CH299857A - Schaltungsanordnung zur Erzeugung einer dreifachen Frequenz aus einer Grundfrequenz. - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Erzeugung einer dreifachen Frequenz aus einer Grundfrequenz.Info
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Description
Schaltungsanordnung zur Erzeugung einer dreifachen Frequenz aus einer Grundfrequenz. Es sind Schaltungen zur Frequenzwand- lung verschiedener Art bekannt geworden. Im vorliegenden Falle handelt es sich ins besondere um eine solche, die es gestattet, elektrische Glühlampen aus einer Strom quelle niedriger Frequenz, welche flackerndes Licht ergeben würde, mit der dreifachen Frequenz, allein oder zusätzlich, zu speisen. Dadurch würde das Flimmern des Lichtes in @Vegfall geraten. Diese Aufgabe kann z. B.
im elektrischen Bahnbetrieb auftreten, wenn die Bahnfrequenz 16 2/3 IIz beträgt und die Zugbeleuchtung und die Beleuchtung der Bahnanlagen und Signaleinrichtungen mit einer höheren Frequenz erfolgen soll. Auch Asynchronmotoren werden manchmal, zwecks Erhöhung der Tourenzahl über Frequenz wandler mit einer erhöhten Frequenz betrie ben.
Im vorliegenden Falle erfolgt eine Fre- quenzv erdreifachung unter Verwendung von eisengesättigten Drosselspulen. Es ist an sich bekannt, z. B. in Brückenschaltungen durch Verwendung von gesättigten, eisenhaltigen Drosselspulen im Zusammenwirken mit unge sättigten Drosselspulen eine Frequenzverdrei- faehung durchzuführen.
Diese Schaltungen sind im allgemeinen für Hochfrequenzzwecke brauehbar. So ist es bekannt, eine gesättigte eisenhaltige Drosselspule in einen Brücken zweig einer aus Drosselspulen und Kapazi täten aufgebauten Brücke zu schalten und im andern Brückenzweig die vervielfachte Fre quenz abzunehmen. Im andern Falle wird dem einen Brückenzweig einer aus Konden satoren und einer gesättigten sowie einer ungesättigten, Induktivütät ,bestehenden Brücke die Grundfrequenz zugeführt,
während dem andern Brückenzweig die dreifache Frequenz entnommen werden kann. Um insbesondere für die aufgezeigten niederfrequenten Auf gaben eine leistungsfähige Frequenzverdrei- fachung durch Zusammenwirken einer Dros selspule mit gesättigtem Eisenkern und einer zweiten mit ungesättigtem Eisenkern zu erzielen, wird gemäss ,der Erfindung eine Brückenschaltung in .äer Weise aufgebaut, dass an einen Spartransformator und parallel zu ihm, an die Reihenschaltung der gesättig ten und der ungesättigten Drosselspule,
die Spannung mit der Grundfrequenz angelegt wird und dass an der Verbindungsstelle der beiden Drosselspulen und der entsprechenden Anzapfung des Transformators, für welche die Spannungsdifferenz gegen die Verbin dungsstelle für die Grundfrequenz ver schwindet, die Spannung dreifacher Fre quenz entnommen wird.
Falls die Induktivitäten der beiden Dros selspulen in bezug auf die Grundfrequenz gleich gross sind, liegt die Anzapfung des Spartransformators in seinem Spannungs mittelpunkt.
Die Schaltung sei an Hand der Fig. 1 erörtert. In den Punkten A und B wird die Spannung von beispielsweise 16 2/3 Perioden zugeführt. An dieser .Spannung liegt der Transformator T und parallel zu ihm die beiden Drosselspulen L1 und L2 in Reihe, von denen L, die eisengesättigte Drossel dar stellt.
An die Anzapfstelle JI des Transfor mators und an die Verbindungsstelle V der beiden Drosselspulen ist eine Lichtquelle an geschlossen, welche im wesentlichen mit 50 Hz betrieben wird, wenn die Grundfrequenz 16 2/3 Perioden beträgt. Im gezeichneten Beispiel ist angenommen, dass die Indukti v ität der beiden Drosselspulen L, und L2 in bezog auf die Grundfrequenz gleich gross ist. Dann liegt<B>11</B> im Spannungsmittelpunkt des Transformators.
Wird ein anderes Verhältnis der Induktivitäten von L, und L2 gewählt, dann verschiebt sich der Anzapfpunkt 3I so, dass bezüglich der Grundfrequenz zwischen 31 rund V ,die Spannung 0 herrscht.
Dadurch Verschiedenheit der Eisenverluste in L, und L2 der vollkommene Abgleich infolge von Phasenverschiebungen beeinträchtigt sein kann, wird zweckmässig die Verbindung zwi schen L1 und L2 durch einen kleinen Ohm- sehen Widerstand bewerkstelligt, welcher der Verlustdifferenz zwischen den beiden Induk tiv itäten entspricht. Durch einen Schleifkon takt kann der Punkt V längs :dieses Wider standes solange verlagert werden, bis der Abgleich vollkommen ist.
Zur Erklärung der Wirkungsweise der Schaltung wird auf die Fig. 2 verwiesen. Unter der Voraussetzung, dass die Spannung der Grundfrequenz sinusförmigen Verlauf hat und dass durch den aus beiden Induktivi- täten in Fig. 1 gebildeten Zweig ein sinus- förmiger Magnetisierungsstrom fliesst, muss an der Induktivität L, mit gesättigtem Eisen weg die Spannung 1T1 verbraucht werden, welche eine starke dritte Oberwelle enthält.
An :der Induktivität L2 muss dann die Rest, Spannung LT,' verbraucht werden, in welcher als Differenz der Spannung LT, gegen die Netzspannung gleichfalls eine starke drei fache Oberwelle von entgegengesetzter Pha senlage enthalten sein muss. Ui und Ui sind numerisch addiert gleich der sinusförmigen Netzspannung. In bezog auf den Stromkreis aus T, L1 und L2 in Fig. 1 sind diese beiden Spannungen dreifacher Frequenz gegen- phasig, treten also nicht in Erscheinung.
In bezug auf den Punkt V sind sie aber gleich- phasig, wirken also parallel, so dass zwischen V und M die Drosseln L, und L2 wie zwei parallel geschaltete Generatoren dreifacher Frequenz wirken. In .der praktischen .Aus führung werden die dargestellten idealen Ver hältnisse weitgehend erreicht, so dass ein flackerfreier Betrieb von C1lühlampen aus einem Netz von 16 %# Perioden ermöglicht ist.
Eine vorteilhafte Abänderung kann die Schaltung erfahren, wenn auch die Grund welle zur Energieabgabe direkt heran gezogen wird. Um trotzdem kein Flackern der Beleuchtung zu haben, ist eine beson dere Kurvenform der Spannung erforder lich. :Sie muss möglichst rechteckig sein. Aus Grundwelle und dreifacher Oberwelle lässt sich nach Fig. 3 eine Kurve zusammensetzen, welche :der Bedingung der Rechteckform recht nahe kommt. Der übergang von der einen Halbwelle zur nächsten erfolgt dann so plötzlich, dass eine wesentliche Abkühlung des Glühdrahtes nicht erfolgt.
In Fig. 3 stellt I die Grundwelle, II die Welle dreifa cher Frequenz und III die zusammengesetzte Spannungskurve dar. Wichtig ist, dass Grundwelle und dreifache Oberwelle in der richtigen Phasenlage zueinander liegen.
Um diesen Grundgedanken unter Ver wendung der gekennzeichneten Schaltung auszuführen, ist, nach Fig. 4, noch eine Wick lung einzufügen, welche eine mit der Grund frequenz schwingende Wechselspannungskom- ponente liefert. Diese Wicklung wird gemäss Fig. 4 als sekundäre Wicklung W2 des Transformators T ausgeführt. Man geht also vom Punkt 3I über diese Sekundärwicklung des Transformators und schliesst an den Punkt. V, sowie das Ende 3I' der Sekundär wicklung den Verbraucher an.
Auf diese Weise erhält man an den Klemmen V und 3I' eine Spannung von dem in Fig. 3 dargestell ten Verlauf. Man hätte zwar durch Verstim mung, des Anschlusses 11 gegen V in Fig. 1 auch eine Grundwelle in den an V und 31 angeschlossenen Stromkreis hineinbringen können. In diesem Falle verschiebt sich je doch die Phasenlage der Grundwelle, vor allem bei Laständerungen, gegen die der drit ten Oberwelle in, einem erheblichen und daher störenden Masse, so dass diese Möglichkeit für die praktische Ausführung ausscheidet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung zur Erzeugung einer dreifachen Frequenz aus einer Grund frequenz, insbesondere für den flackerfreien Betrieb von Glühlampen, aus Netzen nie driger Frequenz, z. B. bei Bahnanlagen aus Netzen von 16 2/3 Hz, unter Verwendung einer eisengesättigten Drosselspule im Zu sammenwirken mit einer ungesättigten Dros selspule, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung der Grundfrequenz an die in Reihe geschalteten beiden Drosselspulen und an einen parallel zu ihnen geschalteten Spar transformator gelegt ist,während die Span nung dreifacher Frequenz zwischen der Ver bindungsstelle er beiden Drosselspulen und einer in bezug auf die Grundfrequenz span nungsgleichen Anzapfung des Spartransfor mators zu entnehmen ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwi schen die beiden Drosselspulen zum Aus gleich von Unterschieden in den Verlusten ein Ohmscher Widerstand geschaltet und der Anschluss des Verbrauchers dreifacher Fre quenz längs dieses Widerstandes einstellbar angebracht ist.2. Schaltungsanordnung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, unter Heran ziehung der Grundfrequenz zur direkten Energieabgabe an den Verbraucher, ins besondere, wenn dieser aus Glühlampen besteht, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbraucher über ein mit der Grund- frequenz induzierte Sekundärwicklung (W2) des Transformators (T) gespeist ist, deren anderer Anschluss an dem durch das Verhältnis der gesättigten Drosselspule (L1) und der ungesättigten Drosselspule (L2) be stimmten, hinsichtlich der Grundfrequenz abgeglichenen Punkt (11I) der Primärwick lung des Transformators (T)erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH299857D CH299857A (de) | 1951-07-28 | 1951-07-28 | Schaltungsanordnung zur Erzeugung einer dreifachen Frequenz aus einer Grundfrequenz. |
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1951
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