CH300478A - Verfahren zum Schützen von Pflanzenkulturen gegen Frostschäden. - Google Patents

Verfahren zum Schützen von Pflanzenkulturen gegen Frostschäden.

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CH300478A
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CH
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smoking
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Ag Gebr Borchers
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Ag Gebr Borchers
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G13/00Protection of plants
    • A01G13/06Devices for generating heat, smoke or fog in gardens, orchards or forests, e.g. to prevent damage by frost

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Catching Or Destruction (AREA)

Description


  



  Verfahren zum Schützen von Pflanzenkulturen gegen FrostschÏden.



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Schützen von Pflanzenkulturen gegen Frostschäden, das gekennzeichnet ist durch die Verwendung einer Räuchermischung, die Zinkstaub und einen   hochchlo-    rierten Kohlenwasserstoff enthält, zur   Erzeu-    gung künstlicher Lufttrübung mit einer Dosierung von 1 bis 5 kg/ha der zu schiitzenden   Fläehe.   



   Versuche haben ergeben, dass sich mit der    erfindungsgemässen Rauchermischung edn    guter Erfolg erzielen lässt, wenn man die angegebene Dosierung vornimmt. Der hochchlorierte Kohlenwasserstoff ist zweckmässigerweise fest ; kristallisiertes HexachlorÏthan hat sich bewährt.



   Die Versuche, die zu der vorliegenden Er  findtmg    gef hrt haben, ergaben, dass schon eine Dosierung von 10   mg/m3    an ausreicht, um einen bemerkbaren Frostschutz zu erzielen und gleichzeitig eine Beschädigung der   Pflan-    zen durch den   Zinknebel    zu verh ten. Die er  forderliche    Konzentration muss sich natürlich nach den jeweiligen Umständen richten. Sie hÏngt ab von der Strenge und der Dauer des zu erwartenden Frostes, von der etwa auftretenden und den künstlichen Nebel mit sich forttragenden   Luftbewegtzg,    ferner in besonders starkem Masse auch von dem Gelände, wobei es vor allem auf das Gefälle des Geländes ankommt und die Menge der etwa aus der Umgebung zufliessenden ortsfremden Kaltluft.

   Die Wirtschaftlichkeit wächst mit der   Fläehengrosse    des durch   die Vernebelung    zu schützenden Gebietes.



   Wenn von   m3    gesprochen wurde, ist dabei angenommen, dass die Mächtigkeit der Nebelwolke etwa 8 bis 12 m beträgt. Die durchschnittliche Mächtigkeit ist also   10      m,    so dass 1000   m3    einer Fläche von   100    m2 entsprechen.



  Es w rde also mit einer Mindestmenge von 100 kg bei der angegebenen Dosierung eine Vernebelung von 100 ha vorgenommen werden können.



   Zweckmässig erfolgt die Anwendung der erfindungsgemässen Räuchermischung f r die Erzeugung der Lufttrübung nicht   unmittel-    bar durch Verbrennen der f r die   Gesamt-    dosierung erforderlichen Mengen, sondern in zeitlich   aufeinanderfolgenden Teilquanten.   



  Auf diese Weise vermeidet man Störungen, die sich aus dem ständigen Vorhandensein von Luftströmungen auch in-den   windstill-    sten   Frostnächten    ergeben und die die Rauchwolke abtreiben oder zu stark verdünnen könnten.



   Es empfiehlt sich, der Räuchermischung aus Zinkstaub und Hexachloräthan ein Auflockerungsmittel zuzusetzen, beispielsweise Zinkoxyd, Magnesiumoxyd oder Kieselgur.



  Das   Auflockerungsmittel    dient dazu, ein Festbacken der Mischung zu verhindern, was einen einheitlichen Brennprozess und damit die kontinuierliche Entwicklung einer   Rauch-    wolke st¯ren w rde. 



   Räuchermischungen aus Zinkstaub, kristallisiertem Hexachloräthan und Kieselgur lassen sich pulverförmig in Pappdosen verpacken und aufbewahren, so dass der Vorteil einer jederzeitigen Einsatzbereitschaft besteht, weil keinerlei technische Apparatur notwendig wird. Anderseits entsteht ein spezifisch schwerer Rauch von grossem Volumen trotz Verwendung einer verhältnismässig kleinen Menge und eines kleinen Gewichtes des Ausgangsstoffes, so dass das Verfahren auch billig wird. Eine   Schädiglmg des    Pflanzenwuchses konnte bei der angegebenen Dosierung nicht festgestellt werden.



   Im Falle, dass besonders empfindliche Pflanzen vernebelt werden müssen oder dass infolge besonderer Umstände eine stärkere Dosierung erforderlich ist, als für die betreffenden Pflanzen zuträglich wäre, kann man-durch gewisse Zusätze zu der Räuchermischung die pflanzenschädigende Wirkung ausgleichen. Vorzugsweise geschieht dies durch Beimischung von säureabstumpfenden Chemikalien, zum Beispiel. Soda oder Hexamethylentetramin. Die Menge der   zuzusetzen-    den säureabstumpfenden Chemikalien hat sich ebenfalls nach den jeweiligen Verhältnissen zu richten. Je stärker die Dosierung gewählt wird, um so erheblicher muss im allgemeinen auch der Zusatz an säureabstumpfenden Chemikalien sein. Im Durchschnitt wird der Zusatz 1 bis 3% des Gewichtes der Räuchermischung betragen.

   An Stelle eines unmittelbaren Zusatzes von Soda oder   Hexamethylen-      tetramin    zur.   Bäuchermise. hung    ist es auch möglich, gemeinsam mit der Räuchermischung, aber räumlich getrennt davon, Am  moniumcarbonat unterzubringen,    und zwar zweckmässig in Mengen, die 10 bis   15 /o    des Gewichtes der Räuchermischung betragen.



  Beim Abbrennen der   Räuchermischung    wird durch die entstehende Wärme Ammoniakgas aus dem Ammoniumcarbonat ausgetrieben.



  Der Erfolg der Säureabstumpfung infolge der grossen Menge von Ammoniakgas ist noch günstiger als bei dem unmittelbaren Zusatz von Soda oder Hexamethylentetramin.



   Als Beispiele für Räuchermischungen   kön-    nen folgende Zusammensetzungen dienen : a)   65, 5 /o Hexachloräthan   
33, 3% Zinkstaub
0,2% Kieselgur    1, 0"/o    Soda oder Hexamethylentetramin   b)    64,5 /o Hexachloräthan
33,31/o Zinkstaub
0,2 /o} Eieselgur
2, 0% Soda oder Hexamethylentetramin c) 64,0 /o Hexachloräthan
32,8 /o Zinkstaub
0,2"/o Kieselgur
3,0 /o Soda oder Hexamethylentetramin
Bei Verwendung von   Ammoniumearbonat    als säureabstumpfende Chemikalie befindet sich zweckmässig das Ammoniumcarbonat in einer kleinen Blechdose, die in der Mitte einer grösseren Pappdose untergebracht wird.



  Der ringförmige Füllraum einer solchen Pappdose möge beispielsweise 1700 g Berger Mischung aus Zinkstaub und Hexachloräthan mit Zusatz von Kieselgur zum Beispiel in der Zusammensetzung
66,5 /o Hexachloräthan
33,3 /o Zinkstaub
0,2"/o Kieselgur enthalten. Dann befindet sich in der kleinen Dose 250 g Ammoniumcarbonat. Die beim Abbrennen der Berger-Mischung entstehende Wärme treibt Ammoniakgas aus, wodurch der an sich saure Rauch neutralisiert wird.



   In einem praktischen Anwendungsfall sind für eine Fläche von 150 ha, die in einer Frostnacht geschützt werden sollte, insgesamt 200   Frostschutzpatronen    mit je etwa 2 kg Inhalt abgebrannt worden. Diese 200 Patronen wurden bei Eintritt des Gefrierpunktes nicht gleichzeitig abgebrannt, sondern es kamen erst 15 Patronen zur Entzündung, um   zunächst    mit dem entstehenden. Rauch einen leichten   Wolkenschleier    über die   150    ha zu legen. Im Laufe von dreieinhalb Stunden Frostgefahr wurden dann in Teilquanten nacheinander entsprechende Mengen abgebrannt. Der Versuch hatte ein äusserst gutes  Ergebnis.

   Die von Rauch eingehüllten Obstbäume wurden vor Frost bewahrt, während benachbarte Obstanlagen restlos erfroren sind. 200 Frostschutzpatronen für 150 ha entsprechen 266,7 kg RÏuchermischung für 100 ha oder 26,7 mg/m3. Je nach den   Gelände-    verhältnissen, nach dem   Kulturpflanzen-    bestand und nach der Dauer der Frosttemperaturen muss eine mehr oder weniger grosse Anzahl von Patronen   abgeräuchert    werden, wobei Schwankungen von 1 bis 5 kg/ha vorkommen können mit einem Optimum bei 2,5 bis 3,5 kg/ha.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Schützen von Pflanzenkulturen gegen FrostschÏden, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Räuchermischung, die Zinkstaub und einen hochchlorierten Kohlenwasserstoff enthält, zur Erzeugung künstlicher Lufttrübung mit einer Dosierung von 1 bis 5 kg/ha der zu schützen- den Fläche.
    UNTERANSPRUCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Räucher- mischung ausserdem ein Auflockerungsmittel enthält.
    2. Verfahren nach Patentanspruchund Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Räuchermischung einen festen hochchlorierten Kohlenwasserstoff enthalt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der feste hochchlorierte Kohlenwasserstoff kristallisiertes Hexachloräthan ist.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflockerungsmittel Magnesiumoxyd ist.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflockerungsmittel Zinkoxyd ist.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflockerungsmittel Kieselgur ist.
    7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die RÏuchermischung 1 bis 5 Gewichts prozent säureabstumpfende Mittel enthält.
    8. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 7, dadurch gekenn zeichnet, dass das säureabstumpfende Mittel Soda ist.
    9. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 7, dadurch gekenn- zeichnet, dass das säureabstumpfende Mittel Hexamethylentetramin ist.
    10. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Räucherpräparat verwendet wird, das neben der Räuchermischung, räumlich ge trennt von ihr, noch 10 bis 15% ihres Ge wichtes an Ammoniumcarbonat enthält.
    11. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 lmd 10, dadurch gekenn zeichnet, dass die Räuchermischung pulver förmig in einer Pappdose enthalten ist.
    12. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 10, dadurch gekenn zeichnet, dass die pulverförmige Räucher- mischung in einer Pappdose untergebracht ist und dass in der Pappdose ein Behälter für Ammoniumcarbonat sich befindet.
    13. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspriichen 1, 10 und 12, dadurch ge kennzeichnet, dass die in der Pappdose ent haltene Räuchermisehüng aus 66, 5% Hexa chlorÏthan, 33,31/o Zinkstaub und 0,2 /o Kieselgur besteht-und in dem genannten Be hälter Ammoniumcarbonat in einer Menge von 15% des Gewichtes der Räuchermischung untergebracht ist.
CH300478D 1950-09-10 1951-08-21 Verfahren zum Schützen von Pflanzenkulturen gegen Frostschäden. CH300478A (de)

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