CH297251A - Verfahren zur Herstellung eines Gerbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gerbstoffes.

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CH297251A
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CH
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formaldehyde
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tanning
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Farbwerke Hoechst Akt Bruening
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Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


      Verfahren    zur Herstellung eines Gerbstoffes.    Es ist bekannt, dass man durch     Sulfonie-          rung    von mehrkernigen aromatischen     Kohlen-          wasseratoffen    und     Kondensation    der     erlial-          tenen        ',,ulfonsäureii    mit Formaldehyd     Gerb-          stoffe    herstellen kann.

   Die so erhaltenen     Pro-          (lukte    besitzen aber nur ein     verhältnismässig     <B>1)- 1-</B>  .e Füllvermögen.     Sulfoniert    man mit  einem verhältnismässig grossen     Llberschuss    an       @elnvefelsäure,    so kann man nach der     Form-          aldehydkondensation    die     Füllkraft    des     Gerb-          stoffes        durch    Kondensation mit aromatischen       0.xyalkoholen    steigern.

   Noch besser     füllende          (,(,;-listoffe    erhält man, wenn man ausserdem       noch    teilweise     sulfonierte        Phenolaldehyd-Kon-          densationsprodllkte        zusetzt.    Die     überschüssige          lellwefelsäure    wird bei diesen Produkten  durch Neutralisation unschädlich     geinaelit.     Man erhält also Gerbstoffe mit verhältnis  mässig hohem     Niehtgerbstoffgehalt.     



  Will man nun     (Irerbstoffe    mit geringerem       Niehtgerbstoffgehalt    herstellen und     sulfiert          (leshalb    mit weniger     Säure,    so muss man die       Sulfonsäure    mit mehr     Formaldehyd        konden-          sic#reli,        tim    zu gut     wasserlöslichen.    Produkten       zii    gelangen.

   Diese     1,Condensation    dauert     aber          cerliiiltnismässig    lange Zeit,     und    man erhält  Gerbstoffe, deren Füllvermögen noch rieht  gross ist.  



  Es wurde nun gefunden, dass man einen  Gerbstoff durch     Sulfonierung    von Naphtha  lin bis zur Erreichung teilweiser     Wasserlös-          liellkeit    und     duxch    nachfolgende Behandlung    mit Formaldehyd erhält,     wenn    man während  der Kondensation nicht bis zur völligen Was  serlöslichkeit sulfonierte     resolartige    Konden  sate aus Formaldehyd und     Phenolöl,    das heisst  technischen Gemischen aus Phenol,     Kresol    und       Xylenol,    zugibt. Hierdurch erhält man einen  Gerbstoff mit gutem Füllvermögen und einem  günstigen Verhältnis von Gerbstoff zu Nicht  gerbstoff.

   Als weiterer technischer Vorteil er  gibt sich, dass die     Formaldehyd-Kondensation     in erheblich kürzerer Zeit beendet ist; man  kommt. auf diese Weise mit weniger als der  Hälfte der Zeit aus, die die Kondensation der       Sulfonsäure    allein erfordert.

           Beispiel.:     750     Gewichtsteile    Naphthalin     (Warinpress-          gut)    werden mit einer Mischung von 560     (-f'e-          wichtsteilen        96        %        iger        Schwefelsäure        und        190     Gewichtsteilen     20o/oigem        Oleunx    bei 85 bis  95      sulfiert,    dann wird die     Sulfierungsmasse     auf. 125  hochgeheizt.

   Nach Abkühlung auf 90  bis 95  verdünnt man mit 375 Gewichtsteilen  Wasser und lässt dann 375 Gewichtsteile       Formaldehyd    einlaufen. Man rührt. das Ge  misch drei     Stunden    und lässt bei etwa 100   ein teilweise     sulfoniertes    Kondensationspro  dukt einlaufen, das man auf folgende Weise  hergestellt hat:

    Man gibt 690 Gewichtsteile     Phenolöl,    570       Gewichtsteile        30        %        ige        Formaldehydlösung     und 400     Gewichtsteile        Natriumsulfit    zusam-           tuen    und erhitzt das Gemisch acht Stunden  auf 100 .  



  Nach der Zugabe dieses Kondensationspro  duktes     wird    die Masse zwei Stunden auf 80   erhitzt. Nach Abkühlung auf     40     wird (las  Gemisch     rnit    wässerigem Ammoniak neutrali  siert, und durch Zugabe von 200 Gewichts  teilen Ameisensäure wird angesäuert.  



  Der Gerbstoff ist. eine braune, dickflüssige  Masse, die in Wasser ohne     Riiekstand        löslieli     ist.  



  Beim Gerben mit dem so erhaltenen Pro  dukt erhält man ein helles, volles Leder.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Gerbstof fes durch Sulfonierung voll Naphthalin bis fast zur Erreichung teilweiser Wasserlöslich keit und nachfolgender Behandlung mit. Form aldehyd, dadurch gekennzeichnet, dass wäh rend der Kondensation nicht bis zur völligen Wasserlöslichkeit sulfonierte resolartige Kon densate aus Formaldehyd und Phenolöl, das heisst technischen Gemischen von Phenol, Kre- sol und Xylenol, zugegeben werden. Der Gerb stoff ist eine braune, dickflüssige Masse, die in Wasser ohne Rückstand löslich ist.
    Beim Ger ben mit dem so erhaltenen Produkt erhält: man ein helles, volles Leder.
CH297251D 1942-07-06 1943-06-11 Verfahren zur Herstellung eines Gerbstoffes. CH297251A (de)

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