Notenschriftzeichen-Schreibmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf eine Schreib maschine zum. Schreiben von Notenschrift- zeichen.
Derartige Schreibmaschinen sind nicht nur beim Komponieren, sondern auch bei der An fertigung von Notenabschriften. zur Verwen dung als Notenvorlage oder zu Reproduktions- zwecken nützlich.
Seit vielen Jahren sind zahl reiche Versuche gemacht worden, eine Schreib maschine so zu gestalten, dass Noten mit der Maschine geschrieben werden können. Bei einigen dieser Maschinen wurden verwickelte Gestänge oder ähnliche Vorrichtungen einge baut, iun das Papier gegenüber dem Ansehlag- pitnkt der Typenhebel zu verschieben oder iungekehrt, und um das Papier auf einen Punkt so einzustellen, dass ein Notenschriftzei- chen,
z. B. eine Note, in der gewünschten senk rechten Stellung auf den fünf Notenlinien ge schrieben werden konnte. Ausserdem hatten diese Schreibmaschinen eine Wagenschr ittschal- tung, die selbsttätig den Wagen um eine be stimmte Strecke nach links bewegte, sobald eine Taste oder die Zwischenraumtaste ange schlagen wurde.
Derartige Schreibmaschinen zum Schreiben von Notenzeichen erforderten einen ungewöhnlichen Aufwand an Handarbeit und Zeit, um ein Notenstück oder Musikstück fertigzuschreiben. Ausserdem wurde durch die komplizierte Einstellvorrichtung sowie andere Vorrichtungen ein unnatürlich, aussehendes Notenblatt erhalten, und es ergaben sich Un genauigkeiten besonders in dem Satz der Noten, sobald ein geringer Schlupf des Papiers erfolgte. Aus diesem Grnmde war es tatsächlich wimöglich, Korrekturen usw.
vorzunehmen- und das Papier bei gleicher Relativstellung des Notenblattes wieder in die Schreibmaschine einzuführen. Ferner konnte nur ein kleiner Prozentsatz der senkrechten Einstellung@durch die Schrittschaltung oder ähnliche Mittel er halten werden.
Die erhaltene gleichförmige waagrechte Abstandsetzung der Noten erleich tert aber das leichte Lesen und die Interpre- tierung der Musik nicht.
In einem richtig an gelegten Notensatz sind die Musikzeichen in einem fliessenden Muster wiedergegeben, das am besten mit der Bezeichnung freihändiger Druck bezeichnet wird und in dem keine Beschränkung hinsichtlich der Aufstellung und Anordnung der Musikzeichen vorhanden ist, sondern beim Aufbau der INTotenschrift die -Überlegung und das Auge des Notenschreibers völlig freie Entscheidung hat.
Das Ergebnis ist ein natürlich aussehender Notensatz. Zweck der Erfindung ist eine Notenschrift zeichen-Schreibmaschine, welche bei geeigneter Ausbildung ermöglicht, die genannten Na ch- teile zu vermeiden. Die erfindungsgemässe Maschine ist ge kennzeichnet durch eine frei drehbare Walze, einen frei bewegbaren Wagen für die Walze und eine Anzeigevorrichtung, die in Ruhestel lung die auf dem Papier gelegene Abdruck stelle angibt.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Maschine nach der Erfindung ist in. der nach- stehenden Beschreibung an Hand der Zeich nungen erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine Schreibmaschine, in der gewisse Teile abge ändert sind, um eine Notenschreibmaschine zu erhalten, Fig. 2 ein Tastenfeld, wie dies bei der Notenschreibmaschine nach Fig. 1 verwendet ist, Fig.3 eine vergrösserte Ansicht eines an der Abdruckstelle liegenden Teils der in Fig. 1 dargestellten Notenschreibmaschine, Fig. 4 eine der Fig. 3 ähnliche Ansicht,
die die Stellung eines Typenhebels während des Schreibens erläutert, Fig. 5 einen senkrechten Schnitt nach Linie 5-5 der Fig. 4, Fig. 6 einen senkrechten Teilschnitt an der untern hintern Ecke der in Fig. 1 dargestell ten Notenschreibmaschine,
Fig.7 einen senkrechten Teilschnitt nach Linie<B>7-7</B> der Fig.1. Fig. 8 eine schaubildliche Teilansicht eines für die Bremse nach Fig. 6 bestimmten An triebshebels, Fig. 9 einen vergrösserten, senkrechten Schnitt nach Linie 9-9 der Fig.1. Fig.10 eine der Fig. 9 ähnliche Ansicht der Bremsantriebstaste ohne die Feststelltaste, Fig. 11 eine Teilseitenansicht,
die einen am Wagen sitzenden Hebel zum Einlegen einer für gewöhnlich ausgelegten Wagenschrittschal- tung zeigt; Fig. 12 bis 18 sind photographische Wiedergaben einer Notenschrift, deren Her stellung vollständig auf einer Schreibmaschine nach Fig. 1 erfolgte. Es zeigt: Fig.12 waagrecht und senkrecht verlau fende parallele Linien, Fig.13 Linien verschiedener Schräglagen.
Fig. 14 eine fliessende Reihe von Noten; Fig.15 bis 17 zeigen verschieden grosse Notenlinien und erläuternde Beispiele einer Kombination von Musikzeichen, und Fig.18 ist eine Wiedergabe der Takte 209 bis 223 des dritten Satzes für Klavier aus Piano Concerto von Cecil S. Effinger. Die Schreibmaschine T der Fig. 1 enthält eine frei drehbare Walze P, einen frei beweg lichen Wagen C für die Walze und eine An zeigevorrichtung I, die in Ruhestellung die auf dem Papier liegende Abdruckstelle anzeigt.
Die Schreibmaschine T, die der bekannten, tragbaren Corona-Schreibmaschine gleicht, kann auch eine Bremse für den Wagen sowie eine zum Anziehen und Lösen der Bremse be stimmte Vorrichtung haben, wobei dieses An ziehen und Lösen der Bremse mittels der Taste 10 und der dieser Taste zugeordneten Fest stelltaste 11 erfolgt, während die übliche Leer- oder Zwischenraumtaste 12 mit der Bremse so verbunden sein kann, dass ein Drücken der Zwischenraumtaste 12 ein Lösen der Bremse zur Folge hat.
Die Schreibmaschine weist ein Tastenfeld g mit einer Anzahl Tasten auf, von denen jede Taste durch eine übliche Tastenhebelvor- richtung mit einem Typenhebel 14 verbunden ist, der eine Type 13 (Fug. 4) trägt. Jede Type weist zwei Schriftzeichen auf, ein Notenschrift zeichen und ein Alphabetschriftzeiehen. Eine bequeme Anordnung der Tasten ist in Fig. 2 wiedergegeben, obwohl auch andere Anord nungen der Noten- und/oder Alphabetschrift- zeichen verwendet werden können.
Der Aus druck Alphabetschriftzeichen bezieht sich natürlich nicht nur auf die 26 Buchstaben des Alphabetes, sondern auch auf die Ziffern und Interpunktionszeichen, die auf den üblichen Schreibmaschinen zu finden sind. Die Schrift zeichen sind so angeordnet, dass die Alphabet schriftzeichen in -der einen Stellung eines durch eine Umschalttaste betätigbaren Um schalthebels durch die Tasten geschrieben wer den. Der Umschalthebel kann in seiner Stel lung durch eine Feststelltaste 16 festgestellt werden.
Die üblichen Schreibmaschinen ent halten natürlich weitere Tasten, wie die Rück schalttaste, die aber bei der gezeichneten No tenschreibmaschine unnötig ist und deshalb nicht dargestellt wurde. Diese Tasten können auf der Schreibmaschine verbleiben, wenn eine übliche Schreibmaschine zu einer Notenschreib maschine der vorliegenden Art umgewandelt werden soll. Bei der Verwendung der gezeichneten Schreibmaschine zum Notenschreiben während des Komponierens oder zum Neuschreiben be reits geschriebener Noten ist es für den Be nutzer nur notwendig, den Walzenknopf 17 oder 17' mit einer Hand zu erfassen.
Der Knopf 17 liegt am linken Ende und der Knopf 17' am rechten Ende des Wagens. Beim Er fassen hängt es davon ab, ob der Benutzer Rechtshänder. oder Linkshänder ist. Wenn die eine Hand den Knopf 17 oder 17' erfasst hat, kann der Wagen C in jede Seitenstellung ver schoben werden, während die Walze P frei gedreht werden kann, so dass die Abdruckstelle senkrecht einstellbar ist.
Ein Finger oder meh rere Finger der andern Hand, d. h. der freien Hand, können dann zum Anschlag der Taste verwendet werden, die den Typenhebel be tätigt, der das an dieser Stelle jeweils einzu schreibende Notenzeichen trägt. Die freie Verschiebbarkeit, mit der der frei bewegliche Wagen seitlich eingestellt werden kann, ist wichtig, da die Noten in solcher Weise ge schrieben werden müssen, dass sie leicht lesbar sind und leicht interpretiert werden können. Die Notensprache ist eine fliessende Sprache, d. h. die Noten sollen glatt längs der fünf Notenlinien verlaufen, und die Notenzeichen sollen voneinander auf Abständen stehen, die proportional dem Wert der Noten sind.
So sollen Sechzehntelnoten und Achtelnoten dich ter zusammenstehen als Viertelnoten, halbe Noten und ganze Noten, und der Zwischen raum zwischen den Noten soll sich entspre chend dem Tempo der Musik ändern. Richtig interpretierte Musik ist also nicht mit mathe matischer Genauigkeit geschrieben, sondern entsprechend dem Gefühl oder dem Fliessen der Musik und entsprechend der durch Geist und Auge getroffenen Entscheidung des No tenschreibers.
Jeder Musiktakt hat eine andere Grössenabmessung, und das Normale ist, dass beispielsweise niemals zwei Takte in den ver schiedenen Notenlinien genau die gleiche Grössenabmessung haben, und dass zwei neben einanderliegende Noten- verschiedener Werte oft um ungleiche Strecken auf Abstand ge stellt sind. Bei einem Akkord natürlich sollen die Noten in senkrechter Ausrichtung auf den fünf Notenlinien stehen, was in einer später erläuterten Weise leicht durchführbar wird.
Sobald Allphabetschriftzeichen geschrie ben werden sollen, um Worte von, musikali scher Bedeutung zu bilden, z. B. Andante, Pianissimo, Crescendo, Allegretto, Dimi- nuendo, Moderato usw., und -unter bestimmten Verhältnissen beim Schreiben gewisser No tenschriftzeichen ist es erwünscht, eine selbst tätige Bewegung des Wagens um eine vor bestimmte Strecke bei jedem Anschlag einer Taste zu haben.
Die übliche Wagenschritt- schaltim.g kann für diesen Zweck in einer später erläuterten Weise besonders gut ver wendet werden.
In der üblichen Schreibmaschine wird der Wagen C durch eine Feder gespannt, die den Wagen ständig nach links zu drängen bestrebt. ist, wobei ein Hemmrad verwendet wird, da mit die Feder den Wagen bei jedem Anschlag einer Taste oder der Zwischenraumtaste 12 um einen Schritt bewegt. Eine Feder' würde jedoch die freie Beweglichkeit des Wagens C hindern. Eine einfache Art, durch die ein frei beweglicher Wagen erhalten werden kann, be steht darin, die Feder zu entfernen.
Dadurch kann der Wagen natürlich in jede Seitenstel lung bewegt werden, vorausgesetzt, dass die Wagenschrittschaltung ausgeschaltet ist. Hier- mit lässt sich also eine ;leicht lesbare und. leicht interpretierbare, frei fliessende Notenlage er halten.
Sollen jedoch alphabetische Schrift zeichen, aus denen sich die Noten begleiten den Worte zusammensetzen, geschrieben wer den, so ist es wegen der fehlenden Feder not wendig, einen leichten Druck auf den Wagen C auszuüben, der den Wagen nach links be wegt, damit die Wagenschrittscha'ltung bei jedem Anschlag einer Taste selbsttätig eine Bewegung des Wagens -tun eine bestimmte Strecke hervorruft. Die Worte, die mit der vorliegenden Schreibmaschine geschrieben werden können, können natürlich auch Worte eines Gesanges sein, der als Musikbegleitung auf das Papier aufgedruckt wird.
Damit alphabetische Schriftzeichen in einer üblichen Weise geschrieben werden kön- nen, kann zu diesem Zweck die Schreibma schine mit einem Hebel L ausgerüstet sein, dessen .bevorzugte Ausbildung und - Verbin- dungen im einzelnen später beschrieben wer den, der- aber im allgemeinen vom Daumen oder einem Finger der linken Hand erfasst und nach rückwärts in Richtung des gestri chelten Pfeils 18 bei gleichzeitigem leichten Zug nach links bewegt wird, um den Wagen nach.
links zu schieben und dadurch ein Arbei ten der selbsttätigen Schrittschaltung herbei- zuführen. Wie später beschrieben wird, ist der Hebel L mit der Schrittschaltung verbunden, so dass die letztere eingeschaltet wird, sobald eine Bewegung des Hebels L nach rückwärts erfolgt. Ein in der gleichen Weise arbeiten der, ähnlicher Hebel kann auf der rechten Seite des Wagens vorgesehen sein.
An dem rechten Ende des Wagens kann der Hebel 19 einer Papierauslösung sitzen und zu dem Zweck verwendet werden, den Druck der un terhalb der Walze P liegenden Transportrol len 20' (Fig.6) auf jede gewünschte Grösse einzustellen, und zwar von der Grösse, bei der das Papier von dem Druck der Transport rollen 20' völlig frei ist, bis zu so einem grossen Druck, dass das Papier sicher gehalten wird, sobald eine Linie oder ein Teil einer Linie waagrecht über das Papier geschrieben wird.
Ausser den vorgenannten Teilen kann die Schreibmaschine T mit den üblichen -obern Papierführungsrollen 20 ausgerüstet sein, die auf einer schwenkbaren, gefederten Lager achse 21 liegen, um das Papier an .die Walze P anzulegen. Ferner kann die Maschine mit einer Farbbandgabel 22 üblicher Art ausge stattet sein, durch die das Farbband sich hin durchbewegt. Die Vorrichtung zur Farbband höhen3ehaltung ist die übliche und ist deshalb hier nicht dargestellt. Die durch die untern Transportrollen 20' auf dem Papier erzeugte Reibung hält das Papierwährend des Schrei bens der alphabetischen Schriftzeichen in der eingenommenen Lage.
Die andern üblichen Vorrichtungen, wie die Klinkenschaltvorrich- tung und die übliche Zeilenschaltung- werden vorzugsweise entfernt oder abgeschaltet, so- bald eine übliche Schriftschreibmasehine in eine erfindungsgemässe Notenschreibmaschine umgewandelt werden soll.
Bei einer frei ärehbaren \Valze-und einem frei bewegbaren Wagen muss der Benutzer genau wissen, an welcher Stelle ein Notenzei chen beim Schreiben zu stehen kommt. Für diesen Zweck kann jede geeignete Anzeigevor richtung vorgesehen sein, die die waagrechte und die senkrechte Koordinate der Abdruck stelle anzeigt.
Die in den Fig. 3 bis 5 näher dargestellte Anzeigevorrichtung I wird vor zugsweise verwendet. Die in Fig. 3 dargestellte Anzeigevorrichtung 1 sitzt vorzugsweise auf der Farbbandgabel 22, so dass sie von .der Abdruckstelle wegbewegt wird, sobald eine Type 13 auf das Papier 25 (Fig. 4) auftrifft. Die Farbbandgabel wird verschoben, um dem Schreiber oder Benutzer den geschriebenen Text. zu zeigen. In Ruhestellung liegt das Farbband unterhalb der Abdruckstelle.
So bald eine Taste anschlägt., wird die Farb- bandgabel nach oben bewegt (Fig. 4), so dass der auf der Type befindliche Typenbuchstabe, der durch die übliche Schlitzführung 26 ge nau eingestellt wird, das Farbband mit genü gender Kraft trifft, um einen Abdruck des auf dem Typenhebel befindlichen, jeweiligen Zeichens zu erzeugen.
Vorzugsweise besteht die Anzeigevorrich tung I aus einem dünnen, länglichen Stück aus federndem Material, z. B. Gummi, das weicher als das Material der Type ist, so dass eine Beschädigung des Typenbucbstabens beim Anschlagen der Type verhütet wird. Die Anzeigevorrichtung kann jede gewünschte Form haben. Vorzugsweise wird ein Ende 27 angespitzt, so dass die Abdruckstelle genauer beobachtet werden kann, während das gegen überliegende Ende verbreitert ist, um mittels einer kleinen Schraube 28 an der Farbband gabel 22 befestigt werden uz können.
Die Anzeigevorrichtung kann aber auch aus Metall bestehen und an der Farbbandgabel beispiels weise mittels einer Feder nachgiebig befestigt sein. Wie dargestellt, ist die Anzeigevorrich tung an einem auf der rechten Seite vorge sehenen, verlängerten Schenkel 29 der Farb- bandgabel 22 befestigt, so dass sie den Blick auf den bereits geschriebenen Teil nicht stört. Die Anzeigevorrichtung kann aber auch auf der linken Seite der Farbbandgabel vorge sehen sein. Die Befestigung der Anzeigevor richtung an der Farbbandgabel kann in belie biger Weise, z.
B. durch Klebemittel oder Kitt erfolgen, jedoch wird die Befestigung mittels einer Schraube wegen der leichteren Auswechslungsmöglichkeit bevorzugt.
In den Fig.4 und 5 kann die Anzeige vorrichtung bei jedem Anschlag einer Taste von der Type getroffen werden, jedoch wird infolge ihrer Federung und der Herstellung aus weicherem Material, als das Material der Type ist, eine Beschädigung der Type ver mieden.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich, lässt die Krümmung der walze P und die entspre chende Krümmung des Papiers einen An schlag der Anzeigevorrichtung I durch .die Type zu, ohne dass_die Anzeigevorrichtung das Papier beschädigt.
Ist die Umschalttaste 15 nicht gedrückt oder festgestellt, so dass die auf den untern Abschnitten der in Fig. 2 ersichtlichen Tasten gezeigten Schriftzeichen und Zahlen gedruckt werden, so kann die Type beim Auftreffen auf das Farbband bis zu einer höheren Stelle als in den Fig. 4 und 5 gezeigt reichen, aber auch hier verhütet (las weiche federnde Material der Anzeigevorrich tung eine Beschädigung der Type, und die Anzeigevorrichtung kann infolge der Krüm mung der Walze und der entsprechenden Krümmung des Papiers getroffen und ge drückt werden, ohne dass das Papier beschä digt wird.
In Fig.3 ist an der Abdruckstelle eine Note gezeigt, auf die die Anzeigevorrichtung I hinweist. Die Note liegt; auf der Mittellinie von fünf Notenlinien 30. Die Notenlinien sind entweder auf das Papier 25 aufgedruckt oder können durch eine Notenlinientaste auf das Papier aufgeschrieben werden.
Wie in den Fig.6 bis 9 dargestellt, be steht eine für den Schlitten Ü bestimmte Bremse, deren Anziehen erfolgt, sobald ein. Akkord oder eine andere Anordnung aus senkrecht übereinanderliegenden Schriftzei chen geschrieben werden soll, aus einem Pol ster oder Kissen 32, das in Eingriff mit der ebenen Oberfläche einer üblichen in festen Führungen gleitenden Wange 33 des Wagens G\ gepresst wird.
Die Wange bewegt sich längs eines üblichen Gestelles, das bekannt und des wegen nicht dargestellt ist. Das Bremskissen 32 besteht aus einem geeigneten Reibmateiial,, beispielsweise Gummi, und sitzt vorzugsweise am obern Ende eines Bremshebels 34, dessen Mitte auf einem Zapfen 35 schwingbar ge lagert ist und der für gewöhnlich durch eine Zugfeder 36 in Berührung mit der Wagen wange 33 gepresst wird. Ein Ende der Feder 36 ist am Hebel 34 unterhalb des Zapfens 35 befestigt, während das andere Ende der Feder 36 am Rahmen 37 der Schreibmaschine T verankert ist.
Das untere Ende vom Hebel 34 kann mit einem seitlich sich .erstreckenden, versetzten Lappen 38 ausgerüstgt sein, .der in. eine Gabel 39 eingreift, um das Brems- kissen 32 ausser Berührung mit der Wange 33 zu bringen. Wie aus Fig. 8 ersichtlich, kann die Gabel 39 am obern Ende eines senkrech ten Armes 40 sitzen, der aus einem Stück mit dem Bremsanschlaghebel 41 besteht, dessen mittlerer Teil als Zapfen oder Welle 42 durch eine Lagerbohrung des Traggestelles 43 sich erstreckt.
Das gegenüberliegende Ende von Hebel 41 ist an einem seitlich sich erstrecken den Träger 44 befestigt, der auf einem Zapfen 45 schwingbar ist., dessen Lagerung auf einem andern Abschnittsteil 37' des S.ehreibmaschi- nengehäuses erfolgt. Der Träger 44 weist auch einen senkrechten Arm 46 auf, mit dem das untere Ende einer Stange 47 verbunden sein kann.
Der Bremsantriebshebel 41 liegt auf der Rückseite der Schreibmaschine, wie Fig. 6 zeigt, und die Stange 47 erstreckt sich nach vorwärts und aufwärts zum obern Ende eines senkrechten Armes 48, der am innern Ende des der Taste 10 zugeordneten Hebels 49 liegt. Der Hebel 49 ist um einen auf einem andern Abschnittsteil 37" des Gestelles gelagerten Zapfen 50 drehbar.
Das vordere Ende von Stange 47 kann aufwärtsgebogen sein (Fig..9), wobei die Stange 47 durch ein auf dem Arm 48 sitzendes Öhr 51 hindurehtritt. Wird die Taste 10 gedrückt, so bewegt sich das obere Ende von Stange 47 in die in Fig. 9 gestrichelt dargestellte Stellung, d. h.
in Richtung der in den Fig. 8 und 9 eingezeichneten Pfeile 52, und dreht dabei den Bremsantriebshebel 41 (Fig. 8, so .dass die Gabel 39 den Bremshebellappen 38 nach einwäxts verschiebt und dadurch das Bremskissen 32 von der Wange 33 abhebt und der Nagen frei wird. Die durch das Brems kissen 32 erzeugte Reibung ist nur so gross, dass der Wagen festgehalten wird und die Rei bung der Walzendrehung überschreitet,
eine von Hand erfolgende Verstellung des Wagens auf jede gewünschte Seitenlage jedoch zulässt.
Die Feststelltaste 11 ist der Brem.sauslöse- taste 10 in üblicher Weise zugeordnet, so dass beim Drücken .der Feststelltaste 11 die Taste 10 in der gedrückten Stellung verbleibt.
Ein der Feststelltaste 11 zugehöriger Hebel 53 (Fig. 9) sitzt durch einen Zapfen 54 schwing bar auf dem der Taste 10 zugehörigen Hebel 49 und ist mit einem abwärtsgerichteten Rie gel 55 ausgerüstet, der bei .einem gegen die Spannung einer Feder 57 bewirkten Druck auf Taste 11 eine Querschiene 56 berührt.
Der Riegel 55 ist in der üblichen Weise aus gebildet, so dass ein auf die Taste 10 ausgeüb ter Druck in Feststellstellung den der Taste 11 zugeordneten Hebel 53 etwas nach auf wärts schwingt und den Riegel. freigibt, so dass beide Tasten 10 und 11 sich nach aufwärts bewegen und dadurch die Bremse lösen. Die Taste 10 wird für gewöhnlich in ihrer obern Stellung durch eine Feder 58 gehalten, die zwischen dem Arm : 48 und einem Abschnitts- teil 37" des- Schreibmaschinengestelles ver ankert ist.
Das finit Haken versehene, obere Ende von Stange 47 und das Öhr 51 bilden eine Leerlaufverbindung, die eine Freigabe der Bremse durch die Zwischenraumtaste 12 ermöglicht, die sich quer über die Vorderseite der- Schreibmaschine erstreckt (Fig. 1) und in einen oder mehreren Hebeln 61 (Fig. 7) ge lagert ist, von denen jeder an seinem Innen ende um einen Zapfen 62 schwingt. Ausserdem trägt jeder Hebel 61 einen Anschlag 63, der die Abwärtsbewegung der Zwischenrauuntaste begrenzt,
die für gewöhnlich in angehobener Stellung durch eine Zugfeder 64 gehalten wird. Einer der Hebel 61 weist auch einen rüelnvärts und aufwärts sich erstreckenden Arm 65 auf, der mit dem Vorderende eines Lenkers 66 schwingbar verbunden ist, der sich zu dem an der Rückseite der Schreibmaschine befindlichen Bremsantriebshebel 41 hin er streckt. Das hintere Ende von Lenker 66 (Fig. 6) besitzt einen waagrechten Schlitz 67, durch den ein auf dem Träger 69 sitzender Zapfen 68 ragt, um den Lenker 66 in seiner Gleitbewegung nach vorwärts und rückwärts zu führen.
Rückwärts des Schlitzes 67 ist der Lenker 66 mit einem senkrechten Arm 70 aus gerüstet, der einen querliegenden Lappen 71 am obern Ende von Arm 72 berührt. Der Arm 72 kann mit dem Bremsantriebshebel 41 aus einem Stück bestehen (Fig. 6 und 8). Wird die Zwischenraumtaste 12 gedrückt (Fig.7), so wird also das Bremskissen 32 von der Wange 33 abgehoben, um die Bremse zu lösen.
Ist die Bremse beispielsweise zum Schreiben einer Anzahl von Akkorden oder senkrecht überein anderliegenden Gruppen von Noten angezogen, so kann die Zwischenraumtaste 12 gedrückt werden, damit der Wagen in die Stellung des nächsten Akkordes bewegt werden kann.
An Stelle einer Bremsauslösetaste 10 und einer Feststelltaste 11 kann eine einzige Brems auslÖsetaste verwendet werden, durch deren Drücken die Bremse freigegeben und durch deren Anheben die Bremse angezogen wird. Wie aus Fig. 10 ersichtlich, kann eine einzige Bremsauslösetaste 10' auf einem Hebel 49' lie gen, dessen senkrechter Arm 48' an seinem obern Ende ein Öhr 51 trägt, durch das die Stange 47 hindurchgeht.
Befindet sich- die Bremstaste 10' in der in Fig.10 dargestell ten bbern Lage, so wird das Bremskissen 32 gegen die Wagenwange 33 gedrückt; wird die Bremstaste 10' jedoch gedrückt, so wird das obere Ende von Stange 47 in die in Fig. 10 dargestellte gestrichelte Stellung bewegt, wo durch die Bremse freigegeben wird. Vorzugs weise wird die in Fig. 9 dargestellte Feder 58 weggelassen, so dass die Bremsauslösetaste 10' nach Fig. 10 entweder in der obern oder in der untern Stellung, in die sie eingestellt ist, stehen bleibt. Zu diesem Zweck berührt ein aus einem geeigneten Material, z. B.
Gummi, be stehendes Reibkissen 73 den Arm 48', um den Arm 48' und die Taste 10' in jeder gegebenen Stellung festzuhalten, so dass die Stange 47 entweder in der in Fig.10 in vollen Linien oder gestrichelten Linien dargestellten Stel lung gehalten wird und dadurch die Bremse anzieht oder löst. Die die Bremssteuertasten mit der Bremse verbindenden Hebel und andern Teile können natürlich auch so aus gebildet sein, dass die Tasten ziun Auslösen der Bremse gedrückt werden, und dass die Normalstellung der Bremse die gelöste Brems lage und nicht die angezogene Bremslage ist.
Beim Schreiben von Alphabetschriftzeichen ist es erwünscht, dass der Wagen nach jedem Tastenansehlag um eine vorbestimmte Strecke bewegt wird, um das Papier für den nächsten Buchstaben selbsttätig einzustellen. Bei der üblichen Schreibmaschine wird dies durch eine mit den Tasten und der Zwischenraumtaste verbundene Schrittschaltung erreicht, die bei spielsweise in der Smith-Corona-Schreibma- schine eine Hemmvorrichtung aufweist, die ein Ritzel, z. B. Ritzel 75 (Fig. 11), in Um lauf setzt, das auf dem obern Ende einer schrägliegenden Welle 76 sitzt.
Das Ritzel 75 wird durch das Klinkengesperre oder das Hemmrad gedreht, sobald eine Taste oder die Zwischenraumschiene angeschlagen wird. Der Wagen einer derartigen Schreibmaschine ist üblicherweise mit einer Zahnstange 77 ausge rüstet, die auf einem tun einen Zapfen 79 schwingbaren, sich quer zum Wagen erstrek- kenden Arm 78 gelagert ist und die' in und ausser Einriff mit dem Ritzel 75 gebracht werden kann; d. h. die Zahnstange , 77 wird ausser Eingriff mit dem Ritzel 75 gebracht, sobald der Wagenauslösehebel betätigt wird.
In einer erfindungsgemässen Schreibmaschine kann der Hebel L mit der Wagenzahnstange 77 am Zapfen 79 verbunden sein, so däss die Zahnstange 77 bei einer Bewegung des Hebels L nach rückwärts in Richtung des Pfeils 80 in die in Fig. 11 dargestellte strichpunktierte Lage, d. h. in Eingriffmit dem Ritzel 75 ge- bracht wird.
In dieser Stellung kann sich der Wagen beim Anschlag einer der Tasten selbst tätig um eine vorbestimmte Strecke nach links bewegen. Die in. Fig.1 und 7- dargestellte Zwischenraumtaste 12 ist in einer gewöhn lichen Schreibmaschine auch mit Welle 76 durch eine Schrittschaltung verbunden, so dass der Wagen bei jedem Drücken der Zwischen- ratuntaste um eine vorbestimmte Strecke ver schoben wird,' In der gezeichneten Schreib maschine ist diese Verbindung mit der Zwi- schenraumtaste nicht herausgenommen oder abgeschaltet,
so dass die Zwischenraumtaste 12 mit der Bremsfreigabevorrichtung verbunden ist und ihre normale Aufgabe weiter erfüllen kann.
Der in Fig.11 dargestellte Hebel L kann durch eine Feder 81 in eine Vorwärtslage ge drängt werden, um die Zahnstange 77 für gewöhnlich ausser Eingriff mit dem Ritzel 75 zu halten. Diese Lage ist in vollen Linien in Fig. 11 dargestellt.
An Stelle eines schmalen Kopfes oder eines sich seitlich erstreckenden Lappens am obern Ende des Hebels L (wie dies bei dem in Fig.1 rechts liegenden Hand hebel 19 der Fall ist), ist der links liegende Hebel L vorzugsweise an seinem obern Ende mit einem verhältnismässig langgestreckten, gebogenen Arm 82 versehen, der sich seitlich und nach vorn erstreckt..
Infolgedessen kann der Hebel nicht nur nach rückwärts bewegt werden, damit die Zahnstange 77 in das Ritzel 75 eingreift, sondern es kann auch ein nach links gerichteter Druck auf den Hebel 78 aus geübt werden, um den Wagen nach links zu drängen und es dadurch der Schrittschaltung zu ermöglichen, den Wagen selbsttätig zu ver schieben. Dieser auf den Hebel L einwirkende nach links gerichtete Druck gleicht das Fehlen der Feder aus, die für gewöhnlich den Wagen nach links drängt und die, wie erwähnt, vor zugsweise aus der Schreibmaschine T heraus genommen worden ist.
Die Typenhebel 14 sind mit den Zeichen versehen, die auf der in Fig. 2 dargestellten Tastenfeldanordnung eingezeichnet sind. Es können natürlich auch andere Zeichen oder Arten von Noten- und Alphabetschriftzeichen verwendet werden, wobei die Alphabetschrift- zeichen entweder die obere Lage oder die untere Lage bilden. Die Anordnung der auf den Tasten vorgesehenen Buchstaben und Zei chen kann von der in Fig. 2 dargestellten An- ordnung abweichen.
Eine Aufstellung der Notenzeichen auf den in Fig. 2 dargestellten verschiedenen Tasten, gelesen von links nach rechts in jeder Reihe, ist nachstehend aufge führt, wobei die untern oder Alphabetschrift- zeichen auf jeder Taste in der links liegenden Spalte für jede Reihe und die Notenschrift zeichen auf der gleichen Taste in der rechts liegenden Spalte jeder Reihe aufgeführt sind.
EMI0008.0014
<I>Obere <SEP> Tastenreihe</I>
<tb> Alphabet- <SEP> Notenschriftzeichen
<tb> schriftzeiehen
<tb> 1 <SEP> Schleife
<tb> 2 <SEP> Schleife
<tb> 3 <SEP> Sechzehntelpause
<tb> 4 <SEP> Sechzehntelnote, <SEP> Notenhals
<tb> abwärts
<tb> 5 <SEP> Sechzehntelnote, <SEP> Notenhals
<tb> aufwärts
<tb> 6 <SEP> Fähnchen <SEP> für <SEP> Notenhals <SEP> ab wärts
<tb> 7 <SEP> Fähnchen <SEP> für <SEP> Notenhals <SEP> auf wärts
<tb> ss <SEP> Notenlinien
<tb> 9 <SEP> schräger <SEP> Balken
<tb> 0 <SEP> Betonung
<tb> <I>Zweite <SEP> Tastenreihe</I>
<tb> Alphabet- <SEP> Notenschriftzeichen
<tb> schriftzeichen
<tb> Q <SEP> kleines <SEP> Fähnchen
<tb> W <SEP> Triller
<tb> E <SEP> ganze <SEP> Note
<tb> R <SEP> Achtelpause
<tb> T <SEP> Achtelnote, <SEP> Hals <SEP> abwärts
<tb> Y <SEP> Achtelnote,
<SEP> Hals <SEP> aufwärts
<tb> U <SEP> Taktstrich
<tb> I <SEP> Oktavstrich
<tb> 0 <SEP> Auflösungszeichen
<tb> P <SEP> Piano
<tb> Klammer <SEP> Violinschlüssel
EMI0008.0015
<I>britte <SEP> TasUnrea\he</I>
<tb> Alphabet- <SEP> Notenschriftzeichen
<tb> schriftzeichen
<tb> A <SEP> Schlusszeichen
<tb> S <SEP> Kurze, <SEP> senkrechte <SEP> Linie
<tb> D <SEP> Viertelnote, <SEP> Kopf
<tb> F <SEP> Forte
<tb> G <SEP> Viertelpause
<tb> H <SEP> Viertelnote, <SEP> Hals <SEP> abwärts
<tb> J <SEP> Viertelnote, <SEP> Hals <SEP> aufwärts
<tb> K <SEP> Punkt
<tb> L <SEP> Kreuz
<tb> Malzeichen <SEP> Betonung
<tb> Klammer <SEP> C-Schlüssel
<tb> <I>Untere <SEP> Tastenreihe</I>
<tb> Alphabet- <SEP> hTotenschriftzeichen
<tb> schriftzeichen
<tb> Z <SEP> Kleine, <SEP> halbe <SEP> Note, <SEP> Kopf
<tb> X <SEP> Kleine <SEP> Viertelnote,
<SEP> Kopf
<tb> C <SEP> Halbe <SEP> Note, <SEP> Kopf
<tb> V <SEP> Waagrechter <SEP> Balken
<tb> B <SEP> Halbe <SEP> Note, <SEP> Hals <SEP> abwärts
<tb> N <SEP> Halbe <SEP> Note, <SEP> Hals <SEP> aufwärts
<tb> M <SEP> Mezzo
<tb> Punkt <SEP> Vorzeichen <SEP> b
<tb> Komma <SEP> Betonung
<tb> Fragezeichen <SEP> Bassschlüssel Das Malzeichen bei den aufgeführten Alphabetschriftzeichen in der dritten Reihe der Tasten ist auch -ein Notenschriftzeichen. Die Typenformen für die Notenschriftzeichen können in irgendeiner geeigneten Weise her gestellt werden.
Die zum Schreiben der in den Fig: 14 bis 18 dargestellten Noten ver wendeten Typen waren in der Weise ausge bildet, wie dies in der amerikanischen Patent schrift Nr.<B>2317170</B> vom 20. 4.1943 dargelegt ist.
Die in den Fig.12 bis 15 gegebenen No tenproben zeigen, was mit der beschriebenen Notenschreibmaschine, deren Typenhebel die in Fig.2 gezeigten Notenschriftzeichen tra gen, hergestellt werden kann.
In Fig. 12 ist eine Kombination von Oktavlinien (vierte Taste von rechts in der zweiten Reihe der Fig. (2)j und. Taktlinien (fünfte Taste von. rechts in der zweiten Reihe der Fig.2 in verschiedenen Abständen voneinander wieder gegeben, um zu zeigen, wie leicht die waag rechten und senkrechten Abstände geändert werden können.
Fig. 13 zeigt, wie leicht Linien, die in ver schiedenen Winkeln zueinanderliegen, herge stellt werden können. Von diesen Linien ver läuft die eine Linie in einer Waagrechten, während die andern Linien in verschiedenen Winkeln oberhalb und unterhalb der waag rechten Linie verlaufen. Diese Linien werden dadurch hergestellt, dass das Papier mit Be zug auf die Walze in dem gewünschten Win kel eingestellt und dann .der Wagen unter Anschlag der Oktavlinientaste (achte Taste von links in der zweiten Reihe der Fig.2) längs des Papiers bewegt wird.
Die Wieder- Cinstellung auf einen auf dem Papier ge wünschten Punkt, auf den die Taste aufschla gen soll, ist durch Verwendung :der Anzeige vorrichtung I sehr einfach .durchführbar.
Die in Fig. 14 dargestellte Notengruppe zeigt eine Möglichkeit eines Notenmusters, das ohne Einstellung irgendwelcher Hebel hergestellt und lediglich durch Drehen der frei drehbaren Walze bei gleichzeitigem Be wegen des frei beweglichen Wagens mit einer Hand hergestellt werden kann, während mit der andern Hand die die gewünschte Note tragende Taste angeschlagen wird.
Die genaue Einstellung der Noten auf einer schmalen, auf Papier gedruckten oder gezeichneten Notenlinie, wie sie in Fig. 15 dargestellt ist, oder auf einer auf Papier ge zeichneten breiteren Notenlinie, wie sie die Fig.16 zeigt, ist leicht möglich. Die in Fig. 17 dargestellte Notenlinie ist unmittelbar auf das Papier aufgeschrieben, und zwar mittels der Notenlinientaste (dritte Taste von rechts in der obern Reihe der Fig.2). Das gleiche gilt für die in Fig.18 gezeichneten Noten linien.
Weder die Grösse der Notenlinien noch Ungenauigkeiten in diesen Notenlinien beein trächtigen die Leichtigkeit, mit der die Noten oder andere Schriftzeichen genau gesetzt wer den können. Es kann also Papier, auf wel- ches Notenlinien irgendwelcher Grösse ge druckt worden sind, ebenso leicht verwendet werden wie unbedrucktes Papier, auf dem die Notenlinie durch die Notenlinientaste herge stellt wird.
Fig.17 zeigt, wie leichte ein verhältnis mässig schweres Notenmuster genau und in kürzester Zeit auf der Notenlinie hergestellt werden kann. Wenn für jede in Fig.17 dar gestellte Note ein Hebel bewegt werden müsste, so würde eine aussergewöhnlich lange Zeit verbraucht werden. Es würden auch mehr Ungenauigkeiten auftreten.
Bei der gezeichneten Notenschreibmaschine dagegen kann der Notenschreiber genau die waagrechte und senkrechte Stellung überwachen, an wel cher die Note oder ein anderes Musikschrift- zeichen gedruckt werden soll.
Die die Hälse einer Anzahl Noten. der Fig.17 vereinigenden Balken werden dadurch hergestellt, dass das Papier, wie vorbeschrie- ben, schräg gelegt und die Taste für den waagrechten Balken (vierte Taste von links in der untersten Reihe der Fig.2) unter Ein schaltung der Schrittschaltung durch Hebel L angeschlagen wird.
Der obere und der untere Balken kann in gleicher Weise hergestellt wer den, indem das Papier in die gewünschte Stel lung .durch Drehen der Walze etwas nach oben oder unten bewegt wird. Die Längen der schräg oder waagrecht liegenden, dicken oder :dünnen Linien sind nicht auf die Schrittschaltungsgrösse begrenzt, da die Enden durch Lösen des Hebels L auf die kleinste wahrnehmbare Grösse -fertiggestellt werden können. Oberhalb der in Fig. 16 dargestellten letzten Note liegt eine Fermate, während unterhalb der in Fig.17 dargestellten Note eine iungekehrte Fermate (erste Taste in der dritten Reihe von Fig.2) liegt.
Das -Lunge kehrte Notenzeichen wird dadurch hergestellt, dass das Papier umgekehrt in den Wagen ein geschoben wird. Das Papier kann beliebig oft aus dem Wagen herausgenommen und wieder eingespannt werden, ohne dass dadurch die Genauigkeit der Noten und Buelislitabenbe- schriftung beeinträchtigt wird, da die An zeigevorrichtung I immer die Stelle angibt, an welcher die Type aufschlägt und eine genaue Aufstellung durch die gegenseitig frei drehbare Walze und den. frei beweglichen Schlitten erhalten werden kann.
In Fig. 18, die eine photolithographische Wiedergabe der Takte 209 bis 223 des drit ten Satzes für Klavier aus Piano Concerto von Cecil S. Eifinger darstellt und die völlig mittels der ' beschriebenen Notenschreibma schine hergestellt ist, ist nur der Takt 220 mit einer Zahl versehen, während die andern Takte leicht festgestellt werden können. In Fig.18 zeigen die von jedem Taktstrich ein genommenen, verschiedenen Abstände sowie die von den verschiedenen Noten eingenom menen, verschiedenen Abstände die Freizügig keit der seitlichen Verschiebung,
die mittels eines freibeweglichen Wagens erhalten wird. Der dargestellte Auszug kann natürlich von einem Musiker leicht gelesen werden, lind die Veränderungen in den Abständen bewirken ein Fliessen der Musik wie in einem rhythmi schen Muster. Mittels der frei drehbaren Walze lässt sich das Papier schnell auf die gewünschte senkrechte Stellung der Abdruck stelle einstellen, wobei eine Anzeigevorrich tung notwendig ist, damit die Noten oder andern Musikschriftzeichen in senkrechter und waagrechter Richtung auf die genau gewünschte Stelle gesetzt werden.
In Fig. 18 bilden die Takte 216 bis 219 eine Ruhepause von vier Takten. In ,den Takten 209, 210, 211, 212, 214, 215 und 222 sind eine Anzahl Ak korde vorhanden. Diese Akkorde werden unter Anlegen der Bremse an den Wagen geschrie ben. Beim Schreiben der in den Takten 213, 220, 221 und 223 liegenden Noten ist die Bremse gelöst.
Die zwischen den Takten 209 und 210, zwischen den Takten 211 und 212 und zwi schen den Takten 214 und 215 befindlichen Schleifen sowie die in dem Takt 212 befind liche Schleife kann durch eine Gruppe von Punkten oder .durch eine Kombination, von Punkten und waagrechten Linien hergestellt werden.
Die schräg liegenden Balken, die .die Hälse der Noten in den Takten 220, 221 und 223 verbinden, werden dadurch hergestellt, dass .das Papier einfach auf der "Walze schräg gelegt und der Wagen unter Anschlag der Balkentaste (vierte Taste von links in der untersten Reihe der Fig. 2) mit oder ohne Verwendung der Schrittschaltung längs des Papiers nacheinander genügend oft gezogen wird; um die gewünschte Länge des Balkens zu erzielen.
Die Crescendo-Bezeichnung in Takt 221 kann dadurch hergestellt werden, dass ;das Papier zuerst etwas nach rechts ver schoben wird, um die obere Linie der Be zeichnung durch Anschlag der Oktavlinien taste (achte Taste von links in der zweiten leihe der Fig.2) nacheinander in genügen der Zahl zu bilden, und dann die obere Kante des Papiers etwas nach links geschoben wird, um die untere Linie der Crescendo-Bezeich- nung in ähnlicher Weise herzustellen,
wie dies bei der Herstellung der Schräglinien nach Fig. 13 erfolgt. Eine Decrescendo-Bezeiehnung kann in ähnlicher Weise hergestellt werden, wobei der Notenschreiber bei der Herstellung dieser Bezeichnung den Wagen entweder nach links oder nach rechts schieben kann.
Die Betonungsbezeichnungen im Takt 221 können durch .die zugehörige Taste (zweite Taste von rechts in der dritten Reihe der Fig. 2) hergestellt werden. während die stär keren Betonungen in den Takten 214, 222 und 223 :durch eine andere Taste hergestellt werden, nämlich die zweite Taste von rechts in der untern Reihe der Fig. 2.
Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, dass die gezeichnete Notenschreibmaschine die Forderungen und aufgestellten Ziele weit gehend erfüllt. Die dargestellten Musikbeispiele und Musikschriftzeichen, die in den Fig. 12 bis 18 gezeigt sind und geschrieben werden können, zeigen deutlich den Wert der Kombina tion eines frei beweglichen Schlittens, einer ver hältnismässig frei drehbaren Walze und einer Anzeigevorrichtung, die die genaue Abdruck stelle anzeigt.
Die einfache Bewegung einer einzigen Taste schaltet die Wagenbremse ein oder aus und vereinfacht und erleichtert die Verwendung, wobei bei angezogener Bremse eine genaue senkrechte Ausrichtung der ver schiedenen Noten, wie sie in einem Akkord er- forderlich ist, leicht erhalten wird. Es sind zur Umwandlung einer gewöhnlichen Schreib maschine in eine erfindungsgemässe Noten schreibmaschine nur verhältnismässig wenig Änderungen notwendig, jedoch sind die Er folge dieser Änderungen ganz überraschend.
Wenn eine besondere Notenschreibmaschine hergestellt wird, so erfordert dies nur relativ wenig zusätzliche Kosten gegenüber den Her stellungskosten einer gewöhnlichen Schrift schreibmaschine. Nur wenige besondere- Teile, nämlich eine Wagenbremse, Antriebshebel für die Wagenbremse sowie ein besonderer Hebel zum Einschalten des selbsttätigen Hemmrades beim Schreiben von Alphabetschriftzeichen, sind zusätzlich zu den Typen erforderlich, auf denen sich Notenschriftzeichen befinden.
Die beider Herstellung und dem Zusammen bau sich .ergebenden Probleme beim Bau der beschriebenen Notenschreibmaschine enthalten nicht mehr Schwierigkeiten als die Herstel lung und der Zusammenbau einer gewöhn lichen Schreibmaschine. Mittels der Anzeige vorrichtung kann der Benutzer das Musik schriftzeichen oder die Note an die genau gewünschte Stelle setzen, wobei die Ein8tel- lung des Papiers auf diese Stelle in einfacher Weise durch Drehen der Walze oder durch Bewegen des Wagens mit einer Hand durch geführt werden kann und die Ergebnisse nicht durch Schlupf oder unausgerichtete Lage des Papiers beeinträchtigt werden.
Das Papier kann, wie oben beschrieben, absicht lich unter verschiedenen Winkeln eingescho ben oder herausgenommen und in die Schreib maschine neu eingespannt werden, ohne dass die Ausrichtung und die Aufstellung der an schliessend folgenden Schriftzeichen nachteilig beeinflusst werden.
Es lassen sieh natürlich Änderungen in dem Bau der beschriebenen Schreibmaschine vornehmen. Als Beispiel hierfür sei aufge führt, dass die Anordnung der Tasten abwei chend ausgeführt werden kann; dass die An triebsverbindungen zwischen der Bremse und der Bremsanslösetaste von den dargestellten Antriebsverbindungen abweichen können; dass eine Bremse in andern Stellungen aufgestellt und durch andere Gestänge betätigt werden kann; dass die Form, die Lage und die Ver bindung des Hebels, der die Einschaltung der selbsttätigen Hemmvorrichtung bewirkt, mit der Schrittschaltung geändert werden kann;
dass andere Arten von Anzeigevorrichtungen für die Abdruckstelle benutzt werden kön nen; und dass andere Wege eingeschlagen wer- clen können, um die selbsttätige Schrittschal tung zum Arbeiten zu bringen, indem z. B. die Feder, die den Wagen üblicherweise nach links zu drängen versucht, beibehalten und eine ausschaltbare Verbindung zwischen der Feder und dem Wagen vorgesehen wird, die eine freie Beweglichkeit des Wagens ermög licht.