CH299436A - Anlage zum kontinuierlichen Giessen von hochschmelzenden Metallen. - Google Patents
Anlage zum kontinuierlichen Giessen von hochschmelzenden Metallen.Info
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Description
Anlage zum kontinuierlichen Giessen von hochschmelzenden Metallen. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anlage zum kontinuierlichen Giessen von hochschmelzenden Metallen, insbesondere von Eisen und Eisenlegierungen.
Obgleich die ersten in der Literatur bekannten Vorschläge sich auf das kontinuierliche Giessen von Stahl richteten und ihnen später zahlreiche weitere Beschreibungen gefolgt sind, die sich mit dem Bau von Stranggiessmaschinenin allen Einzel heiten befassten, wurden die entscheidende Be deutung, -aber auch die Schwierigkeiten der kontinuierlichen Zufuhr hochschmelzenden Giessgutes nicht erkannt.
Das mag auch damit zusammenhängen, dass es bis heute nicht gelungen ist, beim Stranggiessen von Stahl über ein Versuchsstadium hinauszukommen und man somit fortlaufend grösserer Mengen geschmolzenen Stahles überhaupt nicht be durfte.
Anderseits konnte das seit mehr als einem Jahrzehnt in grösserem Umfange ein geführte Stranggiessen von Nicht-Eisen- metallen insoweit keine Anregung geben, weil Bereithaltung und Zuleitung der vergossenen, vergleichsweise niedrigsch'melzenden Metalle keine Schwierigkeiten bereitet.
Die erfindungsgemässe Anlage zum konti nuierlichen Giessen von hochschmelzenden Metallen ist gekennzeichnet durch wenigstens zwei Giessgefässe zum Befördern des Giessgutes vom Zubereitungsort zum Giessort und zum Giessen, die mit einem Wärmeschutz versehen sind, durch Mittel zum Regeln des Metall ausflusses aus den Giessgefässen, durch eine Rinne zwischen dem zu entleerenden Giess gefäss und der Giessform, wenigstens eine zweite gleichartige Rinne und durch Mittel zum Auswechseln der ersten Rinne gegen eine zweite Rinne, ohne den Metallausfluss aus dem Giessgefäss unterbrechen zu müssen.
Nachstehend werden Ausführungsbei spiele der Anlage und ihrer Teile erläutert. Es zeigen Fig. 1 das Schema einer Anlage zum kontinuierlichen Giessen, Fig. 2 eine Seitenansicht eines Kipp- gerüstes mit einem Giessgefäss, eitler Giessrinne und einer wassergekühlten Giessform; Fig. 3 ist die Draufsicht zu Fig. 2;_ Fig. 4-6 zeigen ein Giessgefäss in Seiten ansicht, in Vorderansicht und in Draufsicht;
Fig. 7 zeigt die Giessform nach Fig. 4-6 von der Seite gesehen im Schnitt; Fig. 8 zeigt die Giesspfanne nach Fig. 4-7 von oben, bei abgenommenem Deckel; Fig. 9 zeigt von der Seite gesehen eine verbesserte Vorrichtung zum Kippen der Giesspfannen; ' Fig. 10 zeigt die Vorrichtung nach Fig. 9 von oben gesehen, jedoch ohne die Giesspfanne und ihr Einhängegerüst ;
Fig. 11 zeigt das Schema einer Giessanlage mit zwei auf einer einzigen Kokille arbeiten den Giessgefässen und mit einer auf einem Rinnenwagen fahrbaren Giessrinne; Fig. 12 zeigt einen Rinnenwagen gemäss Fig. 11 für sich allein in Seitenansicht;
Fig. 13 und 14 zeigen den Rinnenwagen nach Fig. 12 von oben und von einer Stirn seite her, teilweise geschnitten nach der Linie I-II in Fig. <B>13;</B> Fig. 15 zeigt eine Giessrinne von der Seite, der Länge nach geschnitten; Fig. 16 zeigt die Giessrinne nach Fig. 15 in der Draufsicht;
Fig. 17 zeigt eine andere Ausführungsart einer Giessrinne von der Seite, der Länge nach geschnitten; Fig. 18 zeigt die Giessrinne nach Fig. 17 in der Draufsicht; Fig. 19 zeigt eine Einzelheit an der Mün dung der Giessrinne nach den Fig. 17 und 18. Am Ort A wird das Giessgut in der Besse- mer-Birne B zubereitet; am Ort C wird das Giessgut in die wassergekühlte Kokille D ge gossen und erstarrt dort zu dem Strang E.
Zum Befördern des Giessgutes dienen Pfannen 1, die eine starkwandige Isolierung 2 und eine gegen Angriff durch die Schmelze widerstandsfähige Ausfütterung 3 besitzen. Ein ebenfalls wärmeisolierter Deckel 4 dient zum Abdecken der Pfanne, so dass gerade noch die Spitze der Giessschnauze 5 frei bleibt.
Der Wärmeschutz des Gefässes 1 ist so bemessen, dass das Giessgut während der Be förderungsdauer, der Wartezeit und der Giess dauer - letztere kann beispielsweise bei einem Pfanneninhalt von 2 t etwa 30 Minuten betragen - auf der vorbestimmten Warm halte- bzw. Giesstemperatur gehalten wird.
Die Transportgefässe 1 werden, nachdem sie aus der Bessemer-Birne A (Fig. 1) mit flüssigem Stahl gefüllt sind, in ein Kipp- gerüst 6 eingehängt, mit dessen Hilfe das Gefäss langsam oder schnell um die Spitze der Schnauze 5 gekippt werden kann.
Das Kippgerüst 6 ist für die Aufnahme von zwei Gefässen 1 eingerichtet (Fig. 2 und 3) und weist zwei Winden 7 und 8 auf. Um nach dem Entleeren der einen Pfanne die zweite (volle) rasch vor die Giessform D bringen zu können, ist das Kippgerät 6 auf Rollen 9 und Schienen 10 fahrbar.
Zwischen dem Giessgerät 1_und der Giess form D ist die Giessrinne 11 angeordnet und auf dem Transporttisch 15 sind drei weitere Rinnen 12, 13 und 14 in Vorrat gehalten.
Der Transporttisch 15 läuft mit Rollen paaren 16 und 17 auf Schienen 18 und kann mittels Handrades 19, Kettenrades 20 und Kette 21 bewegt werden. So kann z. B. an Stelle der Giessrinne 11, wenn sie verschlackt ist, die Rinne 14 augenblicklich vor die Giess form D und das Gefäss 1 gebracht werden, ohne dass es notwendig ist, das Giessen zu unterbrechen; dass eine geringe Menge Stahl schmelze überfliesst, ist belanglos.
Der Transporttisch 15 ist, um die Rinne in die genaue Lage zum Gefäss 1 und insbe sondere das Auslaufende der Rinne zur Giess form D zu bringen, auch quer zu seiner Fahrrichtung auf die Giessform zu bzw. von ihr weg verschiebbar. Dazu dienen die mit den feststehenden Gewindemuttern 24 und 31 zusammenwirkenden Gewindespindeln 23 und 30, von denen 23 mittels des Handrades 22 und die Spindel 30 über das Getriebe 25, 26, 27, 28, 29 angetrieben wird. Die Gewinde- muttern 24 und 31 sind fest auf dem Gestell 32 angeordnet.
Die Giessrinne 11 steht mit ihrem Einguss- teil ohne weitere Halterung auf dem ebenen Tisch 15, zum Zweck, kleinere Korrekturen an ihrer Einstellung zur Giessform durch Ver rücken der Rinne auf dem Tisch bewirken zu können.
Die in Betrieb befindliche Giessrinne 11 wird möglichst von allen Seiten mittels einer Batterie von Gasbrennern 33 beheizt. Den Metallspiegel in der Rinne deckt, soweit er nicht offen bleiben muss, um das flüssige Me tall eingiessen zu können, ein Deckel 34 ab. In diesen Deckel ist ein elektrischer Heiz körper 35 so eingebaut, dass er dicht über den Kanal der Rinne und das Auslaufende zu liegen kommt. Ein solcher Deckel mit Heizung (34') kann schon auf die zunächst zur Verwendung kommende Rinne aufgelegt werden, um diese möglichst stark vorzu wärmen; die Rinne 13 gelte im Beispielsfalle für bereits verbraucht.
Ehe die Rinnen 11-14 auf den Transporttisch 15 kommen, werden sie (z. B. 11', 12') in einem Ofen 36 (Fug. 1) vorgewärmt.
Noch während das Gefäss 1 entleert wird, kommt ein zweites gleiches Gefäss 1', das auf der Anlage 37 vorgewärmt ist, zur Birne B, wird gefüllt, mit dem Deckel 4 versehen und in die zweite Einhängestelle im Kippgerüst 6 eingehängt, um sofort bereit zu sein, wenn die erste Pfanne 1 entleert ist.
Die Rinnen 11 sind so gebaut, dass der in der Rinnensohle angebrachte Binnen auslauf 11b nur mit einem vom Giessstrahl höchstens zur Hälfte gefüllten Querschnitt betrieben werden kann. Der Auslauf 11 b dient somit nicht als ein den Durchfluss begren zendes Mittel und die Rinne ist an ihrem Vorderende nur deshalb geschlossen, um bei plötzlich übermässiger Metallzufuhr vom Giess gefäss das Überschiessen. des Giessstrahles und die Gefährdung des Bedienungspersonales zu vermeiden.
Der höchstens halb gefüllte Auslauf 11 b der Rinne ermöglicht es nun, zur Oxydations verhütung am Giessstrahl und in der Rinne dadurch beizutragen, dass man auf den Giess spiegel E' so viel von einem oxydations verhütenden Mittel gibt, dass dieses dem Giessstrahl entlang hochgetrieben und durch den freien Teil des Auslaufquerschnittes bis in die Rinne hineingetrieben wird. Beispiels weise beim genügenden Aufgeben von<B>01</B> auf den Giessspiegel schlägt die Flamme am Giess strahl entlang in die Rinne hinein und schützt dabei wirksam den flüssigen Stahl.
Für die Winden. 7 und 8 im Kippgerüst 6 und für dessen Fahrbewegung sind (nicht gezeichnete) elektrische Antriebs- und Steuer mittel vorgesehen und zusammen mit den Betätigungsorganen für die Rinnen-Wechsel- vorrichtung in solcher Lage in der Nähe der Giessform D angeordnet, dass der das Giessen überwachende Bedienungsmann alle Ein richtungen von seinem Standort aus bedienen kann.
Eine im Rahmen der vorbeschriebenen Anlage besonders zweckmässige Bauart einer Cxiesspfanne ist in den Fig. 4-8 dargestellt; sie besteht aus der Pfanne<B>101</B> und dem Deckel 102. Die Pfanne 101 ist aus einem Mantel<B>103,</B> einer Isoliersteinschicht 104 und der feuerfesten Ausmauerung 105 aufgebaut, der Deckel 102 gleichermassen aus der eisernen Mantelplatte 106, der Isolierschicht 107 und der feuerfesten Schicht 108. Pfanne und Deckel werden (nicht gezeichnet) für den Gebrauch fest miteinander verbunden und der Deckel wird nur abgenommen, wenn die Pfanne neu zugerichtet werden muss.
Der Pfannenausguss 101a beginnt un mittelbar über dem Pfannenboden 101b und lädt weit aus bis zur Giessschnauze 101c. Der Auslauf ist rinnenförmig schmal gehalten und verengt sich nicht nur zur Schnauze<B>10l e</B> hin, sondern auch in der Tiefe, indem die Seitenwandungen 101d und 101 e (Fug. 8) ein gezogen sind, zum Zwecke, das Giessmetall in jeder Kipplage der Pfanne zusammenzuhal ten, damit die Badoberfläche stets möglichst klein bleibt.
Der Deckel 102 ist über dem letzten Stück des Pfannenauslaufes 101a und über der Schnauze 101c mit einem Schlitz 102u ver sehen, um den Ausfluss beobachten und ge gebenenfalls sich ansetzende Schlacken mit einer Kratze beseitigen zu können.
Im Deckel 102 ist, dem Schlitz 102 a gegen über, die Einfüllöffnung 102b angebracht; sie ist so bemessen, dass die Pfanne bequem z. B. aus der Birne B gefüllt und anschliessend die Schlacke abgezogen werden kann. Mit 109 ist ein Verschlussstück bezeichnet, das nach dem Entschlacken eingesetzt wird, insbesondere um zu vermeiden, dass beim Giessen Zugluft von der Giessschnauze her über das Bad durch die Einfüllöffnung streicht.
Der unterhalb der Einfüllöffnung 102 b liegende Rand der Pfanne 101 ist bei 101f zu einem kurzen Auslauf geformt, um das Abfliessen der Schlacke zu erleichtern.
Seitlich am Mantel 113 der Pfanne 101 sind zwei Arme 110 und 111 befestigt; an ihnen sind die Tragzapfen 112 und 113 für den Transport der Pfanne angeordnet. Die Arme 110 und<B>111</B> reichen mit ihren freien Enden 110a und 111 rz bis zur Spitze<B>10l e</B> der Giessschnauze und tragen dort die Kipp- zapfen 114, 115, mit denen die Pfanne in das Kippgerüst 6 am Giessort eingehängt wird.
Die Pfanne 1 hängt mit dem Zapfen 39 in dem Kipplager 202 am Ständer 201 (Fug. 9, 10).5 deutet die Schnauze der Pfanne an; darunter befindet sich (Fug. 2) die zur Giess form führende Rinne.
Zum Antrieb der Pfanne 1 dient die auf Vor- und Rücklauf umsteuerbare Winde 203 mit Seilen 204/205, Rollen<B>2206/207</B> und Ständer 208. Das Windenvorgelege ist mit 209, 210 bezeichnet, eine Schneckenwelle mit 211, 212 und<B>213</B> sind Elektromotoren, davon gehört Motor 212 zum Langsam antrieb, 213 zum Schnellantrieb. Motor 212 treibt über den Riemen 214 und die Scheibe 215 auf die Eingangswelle 216 des stufenlos regelbaren Untersetzungsgetriebes 217. Die Ausgangswelle 218 dieses Getriebes fluchtet mit der Schneckenwelle 211 und beide Wellen sind durch die Magnetkupplung 219 ver bunden.
Auf der Schneckenwelle 211 sitzt die Riemenscheibe 220, auf die über den Rie men 221 der Motor 213 treibt.
Die Wirkungsweise des Aggregates ist folgende Während des stetigen Giessbetriebes, d. h. wenn Giessmetall in vorbestimmter ge nügender Menge an der Schnauze 5 der Pfanne 1 ausläuft, treibt der Langsam-An- triebsmotor 212 über Riemen 214, Scheibe<B>215,</B> Welle 216, Getriebe 217, Welle 218, Kupp lung 219, Schneckenwelle 211, Vorgelege 210, 209 die Winde 203 an und diese kippt mit gleichmässiger Geschwindigkeit die Pfanne 1. Währenddessen läuft der Schnellantriebs- motor 213 leer mit.
Tritt plötzlich der Fall ein, dass die Giess form rascher bzw. langsamer mit Giessmetall gespeist werden muss, dann wird der Schnell- Antriebsmotor 213 eingeschaltet; da er bereits leer mutgetrieben worden ist, kommt er im Sinne eines momentanen Regelimpulses rasch auf Touren. Gleichzeitig mit der Einschaltung des Betriebsstromkreises des Schnellantriebs- motors wird die Magnetkupplung 219 aus gerückt.
Da der Schnellantrieb immer nur für Bruchteile von Minuten zum Einsatz kommt, lässt man den Langsam-Antriebs- motor währenddessen weiterlaufen, um so mehr, als er beim Wiedereinrücken der Kupp lung den vom Schnellantrieb herrührenden Schwung abbremst.
Die Fig. 11-l4 zeigen eine kreisbogenför mige Anordnung der beiden Giesspfannen. Die Achse der Stranggiesskokille D ist mit Dl (Fug. 11) bezeichnet. Auf die Stranggiess- kokille arbeiten die beiden Pfannen 1 und 1'. Zwischen der Kokille D und den Pfannen 1 und 1' ist der Schienenweg 301/302;303 ver legt, wobei mit 301/302 die beiden Fahr schienen und mit 303 eine Spurschiene, auf die unten näher einzugehen ist, bezeichnet sind.
Mit 304 ist ein Rinnenwagen bezeichnet; man sieht in Fig. 11 den Rinnenwagen mit der Giessrinne 11 in Betriebsstellung vor der Pfanne 1; zugleich ist in strichpunktierten Linien die Lage des Rinnenwagens vor der Pfanne 1' und weiterhin der vom Giessort C weggefahrene Rinnenwagen eingezeichnet. Krümmungsmittelpunkt des Schienenweges im Bereich der Kokille D ist die Achse Dl der Kokille und die Ausgüsse der Pfannen 1 und 1' stehen radial zur Achse Dl.
Der Rinnenwagen 304 ist wie folgt auf gebaut (Fug. 12-l4) In einem Rahmen 306 sind die Achsen 307 und 308 befestigt; sie sind schräg zueinander gestellt, zum Zwecke, beim Durchfahren des um den Giessort herumführenden gekrümmten Teiles des Schienenweges 301-303 möglichst keine Schubkräfte in den Lagern der Fahr rollen 309-312 zu haben, damit der Rinnen wagen an dieser Stelle leicht bewegt und genau eingestellt werden kann.
Am Boden 306 a (Fug. 14) des Rahmens 306 sind zwei Winkel 313/314 befestigt und auf diesen mit senkrecht stehenden Achsen zwei Spurr ollen 315/316 (Fug. 11 und 14) ; (in Fig. 12 und 13 sind die Winkel 313/314 und die Spurrollen 3151316 der besseren Übersicht, halber weggelassen). Die Spurrollen greifen in das nach unten offene U-Profil der Spur schiene 303 ein.
Im Rahmen 306 ist, ihn der Länge nach durchsetzend, die Sperrwelle 317 gelagert; auf ihren beiden freien Enden sind die Sperr hebel 318 und 319 befestigt. In ihrer Längs mitte trägt die Sperrwelle 317 einen Sperr nocken 320, der in Sperrschlitze 303a an der gegenüberliegenden Oberkante der Spur schiene 303 eingeschwenkt werden kann; diese Sperrschlitze sind an vorbestimmten Stellen des Schienenweges 301-303 ange bracht, um den Rinnenwagen dort, z. B. vor jeder Pfanne 1, 1', arretieren zu können.
Im Rahmen 306 ist quer zur Fahrrichtung verschiebbar der Zwischenrahmen 321 ge lagert; er ruht mit Schienen 322J323 auf Rollen 324, 325, 326, 327, die im Rahmen 306 gelagert sind, auf. Der Zwischenrahmen 321 ist seinerseits Träger der Plattform 328. Die Plattform ist um das am Zwischenrahmen 321 mit senkrecht stehender Achse befestigte Schwenklager 329 (Fig. 13) in seiner Ebene schwenkbar; der Schwenkzapfen ist mit 330 bezeichnet. Zur Abstützung der Plattform 328 sind im Zwischenrahmen 321 Stützrollen 331, 332, 333, 334, 335 gelagert.
Zur Verschiebung des Zwischenrah mens 321 quer zur Fahrrichtung ist im Fahr gestellrahmen 306, diesen der Länge nach durchsetzend, die Schaltwelle 336 gelagert; sie trägt an ihren beiderends des Wagens vor stehenden freien Enden die Schalthebel 337 und 338 und ferner in ihrer Längsmitte Arme 339, 340, die parallel zur Welle 336 einen Bolzen 341 haltern, der in eine Ku lisse 321a im Zwischenrahmen <B>321</B> eingreift.
An der Plattform 328 sind keine beson deren Griffe zum Schwenken angebracht, weil das Einstellen des Tisches zweckmässig über die Giessrinne 11 erfolgt, die genügend schwer ist, um die Plattform, wenn sie selbst bewegt wird, mitzunehmen.
Zu einer Stranggiessanlage, wie in Fig. 11 dargestellt, gehören zwei Rinnenwagen, um beim Ausfall einer Rinne diese mit ihrem Wagen sofort wegfahren und einen zweiten Wagen mit einer dauernd vorgewärmten Rinne heranführen zu können.
Die in Fig. 15 und 16 gezeigte Giessrinne besteht aus einem geschweissten Blechman tel 401, der ein Auffanggefäss 402 und den eigentlichen Rinnenteil 403 tunfasst. Der Mantel ist an allen vom flüssigen Metall be- rührten Stellen mit feuerfestem Material 404 ausgekleidet.
Die Sohle 402a des Auffanggefässes 402 liegt etwas tiefer als die Sohle 403a der eigentlichen Rinne 403. In der Nähe des Überganges in diese ist im Auffanggefäss das Wehr 405 angeordnet, dessen Aufgabe es ist, die Schlacke zurückzuhalten, die auf der dahinter befindlichen Schmelze schwimmt.
Die Rinne 403 ist an ihrem Vorderende bei 403b geschlossen und der Auslauf 406 befindet sich in der Rinnensohle. In diese. ist ein Ring 407 aus feuerfestem Material ein gesetzt und die Rinnensohle führt aus dem etwa waagrechten Teil in einer der gewollten glatten Strömung entsprechenden Xrüm- mung 403e in den Auslauf über.
Der Abnutzung des Ringes durch Aus brennen ist in der Weise Rechnung getragen, dass dessen Wandstärke wenigstens an der vom Metall beaufschlagten Stelle ent sprechend der vorbestimmten Lebensdauer der Rinne gehalten ist. Bei einer Ausführung wurde beispielsweise festgestellt, dass die Abnutzung in einer Stunde rund 8 mm be trägt.
Die eigentliche Rinne 403 ist gegenüber dem Boden des Auffanggefässes 402 etwas nach oben abgesetzt, d. h. es ist Sorge ge tragen, dass der Abstand zwischen der Aus lauf-Unterkante und der Binnensohle.. mög lichst klein und ausserdem die Rinne so. gebaut ist, dass sie möglichst dicht an die Oberkante der Giessform herangebracht werden kann.
Dadurch wird vermieden, dass das flüssige Metall aus zu grosser Höhe in den flüssigen Giesskopf in der Giessform fällt und Luft und Schlacken in diesen hineinreisst. Sollte sich trotz dieser Vorkehrungen gelegentlich. doch ein kleiner Bart am Rinnenauslauf an setzen, dann. kann er durch Aufblasen eines Sauerstoffstrahles leicht entfernt werden.
Das Auffanggefäss 402 ist seinem Fas sungsvermögen wie seiner Form nach so gestaltet, dass strömungstote Winkel ver mieden sind, die einlaufende Schmelze viel- mehr, ohne irgendwo zu stagnieren oder unter Wirbelbildung im Gefäss umzulaufen, glatt durchströmt.
Mit 403 ist das vordere Ende einer Giess- rinne bezeichnet, wie sie in den Fig. 15 und 16 im Ganzen dargestellt ist. Der Metallzufluss in die Rinne wird so eingeregelt, dass die Mün dung 501 niemals voll läuft, d. h. dass sich an dem Knie 403a (Fig. 17) der Metallstrahl ablöst und frei an tieferer Stelle auf die gegenüberliegende Seite der Mündung fällt.
Wie insbesondere aus Fig. 19 hervorgeht, wird die Mündung der Rinne von einem Ein satzring 502 aus feuerfestem Werkstoff ge bildet. Die Durchflussöffnung dieses Ringes wird von zwei Teilen gebildet, nämlich zur einen Hälfte 502a vom Einsatzring 502 selbst, zur andern Hälfte 503a von einem Stab 503 mit rinnenförmigem Profil. Für den Stab 503 ist im Einsatzring 501 ein Schiebekanal 501 b vorgesehen und zu seiner Halterung am Vorderende der Rinne 403 ein Klemm halter 504.
Der Stab ragt nach beiden Seiten durch den Einsatzring 502 hindurch, nach unten um ein kürzeres Stück 503b, nach oben um ein längeres Stück 503c. Aufgabe dea kür zeren Stückes 503 b ist es, den vom Knie 403 a (Fig. 17) in schrägem freiem Fall auf treffenden Metallstrahl aufzufangen und in beruhigter Strömung in den durch die strich punktierte Linie El angedeuteten Giessspiegel der im übrigen nicht dargestellten Kokille D zu leiten.
Das- Stück<I>503b</I> des Stabes 503 ist also der vom flüssigen Metall beaufschlagte Teil der Mündung der Rinne. 403. Der Ab schnitt 502a des Einsatzringes 502 wird in der Regel nicht vom flüssigen Metall berührt, allenfalls am Anfang und am Ende des Giessens, wenn das Metall mit geringer Ge schwindigkeit strömt und der Metallstrahl sich nicht am Knie 403a ablöst.
Die Länge des nach unten aus dem Einsatzring 502 herausragenden Teiles 503 b des Stabes 503 kann an dem Klemmhalter 504 je nach den Strömungsbedingungen und dem gewünsch ten Abstand des Stabendes vom Giessspiegel eingestellt werden. Obgleich der Stab 503 aus hochhitze beständigem Werkstoff besteht, wird er doch mit der Zeit verbraucht.
Da die aus dem Stab vom Giessmetall ausgewaschenen Teile in den Guss übergehen., wählt man für den Stab 503 eine Stoffzusammensetzung, die für den Guss unschädlich ist, möglichst also in die Schlacke übergeht und oben aufschwimmt. Der Stab 503 wird also beim Giessen laufend von oben her nachgeschoben, im gleichen Masse wie er sich verbraucht, damit dem vom Knie 403a her auf das Stück 503b fallenden Metallstrahl eine nach Querschnitt und Länge zur Erfüllung ihrer Aufgabe geeignete Strö- mungsleitfläche zur Verfügung steht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anlage zum kontinuierlichen Giessen von hochschmelzenden Metallen wie Eisen und Eisenlegierungen, gekennzeichnet durch we nigstens zwei Giessgefässe zum Befördern des Giessgutes vom Zubereitungsort zum Giessort und zum Giessen, die mit einem Wärmeschutz versehen sind, durch Mittel zum Regeln des Metallausflusses aus den Giessgefässen, durch eine Rinne zwischen dem zu entleerenden Giessgefäss und der Giessform, wenigstens eine zweite gleichartige Rinne und durch Mittel zum Auswechseln der ersten Rinne gegen eine zweite Rinne,ohne den Metallausfluss aus dem Giessgefäss unterbrechen zu müssen. UNTERANSPRÜCHE 1. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Giessgefäss eine Pfanne ist mit einem nahe dem Pfannenboden beginnenden rinnenartig schmalen Ausguss für das Giessgut und diesem gegenüberliegend einem Ausguss für die Schlacke, da.ss ferner Mittel vorgesehen sind, um die Pfanne um das Ende des Ausgusses für das Giessgut kippen zu können, dass die Pfanne mit einem Deckel versehen ist,der bis zum Ende des Ausgusses für das Giessgut reicht, und dass über dem Schlackenauslauf eine verschliess bare Einfüllöffnung angebracht ist. 2. Anlage nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Deckel der Pfanne über dem Ende des Ausflusses für das Giessgut ein Beobachtungs schlitz angebracht ist. 3. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Giessort wenigstens zwei Kippvorrichtungen für die Giessgefässe angeordnet sind. 4. Anlage nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kippvorrichtungen in einem Doppelgerüst, das fahrbar ist, vereinigt sind. 5.Anlage nach Patentanspruch und Un- teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Tutel zum momentanen Verändern der Kipp- geschwindigkeit jeder Kippvorrichtung um ein Mehrfaches ihres Grundwertes vorgesehen sind. 6. Anlage nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeich net, dass neben einem der Erzeugung der Grund-Kippgeschwindigkeit dienenden An trieb ein zweiter schnellaufender Antrieb vor gesehen ist. 7.Anlage nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3, 5 und 6, dadurch gekenn zeichnet, dass beide Kippantriebe angeordnet sind, um auf eine gemeinsame Zwischenwelle der Kippvorrichtung zu treiben, und dass der schnellaufende Antrieb dem Antrieb zur Er zeugung der Grund-Kippgeschwindigkeit in bezug auf das Giessgefäss nachgeordnet ist, unter Zwischenschaltung einer Kupplung zwischen beide Antriebe, die beide Antriebe beim Einsatz des schnellaufenden Antriebes trennt, und dass der schnellaufende Antrieb ausserhalb seines Einsatzes leer mitläuft. B. Anlage nach Patentanspruch -und den Unteransprüchen 3 und 5 bis 7,gekenn zeichnet durch die Anordnung eines ersten Elektromotors, eines stufenlos regelbaren Un- tersetzungsgetriebes, das vom ersten Elektro motor angetrieben wird, einer Magnetkupp- hing zwischen der Ausgangswelle des Unter Setzungsgetriebes und einer Zwischenwelle der Kippvorrichtung, eines zweiten Elektromo tors und einer Riemenscheibe auf der Zwi schenwelle, auf welche Riemenscheibe der zweite Elektromotor treibt, wobei die Arbeits- stromkreise des zweiten Elektromotors und der Magnetkupplung so geschaltet sind,dass beim Antrieb mit Grundgeschwindigkeit der Arbeitsstromkreis des zweiten Elektromotors auf Leerlauf geschaltet 'ist und die Halte magnete der Kupplung unter Spannung stehen, während bei Schnellantrieb der Ar beitsstromkreis der Haltemagnete der Kupp lung unterbrochen ist. 9.Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die im Gebrauch befind- liche Giessrinne und die Reserverinnen auf einem in zwei zueinander senkrechten Rich- fungen verschiebbaren Tisch aufgestellt sind. 10. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Giessort eine Heizung für die Giessrinne von aussen und abnehmbare beheizte Deckel angeordnet sind.11. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Giess gefässen und der Giessform ein Schienenweg verlegt ist, auf dem mittels Wagen die Giess rinnen bewegt werden können. 12. Anlage nach Patentanspruch und Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schienenweg um die Giessform in einem Bogen herumgeführt ist, dessen Krümmungs- mittelpiuikt mit der Achse der Giessform zu sammenfällt, während die Giessgefässe aussen am Schienenbogen mit radial zur Giessform gerichteten Ausgüssen angeordnet sind.13. Anlage nach Patentanspruch und Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinnenwagen eine quer zur Fahrrichtung verschiebbare und- zugleich in ihrer Ebene schwenkbare Plattform aufweisen. 14. Anlage nach Patentanspruch und Un teransprüchen 11 und 13, dadurch gekenn zeichnet, dass die Plattform auf einem mit Stützrollen versehenen Zwischenrahmen auf liegt, der zugleich das Schwenklager für einen an der Plattform angebrachten Schwenk zapfen trägt und seinerseits gegenüber dem Fahrgestell des Rinnenwagens verschiebbar ist. 15.Anlage nach Patentanspruch und Un teransprüchen 11, 13 und 14, dadurch ge kennzeichnet, dass im Fahrgestellrahmen eine diesen in Fahrrichtung durchsetzende schwenkbare Schaltwelle mit an beiden frei liegenden Enden angebrachten Schalthebeln gelagert und auf der Schaltwelle ein in eine Kulisse im Zwischenrahmen eingreifender Mitnehmer befestigt ist. 16.Anlage nach Patentanspruch und Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Fahrgestellrahmen der Rinnenwagen eine diesen in Fahrrichtung durchsetzende schwenkbare Sperrwelle mit an den beiden freiliegenden Enden angebrachten Sperr hebeln gelagert und auf der Sperrwelle ein Sperrnocken befestigt ist, der mit Sperr schlitzen an ausgewählten Stellen des Schie nenweges in Eingriff gebracht werden kann.17. Anlage nach Patentanspruch und Un teransprüchen 11 und 12, dadurch gekenn zeichnet, dass der Rinnenwagen auf flansch losen Rollen läuft und am Fahrgestell Spur rollen mit senkrecht zur Fahrebene stehenden Achsen angebracht sind, die in eine nach dem vorbestimmten Fahrweg gekrümmte Spur schiene eingreifen. 18. Anlage- nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Auslauf der Giessrinne Mittel zum Ablenken eines über schiessenden Giessstrahles in die vorgesehene Giessrichtung angebracht sind. 19.Anlage nach Patentanspruch und Un teranspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinne am Vorderende geschlossen und der Auslauf in der Rinnensohle angebracht ist. 20. Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 18 und 19, dadurch ge kennzeichnet, dass in den Rinnenauslauf ein ausweehselbares, ringförmiges, feuerfestes Mundstück eingesetzt ist. 21.Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 18, 19 und 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Auffanggefäss der Giessrinne unter Vermeidung strömungstoter Winkel geformt ist. 22. Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 18 bis 21, gekennzeichnet durch einen wärmeisolierenden und beheiz baren Deckel, der die Giessrinne und das Auf fanggefäss bis auf eine Eingussöffnung abdeckt. wobei an der Unterseite des Deckels ein stab- förmiges, elektrisches Heizelement angeord net ist.23. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für den aus der Giessrinne austretenden Metallstrahl ein Strömungsleit- und Beruhigungsmittel in Gestalt einer feuer festen Leitfläche mit offenem Leitquerschnitt wenigstens auf einem Teil des Fallweges des Metallstrahles vorgesehen ist. 24. Anlage nach Patentanspruch und Un teranspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitfläche ein Teil der Oberfläche eines Stabes ist, der in die in der Sohle der Giessrinne angebrachte Mündung hineinreicht.25. Anlage nach Patentanspruch und Un teransprüchen 23 und 24, dadurch gekenn zeichnet, dass der Stab den vom ausströmen den Metall beaufschlagten Teil der Mündung der Giessrinne bildet. 26. Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 23 und 24, dadurch ge kennzeichnet, dass der Stab von unten durch die Mündung der Giessrinne hindurch nach oben weitergeführt und in seiner Längsrich- tung verschiebbar und feststellbar gehaltert ist. 27.Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 24 bis 26, dadurch gekenn zeichnet, dass das Strömungs-Leit- und Be- ruhigLmgsmittel aus einem hochhitzebestän digen Stoff besteht, der in die auf dem Giess spiegel aufschwimmende Schlacke übergeht.
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