CH299526A - Vorrichtung zum Einführen von Tampon in Körperhöhlen. - Google Patents
Vorrichtung zum Einführen von Tampon in Körperhöhlen.Info
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Description
Vorrichtung zum Einführen von Tampon in Körperhöhlen.
Es ist bekannt, zur Erleichterung der Einführung von Tampon in Körperhöhlen, z. B. von Menstruationstampon, den gepressten Wattepfropfen in einer Hülse aufzubewahren und aus dieser zum Gebrauch mit einer zweiten konzentrisehen Hülse oder mit einer kolbenartigen Ausstossvorrichtung herauszusehie hen. Ganz abgesehen von dem erhöhten Materialverbrauch für die Haltehülse, kann sich diese unter Umständen beim Ansetzen an die empfindlichen Körperteile nachteilig aus wirken. Eine Haltehülse wird bei solchen Tampons erspart, bei denen ein Einführungsstäbehen aus Holz, Kunststoffen, Pappe oder dergleichen in eine untere Höhlung des Tamponkörpers eingesteckt wird.
Die Handhabung dieser Einführung erschwert sich durch das dünne Stäbehen, so dass man auch vorgeschlagen hat, an diesem einen verbreiterten Griff vorzusehen, was aber wiederum die Herstellungskosten wesentlich erhöhte.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung der Nachteile dieser bekannten Einführungsvorrichtungen, und zwar besteht die Erfindung aus einer auf einen Finger aufsteckbaren und am obern Ende an den Tampon steckbaren Fingerverlängerung. Jede beliebige Formgebung und Materialien der als Schieber dienenden Fingerverlängerung sind denkbar.
Diese muss nur auf der einen Seite auf einen Finger aufsteekbar sein und mit dem gegen überliegenden Ende in den Tampon eingesteckt oder aussen an diesen angesteckt wérden können. Am zweckmässigsten erweist sich eine Fingerverlängerung, welche aus einer nach vorn zu so weitgehend konisch verengten Hülse besteht, dass deren Spitze, die gegebenenfalls verstärkt sein kann, in eine 1 Höhlung oder Aus- sparung des Tampons einsteckbar ist. Eine Flachlegung ist bei Verwendung von Papier oder Pappe möglich, so dass diese : Einfüh- rungsvorrichtnng ohne Vergrösserung der Verpackungen den Tampons beigelegt werden können.
Eine solche Fingerverlängerung gestattet bei gegebenenfalls gleichzeitigem Festhalten mit zwei weiteren Fingern ein bequemes und den jeweiligen Verhältnissen entsprechendes, leicht lenkbares Einführen des Tampons in die Körperhöhlen mit einer Hand, ohne dass unangenehme Reibungen oder sonstige Störungen bei der Einführung und Beschmutzungen der Hand auftreten. Diese konische bzw. tütenförmig gestaltete, als Fingerschutz dienende Fingerverlängerung, z. B. aus Papier oder Pappe hergestellt, ist denkbar billig in der Herstellung und belastet die GFestehungskosten eines Tampons nur unwesentlich.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes, und zwar:
Fig. 1 ein Schaubild eines Tampons,
Fig. 2 einen Längsschnitt der Fig. 1,
Fig. 3 eine Einführungsvorrichtung,
Fig. 4 ein Schaubild gemäss Fig. 3 mit angesetztem Tampon,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch einen Tampon mit eingedrücktem Pressstempel,
Fig. 6 eine gleichartige Darstellung mit eingesetzter Fingerverlängerung.
Der Tampon 1, welcher in den Zeichnungen als gepresster Menstruationstampon dargestellt ist, besitzt am litern Ende eine am besten eingepresste Höhlung 2, welche zur Aufnahme der Fingerverlängerung dienen soll (Fig. 1 und 2). Die Fingerverlängerung besteht aus einer konischen bzw. tütenförmigen Hülse 3 (Fig. 3), die mit ihrer obern, zweckmässig verstärkten Spitze. in die Höhlung 2 des Tampons einsteckbar ist (Fig. 4). Als Material können Papier, Pappe, Holzstoffmassen, Kunststoffe oder sonstige geeignete Materialien herangezogen werden. Es ist vorteilhaft, die Fingerverlängerlmg aus Papier oder Pappe zu fertigen und flach legbar zu gestalten. Die Fingerverlängerung kann auch aussen an den Tampon ansteckbar ausgebildet sein.
Eine so geformte Hülse kann auf jeden beliebig starken Finger gesteckt werden, wie Fig. 4 zeigt, und beim Einführen kann man die Hülse gegebenenfalls mit zwei weiteren Fingern festhalten, im Bedarfsfalle auch den Tampon zu Beginn der Einführung.
In einen Tampon 1, z. B. aus Watte beliebiger Herkunft und Zusammensetzung, z. B. in Ausbildung als Menstruationstampon, wird beim Vorpressen in einer Form, welche in Fig. 5 durch Schraffierung 4 angedeutet ist, mit einem an den Presskolben 5 angesetzten Dorn 6 eine konisch nach innen zulaufende Aussparung 7 eingedrückt. Es ist auch möglich, die konischen Flächen des Dornes 6 leicht nach innen einzuwölben. Die Aussparung 7 dient zur Aufnahme der entsprechend spitz zulaufenden Fingerverlängerung 3.
Beim Verwenden eines spitzen Dornes 6 ergibt sich kein Abreissen von der umgebenden Tamponwandung und somit eine Aufweitung des Tampons, sondern die beiden kegelförmigen Pressflächen heben sich ohne wesentlich in Erscheinung tretende Reibung und somit ohne Beeinträchtigung des Tampons voneinander ab. Ausserdem kann durch den spitzen Dorn des Pressstempels eine Besehädiglmg des in der Mitte aus dem Tampon herausragenden Bändehens nicht mehr eintreten. Durch die Dornspitze werden entweder das Bändchen zur Seite abgedrängt, oder die Spitze schiebt sich in das Bändchen gewebe ein, drückt die Ge- webefäden etwas auf die Seite, worauf das Bändchen nach dem Herausziehen des Dornes wieder in den früheren Zustand zurückkehrt.
Ein Durchstossen von Fäden dürfte von einer Spitze kaum zu befürchten sein. Das Rückzugsbändehen des Tampons ist mit 8 bezeichnet. Dieses ragt unbeschädigt neben der Fingerverlängerung 3 aus dem Tampon heraus.
Es ist auch möglich, am gegenüberliegenden obern Ende des Tampons, ebenfalls mit einem geeigneten, vornehmlich konisch zugespitzten Dorn, der am Pressformboden oder an einem Gegenkolben angesetzt ist, eine Aussparung einzuarbeiten, die weit nach innen rei chen kann. Durch diese können die Sekrete unmittelbar in das Tamponinnere gelangen, das heisst zusätzlich von innen nach aussen in den Wattekörper eingesaugt werden. Die Folge davon ist ein verstärktes und rascheres Aufquellvermögen des Tampons.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1: Vorrichtung zum Einführen von Tampon in Körperhöhlen, gekennzeichnet durch eine auf einen Finger aufsteckbare und am obern Ende an den Tampon steckbare Fingerverlängerung.UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Fingerverlängerung aus einer nach vorn zu so weitgehend konisch verengten Hülse besteht, dass deren Spitze in eine Höhlung des Tampons einsteekbar ist.2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze der Fingerverlängerung verstärkt ist.S. Vorrichtimg nach Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fingerverlängerung aus Papier besteht und flaeh legbar ist.4. Vorrichtung nach Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fin gerverlängerung aus Pappe besteht und flach legbar ist.5. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Tampon eine der Spitze einer Fingerverlängerung angepasste konisch zulaufende Aussparung eingearbeitet ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Fingerverlängerung aussen an den Tampon ansteekbar ist.PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung der Vorrichtung gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine zum Einstecken der Fingervcrlängenmg bestimmte Aussparung im Tampon mit einem an den Presskolben einer Tamponpresse angesetzten Dorn eingeprägt wird.
Applications Claiming Priority (2)
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