CH297918A - Verfahren zum Vergüten von Metallteilen und Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum Vergüten von Metallteilen und Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens.Info
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- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
- C21D9/52—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for wires; for strips ; for rods of unlimited length
- C21D9/54—Furnaces for treating strips or wire
- C21D9/56—Continuous furnaces for strip or wire
- C21D9/60—Continuous furnaces for strip or wire with induction heating
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Description
Verfahren zum Vergüten von Metallteilen und Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Vergüten von langge- streckten, biegsamen Metallteilen, beispiels weise Stahlbändern oder -drähten, wobei das bekannte Verfahren der induktiven Heizung durch Hoelifrequenzstrom und ein nachfolgen des Abschrecken mit Hilfe von meistens flüs sigen Kühlmitteln verwendet wird.
Es hat sich gezeigt, dass bei Anwendung der bisherigen Verfahren ein relativ grosser Teil des behan delten Materials fehlerhaft wird und deshalb als Aussehuss weggeworfen werden muss. Das ergibt sieh vor allem deshalb, weil das be handelte Material von der Induktionsspule aus, wo es auf die vorgeschriebene Temperatur erwärmt wird, einen gewissen Weg bis zu der Stelle zurücklegen muss, wo es abgeschreckt wird.
Weil bei verhältnismässig dünnen band förmigen und drahtförmigen Metallteilen die Wärmeableitung infolge der relativ grossen Oberfläche sehr stark ist, konnte kaum ver mieden werden, da.ss gewisse Teile des behan delten Materials nicht mit der vorgeschrie benen Temperatur in. den Wirkbereich des flüssigen Abschreekinittels gebracht wurden. ;.ltisserdem bewirkt eine Erwärmung des Ma terials in Luft eine unerwünschte Oxydation der Oberfläche, unter Umständen ja sogar eine teilweise oder vollständige Verzunderung des Materials.
Es wurden deshalb spezielle Appa raturen geschaffen, die eine Sehutzgasatmo- sphäre im Wirkbereich der Induktionsspulen schaffen. Meistens werden hinzu sogenannte Tunnelöfen verwendet, die eine Länge von etwa einem Meter haben und üblicherweise Strahlungsheizmittel enthalten, welche dem durchgezogenen Band die erforderliche Tem peratur erteilen und durch welche Schutzgas geblasen wird. Diese Tunnelöfen können zwar so ausgebildet werden, dass das Material am Ausgang derselben eine vorbestimmte Tem peratur aufweist und dann direkt in das Ab schreckbad eingeführt werden kann.
Es ist aber praktisch unmöglich, zu kontrollieren, welche Temperatur das zu vergütende Band während des Transportes durch den Tunnelofen an nimmt und welchen besonderen Bedingungen das Band auf diesem Durchgangsweg jeweils ausgesetzt ist. So können sich Verbiegungen des Bandes, Veränderungen der Schutzgas stromgeschwindigkeit und ungleiche Strah lungsbedingungen ergeben, wobei alle diese Veränderungen sich schädlich auf die Qualität des Erzeugnisses auswirken. Gerade solche kleine Veränderungen bewirken oft die Not wendigkeit, ganze Teile der Produktion als Ausschuss wegzuwerfen. Ausserdem sind diese Anlagen verhältnismässig teuer in' der Her stellung und auch sonst im Betrieb oft unzu- verlässig.
Nach der vorliegenden Erfindung ist vor gesehen, dass der zu vergütende Metallteil innerhalb eines auf vorbestimmter Absehreck- temperatur gehaltenen Flüssigkeitsbades durch den Wirkbereich einer durch einen HF- Generator mit hochfrequentem Wechselstrom gespeisten Induktionsheizspule bewegt wird.
Weil auf diese Weise erreicht wird, dass inner- halb des Wirkbereiehes der Induktionsheiz- spule das Material auf die erforderliche Tem peratur erhitzt wird und gleichzeitig sieh in dem auf der Abschreektemperatur gehaltenen Flüssigkeitsbad sieh befindet, so wird das er hitzte Material beim Austreten aus dein "ir- kungsbereieh der Spule sofort abgeschreckt, und es kann deshalb mit Sieherheit erreielit werden, dass die vorbestimmten Vergütungs bedingungen genau eingehalten werden.
Ausserdem ist jeder Zutritt von Luft zum er hitzten Material dusgesehlossen, und es tritt keinerlei sichtbare Veränderung der Material oberfläche auf. Weil beim erfinditngsgeniäl3en Verfahren es nicht gut möglich sein wird, die Temperatur, auf welehe das zu behandelnde Material in der Induktionsheizspule erhitzt wird, durch Pvrometer oder dergleiehen opti sche Geräte festzustellen, ist es vorteilhaft, als Kriterium für die erreichte Temperatur den Stromwert,
des dureh die Spule fliessenden HF-Stromes durch ein Instrument anzuzeigen. Auf Grund von empirischen Messungen kann nämlieh, unter Voraussetzung einer vorbe stimmten Flüssigkeit, einer vorbestimmten Temperatur derselben, einer vorbestimmten Generatorfrequenz,
einer vorbestimmten Quer schnittsform des zit vergütenden Metallteils und einer vorbestimmten Durchzugsgeschwin- digkeit des Hetalles eine eindeutige und repro- duzierbare Relation zwisehen der erreiehten Temperatur und dem Wert des hochfrequen- ten Speisestromes ermittelt werden, so dass es auf diese Weise möglich ist,
in Tabellenform für bestimmte Bedingungen den notwendigen Anzeigewert des Strommessinstrumentes ztx bestimmen.
Eine ebenfalls Gegenstand der vorliegen den Erfindung bildende Anlage zur Dureh- führung des erfindungsgemässen Verfahrens ist gekennzeichnet durch ein Flüssigkeitsbad mit Mitteln, um dessen Temperatur auf einem vorbestimmten Wert zu halten und eine im Flüssigkeitsbad angeordnete und mit.
einem HF-Speisegenerator verbundene Induktions- heizspule sowie durch Mittel zum Durehziehen des langgesireckten, biegsamen Metallteils dureh den Wirkbereich der genannten In- duktionsheizspule. #,
orzitg"sweise sind ein An zeigeinstrument für den die Spule dureliflie- ssenden IIF-Sirom und -Mittel zur Einstellun < # dieses Stromwertes und der 1.enera orfreduenz auf einen vorbestimmten \V ert c-or-eselien. Zweekmii13i#,)-erweise ist mit dem I'lüssig11:eits- bad ein.
Kühler für die Kiihlfliissi-keit ver bunden. Ebenfalls kann es vorteilhaft sein, wenn innerhalb des Flüssigkeitsbades noeh eine zum Anlassen des _,@ehä rteten Materials dienende, ebenfalls IIF-g-(,speiste Induktions spule angeordnet ist,
dureh deren ZV irlzbereieli das zu verg@iitende Material naeli Durehlaufen der Härtespule geführt wird, wobei die Anlass spule der Härtespule Serie- oder parallel Ie- schaltet sein kann oder aueb von einem beson deren Generator aus gespeist werden kann.
Die beiliegende Zeicbnun- zeigt. in selieina- tischer Dax:stellungs- <B>.</B> %eise ein @usführung:sbei- .spiel einer zur Durchführung des erfindungs- geniässen Verfahrens dienliehen V er;ütunus- anlage.
Ein Trog 1 enthält ein Flüssigkeitsbad ?, beispielsweise öl, und ist mit einem Kühler :3 verbunden, welchem über die Leitung 1 das erwärmte öl zugeführt wird, während das im Kühler abgekühlte öl über die Leitung 5 in den Trog zurüekgeleitet wird. Ein Ther mometer 6 möge zur 1'berwaehung der Bad temperatur dienen, wobei selbstverständlieh atieh noch hier nieht dargestellte Rührmittel vorgesehen sein können.
Eine HF-Induktions- heizspule 7 (Härtespule), deren Zuleitungen isoliert dureh die Trogwände geführt sind, befindet sieh im Innern des Flüssigkeitsbades. Sie wird von einen, Iloelifrequenzf#,enerator 8 über die Leitungen 9 und 1.0 gespiesen, welehe Doppelleitunggen naeli bekannten Regeln. der Hoehfreqttenzteehnik zweckniässigerweise so ausgebildet.
ist, dass sie als verhistlose Über- tra@-ungsleitung, arbeitet. Schematisch ist hier ein Anzeigeinstrument 1.1 für den die Spule speisenden Strom angedeutet, das dureh den Übertrager 1? lose an die Leitung 9 ange koppelt \ist.
Der Hoebfrequenzgenerator ist mit Mitteln zur Veränderung der Frequenz und des erzeugten Stromwertes versehen, so dass es möglieh ist, den Speisesti oin, der dureh das Instrument 11 angezeigt wird, auf einen vor- hc"@timmten Wert einzustellen.
Eine weitere lnduktionsheizspule 13 (Anlassspule) ist über eine verlustlose I'bertragungsleitung 14, 15 iii derselben Weise mit einem weiteren in Fre- (luenz- und Stromwert veränderbaren HF- Generator 16 verbunden und befindet sich elienf:alls innerhalb des Plüssigizeitsbades ?.
_lncb hier ist ein Anmigeinstruinent 17 mit Hilfe der Ankopplungsspule 18 so an die Lei- l ring, l:> angekoppelt, dass es den in der Spule 1a fliel.@enden '-#,ti,-oin anzeigt.
Auf einer Vor- i-atstronin)el 19 ist das unvergütete Material, beispielsweise ein Stahlband oder ein Stahl draht '0, aufgewickelt und wird über Um- l(#iii#i-ollen .'.11" auf eine angetriebene Auf- wiekeltrommel '213 geführt,
wobei es zuerst dhnieli den Wirkbereich der Härtespule 7 und iaaebher durch den Wirkbereich der Anlass- spule 13) gezogen wird.
Für ein bestimmtes Material 'von bestimmter Querselinittsform, eine bestimmte Abschreekflüssigkeit und eine bestinmite Temperatur derselben sowie eine vorbestimmte Frequenz der erzeugten Ströme können auf eanpirisehem Wege genaue Rela tionen zwischen den an den Instrumenten 11 und 1 7 abgelesenen Stromwerten und der in den Spulen 7 bzw.
13 erzeugten Materialtem peraturen für bestimmte Durehzugsgesehwin- di < gl@eiten des Materials ermittelt werden, so da1, nach Feststellung dieser Beziehungen mit eindeutiger Sicherheit die für eine einwand freie Vergütung des Materials erforderlichen Betriebsbedingungen eingestellt werden kön- n en.
Claims (1)
1'ATENTANSPRI-CIIE I. Verfahren zum Vergüten von la.nu- @gestreckten, biegsamen Metallteilen mittels lioelifrequenter Induktionsheizung und nach- rol-endein Abschrecken durch flüssiges Kühl- niit.tel, dadurch -ekennzeichnet,
dass der zu vergütende Metallteil innerhalb eines auf vor- bestimmter Absehreektemperatur gehaltenen Flüssigkeitsbades durch den Wirkbereich einer von einem HF-Generator aus mit Hilfe von hochfrequentem Wechselstrom gespeisten In- ditltiioii"heizspule gezogen. wird.
II. Anlage zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch ein Flüssigkeitsbad mit Mitteln, um des- ; gen Temperatur auf einem v orbestimmteri Wert zu halten und einer im Flüssigkeitsbad angeordneten, mit einem IIF-Speisegenerator verbundenen Induktionsheizspule sowie durch Mittel zur I>nrehziehung des langgestreck- ; ten, biegsamen Metallteils durch den Wirk bereich der genannten Induktionsheizspule. UNTERANSPRÜCHE 1.
Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, d.ass eine vorbestimmte Temperaturerhöhung des Metallteils inner halb der Induktionsheizspule durch Einstel lung der Stromstärke des die Induktionsheiz- spule durchfliessenden HF-Stromes erfolgt. ?. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die bewegten Me tallteile nach erfolgter Härtung durch den Wirkbereich einer zweiten Induktionsspule geführt werden, wobei sie auf eine vorbe stimmte Anlasstemperatur erwärmt werden. 3.
Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das unvergütete Material von mindestens einer Umlenkrolle durch das Flüssigkeitsbad geführt und nach erfolgter Vergütung auf eine Speichertrommel gewickelt wird. Anlage nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch ein Anzeigeinstrument für den die Induktionsheizspule durchfliessenden 1=IF-Strom und Mittel zur Einstellung dieses Stromwertes und der Generatorfrequenz auf je einen vorbestimmten Wert. 5.
Anlage nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass mit dem Flüssig keitsbad ein Kühler für die Kühlflüssigkeit verbunden ist. 6. Anlage nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass innerhalb des Flüssigkeitsbades noch eine zum Anlassen des gehärteten. Materials dienende, ebenfalls HF- gespeiste Induktionsheizspule angeordnet ist, durch deren Wirkbereich das zu vergütende Material nach Durchlaufen der Härtespule gezogen wird. 7. Anlage nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Härtespule und die Anlassspule einander seriegeschaltet sind. B.
Anlage nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeiehnet, dass die Härtespule und die Anlassspule einander parallel geschaltet sind. 9. Anlage nach -Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlassspule von einem besonderen Generator aus gespeist wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH297918T | 1951-12-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH297918A true CH297918A (de) | 1954-04-15 |
Family
ID=4489773
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH297918D CH297918A (de) | 1951-12-04 | 1951-12-04 | Verfahren zum Vergüten von Metallteilen und Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH297918A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1234249B (de) * | 1960-07-06 | 1967-02-16 | British Iron Steel Research | Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Waermebehandlung eines langgestreckten, biegsamen Metallteils, insbesondere von Stahlbaendern |
-
1951
- 1951-12-04 CH CH297918D patent/CH297918A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1234249B (de) * | 1960-07-06 | 1967-02-16 | British Iron Steel Research | Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Waermebehandlung eines langgestreckten, biegsamen Metallteils, insbesondere von Stahlbaendern |
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