CH299070A - Optische Anzeigevorrichtung für elektrische Spannungen, insbesondere zur Abstimmanzeige in Rundfunkgeräten. - Google Patents
Optische Anzeigevorrichtung für elektrische Spannungen, insbesondere zur Abstimmanzeige in Rundfunkgeräten.Info
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Description
Optische Anzeigevorrichtung für elektrische Spannungen, insbesondere zur Abstimmanzeige in Rundfunkgeräten. Die gebräuchlichen Abstimmanzeige- röhren in Rundfunkgeräten bestehen aus einer Kathode, einer oder mehreren Steuer elektroden und einem auf positivem Potential befindlichen Leuchtschirm, der meistens trichter- oder napfförmig ausgebildet ist.
Die Stetierelektrode bzw. -elektroden sind mit der Anode bzw. den Anoden von Verstärker- röhrensystem- en verbunden, die im gleichen Vakuumraum, untergebracht sind. Die Anode bzw. die Anoden dieser Verstärker- röhrensysteme sind über Widerstände an positive Gleichspannung von z. B. 220 V gelegt.
Auf diese Weise ändert sich die Steuerelektrodenspannung bei Veränderung der Steuergitterspannung in einem be stimmten Bereich, beispielsweise von 20 bis<B>180</B> V. Eine Steuerung der Steuer- elektrodenspannung in einem weiteren Be reich bis nahezu an die Spannung der Gleich- sttromquelle von z. B. 220 V lässt sich mit einfachen Mitteln nicht erzwingen, weil wegen des zu den Steuerelektroden fliessenden Stromes auch bei stärker negativem Steuer gitter der Strom nicht auf Null herunter ge regelt werden kann. Es bleibt ein erheblicher Schwanzstrom übrig.
Bei den gebräuchlichen Abstimmanzeige- röhren befindet sich die Kathode in der Mitte des trichter- oder napfförmigen Leucht schirmes. Bei dieser Anordnung ist die Radiuslänge der erzeugten Elektronen- strahlen verhältnismässig klein, sie ist immer kleiner als der Röhrenhalbmesser. Bei den üblichen Röhren hat der Leuchtschirm einen Durchmesser von etwa 20 mm, so dass der Leuchtsektor eine Radiuslänge kleiner als <B>10</B> mm hat.
Dadurch ist die Beobachtungs genauigkeit bei der Scharfabstimmunggering. Man hat sich dadurch geholfen, dass man zwei Trioden verschiedener Steilheit in die Röhre eingebaut hat, so dass die mit den zwei verschiedenen Anoden verbundenen Steuer elektroden verschiedene Empfindlichkeit bei der Durchsteuerung der Gitterspannung auf weisen. Beispielsweise ist die eine Steuer elektrode mit der Anode einer Triode ver bunden, die bei<B>-3</B> V Gitterspanming aus gesteuert ist, und die andere Steuerelektrode ist mit, der Anode einer Triode mit -20 V Steuerspannungsbereich verbunden.
Die Erfindung schlägt eine insbesondere zur Abstimmanzeige dienende optische An zeigevorrichtung für elektrische Spannungen vor, bei der auf dein Leuchtschirm einer Vakuumröhre durch Elektronenaufprall ein Lichtfleck erzeugt wird, dessen Grösse ein. Mass für die Spannung ist, und deren Kathode und die Steuerelektrode in der Nähe der Peripherie des Leuchtschirm-Querschnitts ex zentrisch innerhalb der napf förmig aus gebildeten, als Leuchtschirm dienenden fluoreszierenden Anode angeordnet sind.
Die .Anordnung des Strahlerzeugiingssystenis an der Peripherie des Leuchtschirm-QLierschiiitts ermöglicht es, für die Aussteuerung einen Winkel von<B>160'</B> auszunutzen. Auf diese Weise kann die Radiuslänge des Leucht- sektors bzw. der Leuchtsektoren im wichtigsten Abstimmbereich fast verdoppelt und damit auch die, Beobachtungsempfind lichkeit praktisch verdoppelt werden.
Ver suche haben ergeben, dass es möglich ist, in Röhren von etwa<B>30</B> mm,0 die Kanten der Leuchtsektoren auch bei den üblichen kleinen Anodenspannungen bis zum Rand eines derartigen ausgebildeten Leuchtschirmes scharf zu machen. Mit dieser Anordnung ist es möglich, Röhren des bisher bei Abstimmanzeigen üblichen Durchmessers von etwa<B>30</B> mm herzustellen; das neue Abstimmanzeige- system ist aber auch geeignet, um noch in Röhren wesentlich kleineren Durchmessers, z. B.<B>10</B> mm<B>0</B> (Miniaturröhren), verwendet zu werden.
Zur Erläuterung von Ausführungsbei spielen der Erfindung dienen die folgenden Figuren. In Fig. <B>1</B> und 2 ist eine Abstimm- anzeigeröhre im Schnitt und im Grundriss schematisch gezeichnet. Die Kathode<B>1</B> sitzt in der Nähe der Peripherie innerhalb des schutenförnügen Leuchtschirmes 2. Die Steuerelektrode<B>3</B> besteht aus einem zylin drischen Stift und ist gegenüber der Kathode so geneigt, dass die Leuchtsektorenkanten radial von der Ablenkelektrode nach aussen verlaufen.
Zur Erhöhung der Ablenk- empfindlichkeit kann die Neigung der Steuer elektrode aber auch so vergrössert werden, dass die Leuchtsektorenkanten in der Nähe der Leuchtschirmperipherie stärkere<B>Ab-</B> lenkungen erfahren. An Stelle der stift- förmigen Ablenkelektrode können auch aus geschnittene Ablenkbleche Verwendung finden, deren Begrenzungslinien gebogen sind. Es können auch Streben mit ovalem oder elliptischem Querschnitt, deren schmale Kante zur Kathode zeigt, benutzt werden.
Man erreicht dadurch eine Verminderung des Steuerstrebenstromes und verhindert die bei scharfen Blechkanten auftretenden Fehler in der Leuchtsektorenkante. Zwischen der Kathode<B>1</B> und der Steuerelektrode<B>3</B> kann zusätzlich ein Gitter oder eine blechförmige raumladungserzeugende Elektrode angeord net sein, die aber zur Darlegung des Er findungsgedankens ohne Bedeutung ist und daher nicht eingezeichnet wurde. Die Ka thode<B>1</B> und die Steuerelektrode<B>3</B> werden unter einer Kappe 4 in an sich bekannter Weise angeordnet.
Der Abstand der Leucht- schirmperipherie <B>5</B> von der Steuerelektrode<B>3</B> ist fast doppelt so gross, als wenn das System<B>1, 3,</B> 4 in der Kolbenachse<B>6</B> ange ordnet wäre. Dadurch ergibt sich die oben beschriebene Beobachtungsgenauigkeit. Be findet sich die, Steuerelektrode<B>3</B> auf dem gleichen Potential mit dem Leucht schirm 2, so ist der gesamte Leuchtschirm ausgeleuchtet. Ist dagegen das Potential der Steuerelektrode 4 um etwa<B>150</B> V niedriger als das des Leuchtschirmes, so beschränkt sich die Leuchtfläche auf den schraffiert angegebenen Teil des Leuchtschirmes. Für die Beobachtung der Aussteuerung kann also die Länge des Kreisbogens vom Punkt<B>7</B> über Punkt<B>8</B> bis Punkt<B>9</B> verwendet werden.
Bei Abstimmung starker Sender ist die Leuchtfläche fast ganz geschlossen. Es besteht ein schmaler Schatten zwischen Stelierelektrode <B>3</B> und Punkt<B>8;</B> seine Be grenzungslinien sind gestrichelt eingezeichnet. Dieser schmale Schatten ist optisch sehr leicht auf eine Mindestbreite entsprechend der schärfsten Senderabstimmung einzu stellen.
Bei sehr schwachen Sendern befindet sich die Grenze der Leuchtfläche in den Punkten<B>7</B> und<B>9.</B> Da die Kante der Leucht- fläche einen spitzen Winkel zur Schirm begrenzung bildet, ist die Ableseempfindlich- keit durch diese geometrische Anordnung erheblich höher, als wenn das Strahlende senkrecht zur Leuchtschirmkante verlaufen würde. Dies ist ein besonderer Vorteil dieser Anordnung.
Als zweites Beispiel der Erfindung zeigt Fig. <B>3</B> einen Leuchtschirni, dessen äussere Begrenzung zackenförmig ausgebildet ist. <B><I>A</I></B> ist die Peripherie des Leuchtschirm- trägers. Die beiden radialen Begrenzungs linien des Leuchtsektors schneiden die äussere Begrenzung des Leuchtschirmes immer unter einem spitzen Winkel, so dass die Beobach tungsgenauigkeit ganz erheblich gesteigert wird. Ist z. B. der Abstand des Punktes<B>10</B> vom Punkt<B>11</B> fünfmal so gross wie der<B>Ab-</B> stand des Punktes<B>10</B> vom Punkt 12, so erhöht sich die Beobachtungsgenauigkeit um eine Zehnerpotenz.
Es ist bei dieser An ordnung nicht notwendig, dass die Zacken des Sternes alle gleich gross oder gleich spitz sind. Die Zacken können so ausgebildet werden, dass Bereiche höchster Empfindlich keit<B>je</B> nach Wunsch hergestellt werden können. Dabei kann ausserdem auf eine gefällige Form des Sternbildes Rücksicht genommen werden.
In Fig. 4 ist ein weiteres Beispiel der Erfindung gezeichnet. Auf dem Leuchtschirm ist eine Skala angebracht, deren Striche jeweils parallel zu den Leuchtsektorenkanten stehen, die ebenfalls aine wesentliche Steige rung der Ableseempfindlichkeit hervorruft. Mit dieser Skala ist auch die Möglichkeit gegeben, die Röhre als Messinstrument zu verwenden. Bei den bisher gebräuchlichen Abstimmanzeigeröhren* war die Verwendung der Röhren zur Messung von Spannungen kaum möglich. Man hat sich auf Verwendung dieser Röhren als Ainzeigeorgan in Brücken schaltungen beschränkt.
Die Striche und Ziffern der Skala können auf verschiedene Art hergestellt werden. Sie können auf gestempelt sein, insbesondere mit einer Masse, auf der die Leuchtinasse nicht haftet, so dass die Striche gegenüber dem leuchtenden Schirm dunkel erscheinen. Die Striche können aber auch derart geprägt werden, dass sie Leuchtmasse in verstärktem Masse aufnehmen, also besonders hell leuchten, oder derart, dass die Leuchtmasse an den Strichen nicht haftet, so dass sie dunkel erscheinen.
Die erhöhte Aufnahme von Leuchtmasse kann man beispielsweise durch besonders rauhe Prägung, verminderte Leuchtmassen- aufhahnie durch glatte Prägung erreichen. Eine weitere Art der Ausführungsmöglich keit ist durch Einstanzen von schmalen Schlitzen oder kleinen Löchern gegeben. Diese Ausführung bietet den besonderen Vorteil, dass der Kontrast der dunkel er scheinenden Löcher gegenüber dem hellen Leuchtschirm besonders gross wird.
Auch die Verwendung einer besonderen Leucht- niasse, deren ausgestrahlte Wellenlänge von der der Leuchtschirmmasse abweicht, lässt die Skalenstriche, Schlitze oder Löcher, die mit der besonderen Leuchtmasse ausgefüllt sind oder deren Ränder mit dieser Leucht- masse versehen sind, besonders deutlich hervortreten. In Fig. <B>5</B> ist ein weiteres Beispiel der Erfindung gezeichnet.
Der Leuchtschirm enthält schmale Schlitze<B>13,</B> die schräg zu den Leuchtsektorenbegren- zungsradien verlaufen, deren Länge so gross ist, dass die Leuchtsektorenkante 14 immer wenigstens einen Schlitz schneidet. Die Ableseempfindlichkeit wird um so grösser,<B>je</B> spitzer der Winkel zwischen Leuchtsektoren- kante und Schlitz -ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Insbesondere zur Abstimmanzeige die nende optische Anzeigevorrichtung für elek trische Spannungen, bei der auf dem Leuchtschirm einer Vakuumröhre durch Elektronenaufprall ein Lichtfleck erzeugt wird, dessen Grösse ein Mass für die Spannung ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode und die Steuerelektrode in der Nähe der Peripherie des Leuchtschirmquerschrättes exzentrisch innerhalb der napfförmig aus gebildeten, als Leuchtschirm dienenden fluoreszierenden Anode angeordnet sind.UNTERANSPRÜCHE: <B>1.</B> Optische Anzeigevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand des Leuchtschirmes zacken- förmig ausgebildet ist. 2. Optische Anzeigevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Leuchtschirm eine Skala ange bracht ist. <B>3.</B> Optische Anzeigevorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtung der Skalenstriche der Richtung der Leuchtschirmsektorenkante entspricht. 4.Optische Anzeigevorrichtung nach Unteranspruch .2, dadurch gekennzeichnet, dass die Skalenteilstriche gegenüber den Leuchtsektoienkanten geneigt sind. <B>5.</B> Optische Anzeigevorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Skalenstriche und sonstigen Be zeichnungen auf den Leuchtschirm auf gedruckt smid mit einerMasse, auf der die Leuchtmasse Dicht haftet.<B>'</B> <B>6.</B> Optische Anzeigevorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Skalenstriche und sonstigen Be zeichnungen so im Leuchtschirm angebracht sind,- dass diese Striche und Bezeichnungen infolgedessen keine Leuchtstoffmasse ange nommen haben. <B>7.</B> Optische ADzeigevorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Skalenstriche und sonstigen Be zeichnungen in den Leuchtschirm eingeprägt sind, derart, dass die Leuchtmasse in den Strichen und in den Bezeichnungen besonders gut haftet. <B>8.</B> Optische Anzeigevorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Leuelitschirm schmale Schlitze als Skalenstriche und sonstige Bezeichnungen ausgestanzt sind.<B>9.</B> Optische Anzeigevorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Leuchtschirm kleine Löcher als Skalenmarkierung und sonstige Bezeich nungen ausgestanzt sind. <B>10.</B> Optische Anzeigevorrichtung nach Unteranspruch<B>8,</B> dadurch gekennzeichnet dass die Skalenstriche und sonstigen Be zeichnungen mit Leuchtmasse versehen sind, deren ausgestrahlte Wellenlänge von der des Leuchtschirmes abweicht. <B>11,</B> Optische'- Anzeigevorrichtung nach Unteranspruch<B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Skalenstriche und sonstigen Be zeichnungen. mit Leuchtmasse versehen sind, deren ausgestrahlte Wellenlänge von der des Leuchtschirmes abweicht.
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