Gleistafel. Im Eisenbahn-Sicherungswesen verwendet man vielfach Gleistafeln, d. h. Meldetafeln, die ein Bild der Gleisanlage eines Bahnhofs darstel len und zusätzlich noch den jeweiligen Zustand der Gleise, also welche Weichen umgestellt sind, ob eine Fahrstrasse eingestellt ist oder ein Signal, welche Gleise frei oder besetzt sind usw., an zeigen. Solche Gleistafeln werden z. B. in Stell werken an und für sich oder auch als Grund= lage von Tafelhebelwerken verwendet. Auf derartigen Tafelhebelwerken sieht man dann gleichzeitig die Hebel oder Tasten vor, durch welche die Weichen, Fahrstrassen, Signale usw. betätigt werden.
Den Zustand der Weichen, Fahrstrassen und Signale kann man durch hinter der Tafel angeordnete Beleuchtungslampen erkennbar machen. Die Tafel kann z. B. eine Blechtafel sein, auf welcher die Gleise, Weichen usw. aufgezeichnet sind, und in welcher sogenannte Ausleuchtungsschlitze vorgesehen sind, hinter denen sich die Lampen befinden. Durch An wendung verschieden gefärbter Lampen oder durch entsprechende Farbfilter kann man die Ausleuchtungsschlitze in verschiedener Fär bung aufleuchten lassen, z. B. weiss für einge stellte Fahrstrasse, rot bei besetztem Gleis usw.
Man kann auch die ganze Tafel aus Glas oder Plexiglas oder dergleichen herstellen und darauf ein Bild der Gleisanlage auftragen, wodurch die Anordnung von Schlitzen erspart wird. Schwierig ist bei all diesen Ausführungen, eine Serienfabrikation der einzelnen Teile der Gleistafel zu erreichen und gleichzeitig zu einer möglichst geringen Ausdehnung der Gleistafel hinsichtlich Länge und Breite zu gelangen.
Gemäss der Erfindung ist dieses Erforder nis in einfacher Weise dadurch erfüllt, dass die Abdeckplatte der Gleistafel aus einzelnen Abdeckplattenfeldern zusammengesetzt ist, auf welchen Teile des darzustellenden Gleisbildes aufgezeichnet sind, und dass sich darunter Gehäuse befinden, in denen die dem Gleis bild zugeordneten Geräte untergebracht sind.
Zugeordnete Geräte können z. B. die oben erwähnten Lampen, ferner Farbfilter oder z. B. noch Stromunterbrecher oder Strom- wender zur Betätigung von Weichen, Signalen üsw. sein, wenn die Gleistafel zugleich als Tafelhebelwerk dienen soll.
An den Wänden der Gehäuse können ge gebenenfalls Rasten vorgesehen sein, in wel chen je nach Bedarf Zwischenwände einge schoben werden können.
Die Zeichnung zeigt vier beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegen standes und einige Einzelheiten: Die Fig. 1 zeigt ein als erste Ausführungs form gegebenes Tafelhebelwerk mit sechs Ab deckplattenfeldern.
Die Fig. 2 zeigt in einem grösseren Mass stab, wie das unter jedem Abdeckplattenfeld angeordnete- Gehäusefeld ausgebildet ist. Die Fig. 3 zeigt ein Abdeckplattenfeld mit dem darunterliegenden Gehäusefeld.
Die Fig. 4 zeigt hinter der Gleistafel an geordnete Lampen mit zugeordneten Kontak ten.
Die Fig. 5 bezieht sich auf die Anordnung der Bedienungstasten und der zugeordneten Kontakte.
Die Fig. 6 bis 8 entsprechen drei Abdeck Plattenfeldern des Beispiels gemäss Fig. 1. Die Fig. 9 zeigt eine Zusammenstellung von verschiedenen Abdeckplattenfeldern mit einem Gehäusefeld.
Die Fig. 10 bis 12 beziehen sich auf eine zweite Ausführungsform, bei welcher Abdeck plattenfelder und Gehäusefelder statt recht eckig, quadratisch sind.
Die Fig. 13 bis 17 beziehen sich auf eine dritte Ausführungsform, bei der rechteckige und quadratische Gehäusefelder und Abdeck plattenfelder zusammengesetzt sind.
Die Fig. 18 zeigt eine besondere Ausbil dung eines Abdeckplattenfeldes.
Die Fig. 19 und 20 entsprechen einer vier ten Ausführungsform, bei welcher Gruppen von einzelnen Gehäusefeldern zu Stössen zu sammengenommen sind.
Die Fig. 21 zeigt eine besondere Ausfüh rungsform eines Gehäusefeldes mit Rasten zum Einsetzen von Zwischenwänden.
Die Fig. 22 zeigt einen in ein Gehäuse nach Fig.21 einsetzbaren einteiligen Körper aus Trennwänden.
Beim ersten Ausführungsbeispiel gemäss Fig.1 bis 5 zeigt die Fig. 1 eine aus sechs rechteckigen Abdeckplattenfeldern bestehende Gleistafel mit einer Anzahl Beleuchtungsschlit zen wie B, welche Gleistafel z. B. im Feld F1 eine Fahrstrassentaste T1 aufweist, im Feld F2 eine Weichentaste T2 und im Feld F3 zwei Weichentasten T3 und T4 für eine dop pelte Kreuzungsweiche.
Die Fig. 2 zeigt in grösserem. Massstab nach Abnahme der entsprechenden Feldplatte ein Gehäusefeld, wie es beispielsweise gestaltet werden kann.
Hierbei sind feste Zwischenwände 1, 2, 3, 4, 5 und 6 vorgesehen, an denen wie an den Aussenwänden 7 und 8, Rasten 9, 10, 11 usw. angeordnet sind. In diese Rasten kann man je nach Bedarf weitere Zwischenwände wie 12 und 13 einschieben.
In der Mitte des Gehäuses sind an bei den Wänden 3 und 4 noch zwei diametral in bezug auf die Mittel Normalachse des Gehäuse feldes gegenüberliegende Rasten 14 und 15 vorgesehen, die die Anordnung einer schräg stehenden Wand 16 ermöglichen. Die Zweck mässigkeit für eine solche schrägstehende Wand ergibt sich dadurch, dass bei einer dop pelten Kreuzungsweiche, wie diejenige des Feldes F3 (Fig. 3) zwei Rückmeldelichter 17 und 18 in Reihe liegen müssen und verhindert werden muss, dass sie beide durch dieselbe Glühlampe beleuchtet werden.
Bei Einschieben einer Zwischenwand 16, wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich, wird be wirkt, dass das Überwachungslicht 17 durch die Glühlampe 19 und das Überwachungs licht 18 durch die Glühlampe 20 zustande kommt. Bei dieser Ausbildung des Gehäuse feldes erreicht man, dass man auch diese in Serienausführung herstellen kann und trotz dem allen verschiedenen Formen der auf dem als Beispiel angegebenen Tischhebelwerk er scheinenden Bilder gerecht wird.
Die Anordnung der Schalteinrichtungen neben den Überwachungslampen hat bisher eine gewisse Schwierigkeit bereitet, weil der Unterschied zwischen einer Lampenfassung und einem Schalter baulich so gross ist, dass von vornherein ganz erhebliche bauliche oder konstruktive Vorkehrungen getroffen werden mussten. An der Stelle, an der die Schalteinrich tungen sitzen sollten, musste z. B. in der Platte, welche die Lampenfassungen trägt, ein Durch bruch mit Befestigungseinrichtung zur An bringung der Schalteinrichtung vorgesehen werden. Nun besteht ein dringendes Bedürfnis, die Überwachungseinrichtung dem jeweiligen Zustand der Gleisanlage anzupassen, dessen Änderungen sich z. B. durch einen Umbau der Gleise oder eine Versetzung der Signale usw. ergibt.
Dadurch würden aber in der vorhan denen Einrichtungen erhebliche Nacharbeiten erforderlich werden. Die dargestellte Ausführungsform des Ge häusefeldes enthält deshalb Teile, welche so wohl als Lampenkontakt dienen können als auch als Schaltkontakt. Es können auf diese Weise überall dort, wo Kontaktmittel für Überwachungslampen vorgesehen sind, auch Schaltelemente eingebaut werden. Es ge nügt hierzu, dass von vornherein die Anord nung in den Gehäusefeldern so getroffen wird, dass dadurch eine gewisse Überzahl von Über- wachungs- und Schaltpunkten allen vorkom menden Möglichkeiten Rechnung getragen wird. So können dann auf einfache Weise Umänderungen im Betrieb vorgenommen wer den.
Auch für die Herstellung derartiger Ein richtungen ergeben sich durch Vereinheitli chung erhebliche Vorteile.
In Fig. 4 ist 101 die Frontplatte eines beliebigen der dargestellten Gehäusefelder mit den Schlitten 102, die durch die Lampen 103 je nach dem Zustand, der dargestellt werden soll, erleuchtet werden können.
Die Fassung für die Lampen 103 weist in der üblichen Weise ein Fassungsrohr 104 und einen federnden Kontakt 105 auf. Nach Fig. 5 wird auf die Schlitze eine kleine Abdeckplatte 106 gesetzt, welche eine Taste 107 trägt, die durch die Feder 108 in der obern Lage ge halten wird. An der Stossstange 109 der Taste ist auf einer Isolierplatte 110 ein Kontaktbügel 111 angeordnet, dessen Enden beim Drücken der Taste 107 gleichzeitig auf die federnden Kontakte 105 zweier Lampenfassungen auf stossen, und diese verbinden. Die Einzelteile 109, 110, 111 der Taste sind so ausgebildet, dass sie von oben durch den Schlitz 102 ge steckt werden können. Die Abdeckplatte 106 wird dann auf der Feldplatte 112 z. B. durch Schrauben befestigt.
Werden über die Kon takte 105 Lampen gespeist, so wird auf der Feldplatte eine andere Abdeckplatte befestigt, in der sich ein dem Schlitz 102 entsprechender Ausleuchtungsschlitz befindet. Dies ist selbst verständlich nur eine der verschiedenen kon struktiven Lösungsmöglichkeiten.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich, erhält in diesem Fall das Feld einen dritten Teil, wobei im vor liegenden Fall der erste Teil gebildet wird von der Abdeckplatte 100, die auf die Tisch platte 112 zu liegen kommt, der zweite Teile von dem Gehäuse 113, z. B. aus Aluminium, dessen Draufsicht der Fig. 2 entspricht, und der dritte Teil aus einem Isolierkörper 114, der z. B. aus Bakelit bestehen kann und im untern Teil die Kontaktstücke 115, 116 usw. trägt, die entweder als Messerkontakte zwischen entsprechende Kontaktfedern eingesetzt wer den können oder aber mit den entsprechenden Leitungsenden verlötet zu werden bestimmt sind. Man könnte bei dem Beispiel nach der Fig.1 selbstverständlich ausser der Fahr strassentaste T1 auch die Weichentasten T2, T3, T4 unmittelbar ins Gleis legen.
Es wird jedoch eine günstigere Ausführung erreicht, wenn man die Tasten, mindestens aber die Weichentasten, neben die Gleise legt.
Es ergibt sich nämlich, dass man bei An ordnung der Tasten neben den Weichen in der Breite des Tastenhebelwerkes zu keiner grö sseren Ausdehnung kömmt, da ohnehin in den Winkeln, die sich durch die Weichenanord nung ergeben, genügend freier Platz für die Anordnung der Tasten vorhanden ist, dass aber anderseits der Platz an den Weichenspitzen nunmehr ausgenützt werden kann für die Anordnung der Rückmeldelichter; und dass gleich im Anschluss an diese die Gleisaus- leuchtung vorgesehen werden kann.
Ordnet man dagegen die Tasten an den Weichenspitzen an, so müssten sowohl die Überwachungslichter als auch die Gleisaus- leuchtung weiter von der Zungenspitze ent fernt angeordnet werden, und dadurch ergäbe sich eine grössere Längenausdehnung der ein zelnen Gehäusefelder und der Abdeckplatten felder, was sich je nach der Anzahl der hintereinanderliegenden Weichen entspre chend summiert und damit zu einer weit grö sseren Längsausdehnung des Gleisbildes und damit der gesamten Tafel führt.
Ein weiterer Vorteil ergibt sieh dann, wenn nur die Tasten für die Weichenstellung neben diesen, die Tasten für -die Fahrstrassenwahl dagegen in den Glei sen angeordnet werden, weil die Unterschei dungskraft zwischen Fahrstrassentasten und den Weichentasten dadurch verstärkt wird und die Übersicht für den Stellwerkswärter erhöht wird.
Die Fig. 6 und 7 zeigen wie die Taste T1 zum Umstellen der Weiche eines Abdeckplat tenfeldes beispielsweise angeordnet werden kann. Da die dahinterliegenden Gehäusefelder hinsichtlich der Kontaktanordnung alle gleich ausgeführt sind, wie aus Fig. 9 am Feld F16 erkennbar und wie auch in den Fig. 6 und 7 angedeutet ist, wird mit dieser Anordnung er reicht, dass für jeden Gleisausleuchtungs- schlitz 201 zwei Lampen 211 und 212, für den Schlitz 202 zwei Lampen 221 und 222, für den Schlitz 203 zwei Lampen 231 und 232 ange ordnet werden können und die Taste T1 mit zwei Kontaktkörpern 241, 242 zusammenarbei tet; für die Weichenüberwachungslampe ist ein Kontakt 243 vorhanden.
Man kann jedoch die Taste T1 auch so wie in Fig. 7 dargestellt anordnen; sie arbeitet dann mit den Kontakten 244 und 245 zusam men.
In ähnlicher Weise kann man bei der dop pelten Kreuzungsweiche eines Abdeckplatten feldes nach Fig. 8 die Tasten T2 und T3 an ordnen.
An. Stelle einer Taste für die Betätigung einer Weiche können auch zwei Tasten, also eine Plus- und eine Minustaste, vorgesehen sein. Es käme dann ausser der Taste T1, wie in Fig. 7 angedeutet, eine weitere Taste T6 hinzu.
Die Mindestabmessungen eines Tafelfeldes ergeben sich bei Betrachtung der Fig. 8, wel che ein Tafelfeld für die doppelte Kreuzungs weiche darstellt.
In Verbindung mit dem Gehäusefeld F6 in Fig. 9, welches die Anordnung der Kon takte darstellt, mit welchen die Tasten bzw. Ausleuchtungs- sowie Rückmeldelampen des Abdeckplattenfeldes in Verbindung treten, betätigt die Taste T2 die Kontakte 250 und 251, die Taste T3 die Kontakte 252 und 253, der Ausleuchtungsschlitz 254 der Fig. 8 wird durch die beiden Lampen 256 und 257 er leuchtet, der Ausleuchtungsschlitz 258 durch die beiden Lampen 259 und 260. Ähnlich ver hält es sich mit den beiden andern Ausleuch- tungsschlitzen 255 und 266. Die beiden Rück- meldelichter 61 und 62 erhalten ihr Licht von Lampen, die mit den Kontakten 263 und 264 in Verbindung stehen.
Man sieht daraus, dass für jeden Ausleuchtungsschlitz zwei Lampen zur Verfügung sind, so dass man in der Lage ist, den Ausleuchtungsschlitz verschieden zu beleuchten, z. B. gelb bei eingestellter Fahr strasse, rot bei besetzter Fahrstrasse.
Der Reihe nach würden also bei einer Zug fahrt über den Strang 254, 258 diese beiden Schlitze zunächst dunkel erscheinen. Sobald die Fahrstrasse eingestellt wird bzw. die Weiche umgestellt wird, erscheinen die beiden Schlitze in weisser oder gelber Farbe, nach Umlaufen der Weiche erscheint die Über- wachungs- bzw. Rückmeldelampe 61, und so bald die Weiche von Zugachsen besetzt ist, leuchten die Schlitze rot auf, während nach Freiwerden der Weiche die Schlitze wieder dunkel erscheinen.
Aus den Bedürfnissen für die doppelte Kreuzungsweise nach Fig. 8 ergibt sich daher eine Anordnung der Kontakte in drei Reihen zu je fünf Stück, wie in Gehäusefeld F6 (Fig. 9) dargestellt.
Man ersieht hieraus auch, dass die Taste neben dem Gleis durchaus keinen grösseren Raum beansprucht, da durch die Kontakte 260 und 265 für die Ausleuchtungsschlitze 258 und 266 die Breite des Gehäusefeldes ohnehin bestimmt wird. In der Längenausdehnung des Gehäusefeldes wird jedoch eine Ersparnis er zielt, da die Rückmeldelampen jetzt am Ver zweigungspunkt der Weiche sitzen, während sie sonst, wenn hier die Taste angeordnet wäre, weiter nach rechts und links herausrücken würden.
Die Reihenfolge der Farben für die ein zelnen Gleiszustände kann auch anders ge wählt werden. Zweckmässig leuchtet in der Grundstellung nur der Ausleuchtungsschlitz z. B. 203, der die Lage der Weiche erkennen lässt. Nach Drücken der Taste blinkt die Über wachungslampe 243, bis die Weiche in die Endlage gelangt ist, und dann leuchtet der Schlitz 202 auf.
Entsprechend der rechteckigen Gestalt der Gleistafel bzw. des Tafelhebelwerkes müsste man annehmen, dass die rechteckige Form der Teilfelder am zweckmässigsten ist. Man kommt unter Umständen jedoch zu einer vorteilhaf teren Ausbildung, wenn man die Teilfelder quadratisch gestaltet. Zweckmässig ist es hier bei, den Verbindungsstrang von einem Gleis zum andern in eine der Ecken des Abdeck plattenfeldes münden zu lassen, wobei man unter Umständen auf die Unterbringung einer einheitlichen Vorrichtung wie z. B. einer Weiche oder einer Kreuzungsweiche in einem einzigen Feld verzichten muss. Es würden dann z.
B. die zu einer Weiche gehörenden Gleisteile durch ein Abdeckplattenfeld mit ge radem Gleisstrang und ein Abdeckplattenfeld mit dem eigentlichen Weichenbild (Fig.11) zusammengesetzt sein, während die doppelte Kreuzungsweiche aus zwei gleichen Abdeck plattenfeldern mit je einem Weichenbild (Fig. 12) bestehen würde. Man hat aber die Möglichkeit, sich noch besser den verschieden artigsten Verhältnissen und den verschieden sten Erfordernissen anzupassen, weil ein qua dratisches Abdeckplattenfeld durch seine Sym metrie mehr Möglichkeiten bietet als ein recht eckiges Abdeckplattenfeld, das immer nur in einer bestimmten Lage in die Tafel unterge bracht werden kann. Man kann nämlich das quadratische Feld auch um 90 drehen, wenn dies die Gleislage erfordert.
Ausserdem sind bei dieser Art der Aus führung wesentlich weniger Plattentypen not wendig, weil z. B., wie aus der zweiten Aus führungsform der Fig. 10 und 11 ersichtlich, eine doppelte Kreuzungsweiche aus zwei Fel dern mit je einer einzelnen Weiche zusammen gesetzt sein kann.
Es hat zunächst den Anschein, als ob das quadratische Feld eine Verbreitung der Tafel gegenüber einer Ausführung mit rechteckigen Feldern bringen müsste, da ja z. B. ein recht eckiges Feld nur etwa dreiviertel bzw. vier fünftel von zwei quadratischen Feldern ein nimmt. Es kann dafür eine Weichenstrasse wesentlich enger zusammengerückt werden, da ein Quadrat, das eine Weiche enthält, gleich an das benachbarte Weichenfeld angesetzt werden kann, was z. B. die Felder 321 und 340 der Fig.10 zeigen.
Diese Anordnung ist in den Fig. 10 bis 12 beispielsweise erläutert, wobei in Fig. 10 ein Tafelhebelwerk mit eingezeichnetem Gleis bild dargestellt ist, das einen krassen Fall zeigt, bei welchem man mit quadratischen Ab deckplattenfeldern auskommen kann, der aber mit rechteckigen Feldern kaum zu lösen wäre.
Die Fig. 11 und 12 zeigen ausserdem Ein zelheiten der Unterbringung der verschiedenen Tasten neben den Weichen und Ausleuchtungs- schlitzen auf dem quadratischen Abdeckplat tenfeld bzw. auf zwei nebeneianderliegenden solchen Feldern.
301, 302 und 303 sind hierbei Tasten, durch welche in Fig. 11 die Weiche W1, in Fig. 12 die Kreuzungsweiche W2, umge steuert werden sollen.
In dem Gleisbild macht sich diese Umsteue rung erkennbar durch Aufleuchten der Lämp chen 310, 311, 312 usw., deren Licht die Aus- leuchtungsschlitze 321, 322, 323 usw. zum Aufleuchten bringt.
331, 332, 333 sind auch noch Meldelichter, die irgendeinen Zustand der Weiche, z. B. ob sie besetzt ist oder aufgeschnitten ist usw., er kennen lassen können.
Ein zusammenhängendes Bild zwischen den einzelnen Darstellungen auf den einzelnen Quadraten erhält man dadurch, dass man den zwei Gleise verbindenden Strang in eine Ecke des quadratischen Abdeckplattenfeldes mün den lässt, wie z. B. den Strang 350 in die Ecke 351 (Fig. 11). Man erhält dann z. B. auch bei einer so verwickelten Gleislage, wie sie in Fig. 10 dargestellt ist, die zusammenhängende Gleisverbindung zwischen Weiche 320 und Kreuzungsweiche 329.
In dieser Fig. 10 ist ferner ein Gehäusefeld 305 gezeigt, wie es sich nach Abnahme der entsprechenden Platte darstellt. Man kann in diesem Gehäusefeld je nach den vorliegen den Bedürfnissen verschiedene Wände fest und andere einsetzbar anordnen. Im vorlie genden Falle sind zwei feste Wände 306, 307 vorgesehen, die mit Rasten z. B. 308, 309 ver- sehen sind, in welche noch Zwischenwände eingesetzt werden können.
Wie aus Fig. 10 ersichtlich ist, kann das quadratische Abdeckplattenfeld in beliebiger Lage eingesetzt werden, besonders, wenn die Wände so angeordnet werden, wie dargestellt, und man kann dann auch irgendwelches ein Gleis kreuzendes Gleis, wie hier das Gleis 319, und die zugehörigen Weichen 320 und 321 entsprechend unterbringen. Die Felder 372, 373, 374 und 375 zeigen noch wie verschieden und beliebig man die Fortsetzung der Gleis lage gestalten kann, ohne dass weder in der Breite noch in der Länge mehr Raum bean sprucht wird als bei rechteckigen Feldern. Die Beleuchtungslampen für die Ausleuch- tungsschlitze bzw. die federnden Kontakte, sind, wie beim rechteckigen Feld nach Fig. 2, in drei Reihen angeordnet.
Die Kontakte lie gen in der Mittellinie und symmetrisch zur Mittellinie der Gehäusefelder. Man ist bei dieser Anordnung nicht dar auf beschränkt, die Tasten neben dem Gleis anzuordnen; sie können auch in dem Gleis vorgesehen sein, z. B. an der Stelle, wo in Fig. 12 die Meldelichter 332, 333 vorgesehen sind. Die Meldelichter können dann, falls erforderlich, auch ausserhalb des Gleises, an geordnet werden.
Man ist auch hier durch die Symmetrie des quadratischen Gehäuse feldes und der im Beispiel darin vorgesehenen drei mal drei Lampen, deren Kontaktkörper- so ausgebildet ist, dass er sowohl für Tasten als auch für Lampen verwendet werden kann, hinsichtlich der Anordnung der einzelnen Glie der, also ob Tasten, Lampen oder Ausleuch- tungsschlitze, vollkommen freizügig.
Man kann aber noch eine weitere Verbesse rung erreichen, wenn man eine Kombination von quadratischen zu einem rechteckigen Ab deckplattenfeld wählt, z. B. ein rechteckiges Feld vorsieht, das aus zwei quadratischen Fel dern zusammengesetzt ist, also die Seitenlän gen von 1:2 aufweist. Man kann dann neben einem solchen Abdeckplattenfeld im. rechten Winkel ein neues, derartiges Abdeckplatten feld anordnen, was bei den rechteckigen Ab- deckplattenfeldern nach Fig. 1 nicht möglich wäre.
Ausserdem kann man einzelne quadratische Abdeckfelder vorsehen und mit rechteckigen zusammensetzen. Ein Beispiel hierfür zeigt die dritte Ausführungsform nach den Fig. 13 bis 18.
Die Fig. 13 zeigt als Beispiel ein Feld, dessen Kantenlängen das Verhältnis 1 : 2 auf weisen, das heisst welches aus zwei quadrati schen Teilen 401 und 402 besteht.
Die Fig. 14 zeigt, wie man einzelne quadra tische Abdeckplattenfelder mit andern qua dratischen und mit rechteckigen Abdeckplat tenfeldern, deren Seitenverhältnis 1:2 be trägt, nach Belieben zusammensetzen kann. Die Abdeckplattenfelder 420 und 421 sind so aneinadergesetzt, dass zwei Weichen unmittel bar aufeinanderfolgen. Setzt man ein Ab deckplattenfeld mit einer Weichendarstellung, z. B. das Feld 420, mit einem gleichen Feld so zusammen, wie bei den Abdeckplattenfeldern 422 und 423 dargestellt ist, so erhält man eine doppelte Kreuzungsweiche. Man kann aber auch, wie aus Fig. 15 ersichtlich, sowohl meh rere Gehäusefelder mit dem Seitenverhältnis 1:2 als auch quadratische Gehäusefelder nur mit rechteckigen Plattenfeldern abdecken.
Dabei sind die beiden rechteckigen Gehäuse felder 403 und 404, die durch gestrichelte Linien angedeutet sind, durch die querlie gende, mit stärken Strichen gezeichnete Feld platte 405 nur zur Hälfte abgedeckt. Die andere Hälfte dieser Gehäusefelder und die anschliessenden quadratischen Gehäusefelder 406 und 407, deren Umgrenzungslinien durch Strichpunktierüng kenntlich gemacht sind, werden durch die rechteckigen Plattenfelder 408 und 409 abgedeckt. Es ergibt sieh also die Möglichkeit des Aufbaues eines Tafelhebel werkes, der in keiner Hinsicht mehr beschränkt ist -und sich damit allen gegebenen Verschie denheiten der Gleisanlagen auf den verschie denen Bahnhöfen anpassen lässt.
Um die Abdeckplattenfelder in beliebiger Anordnung sicher zu halten, sind an -den Ge häusewänden zweclunässigerweise Rasten 410, 411, 412 usw. vorgesehen, in welche Klammern 413, 414 der Abdeckplattenfelder eingreisen. Die Rasten sind hier in Fig. 16, die Klammern in Fig. 18 dargestellt. Jedes quadratische Ab deckplattenfeld wird bei einer solchen An ordnung durch mindestens drei, jedes aus zwei Quadratflächen bestehende rechteckige Ab deckplattenfeld durch mindestens vier Klam mern und Rasten beim Einsetzen geführt und dann gehalten.
Fig. 17 zeigt die beispielsweise Anordnung der Lampen, wobei die Ausleuchtungsschlitze für zwei aufeinanderfolgende Weichen ange- deudet sind.
Zum Zusammenfassen von einzelnen Ge häusefeldern, wie ein solches z.B. in Fig. 2 dargestellt ist, zu sogenannten Stössen, können Längs- oder Querschienen oder beide Arten von Schienen vorhanden sein, auf welche die Gehäusefelder aufgesetzt werden. Fig. 19 zeigt beispielsweise eine Gleistafel, die aus drei Stössen zusammengesetzt ist, wobei jeder Stoss aus vielen einzelnen Gehäusefeldern bestehen kann.
Wenn keine ganz anormale Gleisanlage vorliegt, etwa wie sie in Fig. 10 dargestellt ist, kann es zweckmässig sein, auf Einzelherstellung der Gehäusefelder zu verzichten und jeden Stoss für sich als ein Gussstück herzustellen. Man würde also den Stoss 502 als ein Guss stück, den Stoss 503 als ein besonderes Guss stück und ebenso den Stoss 504 als ein be sonderes Stück herstellen und ersparte dann die Einzelherstellung der Gehäuse und einen grossen Teil der Längs- oder Querschienen für die Lagerung der Gehäusefelder. Hierdurch wird eine Vereinfachung und Verbilligung er zielt. Jeder Stoss ist hierbei unterteilt in ein zelne Teilgehäuse 505, 506, 507 usw. Die Grösse der als ein Gussstück hergestellten Stösse, das heisst die Anzahl der Teilgehäuse eines Stosses, kann den Erfordernissen angepasst werden. Es kann z.
B. zweckmässig sein, Stösse herzu stellen, die nur aus zwei Teilgehäusen be stehen.
Gegenüber der Anordnung nach Fig. 2 mit festen und mit herausnehmbaren Wänden in den Gehäusefeldern kann man nun noch einen Vorteil erzielen, wenn man keinerlei feste Zwischenwände vorsieht, sondern stattdessen die Wände als Teile für sich herstellt, wobei man entweder einzelne Wände herstellen kann, die in entsprechende Rasten eingeschoben wer den oder aber sämtliche Wände bereits als ein zusammenhängendes Ganzes.
Der Vorteil einer solchen Anordnung ist leichtere Herstellung der Einzelteile, die meist aus Spritzguss gefertigt werden, ausserdem grö ssere Anpassungsfähigkeit an Veränderungen und leichteres Auswechseln der elektrischen Teile, die zu einem Gehäusefeld gehören, also sowohl der Lampen als auch der Kontakte usw. Die Auswechslung dieser Teile ist wesentlich einfacher, wenn man vorher sämtliche Wände herausnehmen kann. Diese Ausführungsweise ist vor allem von Bedeutung, wenn man nicht einzelne Gehäusefelder herstellt, sondern einen ganzen Stoss mit mehreren Teilgehäusen als ein einzelnes Spritzgussteil.
Soweit man nämlich einzelne Gehäusefelder vorgesehen hat, kann man durch entsprechende Verlängerung der Leitungen das ganze Gehäusefeld für sich her ausnehmen, um die Leitungsanschlüsse lösen zu können, also von unten an das Gehäuse- Feld heranzukommen.
Das Herausnehmen eines einzelnen Teil gehäuses ist nicht mehr möglich, wenn ein gan zer Stoss als ein Gussstück hergestellt wird. Hier ist dann das Herankommen an die ein zelnen elektrischen, Anschlüsse wesentlich leich ter möglich, wenn man sämtliche Zwischen wände herausnehmen kann.
Die Fig. 20 zeigt die Anordnung einer Gleistafel oder eines Tafelhebelwerkes, das in drei Stösse 601, 602, 603 aufgeteilt ist, wo bei in jedem Stoss vierundzwanzig Gehäuse felder vorgesehen sind.
Fig. 21 zeigt ein einzelnes Gehäusefeld, an dessen Wänden verschiedene Rasten 604, 605, 606, 607, 608 usw. vorgesehen sind, und wel ches an dem Boden die Aussparungen 611, 612, 613 usw. für die verschiedenen Lampen bzw. Tastenkontakte und dergleichen enthält. In die Ra_ sten können einzelne Wände ein geschoben werden, z. B: in die Rasten 605 und 609 sowie 606 und 610 je eine Wand 615 und 616. Wenn diese Wände ebenfalls' Rasten besitzen, wie z. B. die Wand 615, können in diese Rasten Zwischenwände 617 usw. einge schoben werden. Ebenso können derartige Wände in den Teilgehäusen 621, 622, 623 usw. (Fig. 20) der einzelnen Stösse eingesetzt wer den, wenn beim Giessen eines jeden Stosses Rasten für die Einschiebung der Wände aus gespart werden.
Unter Umständen ist es zweckmässig, an Stelle einzelner Wände, die einzeln jede für sich eingesetzt werden, Wandkombinationen herzustellen, wie in Fig. 22 dargestellt. Die Wandkombination ist so ausgebildet, dass jeder Kontakt der aussenliegenden Kontaktreihen in einer getrennten Kammer sitzt. Solche Wandkombinationen können als Ganzes in ein Gehäusefeld oder ein Teilgehäuse eingefügt werden, und entweder auch wieder vervoll ständigt werden durch Einsetzen von weiteren Zwischenwänden oder aber, was unter Um ständen zweckmässiger ist; es werden an einer solchen Wandkombination alle Zwischenwände vorgesehen, die im praktischen Falle mög licherweise benötigt werden, und es werden jeweils die Wandstücke herausgebrochen, die im Einzelfall nicht benötigt werden. Zu die sem Zweck sind die Zwischenwände z.
B. an der Verbindungsstelle mit den andern Wänden der Wandkombination mit Einkerbungen oder Einschnitten versehen und können nach Be darf z. B. zur Herstellung einer grösseren Kammer für die Unterbringung der Schalt bügel von Tastenkontakten an diesen Stellen herausgebrochen werden.
Eine solche Herstellung von Wandkombi nationen ist unter Umständen noch billiger als die Herstellung der Einzelwände. In allen Fällen besteht der Vorteil, dass man die Wände aus dem Gehäusefeld herausnehmen kann, wenn irgendwelche Lampen oder Schalter oder dergleichen ausgewechselt werden müssen, was bisher bei den verhältnismässig kleinen Ein zelkammern erhebliche Schwierigkeiten be reitete.