CH298669A - Elektrisch beheizter Hochtemperaturofen. - Google Patents
Elektrisch beheizter Hochtemperaturofen.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Elektrisch beheizter Hochtemperaturofen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen elektrisch beheizten Hochtemperatur ofen, d. h. einen: Ofen: mit Betriebstempe raturen, die im allgemeinen über 800 bis 1200 C liegen.
Zur Glühbehandlung und zum Schmelzen von Materialien im Vakuum oder in einer Schutzgasatmosphäre bietet die Anwendung von Widerstandsheizkörpern aus Graphit oder Kohle besondere Vorteile, da sie in Vergleich zii den sonstigen in Frage kommenden Mate rialien zur Herstellung d'er Heizkörper wie Wolfram, Tantal oder Molybdän weniger kost spielig und gegenüber eventuell vorhandenen Sauerstoffverbindungen wenig empfindlich sind. Bei der Herstellung von Öfen grösseren Querschnittes bzw.
Volumens stösst man je doch auf die Schwierigkeit, dass rohrförmige Heizkörper aus Graphit nur schwierig und unter Materialverlusten hergestellt werden können. Ferner erfordern diese Heizkörper infolge ihres geringen OhmschenWiderstand'es hohe Stromstärken. Man hat diese Schwierig keit dadurch zu umgehen versucht, dass man einen rohrförmigen Heizkörper durch Auf schlitzen in zwei oder mehr hin und her gehende Strombahnen aufteilte, so dass sich ein höherer Längswiderstand ergibt.
Dadurch verliert jedoch der Rohrheizkörper an Stabilität.
Der Ofen nach vorliegender Erfindung zeichnet sich diesen bekannten Bauarten ge genüber dadurch aus, dass er mehrere längs geschlitzte, Kohlenstoff enthaltende Wider- standsheizstäbe aufweist, die den Glühraum stellenweise begrenzen. Vorzugsweise können sich Graphit- oder Kohlestäbe parallel zur Längsmittelachse des Ofens erstrecken. Fer ner ist es zweckmässig, wenn die Stäbe min destens teilweise in Serie geschaltet sind, zum Zwecke, eine Leistungsaufnahme des Ofens bei relativ hoher Spannung und niedriger Stromstärke zu erhalten.
Auf beiliegender Zeichnung sind zwei Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan- des dargestellt, und: zwar zeigen: Fig.1 die-- erste Ausführungsform der Er- findung im Längsschnitt gemäss der Linie I-I in der Fig. 2, Fig. 2 einen Querschnitt gemäss der Linie II-II in,
der Fig.1. Fig. 3 einen Längsschnitt der zweiten Aus führungsform nach der Linie III-III in Fig. 4 und Fig. 4 einen Querschnitt gemäss der Linie IV-IV in der F.ig. 3.
Der Ofenkörper des Hochofentemperatur- ofens ist mit 1 bezeichnet. Derselbe ist zylin drisch ausgebildet und weist einen doppelwan digen Mantel auf, wobei im Zwischenraum ein Kühlmittel, zum Beispiel Wasser, zirkuliert. Entlang des Mantels ist in bekannter -Weise eine Isolierschicht 2:
vorgesehen. Im Innern des Ofens sind; zur Beheizun@g desselben Graphit- oder Kohlestäbe 3 angeordnet, die stellenweise die Begrenzung - des Glühraumes bilden. Die genannten Graphit- oder Kohle stäbe erstrecken: sich in. vertikaler Richtung parallel zur Längsmittelachse des Ofens und sind lun sie gleichmässig verteilt angeordnet.
Die Graphit- oder Kohlestäbe sind in der Längsrichtung nicht. durchgehend geschlitzt. Die Befestigung der Stube 3 erfolgt, am untern Ende derselben, wo gleichzeitig die Strom zuführung erfolgt.
Die Stromzuführungen 4 berühren die entsprechenden Enden der Stäbe mit einem Teil 4a einer Zy linderfläche, wobei zur Sicherstellung einer einwandfreien Kontaktgabe zwischen den me tallischen Anschlussstücken lind den beiden Enden der geschlitzten Stäbe konische, elek trisch isolierende Druckstücke 5 eingesetzt sind.
Die erwähnten Druckstücke sind zweck mässigerweise aus keramischem Material und befinden sich in der Mittelebene bzw. in der Trennebene der Stabenden und dienen zum Auseinanderspreizen derselben. Zu diesem Zweck stehen die genannten Spreizkörper 5 unter der Wirkung von Druckfedern 6, welche sich radial in zylrzndtrischen Führungen 7 erstrecken und am entgegengesetzten Ende gegen je eine Stellschraube 8 anliegen, mittels welcher die Kräfte, unter denen die Druck stücke 5 stehen, äingestellt werden können.
Die Stellschrauben 8 sind in Haltern 9 ge führt. Die Stromzuführungen 4 sind über Vakuumdichtungen 10 durch den Boden des Heizofens durchgeführt, wobei durch diesel ben Vakuumdichtungen auch Kühlwasserlei tungen 11 zur Kühlung jedes einzelnen der Elektrodenstäbe durchgeführt sind, so dass deren Kühlräume kühlmittelbespült sind.
Die beschriebene Anordnung besitzt den Vorteil, dass sich die Kühlwasserverbindungen zu und zwischen den Elektroden ausserhalb des Ofenraumes befinden, wodurch die Gefahr der Gasabgabe und der Undichtigkeit der Kühlwasserverbindungen für den Ofeninnen raum beseitigt ist. Ferner hat man die Möglichkeit, .die elektrische Schaltung der Heizelemente jederzeit. von aussen zu ver ändern.
In den Fig. 3 und 4 ist der Ofenmantel mit 12 bezeichnet und weist Versteif iungsrip- pen 13 auf. Der Ofenmantel 12 ist zeit einer Isolierschicht 14 ausgefüttert.
Bei diesem Aus- führungsbeispiel sind die wieder-am stab- förmig ausgebildeten Elektroden 145 gitterartig im obern Teil des Ofenraumes auf gleichem Niveau angeordnet und bei 16 festgelegt.; hier befindet sich auch die :Stromzuführung, die in der beschriebenen Weise ausgeführt ist. Die Elektroden 15 sind als längsgeschlitzte Graphit- oder Kohlestäbe ausgebildet.
Zur Sicherung der Stromzuführung dienen ko nische Druckstücke 17, die eine vertikale Anordnung aufweisen und unter Wirkung von je einer Druckfeder 18 stehen. Jede Druck feder stützt sich gegen eine Stellschraube 19 ab, welche von einem Haltebalken 20 getragen ist. Sowohl die Stromzuführungen als auch die Kühlwasserleitungen 21 sind über entspre chende IIochvakuumdichtungen durch eine Seitenwand des Ofens geführt.
Zur Sicherstellung eines guten Stromüber ganges zwischen den Graphitstabenden und den Kontaktstücken sind die Enden des Graphitstabes zweckmässig galvanisch ver kupfert oder versilbert.
Der beschriebene Ofen kann. in beliebig grossen Dimensionen hergestellt werden, wobei die Betriebsspannung des Ofens so hoch ge wählt werden; kann, wie es zur Vermeidung von Gasentladungen zulässig ist. Ferner wird durch die vorgeschlagene Ausbildung die Möglichkeit eines mehrphasigen Stromau ' schlusses gewährleistet, die bei Öfen hoher Leistung Erfordernis ist.
Da sich die Heiz körper weitgehend spannungsfrei ausdehnen können, ist. ihre Bruchgefahr herabgesetzt. Die leichte Auswechselbarkeit der Elektroden ermöglicht, die Betriebskosten der Ofenanlage niedrig zu halten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrisch beheizter Hochtemperaturofen, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe mehrere längsgeschlitzte, Kohlenstoff enthaltende Wi- derstandsheizstäbe aufweist, die den Glühraum stellenweise begrenzen. UNTERANSPRÜCHE 1. Hochtemper aturofen nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizstäbe parallel zur Längsmittelachse des Ofens verlaufen.2. Hoehtemperaturofen nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die geschlitzten Stabenden von Stromzuführungen mit einem Teil einer Zylinderfläche berührt sind, wobei zwischen den Gabelenden der geschlitzten Stäbe ko nische Druckstücke liegen. 3. Hochtemperaturofen nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, d'ass die Druckstücke aus keramischem Material bestehen -Lind sich in der Mittelebene der Stabend@en senkrecht zur Stabachse befinden.4. Hochtemperaturofen nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckstücke unter Wirkung von Druckfedern stehen, welche radial geführt sind und, gegen je eine Stell schraube anliegen. 5. Hochtemperaturofen nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet; dass die Kühlwasserleitungen ,jedes Elektrodenstabes über Vakuiundnchtun- gen durch den Boden des Ofens geführt. sind.6. Hochtemperaturofen nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromzuführungen der Heizstäbe über Vakuumdichtungen durch den Boden des Ofens geführt sind. 7. Hochtemperaturofen nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 6, da durch gekennzeichnet, dass die Elektroden stäbe mindestens teilweise in Serie geschaltet sind, zum Zwecke, eine Leistungsaufnahme des Ofens bei relativ hoher ,Spannung und bei niedriger Stromstärke zu erhalten.B. Hochtemperaturofen nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe als rechteckiger Kammerofen ausgebildet und mit in: einer Begrenzungsebene des Ofen rahmes gitterartig angeordneten: Elektroden ausgerüstet. ist. 9. Hochtemperaturofen nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Enden der Graphitstäbe galvanisch verkupfert sind.10. Hochtemperaturofen nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Graphitstäbe versilbert sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| Country | Link |
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| CH (1) | CH298669A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1990012266A1 (en) * | 1989-04-10 | 1990-10-18 | Cambridge Vacuum Engineering Ltd. | Vacuum furnace |
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1952
- 1952-01-31 CH CH298669D patent/CH298669A/de unknown
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