Treppe für Dachböden oder dergleichen. Die Erfindung betrifft eine Treppe für Daehböden oder dergleichen, die in die Ein stiegöffnung des Zwisehenbodens aufklappbar und mit einem Verschlusselement für die Ein stiegöffnung versehen ist. Treppen dieser Art, die an sich schon bekannt sind, besitzen den Vorteil, da.ss sie zu Zeiten, zu denen sie nicht benötigt. werden, aufgeklappt werden können, so dass der von ihnen sonst. eingenommene Raum für andere Zwecke verfügbar ist.
Treppen dieser Art eignen sich daher insbe sondere für Siedlungs- und, Landhäuser, bei denen an und für sich enge Raumverhältnisse herrschen und bei denen vielfach Ober geschosse oder Bodenräume vorhanden sind, die nur zeitweilig benützt werden.
Bei den bekannten Treppen dieser Art ist ein Treppenteil in der Regel mit dem V er schlusselement für die Einstiegöffnung, zum Beispiel einer Falltüre, einem Klappdeckel oder d'ergleiehen, fest verbunden, während ein zweiter Treppenteil an diesen Teilen schwenk bar angelenkt ist und nach dem Gebrauch ein geklappt werden kann. Es sind auch schon Ausführungsformen mit in der Längsrichtung ausziehbarenTreppenteilen bekannt geworden.
Die erfindungsgemässe Treppe kennzeich net sich nun dadurch, da.ss sie aus mindestens einem mit dem Verschlusselement gelenkig verbundenen aufklappbaren Treppenteil und aus mindestens einem auf dem aufklappbaren Treppenteil aufruhenden und längsverschieb bar geführten ausziehbaren. Treppenteil be- steht. Der ausziehbare Teil kann mit dem auf klappbaren Treppenteil abnehmbar verbun den sein und für sich allein als Treppe ver wendet werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann der auf dem aufklappbaren Treppenteil lose aufruhende und durch Führungsorgane in seiner Lage gesicherte ausziehbareTreppen- teil mit Befestigungsorganen versehen sein, die seine Fixierung in der Gebrauchsstellung und in der Ruhelage bewirken.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Hand von Ausführungsbei- spielen schematisch veranschaulicht.
Fig.1 zeigt die Treppe in Seitenansicht bzw. teilweise geschnitten in hochgeklappter Stellung bei verschlossener Einstiegöffnung.
Fig. 2 zeigt. die Treppe in ausgefahrener Stellung in Seitenansicht.
Fig. 3 zeigt ein Detail in grösserem Massstab.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsvariante des Details naeh Fig. 3.
Fig. 5 und 6 zeigen ein anderes Detail in Seitenansicht und Draufsicht. in grösserem Massstab, und Fig. 7 ist eine Draufsicht auf einen Teil der Treppe in grösserem Massstab.
In der Zeichnung stellt 1 den Zwischen boden zwischen zwei übereinander liegenden Räumen eines Gebäudes dar, dessen Einstieg öffnung 2 durch ein Verschlusselement 3, zum Beispiel eine als Falltüre ausgebildete Klappe, verschliessbar ist, die in an sich bekannter Weise bei 4 um ein Scharnier oder um Tür angeln oder dergleichen schwenkbar ist. Mit diesem Verschlusselement ist der aufklappbare Treppenteil 5 im Bereich seines untern Endes bei 6 schwenkbar verbunden, während er mit seinem obern Ende in aufgeklappter Stellung auf einer festen Anlagefläche, zum Beispiel auf dem Rahmen 7 der Falltüre, lose aufruht.
Auf dem aufklappbaren Treppenteil 5 ist der ausziehbare Treppenteil 8 längsverschiebbar gelagert und wird in seiner Ruhelage gegen seitliche Verschiebung durch Führungsleisten 9 gesichert. Gegen eine Verschiebung in der Längsrichtung wird er durch Bolzen 10 ge sichert, die in eine Rast 11 eines entsprechend geformten Haltebleches 12 am sintern Ende des aufklappbaren Treppenteilb 5 eingreifen (Fig. 3). Es ist auch möglich, die Sicherung statt durch die Rast. 11 durch eine federnde Klemmvorrichtung 13 zu bewirken, in welche die Bolzen oder Stifte 10 eingeschoben wer den, wie Fig. 4 erkennen lässt.
Der aufklappbare Treppenteil ist. mit. dem V erschlusselement - der Klapptüre oder dergleichen - im Bereiche seines untern Endes schwenkbar verbunden und stützt sich mit seinem obern Ende gegen eine feste Auf lage, zum Beispiel gegen eine Anlagefl'äehe der Einstiegöffnung, ab. Hiedureli kann ein grösserer Abstand zwischen dem Verschluss- element und dem aufklappbaren Treppenteil erreicht. werden, so dass ein bequemes Begehen der Treppe gewährleistet wird und ein An stossen der Fussspitzen am Verschlusselement vermieden werden kann.
Um die Treppe in die Gebrauchsstellung zu bringen, wird zunächst die Klapptüre 3 mit dem aufklappbaren Treppenteil 5 her untergeklappt, wobei sich der Treppenteil 5 mit seinem obern Ende gegen den am Rahmen 7 der Einstiegöffnung befestigten winkel förmigen Träger 14 derart abstützt, dass die oberste Treppenstufe 15 bündig mit dem Zwischenboden 1 abschliesst. Der winkelför mige Träger 14 ist mit. einem Langloch 16 aus gebildet, in welches ein nach unten vorstehen- der Zapfen 17 des Treppenteils 5 eingreift und letzteren in seiner Lage sichert.
Nach dem Herunterklappen des Treppenteils 5 und des Versehlusselementes 3 kann der auszieh bare Treppenteil 8 aus der Rast 11 ausge klinkt und zwischen den Führungen 9 mühe- und geräuschlos herausgezogen werden, bis die im Bereich seines obern Endes angebrach ten zapfenartigen Fixierorgane 18 in eine entsprechende Rast. 19 des am untern Ende des aufklappbaren Treppenteils 5 angeordne ten Haltebleches 19 einrasten. Hiebei stützt sich die Schrägfläehe 20 am obern Ende des ausziehbaren Treppenteils 8 gegen eine ent sprechende Sehrägfläehe am untern Ende des aufklappbaren Treppenteils 5, -wodurch ein Durchbiegen der Treppe durch die Belastung während des Gebrauches verhindert wird.
Ausserdem sind zu beiden Seiten des auf klappbaren Teils 5 an der Falltüre 3 bei 21 Streben 22 angelenkt, die in Haltebügeln 23 schwenkbar und längsv erschiebbar geführt sind, welche am Türrahmen 7 befestigt sind.
Durch mit den Streben 2"2. verstellbar ver bundene winkelförmige Anschläge 24 wird der Öffnungswinkel der Falltüre bzw. die Aus ziehbewegung der .Streben 22 begrenzt, indem sich die Anschläge 24 bei Erreichen der Ge- bra.uchsst.ellung des aufklappbaren Teils 5 bzw. der Falltüre 3 gegen den Rahmen "r der Einstiegöffnung abstützen.
Um das Öffnen. und Schliessen der Fall türe bzw. das Ein- und Ausfahren der Treppe zu erleichtern, ist ein Clewiehtsausgleich vor gesehen, der zum Beispiel Federtrommeln<B>25</B> aufweisen kann, die zu beiden Seiten des auf klappbaren Treppenteils 5 am Türrahmen 7 befestigt sind (Fig.7). Auf den Federtrom meln ?5 ist ein Zugseil 26 aufgewickelt, das über Umlenkrollen 2:7 am Bügel 23 geführt und bei 21, zum Beispiel mittels Ösen, an der Falltüre 3 festgelegt ist.
Die Spannung der in der Trommel 25 untergebrachten Feder kann verändert und so eingestellt. werden, dass das Eigengewicht- der herausgeklappten Treppe teilweise oder zur Gänze kompensiert. wird. An Stelle des Federausgleiches kann natürlich auch ein anderer Ausgleich, zum Beispiel durch Gewichte oder dergleichen, vorgesehen sein.
Die Betätigung der Falltür beim Aus- und Einfahren der Treppe kann in üblicher Weise durch eine 'Stange oder einen Haken erfolgen, der in eine Öse 28 der Falltür ein geführt werden kann. Zur Fixierung der Falltür in ihrer geschlossenen Stellung ist zweckmässig ein federnder Riegel 29 vorge sehen, der in eine entsprechende Rast des Türrahmens 7 einschnappt, doch kann natür lich auch jede andere Art- von Verriegelungs- v orriehtungen Verwendung finden.
Da der Treppenteil 8 nur lose auf dem aufklappbaren Treppenteil 5 aufruht, kann er ohne Schwie rigkeit. auch abgenommen und im Haushalt zu andern Zwecken, zum Beispiel als Stehleiter oder als tragbare Treppe, an anderer Stelle verwendet werden. Zur Erleichterung des Ausziehens und der Handhabung kann an der untersten Treppenstufe 30 ein Handgriff 31 angebracht werden.
Die beschriebene 'Treppe weist den Vorteil auf, dass sie besonders einfach zu handhaben und geräuschlos heraus- und einklappbar ist.