CH298265A - An ein Drehstromnetz angeschlossene Stromversorgungseinrichtung zur unterbrechungsfreien Lieferung von Einphasenwechselstrom niedrigerer Frequenz. - Google Patents
An ein Drehstromnetz angeschlossene Stromversorgungseinrichtung zur unterbrechungsfreien Lieferung von Einphasenwechselstrom niedrigerer Frequenz.Info
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Description
An ein Drehstromnetz angeschlossene Stromversorgungseinrichtung zur unterbrechungsfreien Lieferung von Einphasenwechselstrom niedrigerer Frequenz. Um eine niederfrequente Rundfunküber tragung über Phantomkreise eines Träger stromkabels zu ermöglichen, über das die Fernstromversorgung von unbemannten Ver-_ stärkerämtern erfolgt, wurde vorgeschlagen, für die Fernstromversorgung einen Wechsel strom einer unterhalb der tiefsten Frequenz des niederfrequent übertragenen Rundfunk- Bandes liegenden Frequenz zu benutzen,
vor zugsweise 25 oder 16 2/3 Hz. Es ist dabei wich tig, den Einphasenwechselstrom im speisen den Amt ständig unterbrechungsfrei zur Ver fügung zu haben.
Zur unterbrechungsfreien Wechselstrom versorgung benutzt man üblicherweise einen ständig umlaufenden Maschineniunformer bzw. einen ständig im Betrieb befindlichen Umrichter, der bei Netzausfall an den Ver braucher geschaltet wird und sofort die Stromversorgung aus einer über einen Gleich richter aus dem Netz gespeisten Pufferbatte rie übernimmt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass bereits die an sich geringen Umschaltzeiten wegen der Unterbrechung der Anodenstrom versorgung sehr störend in Erscheinung tre ten.
Um eine völlig unterbrechungs- und stoss freie Stromversorgung zu gewährleisten, wurde bei einer Stromversorgungseinrichtung unter Verwendung einer über einen Lade gleichrichter gespeisten Pufferbatterie und eines Gleichstrom/Wechselstrom-Umformers bereits vorgeschlagen, die Energielieferung an den Verbraucher ständig .über den Gleich strom/Wechselstrom-Umformer vorzunehmen. Eine derartige Einrichtung gestattet es, un abhängig vom Zustand des örtlichen Dreh stromnetzes dem Fernkabel dauernd unter brechungsfrei Einphasenwechselstrom zuzu führen. Durch. die zweimalige Energieumset zung ist jedoch der Wirkungsgrad der An lage nicht sonderlich gut.
Der Aufwand ist ausserdem ziemlich gross, da nicht nur eine kostspielige und viel Raum benötigende Bat terie aufgestellt werden muss, sondern auch noch für länger dauernden Netzausfall ein Notstromaggregat, z. B. ein Diesel-Notstrom- aggregat, vorhanden sein muss.
Bei der Stromversorgungseinrichtung ge mäss der Erfindung wird eine Einphasen- wechselspannung niedrigerer Frequenz aus einem durch einen Drehstrommotor aus dem Netz höherer Frequenz angetriebenen Ein= phasengenerator gewonnen, dessen Antrieb bei Ausfall des Netzes selbsttätig von einer vom Netz unabhängigen, vorzugsweise erst bei Netzausfall anlaufenden Antriebsmaschine; z. B. einem Diesel-Motor, übernommen wird.
Der Einphasengenerator -ist dabei mit einer Schwungmasse gekuppelt, die die Antriebs energie in der Zeit zwischen Ausfall des Net zes Lind Wirksamwerden der Antriebsmaschine liefert. Die Anwendung von Schwungmassen zur Energiespeicherung und zum Ausgleich von Stossbelastungen wird als an sich bekannt vorausgesetzt. Die besondere Anwendung der selben bei der Stromversorgungseinrichtung gemäss der Erfindung ist jedoch aus dem Be kannten nicht ohne weiteres ableitbar und bringt erhebliche Vorteile mit sich, da bei re lativ geringem Aufwand ein unterbrechungs freier Betrieb mit einer gegenüber der Netz frequenz niedrigeren Speisefrequenz gewähr leistet ist.
Ein- Ausführungsbeispiel der D-rfindung wird im einzelnen an Hand des in der Figur gegebenen Schemas erläutert. Der aus dem Drehstromnetz 1 gespeiste Drehstrommotor 111 ist über eine selbsttätige Kupplung 2 mit der mit dem Einphasengenerator G in Verbin dung -stehenden Schwungmasse 3 gekuppelt. Zwischen der Schwungmasse 3 Lind dem Ein phasengenerator G ist ein Übersetzungs getriebe 4 angeordnet. Der den Verbraucher (z. B.
Fernkabel) 6 speisende Einphasen- generator ist über eine selbsttätig wirkende Kupplung 5 mit einer im Bedarfsfalle, das heisst also bei Netzausfall, anlaufenden An triebsmaschine, z. B. einem Diesel-Motor D, gekuppelt.
Als Einphasengenerator kann ein Syn= chron- oder ein Asynchrongenerator benutzt werden. Bei Verwendung eines Synchrongene- rators kann dieser durch eine angebaute Er regermaschine erregt oder auch mittels Gleich richter, z. B. Selengleichrichter, in an sich be kannter Weise selbst erregt sein. Im letzteren Falle hat man noch den weiteren Vorteil, dass kein Kollektor im Maschinensatz vorhanden -ist.
Bei Verwendung eines Asynchrongenera- tors kann dieser in bekannter Weise entweder mittels Kondensatoren oder durch eine Kol- lektormaschine erregt sein.
Die Generatoren niedriger Frequenz erfor dern eine- kleine Drehzahl, z. B. kann bei 162/3 Hz -noch eine Drehzahl von 1000 Um drehungen pro Minute zugelassen werden; bei Diesel-Motoren ist es auch wünschenswert, mit kleineren Drehzahlen zu arbeiten. Jedoch ist für die Schwungmasse eine hohe Drehzahl zweckmässig, damit die Abmessungen klein gehalten werden können. Der Einphasengene- r atör soll beispielsweise mit 1000 Umdrehun gen pro Minute und die über das Getriebe 4 angekuppelte Schwungmasse 3 mit 3000 Um drehungen pro Minute laufen.
Der Drehstrom motor 117 habe ebenfalls 3000 Umdrehungen pro Minute, während der Diesel-Motor für 1000 Umdrehungen pro Minute ausgelegt ist.
Bei Ausfall des Netzes 1 wird der im nor malen Betrieb stillstehende Diesel-Motor D selbsttätig zum Anlaufen gebracht. Die An triebsenergie in der Zeit zwischen Netzausfall. und Übernahme des.Antriebes durch den Die- sel-Motor.oder dergleichen stellt die Schwung masse 3 zur Verfügung. Die Verbindung des Diesel-Motors D mit dem Einphasengene- rator G wird durch eine selbsttätig wir kende Kupplung 5, z.
B. durch eine elektro magnetische oder hydraulische Kupplung, vorzugsweise erst bei annähernder Dreh zahlübereinstimmung, hergestellt. Das selbst tätige Starten des Diesel-Motors bei Netzaus fall kann zum Beispiel mit einer Pressluft- oder elektrischen Starteinrichtung erfolgen. Ebenso ist aber auch ein direktes Ankuppeln der stillstehenden Antriebsmaschine an das laufende Aggregat möglich. Um die Verluste möglichst gering zu halten, wird zweckmässi- gerweise bei Netzausfall der Drehstrom antriebsmotor 3I durch die selbsttätig wirk sam werdende Kupplung 2 abgetrennt.
Um die Reservezeit zwischen Netzausfall und Anlauf des Diesel-Motors wesentlich zu erhöhen, kann die Drehzahl der Schwung- masse dadurch vergrössert, vorzugsweise er heblich vergrössert werden, dass auch zwischen Drehstrommotor 117 und Schwungmasse 3 eine Übersetzung der Drehzahl vorgesehen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: An ein Drehstromnetz angeschlossene Stromversorgungseinrichtung zur unterbre chungsfreien Lieferung von Einphasenwech- selstrom niedrigerer Frequenz, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einphasenwechselspan- nung niedrigerer Frequenz aus einem durch einen Drehstrommotor aus dem Netz höherer Frequenz angetriebenen Einphasengenerator gewonnen wird, dessen Antrieb bei Ausfall des Netzes selbsttätig vön einer vom Netz unabhängigen Antriebsmaschine übernommen wird, und dass der Einphasengenerator mit einer Schwungmasse gekuppelt ist,die die Antriebsenergie in der Zeit zwischen Ausfall des Netzes und Wirksamwerden der Antriebs maschine liefert. UNTERANSPRÜCHE: 1. Stromversorgungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Einphasengenerator ein. über Gleichrich ter selbst erregter Synchrongenerator ist. 2. Stromversorgungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Netzausfall der Drehstrommotor selbst tätig vom Einphasengenerator abgekuppelt wird.3. Stromversorgungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmaschine erst bei annähernder Drehzahlübereinstimmung an den Einphasen generator angekuppelt wird. 4. Stromversorgungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die stillstehende Antriebsmaschine durch di rektes Ankuppeln an den umlaufenden Ein phasengenerator in Betrieb gesetzt wird. 5. Stromversorgungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwungmasse mit einer grösseren Dreh zahl umläuft als der Einphasengenerator. 6.Stromversorgungseinrichtung nach Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehstrommotor und die Schwungmasse die gleiche höhere und der Einphasengenera- tor und die Antriebsmaschine die gleiche nied-. rigere Drehzahl aufweisen. 7. Stromversorgungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwungmasse eine höhere Drehzahl hat als der Drehstrommotor.
Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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ID=67480027
Family Applications (1)
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| CH298265D CH298265A (de) | 1951-03-14 | 1952-02-26 | An ein Drehstromnetz angeschlossene Stromversorgungseinrichtung zur unterbrechungsfreien Lieferung von Einphasenwechselstrom niedrigerer Frequenz. |
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1952
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| JPS323475B1 (de) | 1957-06-08 |
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