CH297991A - Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Sulfonamidreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Sulfonamidreihe.

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CH297991A
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Aktiengesellschaft Farbe Bayer
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Bayer Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der     Sulfonamidreihe.       Es wurde gefunden, dass man Verbindun  gen salzartiger Natur erhält,     wenn    man     4-(a-          Arnino    -     alky    1) -     benzolstilfonamide    oder 4 -     (a-          Amino-alkyl)-benzolsulfone    mit.     4-Amino-ben-          zolsulfonamiden.    reagieren lässt.

   Als 4- (a  Amino-alkyl)-benzolsulfonamidekönnen neben  dem     4-Aminomethy        1-benzolstilfonamid    auch die  in verschiedenartiger Weise in der     Sulfon-          amid;;ruppe    und in der     Alkylgruppe        substi-          tuierten    Abkömmlinge     Verwendung    finden.

    Die     4-Amino-benzolsulfonamidekönnen    in der  4     Amino-    und in der     Sulfonamidgruppe    in  mannigfacher Weise substituiert sein;     Bedin-          gling    ist nur, dass die     Sulfonamidgruppe    noch  ein durch Basen ersetzbares     Wasserstoffatom     enthält, da in den neuen Verbindungen  die 4-     (a-Amino-alkyl)        -benzolsulfoilamide          beziehungsweise        -sulfone    als Basen,

   die       -I    -     Amino    -     benzol    -     sizlfonamide    als Säuren       fungieren.    Zu besonders stabilen Verbindun  gen     ;elane    man, wenn man solche     4-Amino-          ben7oIsulfonamide    verwendet, die mit Alkalien       neutral    oder praktisch neutral. reagierende  Salze zu bilden vermögen.

   Solche     4-Amino-          benzolsiilfonamide    sind zum Beispiel die     Ni-          aeylierten    Derivate, wie zum Beispiel     4-          .@mino-benzolsulfonaeetylamid,        4-Amino-ben-          zolsttlfonclimethylaeroylamid,        4-Amino-benzol-          sulfon    -     '',4'-dimet.hpl-benzoylamid,        4-Amino-          lrenzolsulfocarbamicl,        4-Aniino-benzolsttlfothio-          carbamid,

          4-Amino-benzolstilfonyltirethan,    die    verschiedenen homologen 4 -     Amino    -     ben7ol-          sulfo-t.hiodiazolylamide        usw.     



  Die neuen Verbindungen zeigen über den  erwarteten Effekt einer gleichmässig guten  Wirkung sowohl gegen anaerobe wie gegen       aerobe    bakterielle Infektionen hinaus noch den  Vorteil; dass man an den zur Bekämpfung  der     aeroben    Infektionen dienenden     4-Amino-          benzolsulfonamiden    grosse     Einsparungen    in  der Dosierung machen kann.

   Im allgemeinen  erzielt. man mit einem Gewichtsteil der neuen  Verbindungen, die nur etwa einen halben       Gewichtsteil    4 -     Amino    -     benzolsulfonamidab-          kömmling    enthalten.,     mindestens    die gleiche  Wirkung gegen     Streptokokkeninfektionen,wie     mit einem Gewichtsteil des betreffenden     4-          Amino    -     benzolsulfonamidabkömmlings    allein,  während das     4-(a-Amino-alkyl)

  -benzolsulfon-          amid    allein keine Heilwirkung bei     Strepto-          kokkeninfektionen        zeigt.    Ausserdem treten  neue     Wirkungsspezifitäten    auf. So ist zum  Beispiel die Verbindung aus     4-Aminomethyl-          benzolsulfonamid    und     4-Amino-benzolsulfo-          thioearbamid    bei     Staphylokokkeninfektionen     der Warmblüter wirksam, während die Ein  zelkomponenten diese Wirkung nicht besitzen.

    Schliesslich sind die neuen Verbindungen im       Gegensatz    zum Beispiel zu dem ausserordent  lich bitter schmeckenden Hydrochlorid des  4 -     Aminomethyl    -     benzolsulfonamids    fast ge  schmacklos, so dass sie mit: Vorteil in Form  von Tabletten verwendet werden können.

      
EMI0002.0001     
  
    Gegenstand <SEP> des <SEP> vorliegenden <SEP> Patentes <SEP> ist
<tb>  nun <SEP> ein <SEP> Verfahren <SEP> zur <SEP> Herstellung <SEP> einer <SEP> Ver  bindung <SEP> der <SEP> Sulfonamidreihe, <SEP> das <SEP> dadurch
<tb>  ,gekennzeichnet <SEP> ist, <SEP> dass <SEP> man <SEP> 4-Aminometlivl  hen7o]siilfonami@d <SEP> oder <SEP> ein <SEP> Salz <SEP> desselben <SEP> mit
<tb>  einer <SEP> Säure <SEP> mit <SEP> 4- <SEP> Aniino-benzolsulfothioli@ii-n  stoff <SEP> oder <SEP> einem <SEP> Salz <SEP> desselben <SEP> mit. <SEP> einer
<tb>  Base <SEP> umsetzt..

              Man    kann zum Beispiel     4-Aminomet.hvl-          benzolsulfonamid    und     -1-Aniino-ben7oIsnlfo-          thioharnstoff    durch     Zusammenschmelzen    bzw.  durch     Vereinigung    in Wasser oder einem or  ganischen Lösemittel oder     Suspensionsmittel     in das Salz überführen.

   Man kann die neue  Verbindung aber mich dadurch herstellen, dass  man Salze der Komponenten zur doppelten       rmset.zung        bringt..            Beispiel:     186     g        4-    -     Aminomethyl    -     benzolsnlfonaniid     werden in<B>750</B>     ems    heissem Wasser gelöst und  die Lösung zu der auf etwa 70 bis 80  erhitz  ten Suspensionen von ?31     g        4-Amino-benzol-          sulfothioharnstoff    in<B>750</B>     ema    Wasser gegeben.

    Es entsteht sofort eine neutral     reagierende     
EMI0002.0023     
  
    klare <SEP> Lösung, <SEP> die <SEP> beim <SEP> Erkalten <SEP> zu <SEP> einem
<tb>  Kristallbrei <SEP> des <SEP> Salzes <SEP> aus <SEP> 1-Aminomethyl  benzolsulfonamicl <SEP> und <SEP> 1- <SEP> Amino-benzolsulfo  thioharnstoff <SEP> erstarrt. <SEP> Nach <SEP> dem <SEP> Absausen
<tb>  und <SEP> Waschen <SEP> mit <SEP> Wasser <SEP> ist <SEP> die <SEP> Verbindung,
<tb>  analysenrein <SEP> und <SEP> seliniilzt <SEP> bei <SEP> 179 . <SEP> 'Sie <SEP> kann
<tb>  aus <SEP> Wasser <SEP> umkristallisiert <SEP> werden.
<tb>  



  In <SEP> gleicher <SEP> Weise <SEP> kann <SEP> die <SEP> Verbindung
<tb>  durch <SEP> Mischen <SEP> der <SEP> heissen <SEP> Lösungen <SEP> äquimole  kula.rer <SEP> Mengen <SEP> von <SEP> 1-Aminoniethyl-benzol  sulfonaniidliydi-oehlorid <SEP> und <SEP> des <SEP> Natriumsal  zes <SEP> des <SEP> 4-Aniino-benzolsulfotliioliarnstoffes <SEP> 1-e  wonnen <SEP> werden.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung einer Verbin dung der Kulfonaniidreilie, dadurch gekenn zeichnet, dass man -1-Aniinoniethyl-benzolsul- fonamid oder ein Salz desselben mit einer Säure mit -1-Anlino-benzolsulfothioharnstoff oder einem Salz desselben mit einer Base uin- set.zt. Die Verbindung ist. ein weisses Pulver, das bei 179 C schmilzt.
CH297991D 1944-08-23 1951-06-09 Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Sulfonamidreihe. CH297991A (de)

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