Verfahren zur Herstellung von elektrischen Kondensatoren. Bei der bisherigen Art der Kondensator herstellung wird jeder einzelne Kondensator für sich hergestellt. Bei der Herstellung von Wickelkondensatoren wird z. B. jeder ein zelne Wickel als Einzelbauteil aus seinen Grundelementen gewickelt, so dass der fertige Wickel lediglich noch in ein Gehäuse einge baut, getränkt und vergossen werden muss. Ebenso baut man Stapelkondensatoren in der Weise auf, dass man die zu einem Einzelstapel zusammenzusetzenden Kondensatorelemente vor ihrem Zusammenbau in die richtige Grösse schneidet und dann immer abwechselnd zuge- schnittene Einzelelemente aus dielektrischemn Stoff und Metall aufeinanderlegt.
Auch der so hergestellte Kondensator wird dann nicht mehr weiter bearbeitet, sondern in ein Ge häuse eingesetzt und weiterbehandelt wie der obenerwähnte Wickel.
Insbesondere im Falle des Stapelkonden- sators ist dies insofern von grossem Nachteil, als das Legen der zurechtgeschnittenen Ein zelelemente umständlich und zeitraubend und vor allem infolge der notwendigen Legevor richtungen für die Einzelelemente sehr teuer ist. Um eine grosse Anzahl von solchen Kon densatoren in der Zeiteinheit herstellen zu können, braucht man auch eine grosse Anzahl dieser nicht einfachen Legevorrichtungen. Der Stapel- oder Blockkondensator konnte sich daher gegenüber dem Wickelkondensator als Gebrauchskondensator auch nicht behaup ten.
Vielmehr hat ihn dieser in den letzten Jahren mehr und mehr verdrängt und ihm als Sondergebiet allenfalls noch das der mit erhöhter Genauigkeit herzustellenden Mess- kapazitäten übrig gelassen.
Die Erfindung besteht darin, dass nicht mehr ein Einzelkondensator hergestellt, son dern zunächst ein Ausgangskondensator aus die Belegungen für mehrere Kondensatoren als getrennte, nebeneinander aufmetallisierte Metallflächen tragenden dielektrischen Ele menten aufgebaut wird und danach die ein zelnen Kondensatoren an den Trennstellen von dem Ausgangskondensator abgeschnitten werden. Hierdurch kann eine sehr grosse Ver einfachung und Verbilligung der Kondensa- torherstellung erzielt werden.
Die Aufbauvor richtungen für den Kondensator, also z. B. die Legevorrichtungen oder die Wickelmaschinen können hierbei wesentlich grösser ausgeführt werden und in der Zeiteinheit daher auch wesentlich grössere Kapazitätsmengen erzeu gen, während die Herstellung der Einzelkon densatoren dann einfach durch Abschneiden cies Einzelkondensators von diesem Ausgangs kondensator erfolgen kann. Die Leistungs fähigkeit des Verfahrens geht aus der folgen den kleinen Berechnung deutlich hervor Nimmt man die Breite der den Ausgangskon densator zusammensetzenden Einzelblätter z.
B. aus Papier zu 100 mm, ihre Länge zu <B>1000</B> mm an, so erhält man bei einer Dicke von 8 @c für das Dielektrikum beim Zulegen eines einzigen Einzelblattes einen Kapazitäts- zuwachs von rund 0,5 Mikrofarad, womit auch bei verhältnismässig einfachen Aufbauvorrich tungen für den Blockkondensator die Lei stungsfähigkeit von Wickelmaschinen bisher üblicher Bauart für die Herstellung kleinerer und mittlerer Wickelkondensatoren weit über troffen wird.
Es ist bereits bekannt, Kleinstkondensa- toren für die Hochfrequenztechnik dadurch, herzustellen, dass ein fortlaufender Streifen eines dielektrischen Stoffes auf beiden Seiten mit einem leitenden Metallüberzug versehen wird und flache Stücke solcher Grösse, dass ihr Kapazitätswert gleich dem gewünschten Kapazitätswert ist, von dem Streifen abge schnitten werden (siehe deutsche Patentschrift Nr.514902). Es ist weiterhin bekannt, dass man den Metallüberzug nicht als fortlaufen den Streifen, sondern in einzelne quer zur Streifenrichtung sich erstreckende Teilflächen aufgeteilt auf das Dielektrikum aufbringt und das Abschneiden dann innerhalb der zwischen den einzelnen Teilflächen liegenden metall freien Aussparungen erfolgt.
Alles dies war jedoch auf Kleinstkondensatoren beschränkt, die lediglich aus einer einzigen dielektrischen Lage mit auf beiden Seiten aufgebrachten Be legungen bestanden. Der Gedanke, mehrlagige Kondensatoren mittlerer oder gar grösserer Kapazitätswerte auf diese Weise herzustellen, ist dadurch noch nicht bekannt geworden. Ins besondere fürchtete man wohl, dass durch das Schneiden des Ausgangskondensators das Me tall der zerschnittenen Belegungen an den Stirnflächen Kurzschlüsse zwischen den ein zelnen Lagen des Kondensators hervorrufen könnte.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, mehrlagige Kondensatoren dadurch herzustel len, dass man zunächst einen grossen Aus gangskondensator aufbaut und von diesem Einzelkondensatoren abschneidet, worauf dann durch besondere Massnahmen die Metallbele gungen, soweit sie an die Schnittflächen an stiessen oder gar über sie miteinander in Ver bindung standen, zerstört werden mussten, bis den Betrieb des Kondensators störende Leit- fähigkeiten an den Schnittflächen nicht mehr vorhanden waren. Demgegenüber soll das er findungsgemässe Verfahren so ausgeführt werden, dass die einzelnen Metallbelegungen derart aufgebracht sind, dass beim Zerschnei den des Ausgangskondensators überhaupt keine störende Leitfähigkeit auf den Schnitt flächen entstehen kann.
Die Herstellung des Ausgangskondensa- tors kann nach einem beliebigen, an sich bekannten Kondensatorherstellungsverfahren erfolgen. Er kann z. B. durch Wickeln von Bändern von geeigneten Abmessungen auf einer Wickelmaschine, durch Aufeinanderle- gen von Blättern grossen Ausmasses in der -oben beschriebenen Weise oder auch durch das weniger gebräuchliche, aber schon häufig vorgeschlagene Falten mehrerer metallisierter Dielektrikumsbänder in Zickzackform herge stellt werden.
Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wählt man als Ausgangsmaterial zweckmässigerweise einseitig mit, einer Metal- lisierung versehene dielektrische Bänder, Platten oder dergleichen, auf denen der Me tallbelag durch genügend breite Trennfugen in Stücke geteilt ist, die der Grösse der später von dem Ausgangskondensator abzuschnei denden Kondensatoren entsprechen. Im allge meinen wird man gleich grosse Kondensatoren herstellen wollen und deswegen diese Unter teilung gleichmässig machen.
Man kann aber auch auf diese Weise Kondensatorkombina- tionen aus Kondensatoren verschiedener Grösse in einem einzigen Block herstellen, indem man die metallisierten Flächen ver schieden gross macht Lind dann beim Zer schneiden immer mehrere der auf diese Weise entstehenden ungleich grossen Kondensatoren als zusammenhängenden Block vom Aus gangskondensator abschneidet.
Die Metallisierung auf den Dielektrikums- bändern stellt man zweckmässigerweise nach einem an sich bekannten Verfahren her, am besten indem man sie im Vakuum aufdampft. Dieses Verfahren erlaubt auch eine ausser ordentlich einfache und saubere Herstellung der unterteilten Metallisierung, indem man in ebenfalls bekannter Weise auf die Stellen der Dielektrikumsbänder, die von Metall frei bleiben sollen, durch ein Druck- oder Auf dampfverfahren ganz geringe Spuren von metallniederschlaghindernden Stoffen auf bringt.
An all den Stellen, an denen diese Stoffe auf der zu metallisierenden Unterlage vorhanden sind, wird die Metallisierung beim Bedampfen unterbrochen, so dass - auf diese Weise die Trennung zwischen den einzelnen Metallflächen ohne weiteres erreicht werden kann.
Beim Legen oder Wickeln des Ausgangs- kondensators muss man darauf achten, dass die metallfreien Stellen, an denen später die Schnitte durch den Ausgangskondensator ge legt werden sollen, in allen Lagen genau über einander zu liegen kommen. Beim Legen von einzelnen Blättern zu Blockkondensatoren kann dies beispielsweise durch mechanische Führungen erreicht werden, die in Schlitze der dielektrischen Lagen eingreifen.
Diese Schlitze werden dabei vorteilhafterweise von der gleichen Walze in das Dielektrikum ein geschnitten, die auch den metallniederschlag hindernden Stoff aufdruckt, so dass unbe- dingter Gleichlauf zwischen diesen marken und den metallfreien Stellen gesichert ist. Auch durch an sich bekannte lichtelektri sche Legeverfahren könnte man erreichen, dass die einzelnen Lagen im Ausgangskonden sator genau übereinander zu liegen kommen. Dies geht insbesondere dann, wenn es sich um verhältnismässig dünne elektrische Schichten, also z. B. Papier oder dergleichen oder gar um lichtdurchlässige Dielektrika, also z. B.
Polystyrolfolien oder dergleichen handelt. Dann sind lediglich die metallfreien Stellen lichtdurchlässig, während an den Stellen, an denen sich Metallbelag befindet, die Licht durchlässigkeit zum mindesten sehr stark herabgesetzt ist. Bei lichtundurchlässigen Bänder könnte man Legeverfahren mit Hilfe lichtelektrischer Zellen darauf aufbauen, dass das Reflexionsvermögen der metallisierten Flächenteile grösser ist als das der metallfrei gebliebenen Stellen. Schwieriger ist die Herstellung von Aus gangskondensatoren in Form von Wickelkon densatoren.
Es ist zwar möglich, einfach da durch zu solchen Ausgangskondensatoren zu kommen, dass man auf ausserordentlich langen Wickelkernen Kondensatoren geringen Durch messers, gewissermassen Kondensatorstan gen , wickelt und diese dann in geeigneten Abständen radial durchschneidet. Auf diese Art und Weise lassen sich jedoch nur ver hältnismässig kleine Ausgangskondensatoren wickeln, denn die axiale Länge des Wickels ist durch die Breite der praktisch verarbeit baren Papierbänder bestimmt, so dass also von einer solchen Kondensatorstange lediglich eine beschränkte Anzahl Kondensatoren abge schnitten werden kann, die alle Wickelkon densatoren vom gleichen Durchmesser sind, den auch der Ausgangskondensator selbst hat.
Zu wesentlich grösseren Ausgangskondensa toren und daher zu noch wirtschaftlicheren Herstellungsmöglichkeiten kommt mau, wenn man die erwähnten breiten Dielektrikumsbän- der auf Trommeln grossen. Durchmessers auf wickelt und nach,
dem Aufwickeln die Kon densatoren als Blöcke aus dem so entstande nen hohlzylinderförmigen Ausgangskonden sator -her ausschneidet. Aus einem solchen Aus gangskondensator lassen sich also- nicht nur wie beim oben erwähnten so viele Einzelkon densatoren abschneiden, wie der Länge nach nebeneinandergelegt in ihm enthalten sind, sondern ausserdem eine grosse Anzahl von in Umfangsrichtung des Ausgangskondensators nebeneinanderliegenden Kondensatoren,
so dass mit einem einzigen Wickelvorgang eine wesentlich grössere Anzahl von Einzelkonden satoren vorbereitet werden kann, die selbst Blockkondensatoren darstellen. Der Ausgangs kondensator kann in diesem Fall aber nicht aus Bändern mit konstantem Trennfugenab- stand hergestellt werden,
denn infolge des mit dem zunehmenden Wickeldurchmesser grösser werdenden Umfanges des Wickels würden bei konstantem Trennfugenabstand auf dem Wickelband die Trennfugen nicht mehr rich tig aufeinanderliegen. Es wären dann unter Umständen schräge Schnitte notwendig, die schwierig auszuführen sind und die die prak tische Verwendbarkeit der Einzelkondensato ren stark beeinträchtigen würden.
Ein grosser Vorzug der durch Abschnei den aus einem Ausgangskondensator herge stellten Einzelkondensatoren ist ja gerade der, den auch die einzeln aufgebauten Block kondensatoren haben: ihre würfel- oder qua- derförmige Form, die es erlaubt, sie im Ge gensatz zu den runden Wickelkondensatoren in die üblichen quaderförmigen Kondensator becher einzubauen, ohne dass unausgenutzte zwickelförmige Räume entstehen. Durch schräge Schnitte würde aber gerade der Vor zug der Rechtwinkligkeit, den diese Konden satoren aufweisen, wieder verloren gehen.
Macht man den Trommeldurchmesser sehr gross Lind wählt die Anzahl der aufeinander zuwickelnden Lagen des Ausgangskondensa- tors verhältnismässig klein, so wird unter Umständen auch ohne besondere Massnahmen zu erreichen sein, dass trotz konstanten Ab standes der Trennfugen auf dem Dielektri- k umsband im entstehenden hohlzylindrischen Ausgangskondensator etwa radial geführte Teilungsschnitte ermöglicht werden.
Für den Fall, dass dies nicht genügt, kann man genau radial übereinanderliegende Trennstellen in den einzelnen Lagen dadurch erhalten, dass man sie erst beim Aufwickeln auf die Trom mel durch in Abhängigkeit von der Stellung der Trommel gesteuerte Hilfsvorrichtungen entstehen lässt. Wenn die Metallschicht z. B. so dünn ausgeführt wird, dass sie unter dem Einfluss zu ihr übergehender oder von ihr weggehender Funken wegbrennt, so lässt sich diese Eigenschaft mit Vorteil zu dem eben er wähnten Zweck benutzen.
Man wird dann völlig durchlaufend metallisierte Metallbänder aufwickeln und die Trennfugen dadurch er zeugen, dass man an einer bestimmten Stelle über der Aufwickeltrommel eine Elektrode anordnet, die bei bestimmten Stellungen der Aufwiekeltrommel unter Hochspannung ge setzt wird. Man kann so erreichen, dass z. B. immer nach einem Drehwinkel von 10 für die Trommel eine Entladung von dieser Elek trode zur Trommel übergeht und dort einen parallel zur Trommelachse laufenden Streifen von Metall befreit. Auf diese Weise erhält man auf dem Trommelumfang 36 voneinander getrennte Metallflächen, das heisst also 36 Kondensatoren, die nun noch durch Schnitte quer zur Trommelachse weiter in Einzelkon densatoren unterteilt werden können.
Man kann aber das Entstehen von Metall niederschlägen auch in der oben geschilderten Weise durch Aufbringen von Fett oder der gleichen an den gewünschten Stellen verhin dern, wenn man nur das Aufbringen der me- tallniedersehlaghindernden Schicht, also z. B. des Fettes oder Öls, von der Trommelstellung abhängig macht. Dampft man das Fett auf das Dielektrikumsband auf, so kann dies da durch geschehen, dass jeweils nach dem Wei terdrehen der Aufwickeltrommel um 10 eine sonst geschlossene Verdampferdüse kurzzeitig geöffnet wird, so dass der Öl- oder Fettdampf austreten kann.
In diesem Falle inüsste dann also das Aufbringen des metallniederschlag- hindernden Stoffes, das Bedampfen mit Me tall und das Aufwickeln zu einem grossen Ausgangskondensator in einem einzigen Ar beitsgang erfolgen. Anstatt der Öffnung einer Ölverdampferdüse kann man auch -umgekehrt vorgehen und die kurzzeitige Schliessung einer Metallverdampferdüse in Abhängigkeit vom Drehwinkel der Aufwickeltrommel vor nehmen lassen.
Schliesslich kann man die Herstellung der Trennfugen auch durch das bekannte Öl druckverfahren erzeugen. Es kann hierbei nämlich mit einem sehr grossen Schlupf zwi schen druckender Walze und bedruckter Un terlage gearbeitet werden, so dass die ge druckten Figuren in ihrer Längsrichtung aus einandergezogen werden, ohne dass sie sich dabei merklich verschmieren. Die das Öl auf bringende Druckwalze muss dann nur mit der Wickeltrommel durch Zahnräder fest gekop pelt sein, so dass sie die Trennfugen immer bei festen Winkelgraden druckt.
Es ist im übrigen nicht. nötig, zur Herstel lung von solchen Ausgangskondensatoren von dielektrischen Bändern auszugehen, die eine Metallisierung tragen. Es ist ein Verfahren bekanntgeworden, nach dem auf einer grossen W ickeltrommel abwechselnd Schichten aus Isolierstoffen und Metall niedergeschlagen werden, worauf dann nach Beendigung des Niederschlagens der so entstandene hohlzylin drische, geschichtete Körper von der Wickel trommel abgezogen, längs einer Erzeugenden aufgeschnitten, flach gedrückt und als Kon densator verwendet werden kann.
Dieses Ver fahren lässt sich für die Herstellung von Aus gangskondensatoren ebenfalls mit Vorteil ver wenden, indem auch die Dielektrikumsschich ten vor dem in Form von voneinander getrenn ten Metallflächen erfolgenden Aufmetallisie ren der Belegungen fortlaufend auf einer Un terlage erzeugt werden, wobei auch hier wie der darauf zu achten ist, dass die Trennfugen in den einzelnen Lagen nach Möglichkeit radial übereinander liegen.
Um die Belegungen der durch Abschnei den vom Ausgangskondensator hergestellten Einzelkondensatoren mit Anschlüssen ver sehen zu können, ist es erforderlich, die Schnitte durch den Ausgangskondensator so zu legen, dass bei jedem der entstehenden Einzelkondensatoren an eine Schnittfläche die Belegungen der geradzahligen Lagen, an eine andere Schnittfläche die Belegungen der un- ger adzahligen Lagen anstossen. Man erreicht dies am besten dadurch, dass die aufmetalli sierten Flächen auf den Dielektrikumsschich ten 1, 3, 5, 7 usw. wenigstens in einer Rich tung um eine halbe Teilung gegenüber den aufmetallisierten Flächen auf den Dielektri kumsschichten 2, 4, 6, 8 usw. versetzt sind.
Schneidet man bei einem solchen Ausgangs kondensator durch zwei nebeneinanderliegende Trennfugenebenen hindurch, so erhält mnan am abgeschnittenen Kondensator an der einen Schnittfläche die geraden, an der andern Schnittfläche die ungeraden Belegungen zum Anschluss. Dieses zuletzt erwähnte Verfahren lässt sich ausserdem vorteilhaft zur Herstel lung von Hochspannungskondensatoren ver wenden, indem man anstatt an jeder Trenn fugenebene durchzuschneiden den Ausgangs kondensator nur an jeder zweiten oder dritten Trennfugenebene durchschneidet.
Auf diese Weise erhält man eine Hintereinancderschal- tung von mehreren Kondensatorbelegungen, so dass also einderartiger Kondensator an eine höhere Spannung gelegt werden kann als ein Kondensator, der keine hintereinanderge schalteten Belegungen hat.
In der Zeichnung sind einige Ausfüh rungsbeispiele eines mit dem erfindungsge mässen Verfahren hergestellten Kondensators gezeigt, und zwar zeigt Fig. 1 schematisch den Aufbau eines Aus gangskondensators, Fig. 2 einen Querschnitt durch einen sol chen Ausgangskondensator, Fig. 3 ein Schaltschema zu Fig. 2, Fig. 4 einen gefalteten und Fig. 5 und 6 Längs- und Querschnitt durch einen gewickelten Ausgangskondensa tor.
In Fug. 1 sind die Dicken der einzelnen Schichten ausserordentlich stark übertrieben und auch das Verhältnis der Dicke der Metallschichten zur Dicke der dielgktrischen Schichten nicht in der normalerweise, üblichen Grösse wiedergegeben. Die Dielektrikumslage 1 trägt eine Metallschicht,. die in verschiedene Einzelflächen 2, 3; 4, _ 5, 6 und 7 unterteilt ist, während die sich auf der Dielektrikums- schicht 8 befindliche Metallschicht in eine Reihe von Einzelflächen 9, 10, 11, 12 -und 13 unterteilt ist.
Unterhalb der D_ielektrikums- lage 8 folgt eine Metallschicht,- deren Unter teilung genau der Unterteilung der von der Dielektrikumslage 1 getragenen Metallschicht entspricht, während die nächste, weiter nach = unten liegende Metallschicht -wieder= genau der von der Dielektrikumslage 8 getragenen entspricht. Die Trennfugen 14 und 15 der obersten Metallschicht liegen genau über den Trennfugen 16 und 17 der nächsten Metall schicht.
Dagegen sind die quer dazu verlau fenden Trennfugen in den einzelnen Schich ten gegeneinander versetzt, derart, däss die Trennfuge 18 der von der Dielektmikumslage B getragenen Metallschicht unter der Mitte der Flächen 5, 6 und 7 liegt, das heisst also zwischen der Trennfuge 19 und dem Rand 20 der von der Dielektrikumslage 1 getragenen Metallschicht. Längs der Trennfugen 14 und 15 kann man nun also diesen Ausgangskon densator in einzelne Kondensatorstreifen zerlegen, die den in Fig. 2 dargestellten Längsschnitt haben.
Schneidet man nunmehr die so erhaltenen Kondensatorstreifen auch noch in den Trennfugen, die quer zu ihrer Längserstreckung laufen, auseinander, etwa durch die in Fig. 2 angedeuteten Schnitte 21 und 22, so erhält man an der Schnittfläche 21 für den zwischen diesen beiden Schnitten lie genden Kondensator Anschlussmöglichkeiten für die Belegungen 23, 24 und 25, an der Schnittfläche 22 Anschlussmöglichkeiten für die Belegungen 26, 27 und 28. Man kann also auf die Schnittfläche 21 die Zuführungen für die eine Polarität, auf die Schnittfläche 22 die Stromzuführungen für die andere Polarität in bekannter Weise aufbringen.
Zwischen den Schnittflächen 22 und 29 da gegen erhält man einen Kondensator mit drei hintereinandergeschalteten Belegungen, also einen Hochspannungskondensator. Die Bele gung 30 liegt der Belegung 31 gegenüber und diese wiederum der Belegung 32. Die Bele gung 31 selbst wird weder durch den Schnitt 22 noch durch den Schnitt 29 getroffen. An der Schnittfläche 22 kann man dagegen bei diesem Kondensator Anschluss an die Bele gung 32 und die ihr entsprechenden Belegun gen, an der Schnittfläche 29 Anschluss an die Belegung 30 und die ihr entsprechenden Bele gungen finden. Es entsteht also ein Konden sator, dessen Schaltung in Fig. 3 schematisch gezeigt ist.
In Fig. 4 stellt 35 ein breites, auf beiden Seiten metallisiertes Dielektrikumsband dar, das in Zickzackform zusammengefaltet ist. Es trägt auf der einen Seite die Metallbelegun gen 36, 3 7 und 38, die durch die metallfreien Streifen 39 und 40 voneinander getrennt sind.
Schneidet man den Kondensator parallel zu der dem Beschauer zugekehrten Stirn fläche in den Trennfugen 39 lund 40 durch, so erhält man drei schmälere Kondensatoren, die nun ihrerseits noch durch Auseinander brechen des Kondensators in einer beliebigen Lage parallel zu der Schichtung unterteilt werden können. Unterteilt man beispielsweise in der Ebene 41, 42, so muss lediglich das Dielektrikzmsband an der Stelle 43 mit der Schere auseinandergeschnitten werden, um eine vollkommene Trennung in zwei Konden satoren zu erzielen.
In den Fig. 5 und 6 ist. ein Ausgangskon densator dargestellt, der auf einem hohlzylin drischen Kern 45 mehrere konzentrische Lagen aus Metall und dielektrischen Stoffen besitzt. Der Einfachheit halber sind die ein zelnen Lagen konzentrisch dargestellt. In Wirklichkeit werden die einzelnen Windun gen meist spiralig aufeinanderliegen. Am Prinzip ändert dies jedoch gar nichts.
Durch eines der obenbeschriebenen Verfahren ist er reicht, dass die Trennfugen zwischen den Teil flächen der einzelnen Schichten im Quer schnitt radial übereinanderliegen. Nach der Fertiglug des Ausgangskondensators kann also beispielsweise mittels der Schnitte 46 und 47 ein Teil des Ausgangskondensators gewon nen werden, der kreissektorförmigen Quer schnitt hat.
In der dargestellten Anordnung lassen sich -also acht kreissektorförmige Kon- densatoren gewinnen, die nun, wie sich aus dem Längsschnitt der Fig. 6 ergibt, durch weitere Schnitte 48, 49, 50 usw. in weitere Einzelkondeüsatoren zerlegt werden können.
Insbesondere für die Darstellung in Fig. 5 ist zu betonen, dass es sich hier um sehr sche matisierte Abbildungen handelt; in Wirklich keit' wird man den Durchmesser der hohlen Trommel 45 im Verhältnis zur Dicke des darauf aufgewickelten Ausgangskondensators sehr viel grösser machen, so dass der' Winkel zwischen den einzelnen radial geführten Schnitten verhältnismässig klein ist. Man ge winnt auf diese Weise sehr angenähert recht eckige Kondensatoren.