CH300516A - Grillanlage. - Google Patents
Grillanlage.Info
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- A47J—KITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
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Description
Grillanlage. Beim Grillieren von Fleisch handelt es sich darum, das Grillgut an seiner Oberfläche zu braten oder zu rösten; das heisst auf eine Temperatur von 130 und mehr 'Grad Celsius zu erhitzen, um zu erreichen;, dass die Ober- flächenporen des Fleischstückes zusammen schmoren, das heisst geschlossen werden.
Damit soll nämlich bei der Innenerhitzung verhindert werden, dass der sogenanute Fleisehsaft ausfliesst, wodurch das Fleisch- stück trocken und wenig schmackhaft wird. Anderseits soll aber auch das Fleischstück durchgekocht werden, wenigstens in gewis sem Ausmass, weil sonst das Innere roh bleibt. Für dieses Durchkochen genügt eine örtliche Temperatur von etwa 100 C.
Es sind: nun Grillierapparate bekannt, bei welchen Platten, die an das Fleischstück an gedrückt werden, auf eine hohe Temperatur, beispielsweise 30.0 und mehr Grad, zum Beispiel mit Hilfe von eingebauten Heizwider- ständen erhitzt werden.
Durch Kontaktein- wirkung dieser Platten wird wohl die Fleisch oberfläche in erforderlicher Weise geröstet, aber das Durchkochen von einigermassen dicken Fleischstücken stösst auf Schwierig keiten, weil die dazu erforderliche Wärme durch Wärmeleitung von den Platten ins Innere des Grillgutes geleitet werden muss.
Dabei ergibt es sich in leicht verständ licher Weise, dass die Fleischoberfläche voll ständig verschmort oder sogar verkohlt, wenn die Behandlungszeit so gross gewählt wird, dass das Fleischstück vollkommen durchge- kocht wird, oder dass das Fleisch innen roh bleibt, wenn. die Behandlung abgebrochen wird, sobald die Fleischaussenseite angeröstet ist.
Es ist auch bekannt, dass es möglich ist, im Innern von elektrisch isolierenden Sub- stanzen Wärme, dadurch zu erzeugen, dass diese Substanzen der Wirkung eines hoch- frequenten Wechselfeldes ausgesetzt werden, indem die erzeugten Verschiebungsströme an Ort und Stelle Wärme erzeugen.
'Zu diesem Zwecke werden die zu erwärmenden Körper zwischen Kondensatorplatten gebracht, die an einen Hochfrequenzgenerator angeschlos sen sind, um einelektrisches Wechselfeld zwi- schen sich zu erzeugen.
Auch zur Behandlung von Nahrungs- mitteln ist dieses Prinzip der sogenannten dielektrischen Hochfrequenzheizunb schon an gewendet worden.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird nun vorgeschlagen, eine Grillanlage mit Mit teln zu versehen, welche gestatten, das Grill gut sowohl der Kontaktwirkung von erhitz ten Platten als auch einem Hochfrequenzfe'ld auszusetzen.
Zweekmässigerweise weist der Grillapparat zwei in bekannter Weise gegeneinander ver- schwenkbare und verstellbare Platten auf, die als Kondensatorplatten zur Erzeugung eines hochfrequenten: Wecbselfelcles an einen Hoch frequenzbenerator anschliessbar und zugleich elektrisch beheizbar sind.
An sich wäre es natürlich auch denkbar, zwei normale elektrisch beheizbare Kontakt platten und zwei querstehende Kondensator platten vorzusehen, Zur elektrischen Beheizung der Konden- satorplatten dienen zwecinnässigerweise ein gebaute Heizwiderstände, wobei in den Speise leitungen zum Heizwiderstand der hochfre- quenzmässig nicht geerdeten Platte Hochfre- quenzsperrkreise eingebaut sein können.
Da bei können: die Schaltorgane zur Einschal tung des Flochfrequenzspeisegenerators und der Heizwiderstände derart miteinander ge kuppelt sein, d ass bei Einschaltung der Heiz- widerstände nicht gleichzeitig der Röhren generator unter Vollast steht, zum Zwecke, die totale Netzanschlussbelastung der Anlage unter einem vorbestimmten; Wert zu halten.
Es kann aber statt einer Widerstandbehei- zung der Kontaktplatten auch eine induktive Wirbelstromheizung dieser Platten dadurch vorgesehen; sein;, dass in einer dem Grillgut abgekehrten Isoliermaterialschicht auf einer Blechplatte eine Flachspule eingebaut ist, durch welche Hochfrequenzstrom geleitet wird.
Dabei können die beiden: Flachspulen der beiden Platten mindestens einen Teil der jenigen Induktivität bilden, die der :durch die beiden Metallplatten gebildeten Kapazität eines Resonanzschwingkreises in Ausgangs- kreisen des Generators parallel geschaltet ist.
Xweckmässigerweise ist die ganze Anlage als fahrbarer Kasten ausgebildet, und der eigentliche Grillapparat, das heisst die beiden Platten, sind auf der Tischfläche ;dieses Ka- stens aufgebaut, während im Kasten ausser dem Hochfrequenzgenerator auch ein Vor ratskasten für Fleisch, Fett, Gewürze, Zu taten, auch Teller usw. sowie eine Geräte- Schublade einsgebaut werden können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung wer- ,den im folgenden an Hand der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel.
Fig. 2 zeigt ebenfalls schematisch ein an deres Ausführungsbeispiel. Fig. 3 zeigt schaubildlich ein als fahrbare Anlage .ausgebildetes Ausführungsbeispiel.
Nach Fig. 1 sind zwei Metallplatten 1, 2 , vorhanden, die in nicht dargestellter Weise gegeneinander verschwenkbar und verstellbar sind, dazu bestimmt, zwischen sich ein Fleisch stück .3 festzupressen: Die an dem Fleisch stück 3 anliegenden Flächen der Platten 1, 2 sind mit einer. Profilierung, zum Beispiel mit Rippen, versehen, damit das Grillgut eine entsprechende Oberflächenzeichnung erhält. Die Platte 1 ist durch die Hochfrequenz leitung 4 mit. :dem einen Ausgangspol eines , Hochfrequenzgenerators 5 verbunden, der eine Hochfrequenzspannimg von 20 bis 50 MHz erzeugt.
Der andere Pol dieses Generators ist mit der Erdleitung,6 verbunden, an welche auch, die zweite Platte angeschlossen ist.
In beiden Platten sind Heizwiderstände 7 bzw. 8 isoliert eingebettet. In dien Speise- leiturigen 71, 72 des hochfrequenzmässig nicht geerdeten Widerstandes 7 sind auf -die Gene ratorfrequenz abgestimmte Sperrkreise<B>73,74</B> eingebaut, um ein Kurzschliessen der durch die beiden Platten 1,
2 und- das Grillgut 3 gebildeten Lastkapazität des Generators 5 zu vermeiden und das Abfliessen der Hochfre- quenzenergie auf däe Netzleitung zu verhin dern. Die beiden Schalterstufen 9, 10 zur Verbindung des Netzes 11 mit en Widerstän den 7, 8 bzw. dem Hochfrequenzgenerator 5 sind, wie durch die Wirkungslinie 1'2 ange deutet ist, derart miteinander gekuppelt, dass verschiedene Schaltkombinationen möglich sind.
In ;Stellung 0 sind beide 'Geräte ausge schaltet.
In Stellung a ist nur die Widerstands heizung eingeschaltet-.
In Stellung b ist ausser der Widerstands- heizung auch der Generator 5 einge schaltet.
In Stellung c ist nur der Generator ein geschaltet.
Nach Fig. 1 sind die Heizwiderstände 7, 8 eingeschaltet (Schalterstellung a). Es kann. aber notwendig sein, die Stel lung b auszuschliessen, damit nie beide Stromverbrauchergruppen eingeschaltet sind, wenn: die iSpeiseleitungen des zur Verfügung stehenden Stromnetzes auf beschränkte Strom werte abgesichert sind.
Es ist vorgesehen, dass nach Erhitzung der Platten 1, 2 durch die Widerstände 7, 8 auf eine. genügend hohe Temperatur von min destens 180 C, wodurch ein Anrösten des Fleischstückes an seiner 0'berflä.che und dem entsprechend das Schliessen von idessen Poren bewirkt wird, der Ilochfrequenzgener ator ein geschaltet wird, wonach durch Einwirkung des hochfrequenten Wechselfeldes im Innern des Fleischstückes Wärme entwickelt wird.
Durch den dabei rasch entwickelten Dampf, der nicht entweichen kann;, werden die Fleisch- zellengesprengt und voneinander gelöst, ohne dass der Fleischsaft austreten kann.. Auf diese Weise wird das Fleischstück in kurzer Zeit (etwa 1/2 1hlinute) durchgekocht und bleibt dabei schmackhaft. Die Wärmekapazität der Platten 1, 2 kann leicht so gross gemacht wer den, dass sie ausreicht, um ein Fleischstück während der ganzen Behandlungsdauer auf der gewünschten Minimaltemperatur zu hal ten, ohne dass in den Plätten weitere Wärme entwickelt wird.
Anderseits ist es unter Umständen vorteil hafter, wenn die Wärmekapazität der Platten möglichst gering .gehalten wird, damit sie rascher erwärmt werden. Dies setzt voraus, dass beide Erhitzungsarten, nämlich die Kontakterwärmung (eigentliches Grillieren) und die dielektrische Hochfrequenzerhitzung, gleichzeitig angewendet werden können, wirkt sich aber in einer raschen Betriebsbereitschaft der Anlage aus.
Nach Fig. 2 bestehen die Kontaktplatten 1', 2' je aus einer Metallplatte 1a, 2a und einer Isoliermaterialschicht 1b, '2'b.
In den dem Grillgut abgekehrten: Isolier materialschichten ist je eine Flachspule 21 bzw. 22, eingebettet. Diese beiden !Spulen sind einander durch die Leitung 23 seriegeschaltet und bilden .zusammen eine Induktivität, die über die Leiter 2'4, 2,5 in den Ausgangskreis des Hochfrequenzgenerators eingeschaltet ist.
Durch die Leiter 26, 27 sind die Metallplatten 1a, 2;,x an die Leiter 2'4 bzw.<B>25</B> angeschlossen, so dass sie Kondensatorplatten einer der -In- duktivität 21, 22 parallel geschalteten Kapazi tät bilden. Dieser Parallelkreis kann auf die Generatorfrequenz abgestimmt sein.
Der in den Spulen 2'1, 22. fliessende Hoehfrequenz- strom induziert in den Metallplatten <I>la,</I> 2'ca Wirbelströme, welche diese Platten so stark erhitzen, dass sie das Grillgut :durch Kontakt wärmeeinwirkung zu rösten vermögen, wäh rend durch die Feldeinwirkung das Grillgut durchgekocht wird.
Fig. 3 zeigt in schaubildlicher Darstellungs weise die Anordnung der Grillierplatten 1, 2, die gegeneinander verstellbar und. ver- schwenkbar sind, auf der Tischfläche eines fahrbaren Kastens 30, in welchem ausser einem Hochfrequenzgenerator ein Vorratsschrank 31 und eine Geräteschublade 32 eingebaut sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Grillanlage, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, welche gestatten, das 'Grillgut sowohl der Kontaktwirkung von er hitzten Platten als auch einem Hochfrequenz feld auszusetzen.UNTERANSPRÜCHE 1. Grillanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine von zwei mit dem Grillgut in Kontakt gelan genden, gegeneinander verstellbaren und ver- schwernkbaren, als gondensatorplatten zur Erzeugung eines hochfrequenten Wechselfel des an einen Hochfrequenzgenerator anschliess- baren Platten zugleich elektrisch beheizbar ist.2. Grillanlage nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass in .den beiden Platten elektrische Heizwiderstände eingebaut sind. 3. Grillanlage nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass in die Speiseleitun gen zum Heizwiderstand der hochfrequenz- mässig nicht geerdeten Platte Hochfrequenz sperrkreise eingebaut sind.. 4.Grillanlage nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass Schaltorgane zur Einschaltung des Hochfrequenzspeisegenera- tors und der Heizwiderstände derart mitein ander gekuppelt sind, dass bei Einsclhaltung der Heizwiderstände nicht gleichzeitig der Röhrengenerator unter Vollbelastung steht, zum Zwecke, die totale Netzanschlussbelastung der Anlage unter einem vorbestimmten Wert zu halten.5. Grillanläge nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Wärmekapazi tät der beiden Platten so gross gewählt ist, dass ihr Wärmeinhalt nach Umschaltung von Widerstandsheizung auf Hochfrequenzheizung ausreicht, um dem Grillgut die zur Erreichung der Grillierwirkung notwendige Oberflächen temperatur zu erteilen.6: Grillanlage nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine der beiden Platten aus einer dem Grillgut an- liegenden Metallschicht und einer dem Grill- gut abgekehrten, Isoliermaterialsehicht be steht, in welcher Isolierschicht eine vom Hoch frequenzstrom durchflossene Plachspule ein gebettet ist,so dass durch die in der Metall schicht unter Induhlionswirkung von der Spule aus induzierten Hochfrequenzwirbel- ströme diese Metallschicht über die Brattem- peratur hinaus erhitzt wird. 7. Grillanlage mach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, d'ass die :Spule minde stens einen Teil der durch die beiden Platten gebildeten Kapazität parallel geschalteten In duktivität im Ausgangskreis des Hoehfrequenz- generators. bildet.8: Grillanlage.:nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet., dass die beiden Grill platten auf der Tischfläche eines fahrbaren Kastens angeordnet sind, in welchem Kasten ausser dem FIochfrequenzgenerator ein Vorratskasten und eine Geräteschublade eingebaut. sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH300516T | 1952-06-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH300516A true CH300516A (de) | 1954-08-15 |
Family
ID=4490699
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH300516D CH300516A (de) | 1952-06-09 | 1952-06-09 | Grillanlage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH300516A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2850609A (en) * | 1956-03-16 | 1958-09-02 | Aristocrat Leather Products In | Apparatus for treating fusible material |
| FR3008878A1 (fr) * | 2013-07-26 | 2015-01-30 | Allala Beaudour | Appareil pour la cuisson d'un mets |
| WO2017120293A1 (en) * | 2016-01-07 | 2017-07-13 | Illinois Tool Works, Inc. | Apparatus and method for heating a food product constituted of a sandwich or the like, before it is consumed |
-
1952
- 1952-06-09 CH CH300516D patent/CH300516A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2850609A (en) * | 1956-03-16 | 1958-09-02 | Aristocrat Leather Products In | Apparatus for treating fusible material |
| FR3008878A1 (fr) * | 2013-07-26 | 2015-01-30 | Allala Beaudour | Appareil pour la cuisson d'un mets |
| WO2017120293A1 (en) * | 2016-01-07 | 2017-07-13 | Illinois Tool Works, Inc. | Apparatus and method for heating a food product constituted of a sandwich or the like, before it is consumed |
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