Geschirrspülmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf Geschirr spülmaschinen, die im besonderen zur Ver wendung in Haushalt und Wohnung geeignet sind und in. entsprechender Form auch in Restaurants, Hotels und ähnlichen Unterneh men verwendet werden können.
Die Maschine nach der vorliegenden Er findung ist ausgerüstet mit einem in einer Wanne angeordneten Geschirrhalter, einem innerhalb der Wanne gelagerten, unterhalb des Geschirrhalters liegenden, oben offenen, rotierenden Behälter für die Aufnahme von Spülflüssigkeit, die einen an der Innenwand des Behälters anliegenden Flüssigkeitsring bildet, in den Schaufeln, die um die Mittel achse drehbar sind,
mit ihren Einlass- öffnungen eintauchen und die aufgenom mene Flüssigkeit durch Auslassöffnungen in Form eines Sprühstrahls aufwärts in den Geschirrhalter spritzen, und die Maschine ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufeln durch die Bewegung des Flüssigkeitsringes mitgenommen werden, wobei eine Bremse ihre Umlaufgeschwindigkeit unter der Umlauf geschwindigkeitdes Flüssigkeitsringes hält.
Mittels eines Ausführungsbeispiels der Erfindung ist es möglich, einen sehr zufrie- denstellenden und leistungsfähigen Spülvor gang zu erzielen, wobei eine Mindestmenge an heissem Wasser als Spülflüssigkeit verwen det wird, das heisst eine Menge, die gerade genügt, um einen Wasserring von wesent licher Dicke zu erzeugen und die im Bereich von etwa zwei Litern liegt.. Der umlaufende Behälter ist dabei so gestaltet und so bemes sen,
dass er nur die zum Gebrauch notwen dige Menge an Spülflüssigkeit fasst und: zu rückhält und jede überschüssige Flüssig keitsmenge selbsttätig abgibt, so dass keine mechanische Vorrichtung zum Abmessen der Flüssigkeit vorgesehen noch die einzubrin gende Wassermenge gemessen oder das Füllen der Vorrichtung sorgfältig beobachtet wer den muss, ; Dieses Ausführungsbeispiel der Geschirr- spülmaschine ist so eingerichtet, dass nach Beendigung jedes Reiniglings- und Spülvor ganges ein selbsttätiges Ablaufen der Spül flüssigkeit erfolgt.
Durch solche Ausbildung der Vorrichtung werden Ablaufhahnen: oder ähnliche Vorrichtungen, die geöffnet werden müssten, um Flüssigkeit aus dem Flüssig- keitsbehälter abzulassen, vermieden. Bekannt lich verstopfen sich die bei Maschinen dieser Art verwendeten Ablasshahnen und: Ablass- ventile oft mit'Speiseresten und lassen infolge dessen das Spülwasser nicht mehr ab.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel .entfal len derartige Ablasshahnen, und gleichzeitig wird die Möglichkeit, dass sich die Auslasslei- tungen durch Speisereste verstopfen, völlig ausgeschaltet.
Infolge dieser Ausbildung ist die Maschine also selbstreinigend und. hygienisch einwandfrei, so dass auch keine Notwendigkeit besteht, die Maschine nach jedem Gebrauch besonders durchzuspülen oder zu reinigen. Bei diesem Ausführungsbeispiel der Er findung werden die Schaufeln durch den um laufenden Flüssigkeitsring. angetrieben und ist eine Bremsvorrichtung vorgesehen, um den Umlauf der Schaufeln mit einer Geschwindig keit zu sichern, die wesentlich geringer als die Umlaufgeschwindigkeit des Flüssigkeits ringes ist.
Weiter werden die Auslassenden der Schau feln zweckmässig in verschiedenen radialen Abständen von: der Umlaufachse der Schau feln vorgesehen, so d ass die aufwärts gerich teten Sprühstrahlen aus Spülflüssigkeit eine Gruppe von sich überlappenden Kreis- bzw. Ringflächen bestreichen, die die gesamte Quer schnittsfläche des das Geschirr tragenden Hal ters decken.
Die Antriebsvorrichtung dieses Ausfüh- rungsbeispiels wird unabhängig von dem um gebenden Gehäuse vollständig von dem. Boden der Wanne getragen, dabei ist die Geschirr spülmaschine verhältnismässig einfach im Auf bau, von hoher Leistungsfähigkeit beim Ar beiten und wirtschaftlich in der Herstellung.
In den beigefügten Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veran schaulicht. Es zeigen Fig.1 einen senkrechten Schnitt durch die Geschirrspülmaschine, Fig.2 einen waagrechten Schnitt;
im we sentlichen nach der Linie 2-2 der Fig.1. Fig.3 eine schematische Darstellung der Wasserverteilvorrichtung, Fig. 4 einen vergrösserten Mittelschnitt durch den die Antriebsvorrichtung enthalten den untern Teil der Maschine, Fig. 5 einen waagrechten Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 4,
Fig. 6 eine Seitenansicht der mit Schau feln und Tragarm ausgerüsteten Wasserver- teilvorrichtung, gesehen auf Linie 6=6 der Fig. 5,
Fig.7 einen waagrechten Schnitt durch die Antriebsvorrichtung nach Linie 7-7 durch die Fig.4. Fig. 8 einen waagrechten Schnitt nach der Linie 8--8 der Fig.4 durch die Brems- oder Verzögerungsvorrichtung und Fig. 9 einen senkreehten Schnitt. nach Linie 9-9 der F'ig.4 durch die Brems- oder Ver zögerungsvorrichtung.
Die Geschirrspülmaschine nach Fig.1 be sitzt ein mit einstellbaren Füssen 11 ausge- rüstetes Gehäuse 10 zur bequemen Aufstel lung in einer Küche. Die Maschine enthält eine Pumpe 12 mit Kraftantrieb und einer Auslassleitung 14, mit der ein geeigneter 'Schlauch verbünden werden kann, um die verbrauchte Spülflüssigkeit in ein Abzugrohr abzuleiten.
Selbstverständlich kann die Ma schine auch ohne das Gehäuse 10 hergestellt und unmittelbar in die Ummantelung eines Küchenabgusses eingebaut werden; wobei die Pumpe 12 und ihr Antrieb wegfallen können und die Leitung zum Ableitender verbrauch ten Spülflüssigkeit an das Ablaufrohr des Ausgusses angeschlossen werden kann, damit die verbrauchte Spülflüssigkeit abfliessen kann.
Wie in den Zeichnungen dargestellt, liegt innerhalb des Gehäuses eine im Querschnitt runde Wanne 16, deren unteres Ende 17 einen verkleinerten Durchmesser aufweist, um innerhalb der Wanne eine ringförmige Schul ter 18 zu bilden, auf der .ein aus geeignetem Material, zum Beispiel Gummi, bestehender Ring 20 abdichtend aufliegt. Der Ring 20 umgibt die Aussenkante einer ringförmigen Wasserablenkplatte 22, die sich nach einwärts und abwärts in der aus Fig.4 ersichtlichen Weise erstreckt.
Der Zweck dieser ringför migen Ablenlrplatte wird: später im einzelnen beschrieben. In eine abgesetzte ringförmige Schulter 22a der Ablenkplatte ist ein Rost oder ein Sieb '25 eingelegt, während auf den Gummiring ein Drahtkorb oder Drahtgestell 26 (Fig. 4) aufgesetzt ist, das geeignete Stützen oder Anschläge aus Draht aufweist, die Taschen oder Halter für die verschieden artigen zu waschenden 'Teller, Platten, Gläser und dergleichen bilden.
Dieser Geschirrhalter ist bekannt und wird demgemäss nicht weiter im einzelnen beschrieben.
Die Wanne 116 wird in dem Gehäuse 10 durch eine Anzahl Konsolen 30 gehalten, die mit von dem Eckpfosten des Gehäuses 10 ge- tragenen Konsolen. 31 verbunden sind und auf diesen Konsolen, sich abstützen. Auf der Aussenwandung der Wanne sitzt oberhalb des Ablenkringes 22 ein 'Trichter 33, der in die Wanne mündet und durch den hindurch ein Vorrat an Spülflüssigkeit dem Innern der Wanne zugeleitet wird.
An der Aussen wandung der Wanne ist eine Wasserzufüh- rungsleitung 34 vorgesehen, deren Auslass- ende über. der trichterartigen Vorrichtung 33 liegt. Die Leittrog 34 wird mittels eines durch ein Solenoid gesteuerten Ventils 35 betätigt. Selbstverständlich kann die Wasserzufuhr auch von Hand geregelt werden, ohne da durch das Arbeiten der Maschine zu beein trächtigen.
Unterhalb des Siebes 25 und .der Gestelle 26 liegt innerhalb des untern Teils der Wanne 16 eine Vorrichtung zur Herbeiführung des Wasserumlaufes. Sie weist einen nach oben offenen Behälter 40 auf, dessen Seitenwand im Querschnitt gebogen ist und einen U-för- migen Umriss besitzt, wie dies aus den Zeich nungen ersichtlich ist.
Der Behälter 40 wird mit hoher Geschwindigkeit, die vorzugsweise: in dem Bereich von 500 oder 600 Umdrehun gen pro Minute liegt, in Umlauf gesetzt, um gegen die Aussenwand des Gehäuses einen aus Spülflüssigkeit bestehenden Kreisring zu bilden, wie er in gestrichelten Linien bei 42 (Fig.4) dargestellt ist. Die Dicke des Flüs sigkeitsringes 42 wird bei Betriebsbeginn durch das Mass begrenzt, um das der nach innen umgebogene obere Rand 40a des Be hälters gegenüber dem äussersten Teil der Seitenwand nach innen übersteht.
Der Boden des umlaufenden Behälters 40 steigt gegen die Mitte des Behälters nach aufwärts an, wie dies aus Fig.4 ersichtlich ist. Dieser Boden weist eine Anzahl in Umfangsrichtung auf Abstand voneinander stehender, bogenförmi ger Öffnungen 43 auf, die gegenüber der obern Randkante 40a des umlaufenden Be hälters 40 etwas nach innen versetzt liegen, wie die Fig.4 und 5 erkennen lassen.
Un mittelbar um die Öffnungen 43 weist der Behälterboden Vertiefungen 44 auf, so dass beim Aufhören des Umlaufs des Behälters 40 der Abfluss der Spülflüssigkeit durch diese Öffnungen hindurch erleichtert wird. Die un tere Kante des Ablenkringes 22 liegt gegen über diesen Vertiefungen 44 etwas nach der Achse zu (Fig.4), so dass die Gewissheit ge geben ist, dass das Wasser beim Einlassen in die Wanne 16 oder bei der Rückführun von gebrauchter Spülflüssigkeit zu der Ver teilervorrichtung durch den Ablenkring 22 abgelenkt wird und einwärts der Vertiefun gen 44 auf den Boden des Behälters 40 trifft.
Hier sei darauf hingewiesen"dass Spülflüssig- keit der Wanne 16 erst nach Beginn des Umlaufs des Behälters 40 zugeführt wird, so dass die zugeführte Flüssigkeit nach dem Auftreffen auf dem Boden des Behälters sofort durch Fliehkraft quer über den Boden des Behälters und über die Vertiefungen 44 hinweggeschleudert wird imd sich in dem äussern Kranzabschnitt des Behälters 40 zu einem umlaufenden Flüssigkeitsring aufbaut, wie er bei 42 dargestellt ist.
Die Antriebsvorrichtung für den Antrieb des Behälters 40 wird vollständig und nach giebig von dem Boden der Wanne 16 getra gen. Ein nach unten offener waagrechter Trä ger 50 wird in einem Abstand von dem Boden der Wanne 16 mittels einer Anzahl federn der Verbinder 52 getragen, die dazu dienen, die durch das Arbeiten der Antriebsvorrich tung entstehende Erschütterung zu dämpfen und aufzufangen. Von dem Träger 50 wird mittels Konsolen 53 ein, Elektromotor 54 ge tragen.
Auf dem obern Ende der senkrecht angeordneten Motorwelle 55 sitzt eine Rie- menscheibe 56, -am die ein Keilriemen 57 ge legt ist, der um den obern 'Teil einer zwei- rillgen Riemenscheibe 58 läuft. Die Riemen scheibe 58 ist mittels einer Stellschraube <B>59</B> mit einer Muffe 60 verbunden, die in zwei Lagern 62 einer Lagerhülse 64 gelagert ist, die fest an dem rinnenförmigen Träger 50 sitzt, wie Fig. 4 zeigt.
Die Lagerhülse 64 erstreckt sich durch die Bodenwandung der Wanne 16 hindurch nach oben und trägt eine Unterlag scheibe 65, auf der eine Nabe 66 liegt, die fest mit dem Boden des Behälters 40 ver bunden ist und fest auf dem obern Ende der Muffe 60 aufsitzt, so dass sie mit der Muffe 60 umläuft. Sobald also der Motor angetrieben wird, wird der Behälter 40 über die Riemen scheiben 56 und 58,, die Muffe 60 und die Nabe 66 mit einer Geschwindigkeit in Um lauf gesetzt, die vorzugsweise 500 bis 600 Um drehungen, pro Minute beträgt.
Innerhalb des nach oben offenen Behälters 40 ist eine die Flüssigkeit aufnehmende und verteilende Vorrichtung vorgesehen, die aus einem dreiarmigen Armkreuz 70 besteht, des sen Arme vorzugsweise in gleich grossen Win kelabständen voneinander liegen. Von den Aussenenden jeden Armes wird ein im allge meinen rohrförmiges Schaufelelement 72 ge tragen. Die Aussenenden dieser Elemente ra gen in die Aussenkranzfläche des umlaufen den Behälters 40 hinein und enden an einer innerhalb des Flüssigkeitsringes 42 liegenden Stelle, wie aus den Fig.4 und 5 ersichtlich ist.
Jede rohrförmige Schaufel erstreckt sich in einem kleinen Winkel zur radialen Rich- tung (Fug. 5) und die Aussenenden der rohr förmigen Schaufeln weisen eine abgeschrägte Mündung 73 auf, die quer zu der durch die Pfeile in Fig. 5 :dargestellten Umlaufrschtung des offenen Behälters 40 gerichtet ist.
Die Innenenden dieser Schaufel, das heisst die den Einlassenden gegenständigen Enden, bilden Auslässe 74, die die Form von nach aufwärts offenen Schaufeln haben. Wie aus Fig. 5 ersichtlich; liegen diese Aus lassenden :der rohrförmigen Schaufeln 72 in verschiedenen radialen Abständen von der Umlaufachse des Behälters 4.
Wenn sich das Armkreuz 70 mit den Schaufeln 72 ungehindert frei drehen könnte, so würde es nach er Bildung eines Wasser ringes in dem Behälter allmählich auf eine Geschwindigkeit kommen, die im wesentlichen der Umlaufgeschwindigkeit des Flüssigkeits ringes gleich ist, und zwar auf Grund des Reibungsantriebes, den es durch die unmittel bare Berührung der Schaufeln 72 mit der Flüssigkeit erfährt. Unter diesen Betriebs verhältnissen würde keine Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsring aufgenommen werden.
Des halb werden, wie dies nachstehend beschrie- ben wird, Verzögerungsvorrichtungen vorge sehen, durch die das Armkreuz und seine Schaufeln einer Bremswirkung unterzogen werden, um den Umlauf des Armkreuzes auf eine Geschwindigkeit zu verzögern, die we sentlich geringer als die Umlaufgeschwindig- keit des Flüssigkeitsringes ist.
Auf Grund der zwischen den Schaufeln und dem Flüssig keitsring bestehenden Geschwindigkeitsdiffe renz wird die Flüssigkeit des Flüssigkeits ringes durch die offenen Enden 73 der Schau feln mit hoher Geschwindigkeit hindurchge trieben und durch die Auslassenden 74 in der Form von .Sprühstrahlen nach oben ge schleudert und allseits in Berührung mit den in dem Drahtkorb 26 ruhenden Geschirr ge bracht.
Infolge der hohen Umlaufgeschwin digkeit des Flüssigkeitsringes hat die durch die Schaufeln abströmende Flüssigkeit eine verhältnismässig hohe Geschwindigkeit, so dass sie unter kräftigem Druck auf das im Halter 26 befindliche Geschirr aufgespritzt wird und ein einwandfreies und wirkungsvolles Reinigen dieser Gegenstände sichert.
Da die Auslassenden 74 der Schaufeln in verschiedenen radialen Entfernungen von der Umlaufachse des Behälters liegen und da die Schaufeln ständig umlaufen, bestreichen die Sprühstrahlen eine Gruppe von Kreisring flächen, die sich überlappen und ein vollstän diges Bespritzen des gesamten Querschnitt flächenraums des Geschirrhalters 26 sichern. In Fig.3 stellen die greise 76, 77 und 78 schematisch einen Querschnitt durch die von den zugehörigen Schaufeln erzeugten Sprüh strahlen dar.
Da diese Sprühstrahlen um die ochse des Behälters umlaufen, erzeugen sie dadurch eine Gruppe von kreis- bzw. ring förmigen Flächenräumen A, B und C (Fig.3), die sich überlappen und dadurch eine voll kommene Bedeckung der Querschnittsfläche des Geschirrhalters 26 sichern. Da sich die Sprühstrahlen nach oben ausbreiten, kommen sie in die Nähe der obern Fläche des Ab lenkringes 22 und ein Teil der Strahlen trifft gegen die Innenwand der Wanne 16.
Das Armkreuz 70 ist., beispielsweise durch i Aufschrauben, an einer senkrechten Welle 80 befestigt, die innerhalb der Muffe 60 gela gert ist. Das Armkreuz 70 wird von einer Unterlegscheibe 81 getragen, die gegen das obere Ende der Muffe liegt. Das untere Ende der Welle 80 steht .unterhalb des untern En des der Muffe 60 vor.
An diesem untern Ende ist mittels Stellschrauben 83 eine be- eherförmige, unten offene Bremstrommel 85 befestigt, wie die Fig. 4 und 9 zeigen. Durch die Konsolen 87 ist mit der Rinne 50 eine waagrechte Platte 88 verbunden, die zwei nach aufwärts gerichtete Anschläge oder Ansätze 89 aufweist. Innerhalb der Trommel liegt eine Reibungsbremse, die aus zwei Bremsbacken 90 besteht, deren Aussenflächen der Krümmung der senkrechten Wandung der Trommel 85 .entsprechend gestaltet sind.
Die Aussen flächen dieser Backen besitzen, wie aus Fig.8 und 9 ersichtlich, Nuten oder Aus nehmungen 91, in denen Streifen aus Rei- bungs- oder Bremsmaterial 92 frei gelagert sind. Die in Umfangsrichtung liegenden En den dieser Nuten bilden Anschläge zur Be-. grenzurig der Längsbewegung der Reibbeläge mit Bezug auf die Backen, während die Sei tenwände der Nuten diese Bremsbeläge gegen eine Querbewegung sichern.
Die beiden Backen weisen ausgerichtete Bohrungen 94 auf, in denen die Enden einer Stange 95 gleitbar gelagert sind, so dass die Backen eine be grenzte Gleitbewegung mit Bezug auf diese Stange auszuführen vermögen.
Zwischen den Backen liegt auf dieser Stange eine 'Schrau benfeder 96, die die Backen nachgiebig aus einanderdrängt und dadurch die Bremsbeläge in direkte Reibungsberührung mit der Innen wand der Bremstrommel 85 bringt. Die Kraft der Feder 96 bestimmt inf olgedessen das über die Bremsbeläge auf die Trommel übertragene Drehmoment, das auf das Armkreuz und seine Schaufeln eine Brems- oder Verzögerungs wirkung ausübt, entgegen dein Antxiebsmittel des Flüssigkeitsringes.
Aus Fig. 8 ist ersicht lich, dass die ausgestanzten Tappen 89 o so liegen, dass sie Anschläge bilden, gegen die die Endender Bremsbacken 90 anstossen und auf diese Weise einer Neigung dieser Backen, auf Grund des Umlaufs der Trommel 85 sich zu drehen, entgegenwirken.
Die Druckfeder 96 bestimmt auf diese Weise die relative Umlauf geschwindigkeit des Armkreuzes und seiner Schaufeln mit Bezug auf die Umlaufgeschwin digkeit des Flüssigkeitsringes. Gewünschten falls könnten die Bremsbacken mit ihren Rei bungsbelägen fest an der Welle 80 befestigt sein und mit dieser Welle umlaufen, während die Bremstrommel dadurch festgehalten wird, dass ihre Befestigung an dem Träger 88 er folgt.
In diesem Falle würde die Vorrichtung im wesentlichen genau so arbeiten, wie oben -beschrieben- Die vorstehend beschriebene .Brems- oder Verzögerungsvorrichtung besitzt einen sehr einfachen Aufbau und kann wirtschaftlich hergestellt werden. Die beiden Backen und ihre Feder werden innerhalb der Trommel gehalten. Selbst wenn die Backen unmittelbar auf der Konsole 88 aufruhen, tritt kein merk barer Verschleiss oder eine Beeinträchtigung der Wirkung der Bremse auf, weil die Grösse der möglichen Drehbewegung der Backen in folge des Eingriffes mit den Anschlaglappen 89 begrenzt ist.
Um den untern Teil der zweirilligen Rie menscheibe 58 ist ein Keilriemen 97 gelegt, der um eine Riemenscheibe 98 geführt ist, um die Pumpe 12 anzutreiben, durch die das Wasser aus der Wanne 16 abgezogen wird. Die Pumpe wird mittels einer U-förmigen Konsole 99 von dem rinnenförmigen Haupt träger 50 getragen.
Der Boden der Wanne 1,6 verläuft schräg nach oben gegen die Mitte und endet in. einen aufwärts gerichteten Ringflansch 100, der in einem Abstand von der Lagerhülse 64 steht und diese umgibt. Auf dem obern Ende dieses Flansches 100 sitzt eine vorzugsweise aus nachgiebigem Material bestehende ringför mige Dichtung 101, die die Lagerhülse um gibt und im Falle einer Verstopfung der Ab zugsleitung verhütet, dass Wasser über die obere Randkante des Ringes 100' in die An- triebsvorrichtung fliesst.
Der Boden der Wanne ist mit einem (nicht dargestellten) Sumpf ausgerüstet, der ein nach abwärts sich erstreckendes ringförmiges Auslaufstück 104 hat, das durch einen biegsamen Schlauch 105 mit der Einlassseite der Pumpe 12 verbunden ist.
<I>Die Arbeitsweise der</I> Vorrichtung. Nachdem das zu spülende Geschirr in den Geschirrhalter 26 richtig eingesetzt ist, wird der Motor eingeschaltet, so dass der drehbare Behälter 40 sich in Umdrehung versetzt. Während dieser Zeit stehen das Armkreuz und die Schaufeln still. Wasser wird dann über die Leitung 34 und den Trichter 33 dem Innern der Wanne zugeleitet, fliesst über den Ablenkring 22 und spritzt auf den Mittel abschnitt der Bodenwandung des Behälters 40.
Gleichzeitig mit dem Zuführen der Spülflüs sigkeit oder unmittelbar nachdem genügend Flüssigkeit der Maschine zugeführt worden ist, kann ein geeignetes Reinigungsmittel in die Maschine eingegeben werden.
Infolge der hohen Umlaufgeschwindigkeit des Behälters 40 wird das auf dessen Boden auftreffende Wasser durch Fliehkraft nach aussen über die Sumpfstellen 44 weggeschleudert, so dass es sich in dem Bogen der Aussenwandung des Behälters 40 sammelt und dort einen Ring aus Spülflüssigkeit bildet. Während der Bildung des Ringes aus .Spülflüssigkeit wird, da der Ring mit annähernd der gleichen Ge schwindigkeit wie der Behälter umläuft, eine Drehkraft von dem Flüssigkeitsring auf die Schaufeln übertragen, so dass sich dieselben in Drehung setzen.
Durch die oben beschrie bene Verzögerungs- oder Bremsvorrichtung liegt auf den Schaufeln und dem Armkreuz eine Belastung, so dass sie mit einer Ge schwindigkeit umlaufen, die wesentlich ge ringer als die Umlaufgeschwindigkeit des Flüssigkeitsringes ist und auf Grund deren die in dem Flüssigkeitsring enthaltene Wasch flüssigkeit an den Einlassenden der Schau feln erfasst und durch die Auslassenden dieser Schaufeln mit aussergewöhnlich hoher Ge schwindigkeit herausgespritzt wird.
Das aus den Schaufeln austretende Wasser wird in Form von Sprühstrahlen aufwärts geschleu dert, wobei, wie oben erwähnt, diese Strahlen mit starkem Druck auf das- im Geschirrhalter 26 befindliche Geschirr aufspritzen und den ganzen Querschnittsflächenraum des Halters bespritzen, so dassdadurch eine wirksame Reinigung ,des Geschirrs in kürzester Zeit stattfindet.
Der durch die nach innen abgebogene Oberkante 40a des Behälters 40 bestimmte äussere Kranzabschnitt des Behälters 40 be stimmt von selbst ,die Menge des Wassers., das den Flüssigkeitsring bildet und zur Durch führung eines Spülvorganges verwendet wird. Jeder Wasserüberschuss fliesst um die obere Randkante 40a herum und, in die Wanne 16 hinein.
Die dargestellte Ausführung ist so bemessen; dass nur etwa zwei Liter Wasser erforderlich sind, um ein einwandfreies und wirkungsvolles Spülen zu bewirken, so dass dadurch der benötigte Bedarf an heissem Wasser zum Spülen des Geschirrs praktisch auf eine Mindestmenge vermindert wird. Nach der Berührung mit den in dem Halter 26 befindlichen Geschirr fällt das verbrauchte Wasser entweder unmittelbar auf den Boden des Behälters 40 oder auf den Ablenkring 22 und von dort auf den Behälter 40 zurück, so dass die Spülflüssigkeit immer wieder ver wendet wird. Während der Durchführung des Spülvorganges findet kein merkbarer Verlust der ursprünglichen Menge von Spülflüssigkeit statt.
Nachdem das Geschirr gespült ist, wird die Maschine abgeschaltet, und sobald der Be hälter 40 stillsteht, fliesst die Flüssigkeit des Ringes 42 abwärts und. wird durch die Öff nungen 43 in den Unterteil der Wanne 16 übergeleitet, von wo das Wasser durch die Pumpe 12 einem Abzugsrohr zugeführt wird.
Sobald der Motor 54 abgeschaltet wird, hört natürlich der Antrieb der Pumpe 12 gleichfalls auf, wobei es vorkommen kann, dass die Pumpe nicht genügend lange arbeitet, um das gesamte Wasser aus der Wanne 16 abzuführen. Aus diesem Grunde kann es er wünscht sein, dass nach einer kurzen Pause der Motor 54 wieder in Betrieb gesetzt wird, damit die Pumpe 12 noch kurze Zeit arbeitet, um die in der Wanne zurückgebliebene Spül flüssigkeit vollständig abzuführen. -Bei. einer, nach der Beendigung des Spülvorganges noch maligen Inbetriebsetzung der Maschine verur sacht der Umlauf des Behälters 40 einen be grenzten Umlauf der innerhalb der Maschine befindlichen Luft, die das Trocknen des ge spülten. Geschirrs unterstützt.
Häufig kann die Vorrichtung weiter da durch vereinfacht werden, dass das Aussen gehäuse und auch die Pumpe sowie deren Antrieb weggelassen werden, weil die Ma schine unmittelbar in der Ummantelung eines Abgusses eingebaut wird, wobei der Abzug von der Wanne 16 unmittelbar mit dem üblichen Ablaufrohr verbunden wird, so dass alle Spülflüssigkeit einfach durch die .Schwer kraft aus der Wanne 16 in das Ablaufrohr strömt.
Die Arbeitsweise der Maschine ist mit Bezug auf das Spülen von Geschirr beschrie ben worden; es ist aber selbstverständlich, dass das Arbeiten der Maschine das gleiche ist für ein Vorspülen oder ein Nachspülen, wenn es zum Beispiel erwünscht ist, das Ge schirr zuerst mit kaltem Wasser zu spülen, um das Entfernen bestimmter Speisereste, die fest an dem Geschirr haften, zu erleich tern und, wenn es erwünscht ist,
nach der Beendigung des eigentlichen Spülvorganges ein Nachspülen der Teller und dergleichen vorzunehmen..
Es ist bekannt, dass bestimmte Speise reste, zum Beispiel angetrocknetes Ei, zäh an dem Geschirr kleben und nicht leicht zu ent fernen sind. Bei der hier beschriebenen Ge- sehirrspülmaschine wird die Spülflüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit und Kraft gegen das Geschirr gespritzt, so @dass, sie ein wirk sames Ablösen und Entfernen aller Speise reste von dem Geschirr bewirkt, und zwar ohne Rücksicht auf die verschiedenen Winkel stellungen, die das Geschirr in dem Halter einnimmt.
Der Aufbau der Maschine sichert also eine einwandfreie und wirkungsvolle Rei nigung aller Flächen des in dem Geschirr kalter befindlichen Geschirrs in verhältnis mässig kurzer Zeit, wobei nur eine sehr kleine Menge Spülflüssigkeit verwendet wird.