Vorrichtung zum Phasenabgleich des Triebflusses bei Triebmagneten von Induktionsmessgeräten.
Zur Einstellung der sogenannten 90 -Ver- schiebung bei Induktionsmessgeräten sind verschiedene Anordnungen bekannt. Man beein flnsst entweder den motorisch wirksamen Fluss durch eine Kurzschlusswicklung mit veränderlichem Widerstand, oder man lässt den Widerstand der Kurzschlusswicklung konstant und beeinflusst den im Bereich der Kurzsehluss- wicklung liegenden Flusspfad des Triebmagne- ten durch Änderung seines magnetischen Widerstandes derart, dass die Kurzschlusswick- lung mehr oder weniger Kraftlinien umfasst.
Die erstere Art der Abgleichung leidet an dem Mangel, dass sie verstellbare Kontakte benötigt, deren Ubergangswiderstand sieh im Laufe der Zeit ändern kann, während bei der zweiten Art durch die auftretende Flussände rung unbeabsichtigte Nebenwirkungen, wie z. B. Anderung des Drehmomentes, eintreten können.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die zweite Art der Steuerung. Die erfindungs- gemässe Vorrichtung zum Phasenabgleieh des Triebflusses bei Triebmagneten von Induk tionsmessgeräten ist gekennzeichnet durch ein verstellbares, den Triebfluss belastendes Leiterelement, das auf einem aus ferromagnetisehem Material bestehenden zylindrischen Kern aufgebaut ist, der in einer zylindrischen Bohrung des Triebmagneten bewegbar ist, und wobei der Kern und das Leiterelement so ausgebildet sind, dass bei ihrer Verstellung die Wirkkomponente des magnetischen Widerstandes im Triebmagneten konstant bleibt und die im Leiterelement induzierten Ströme die Phase des Triebflusses beeinflussen.
In den Figuren sind einige Ausführungs- beispiele dargestellt. Es zeigen die Fig. 1 bis 3 die Einzelteile eines Ausfiihritngsbeispiels. in perspektivischer Ansicht, während die Fig. 4 und 5 das Ausführungsbeispiel im Zusammenbau zeigen. Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausfüh rungsbeispiel, zu dessen Erläuterung die Fig. 7 und 8 dienen.
In Fig. 1 ist der Stromtriebmagnet eines Induktionszählers dargestellt. Das Joch dieses Triebmagneten besitzt einen Luftspalt mit zy lindrischer Bohrung zur Aufnahme eines in Fig. 2 dargestellten zylindrischen Eisenkerns.
Um einen Teil des Eisenkerns 2 legt sich ein aus zwei Teilen elektrisch gut leitenden Materials bestehendes Element. Nach dem Beispiel von Fig. 2 besteht es aus zwei der Form des Eisenkerns angepassten Blechplättchen 3. In Fig. 2a und 2b sind Ausführungsformen des Elementes als Kurzschlusswicklungen dargestellt. Nach Fig. 2a kann jeder Teil dieser Kurzschlusswicklung aus einem Drahtbügel bestehen. Die Kurzsehlusswicklung kann aber auch gemma3 Fig. 2b dadurch hergestellt werden, dass aus einem Blechplättchen der Mittel- teil ausgestanzt wird, so dass nur ein schmaler flacher Rand übrig bleibt, der in die entsprechende Form gebogen wird.
In Fig. 3 ist eine Haltebriieke 4 für den Eisenkern dargestellt.
Der Eisenkern ist zwecks Verschiebimg inner halb des Luftspaltes mit einer Gewindespindel versehen und kann dadurch in einem Gewinde- loch der Haltebrücke 4 verschraubt werden.
Die Brücke 4 wird zweckmässig mit Hilfe von Nieten 5 am Joch 1 des Triebmagneten befestigt.
Bei der Verschiebung des zylindrischen Eisenkerns 2 im Luftspalt des Triebmagheten 1 mit Hilfe der Schraubenspindel, werden die auf ihm angeordneten Leiterteile 3 mehr oder weniger von dem Magnetfeld des Triebmagne- ten 1 durchflutet, wobei, wenn die Leiterteile 3 Kurzschlusswicklungen sind, die von dem Magnetfeld in den Kurzschlusswicklungen 3 induzierte Ell ! IK einen Sekundärstrom erzeugen, der eine Phasenverschiebung des Flusses im Magnetkern 1 nach bekannten Gesetzen bewirkt. Dies gilt nicht nur für den Fall, dass ausgesprochene Kurzschlusswioklungen gemäss Fig. 2a und 2b verwendet werden, sondern auch dann, wenn vollwandige Blechplättchen gemäss Fig. 2 vorgesehen sind.
In diesen Blechplättchen werden zwar keine Kurzschluss strume induziert, jedoch treten darin Wirbel- strume auf, und, wie die Praxis gezeigt hat, ergeben sich dabei in bezug auf die Phasenverschiebung des Flusses im Magnetkern 1 ähnliche Wirkungen wie bei einer Kurzschlusswicklung.
Bei der in dem Ausführungsbeispiel be schriebenen Anordnung erübrigt sich eine besondere Befestigung des Elementes 3 auf dem Eisenkern 2. Der besondere Vorteil dieser Anordnung liegt darin, dass die Wirkkompo- nente des magnetischen Widerstandes in dem Flussfeld des Triebmagneten 1 bei jeder Stellung des zylindrischen Lisenkerns 2 im Triebmagnet 1 gewahrt bleibt und somit nnbeabsich- tigte Änderungen des magnetischen Flusses des Hauptstromtriebkerns mit allen Nebenerscheinungen nicht auftreten können.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 6 bis 8 dargestellt. Bei ihm ist in den Luftspalt eine zylinderförmige Hülse aus Kup- fer oder dergleichen eingefügt, deren Mantelfläche einander gegenüberliegende Aussparungen besitzt. Der besondere Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass diese Hülse nicht mehr wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel in der Richtung des Luftspaltes längs verschoben werden muss, was eine besondere Stellsehraube erfordert. Vielmehr wird diese zylinderformige Hülse lediglieh im Luftspalt um mehr oder weniger grosse Win kelbeträge gedreht, wobei sich die Lage der Aussparungen gegenüber der Richtung des den Luftspalt durchsetzenden Flusses ändert.
Bei dem Ausführungsbeispiel dieser Anord nung ist in den Fig. 6 bis 8 mit 10 der Eisenkern des Triebmagneten, der genau wie bei dem vorherigen Ausführungsbeispiel einen Luftspalt 20 mit zylindrischer Bohrung besitzt, bezeichnet. In diesem Luftspalt befindet sich eine zylindrische Hülse 30, die getrennt nochmals herausgezeichnet ist und an deren Mantelfläche im Bereich des Kerns einander gegenüberliegende Aussparungen 40 angebracht sind.
In Fig. 7 und 8 sind zwei ausgezeichnete Lagen dieser im Luftspalt um ihre Längsachse drehbaren Hülse dargestellt. In der Fig. 7 umfassen die Aussparungen in der Hülse den maximal möglichen Teil des Magnetflusses, während in Fig. 8 der durch die Aussparungen tretende Fluss gleich Null ist.
Diese Hülse stellt also ebenfalls eine Kurzschlusswicklung dar ; die je nach der Drehung einen mehr oder weniger grossen Teil des Flusses umschliesst. Die vom Magnetfeld in dieser Kurzschlusswicklung induzierte EMK erzeugt einen Sekundärstrom, der seinerseits eine Phasenverschiebung des Flusses im Magnetkern nach bekannten Gesetzen hervorruft.