungen)
bei der einen Wick lung konstant bleibt und sich bei der andern Wicklung wenigstens annähernd proportional mit der Netzspannung ändert. Die beiden Wicklungen können über einen Gleichrichter an das echselstromnetz angeschlossen sein, und zwar die eine Wicklung in Reihe mit einem Eisenwasserstoffwiderstand, der die Stromstärke in dieser Wicklung unabhängig von den Spannungsschwankungen in gewissen Grenzen konstant hält.
In der Zeichnung ist die Erfindung bei spielsweise erläutert, und zwar zeigt Fig. 1 ein Schaltbild, Fig. 2 ein Vektor-Diagramm, Fig. 3 ein Schaubild und Fig. 4 ein Schaltbild einer abgewandelten Anordnung.
An das Wechselstromnetz 1 (Fig. 1) ist ein Stromverbraucher 2, z. B. eine Beleuch tungsanlage, über die Leitungen 3 angeschlos sen. Die Leitung 3 teilt sich im Punkt 4 in zwei Zweige, die zwei Drosselspulen 5 ent halten und sich im Punkt 6 wieder vereini gen. Die beiden parallel zueinander geschalte ten Drosselspulen 5 sitzen auf voneinander getrennten Magnetkernen 7 und bilden mit diesen zusammen die Drossel. Auf den Magnetkernen 7 sitzen ausserdem je zwei die Gleichstrom-Vormagnetisierung bildende Spu len 8 und 9. Diese werden von einem Gleich richter 10 gespeist, der an das Wechselstrom netz 1 angeschlossen ist. Die von dem Pluspol des Gleichrichters 10 ausgehende Leitung teilt sich in zwei Zweige 11 und 12.
Die Leitung 11 enthält die beiden in Reihe geschalteten Spulen 8 sowie einen an sich bekannten Eisenwasserstoffwiderstand 13, der die Eigen- schalt besitzt, dass er die Stromstärke in der Leitung 11 und in den Spulen 8 unabhängig von der Gleichrichterspannung innerhalb ge wisser Spannungsgrenzen konstant hält. Die Leitung 12 enthält. die in Reihe geschalteten Spulen 9. Die Leitungen 11 und 12 vereinigen sich wieder und sind an den Minuspol des Gleichrichters 10 angeschlossen.
Die Anord nung, ist dabei so getroffen, dass einerseits durch je zwei benachbarte Spulen 8 und 9 der Gleichstrom in entgegengesetzten Richtungen fliesst und dass anderseits die beiden Spulen 8 so vom Strom durchflossen werden, dass die Wirkungen. dieser beiden Teildrosseln entgegengesetzt gerichtet sind. Die Windungs- richtungen der beiden Spulen 9 sind eben falls einander entgegengesetzt.
In dem Vektor-Diagramm nach Fig. 2 be deutet Uj- die Spannung am Stromverbrau cher ?, die konstant gehalten werden soll, U,; die Netzspannung und UD den Spannungs abfall, der durch den induktiven Widerstand -der Drosselspulen 5 hervorgerufen wird und gegenüber Fv eine Phasenverschiebung von 90 aufweist.
Die Vektoren der Spannungen schliessen sich zu einem reehtwinkligen Drei eck zusammen. Wenn die Netzspannung um den Betrag A U schwankt, muss, wie aus dem Diagramm ersichtlich ist, der Spannungs abfall an den Drosselspulen sich um den Be trag d 1'D ändern, damit.
Uv konstant bleibt, Wenn Uund UD im Verhältnis zu U\- gross sind, wird praktisch<B>A<I>U,</I></B> D gleich d Uh. <I>Es</I> muss also, damit die Spannung Uv am Ver- braueher immer gleich bleibt, dafür gesorgt werden, dass selbsttätig A UD praktisch gleich !A UN wird.
Dies wird erfindungsgemäss mit tels der die Gleichstrom-Vormagnetisierung bildenden Spulen 8, 9 erreicht, die bewirken, dass sich die Permeabilität ,u der Magnetkerne 7 wenigstens annähernd proportional mit der Netzspaunung ZTN ändert. Dies sei an Hand des Schaubildes von Fig. 3 erläutert.
In diesem Schaubild ist die Permeabilität ,cc eines Magnetkernes 7 über den Amperewin- dungen t1W aufgetragen, das heisst über dem Produkt aus Stromstärke und Windungsza.hl der zu diesem Magnetkern gehörenden Spu len.
Hierbei ist berücksichtigt, dass der Wech selstrom vom Punkt 4 nach dem Punkt 6 praktisch nur durch die linke Drosselspule 5 fliesst, weil in diesem Fall die rechte Spule 5 einen zu hohen induktiven Widerstand bietet, während er vom Punkt 6 nach dem Punkt. 4 praktisch nur durch die rechte Drosselspule 5 fliesst, weil dann die linke Spule 5 einen zu hohen Widerstand hat. Der jeweils nur durch eine der beiden Spulen 5 fliessende Strom hat dabei immer die gleiche Richtung wie der Gleichstrom, der durch die zu der betreffen den Spule 5 gehörende Wicklung 8 fliesst; vgl. die in Fig. 1 eingezeichneten Pfeile.
Die Spule 8 hat unveränderliche Ampere windungen, die in dem Schaubild von Fig. 3 als :lil's auf der Abszissenaclise abgetragen sind. Daran anschliessend sind die Ampere windungen 111V5 der Drosselspule 5 abgetra gen, welche die gleiche Richtung haben wie die Amperewindungen @I1Vs. Da vorausge setzt wird, dass der durch den Verbraucher 2 fliessende effektive Strom. konstant ist, sind auch die Amperewindungen @lll'5 konstant.
Der Endpunkt der auf der Abszissenachse abgetragenen Summe :111%s + 11V5 ist, mit P bezeichnet..
Die Amperewindungen -11l'9 der Spule 9 sind den Amperewindungen AWg und AlV5 entgegengerichtet, weil die Spule 9 im ent- gegengesetzt.en Sinne von Strom dureliflossen wird wie die Spulen 8 und 5. Man erhält daher die resultierenden Amperewindungen, indem man 1W9 von Punkt P aus nach links abträgt.; vgl. Punkt R in Fig. 3.
Die zu diesem Punkt gehörige Ordinate der einge zeichneten ,cc-Iiurve ergibt. .den entsprechen den Wert der Permeabilität.
Der durch die Spule 9 fliessende Gleich strom ist, wenigstens annähernd proportional zu der Netzspannung t%. Infolgedessen er gibt sieh für den Verlauf von AIVa in Ab hängigkeit von 1'.,z in dem Schaubild die Ge rade ,AK, wenn man U@* auf einer vom Punkt P aus nach unten gehenden Ordinate abträgt.
Schwankt die Netzspannung UN um die Werte d UN' und J so ändern sich die resul tierenden Amperewindungen um J All'9' bzw. U < i11'9" und die Permeabilität um J Y' bzw.
,J 1,t". Da. die tc-Iiui#ve in dem in Betracht kommenden Teil fast geradlinig verläuft., er gibt sich aus dem Sehaubild ohne weiteres, dass das Verhältnis J j t' zu ,J ,u." praktisch gleieh ist dein Verhältnis<I>d</I> UN' <I>zu d U ',</I> dass sich also die Permeabilität y,
wenigstens an nähernd proportional mit der Netzspannung UV ändert. Dies bedeutet, dass 4 UD praktisch gleich -1 UN ist, so dass die Spannung Uv am Verbraucher selbsttätig unabhängig von den Sehwanlzungen der Netzspannung praktisch ,gleich bleibt.
Dies wird durch die Anordnung gemäss der Erfindung erreicht, ohne dass kompli zierte Regelglieder mit beweglichen Teilen be nötigt werden.
Soll bei mehreren Verbrauchern 2, die un abhängig voneinander an das Netz a.ngeschlos- sen sind, die Spannung konstant gehalten werden, so können, wie Fig. 4 zeigt, sämtliche den einzelnen Verbrauchern zugeordnete Gleiehstromwieklungen 8 für sich und sämt- liehe Gleiehstromwieklungen 9 für sich in Reihe geschaltet werden.
Dabei wird mit allen Wieklungen 8 nur ein einziger Eisenwasser- stoffwidersta.nd 13 in Reihe geschaltet, und es wird auch nur ein einziger Gleichrichter 10 benötigt. Hierdurch wird aueh der durch die Regelung bedingte Leistungsverbrauch ge- ring (gehalten.
Die Regelung gemäss der Erfindung setzt voraus, dass die Netzspannung grösser ist als die Verbraucherspannung. Wenn dies nicht von vornherein der Fall ist., kann ein Trans formator 14 (Fig. 4) vorgesehen sein, der das erforderliche Spannungsgefälle zwischen Netz und Verbraucher erzeugt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zum Ausgleichen der Span nungsschwankungen von Wechselstromnetzen mittels einer zwischen das Netz und den Ver braucher geschalteten Drossel, die mit einer Gleichstrom-Vormagnetisierung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstrom- Vormagnetisierumg durch zwei in entgegen gesetztem Sinn wirkende Wicklungen (8, 9) gebildet wird, wobei das Produkt aus Strom stärke und Windungszahl (Amperewindun- gen) bei der einen Wicklung (8) konstant bleibt und sich bei der andern Wicklung (9) wenigstens annähernd proportional mit der Netzspannung (UN) ändert.UNTERANSPRÜCIIE 1. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Wick lungen (8, 9) über einen Gleichrichter (10) an das Netz (1) angeschlossen sind und die eine Wicklung (8) mit einem Eisenwa.sser- stoffwiderstand (13) in Reihe geschaltet ist. 2.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass von den mehreren Verbrauchern (2) zugeordneten Wicklungen (8, 9) diejenigen, bei denen das Produkt aus Stromstärke und Windungszahl (Amperewin- dungen) konstant bleibt, für sich in Reihe ge schaltet sind und diejenigen, bei denen sich dieses Produkt mit der Netzspannung -ändert. für sich in Reihe geschaltet sind. 3.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwischen das Nett (1) und den Verbraucher (2) ein Transfor. mator (14) eingeschaltet ist, der das zuir. Ausgleichen der Netzspannungsschwankunger benötigte Spannungsgefälle zwischen Net. (1) und Verbraucher (2) verwirklicht.
Applications Claiming Priority (2)
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1952
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Also Published As
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