CH300729A - Mechanische Kraftübertragungseinrichtung an Motorfahrzeugen. - Google Patents
Mechanische Kraftübertragungseinrichtung an Motorfahrzeugen.Info
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Description
Mechanische Kraftübertragungseinrichtung an Motorfahrzeugen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu grunde, eine graftübertragungseinrichtung mit einem Schaltgetriebe und einer Motor kupplung zu schaffen, die einfach und narren sicher zu bedienen sowie billig ist und einen guten Wirkungsgrad aufweist. Seit langem besteht bereits ein Bedürfnis nach einer sol chen Einrichtung, bei der vor dem Schalten des Getriebes das Betätigen des Kupplungs pedals entfällt. Die bekannten Einrichtungen mit automatischem hydraulischem Getriebe kommen für einen Kleinwagen allein schon aus preislichen und Fahrsicherheitsgründen nicht in Betracht.
Die erfindungsgemässe Kraft übertragungseinrichtung ist deshalb mechani scher Art und soll allen Anforderungen der Praxis hinsichtlich leichter und betriebssiche rer Bedienung und Billigkeit entsprechen.
Die Erfindung besteht darin, dass die zwi schen Motorwelle und Getriebehauptwelle ge schaltete Motorkupplung als Fliehkraftkupp- lung ausgebildet ist, welche dazu eingerichtet ist, nicht nur bei Erreichen einer bestimmten Drehzahl des Motors diesen selbsttätig mit dem Getriebe zu kuppeln bzw. von diesem ab zukuppeln, sondern noch aus dem eingekuppel ten Zustand vor jeder Gangschaltung eine selbsttätige Abkupplung vorzunehmen und nach deren Beendigung wieder selbsttätig Mo tor und Getriebe kraftschlüssig miteinander zu verbinden.
Vorteilhaft erfolgt das selbsttätige Abkup peln des Motors vom Getriebe vor jeder Gang schaltung durch Betätigen des Getriebeschalt hebels, welcher mit einer Kurvenführung iue- chanisch oder hydraulisch verbunden ist, die bei der Gangschaltung auf die Fliehkraft kupplung einwirkt. Zweckmässig ist das aussen am Getriebegehäuse drehbar gelagerte Ge häuse der Fliehkraftkupplung starr mit der ' Getriebehauptwelle und der in diesem Ge häuse umlaufende Kupplungsgliedträger über eine auf der Getriebehauptwelle gelagerte Hohlwelle starr mit der Motorwelle verbun den.
Ferner stehen zweckmässigerweise die auf der Getriebehauptwelle sitzenden Vor wärts- und Rückwärtsgang-Getrieberäder stän dig im Eingriff mit den auf der Getriebe nebenwelle drehbar gelagerten Gegenrädern, die mit dieser Welle über federnd gelagerte Schaltelemente' und Schaltstössel gekuppelt ' werden können, welche mit der den Kupp lungsgliedträger der Fliehkraftkuppiung steuernden Kurvenführung verbunden sind. Auf diese Weise ist ein absolut betriebs sicheres Schalten des Getriebes gewährleistet. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt.
Fig. 1 zeigt teils in perspektivischer An sicht und teils schematisch im Schnitt die ge samte graftübertragüngseinrichtung mit dem dazugehörenden mechanischen Gestänge zur Betätigung von Getriebe und Kupplung.
Fig. 2 veranschaulicht ein dieses mecha nische Gestänge ersetzendes hydraulisches Ge stänge.
In Fig. 3 ist ein Schnitt durch die Achse der Fliehkraftkupplung nach der Linie C-D der Fig. 4 und in Fig. 4 ein Schnitt senkrecht zur Kupp lungsachse durch das Kupplungsgehäuse nach der Linie A -B der Fig. 3 dargestellt.
Die Fig. 5 und 6 sind Teilschnitte der Fliehkraftkupplung nach den Linien E-F <I>bzw.</I> G-H der Fig. 4, und die Fig. 7 zeigt Drehmoment-Kennlinien der Fliehgewichte, der Kompensationsgewichte und des Motors.
Fig. 8 veranschaulicht einen Längsschnitt durch die Getriebenebenwelle mit den die Gangzahnräder und deren Synchronisierungs- vorrichtungen schaltenden Schaltnocken.
In Fig. 9 ist ein Querschnitt durch die Ge- triebewelle nach der Linie J-9 der Fig. 8 dargestellt, welcher die Anordnung der Füh rungsschlitze für die Schaltnocken erkennen lässt.
Da die Kenntnis der Konstruktion und der Betätigung der Fliehkraftkupplung zum Verständnis der Wirkungsweise der ganzen Kraftübertragungseinrichtung notwendig ist, soll mit der Beschreibung der Kupplung an Hand der Fig. 3 bis 7 begonnen werden.
Die Kupplungsscheibe 1 trägt einen Kupp lungsbelag 2 und die Kupplungsscheibe 3 einen Kupplungsbelag 4. Die Kupplungsschei ben 1 und 3 sind über auf dem Umfang gleich mässig verteilte Kugeln 7 miteinander kraft schlüssig verbunden. Die Kugeln. 7 sind dabei in Ausnehmungen auf der Innenseite der Kupplungsscheiben 1 und 3 gelagert. Diese Ausnehmungen sind mit Schrägflächen 5 bzw. 6 versehen. Das Kupplungsgehäuse ist mit 8 bezeichnet. Die Fliehgewichte 9 sind mittels Bolzen 10 auf der Innenseite der Kupplungsscheibe 1 schwenkbar gelagert.
Auf der Kupplungsscheibe 3 befinden sich Fort sätze 12. Zwischen diesen und den Flieh gewichten 9 sind Stössel 11- eingelegt,. die das gegenseitige Verdrehen der beiden Kupplungs scheiben 1 und 3 bewirken. Dieses gegen seitige Verdrehen der beiden Kupplungsschei ben tritt dann ein, wenn die Fliehgewichte 9 um den Bolzen 10 im Gegenzeigersinn schwenken.
Die Kupplungsscheiben 1 und 3 sind auf dem Kupplungsscheibenträger 13 gelagert. Dieser Kupplungsscheibenträger weist radiale Bohrungen 14 auf, die zur Führung von Be tätigungsbolzen 15 verwendet sind. Der Kupp lungsscheibenträger 13 ist mit den Flieh gewichten 9 durch Federn 17 verbunden. Auf der Motorwelle 18, die mit dem Kupplungs- scheibenträger 13 in starrer Verbindung steht, ist eine Betätigungshülse 19 verschiebbar ge lagert. Diese Betätigungshülse wird auf der Motorwelle 18 durch den Kupplungsbetäti- gungshebel 20 verschoben. Die Betätigungs hülse 19 weist Schrägflächen 21 und 22 auf.
Diese Schrägflächen stehen über Kugeln 16 mit den Betätigungsbolzen 15 in kraftschlüs siger Verbindung.
Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, sind auf den Bolzen 10 nicht nur die Fliehgewichte 9, sondern auch Kompensationsgewichte 23 ge lagert. Die letzteren werden durch Federn 24 gegen Anschlagbolzen 25 gezogen, die auf einer der Kupplungsscheiben befestigt sind. Jedes Fliehgewicht 9 hat einen Anschlag 26, der sich von einer bestimmten Motordrehzahl ab gegen den Anschlag 27 abstützt, welcher auf den Kompensationsgewichten angebracht ist.
Wenn die Motorwelle 18 und damit auch der Kupplungsscheibenträger 13 eine be stimmte Drehzahl erreicht hat, werden die Fliehgewichte 9 entgegen der Kraft der Fe dern 17 im Gegenzeigersinn um die Bolzen 10 versehwenkt. Dies hat zur Folge, dass die Stössel 11 gegen die Fortsätze 12 der Kupp lungsscheibe 3 drücken und damit die beiden Kupplungsscheiben 1 und 3 gegeneinander verdrehen. Durch dieses gegenseitige Verdre hen der beiden Kupplungsscheiben wird die Kupplung eingerückt.
Soll bei hoher Motor drehzahl entkuppelt werden, so muss man die Betätigungshülse 19 mittels des Kupplungs- betätigungshebels 20 in Fig. 3 nach rechts verschieben. Die Kugeln 16 laufen dann auf den Schrägflächen 21 auf und drücken die Betätigungsbolzen 15 gegen das linke Hebel ende der Fliehgewichte 9. Dadurch wird ein Schwenken der Fliehgewichte 9 um die Bolzen 10 im Uhrzeigersinn bewirkt. Dies hat zur Folge, dass der von den Fliehgewichten 9 auf die Stössel 11 ausgeübte Druck aufhört. Die Kupplungsscheiben 1 und 3 werden durch in den Figuren nicht dargestellte Federn in ihre Ausrückstellung gezogen.
Damit bei hoher Motordrehzahl die Be tätigungskraft für. das Ausrücken der Flieh kraftkupplung nicht zu gross wird; sind die Kompensationsgewichte 23 vorgesehen. Wären diese nicht vorhanden, so würde - wie die gestrichelte Kurve des Drehmomentes D1dI in Fig. 7 zeigt - die erforderliche Ausrückkraft mit wachsender Motordrehzahl sehr stark an steigen.
Durch die Wirkung der Kompensa tionsgewichte 23, deren Drehmoment Mali durch die strichpunktierte Kurve repräsen tiert ist, wird erreicht, dass sich ein resultie rendes Drehmoment Ha"" gemäss der ausge zogenen Kurve einstellt, die von einer be stimmten Drehzahl ab ungefähr mit der punk- tierten Kurve des Motordrehmomentes Md mater übereinstimmt. Diese Übereinstimmung ist wichtig, wenn die Betätigungskraft für die Fliehkraftkupplung von der Motorwelle abge nommen wird.
Hat die Motorwelle 18 und damit der Kupplungsscheibenträger 13 die Drehzahl n, erreicht (vgl. Fig. 7), so kommt der Anschlag 26 des Fliehgewichtes 9 zur Anlage an dem Anschlag 27 des Kompensationsgewichtes 23. Da bei grösser werdender Drehzahl das Kom pensationsgewicht 23 das Bestreben hat, im Uhrzeigersinn tim den Bolzen 10 zu schwen ken, wird der Anschlag 27 immer stärker gegen den Anschlag 26 des Fliehgewichtes 9 gedrückt.
Praktisch hat dies zur Folge, dass die Kraft, welche der Betätigungsbolzen 15 beim Ausrücken der Kupplung bei hoher Mo tordrehzahl durch Schwenken des Fliehgewich tes 9 um den Bolzen 10 aufwenden muss, nur unwesentlich mit wachsender Drehzahl zu nimmt, Wenn bei niedriger Motordrehzahl die Kupplung eingerückt werden soll, so muss die Betätigungshülse 19 auf der Motorwelle 18 in Fig. 3 nach links verschoben werden. Ge schieht dies, so laufen die Kugeln 16 auf den Schrägflächen 22 der Betätigungshülse 19 auf und drücken andere Betätigungsbolzen 15 ent gegen der Kraft der Federn 17 gegen die Fliehgewichte 9. Diese schwenken um- die Bolzen 10 im Gegenuhrzeigersinn und pres sen die Kupplungsscheiben 1 und 3 gegen das Kupplungsgehäuse B. Damit ist die Kupplung eingerückt.
Nachdem die Wirkungsweise der Flieh kraftkupplung und ihre von der Motordreh zahl unabhängige Betätigung dargelegt wor den sind, wird im nachstehenden an Hand von Fig. 1 das Getriebe beschrieben. Die Flieh kraftkupplung ist der besseren Übersicht hal ber in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 28 ver sehen. Sie ist ausserhalb des Getriebegehäuses 29 angeordnet.
Der in Fig. 3 mit 13 bezeich nete Kupplungsscheibenträger steht in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 mit der Mo torwelle 18 über das Kegelradpaar 30 in An triebsverbindung: Die Betätigungshülse 19 nach Fig. 3 ist in Fig. 1 schematisch als Stange angedeutet.
Nach Fig. 1 befindet sich der Schalthebel 31 des Schaltgetriebes- in der Stellung R für Rückwärtsgang. Er ist. unterhalb des Lenk- handrades 32 angebracht. Seine Bewegung wird über die Schaltstange 33, den Hebel 34, die Stange 35, den Winkelhebel 36 und die. Stange 37 auf die Schaltkurbel 38 übertragen, mit der die Kurvenführung 39 starr gekup pelt ist. An der Kurvenführung gleitet die Rolle 40 entlang, welche mit dem Kupplungs- betätigungshebel 20 verbunden ist.
Mit der Schaltkurbel 38 ist die Federhülse 41 gekuppelt, welche den Schaltstössel 42 trägt. Der Schaltkolben 43 ist nur scheine Lisch angedeutet. Eine konstruktive Ausfüh- rungsform desselben 'wird an Hand der Fig. 8 und 9 weiter unten noch näher erläutert. Der Schaltkolben 43 wird innerhalb der hohlen Ge triebewelle 48 verschoben. Er kuppelt in der < . veranschaulichten Stellung die ,Getriebewelle 48- mit dem Rückwärtsgetrieberad 44. Das Ge trieberad des 1. Ganges ist mit 45, das des 2. Ganges mit 46 und das des dritten Ganges mit 47 bezeichnet.
Mit diesen Getrieberädern stehen die Getrieberäder 49, 50 und 51, welche auf der hohlen Welle 52 fest aufgekeilt sind, in ständigem Eingriff. Auch das Rückwärts zahnrad 44 ist über ein Zwischenzahnrad mit dem Zahnrad 44 auf der Getriebehauptwelle 52 in ständigem Eingriff. Das Zwischenzahnrad ist der besseren Übersicht halber nicht dar gestellt.
Nach Fig. 1 liegen die Getriebewellen 48 und 52 quer zur Fahrtrichtung. Sie könnten auch in Fahrtrichtung angeordnet sein. Die Getriebewelle 48 steht über die Zahnräder 53 und 54 und das Differential 55 mit den Rad achsen 56 in Verbindung. Auf den Achsen 56 sind Scheibenbremsen 56' befestigt. So wohl diese als auch die Fliehkraftkupplung 28 sind zwecks guter Kühlung ausserhalb des Getriebegehäuses 29 angeordnet.
In der Stellung R des Schalthebels 31 des Schaltgetriebes ist die Fliehkraftkupplung 28 zum Einrücken freigegeben, so dass sie bei. genügender Drehzahl die Motorwelle 18 mit der Getriebehauptwelle 52 kuppelt. Das gleiche trifft für die Hebelstellung 1 , 2 und 3 zu. Beim Übergang. von einer Gang-Schalt- stellung in die andere. läuft die Rolle 40 des Kupphingsbetätigungshebels 20 in der Kurvenführung 39 über Nocken. Damit ist jeweils ein zwangsweises Ausrücken der Flieh kraftkupplung 28 verbunden.
In der Ein Stellung des Schalthebels 31 des Schaltgetrie bes wird die Betätigungshülse 19 aus der Kupplung 28 herausgezogen und damit ein Einkuppeln zwangsweise erzielt. Ausserdem be steht für den Betätigungshebel 31 noch die Leerlaufstellung 0 .
Obwohl die Betätigungsarbeit für das Ein und Ausrücken der Kupplung beim Schalten durch- die Kompensationsgewichte 23 erleich tert wird, muss bei Kraftübertragungseinrich- tungen an grösseren Fahrzeugen, -besonders im Falle eines im Heck des Fahrzeuges an geordneten Schaltgetriebes, die Betätigungs- arbeit noch weiter verkleinert werden, um eine leichte Schaltung zu ermöglichen.
Nach Fig. 2 . ist hierzu ein hydraulisches Gestänge vorgesehen, bei welchem mit dem Getriebeschalthebel 31 beim Schalten die Kupplung zwischen der Motorwelle und der Getriebehauptwelle ebenfalls betätigt wird.
Der Getriebeschalthebel 31 betätigt dabei ; über einen Doppelhebel 31' die Kolben 57 und 58 der hydraulischen Schaltgeber 59. Die Schaltgeber stehen über Leitungen 60 und 61 mit dem doppelt beaufschlagten Arbeitszylin der 62 in Verbindung. Der Kolben 63 des, Arbeitszylinders bewegt vermittels einer Zahn stange 64 über ein Zahnrad 65 die Schalt welle 66. Die Schaltwelle 66 verbindet das Zahnrad 65 einmal mit der (nicht dargestell ten) Schaltkurbel zum Schalten der Getriebe gänge und zum andern mit der Kurvenfüh rung 39 zum Betätigen der Fliehkraftkupp- lunb 28 und schliesslich auch mit dem Teller rad. 67: Mit dem letzteren kämmen zwei Kegel räder 68 und 69, die auf einer Welle 70 ge lagert sind.
Die Welle 70 steht über ein Paar Schraubenräder 71, 72 mit der Motorwelle 73 in Verbindung. Die Kegelräder 68 und 69 können durch Kupplungen 74 und 75 mit der Welle 70 und damit mit dem Antriebsmotor verbunden werden. Die Betätigung der Kupp lungen erfolgt durch hydraulische Zylinder 76, 77 über Winkelhebel 78, 79. Die hydrauli schen Zylinder 76, 77 stehen mit je einer Ar beitsseite des Arbeitszylinders 62 in Verbin dung.
Die Wirkungsweise ist folgende: Wenn der Sehalthebel 31 bewegt wird, so wird je nach der Bewegungsrichtung desselben der Kolben 5 7 oder 58 eine Druckerhöhung in dem be treffenden Schaltgeber erzeugen. Der Druck wird über die Leitung 60 oder 61 auf die be treffende Arbeitsseite des Arbeitszylinders 62 übertragen. Dies hat zur Folge, dass der Kol ben 63 über die Zahnstange 64 und das Zahnrad 65 die Schaltwelle 66 im Uhrzeiger sinn oder im Gegeniihrzeigersinn bewegt. Gleichzeitig mit dem Kolben 63 wird der Kol ben des Zylinders 76 oder 77 bewegt und damit über den Winkelhebel 78 bzw. 79 die Kupplung 74 oder<B>7</B>5 eingerückt. Diese Kupp lungsbetätigung schafft eine starre Verbin dung zwischen der Motorwelle 73 und einem der Kegelräder 68 oder 69.
Durch Motorkraft wird dann die Getriebeschaltwelle 66 über das Tellerrad 67 in der geforderten Drehrichtung verdreht.
Das vorstehend beschriebene Gestänge hat einen einfacheren und billigeren Aufbau als die bisher bekannten Schalt-Servoeinrichtun- ger, die mittels Druckluft, Unterdruck vom Motor oder Drucköl von einer besonderen Ptunpe arbeiten. Es lässt auch die Schnellig keit des Gangwechsels. durch den Fahrer be einflussen, so dass ein vollkommen stossfreies Schalten des mechanischen Schaltgetriebes gewährleistet wird.
Nach den Fig. B und 9 ist im einzelnen die Getriebenebenwelle 48 nicht hohl ausge führt, wie nach Fig. 1, sondern als Voll welle mit radial verlaufenden Führungs schlitzen 48' versehen. Diese Welle ist im Getriebegehäuse 29 mittels Kugellager 48" gelagert. Der besseren Übersieht halber sind nur zwei Getriebezahnräder 46 und 47 dar gestellt. Das Zahnrad 47 ist über Lagerringe 80 und 81 und das Zahnrad 46 über Lager ringe 82 und 83 auf der Getriebewelle 48 dreh bar gelagert. Zwischen den Zahnrädern 46 und 47 ist der axial federnd nachgiebige, zur Synchronisierung der Gangzahnräder verwen dete Reibring 84 angeordnet.
Er weist Zähne 85 auf, welche in die Schlitze 48' der Ge triebewelle 48 eingreifen. Der Reibring 84 und die Getriebezahnräder sind an den Flan ken mit Reibflächen augerüstet, derart, dass durch einen auf die Zähne 85 des Brems ringes axial ausgeübten Druck zwei benach barte Gangzahnräder zwecks Synchronisie rung gekuppelt werden. Die Verformung des Reibringes ist im untern Teil der Fig. 8 gestrichelt angedeutet.
Aus Fig. 9 ist zu ersehen, dass die Getriebe neüenwelle 48 mit den. Zahnrädern, z. B. mit dem Zahnrad 47, dadurch gekuppelt wird, dass federnde Schaltnocken 86 aus den Schlitzen 48' der Getriebenebenwelle 48 in Einfräsungen 87 des Zahnrades hineinragen. Die Schalt- nocken 86 liegen auf dem Grund der Schlitze 48' mit Gleitschienen 88 auf, die durch Federn 89 gegen die Schaltnocken abgestützt sind. Jeder Schaltnocken weist einen Schaltstössel 90 auf, der in einem Wulst 91 endet.
Diese Nf: ulste sind in einer Schalthülse 92 gelagert, die auf dem im Durchmesser kleineren Fort satz 48"' der Getriebenebenwelle 48 ver schiebbar gelagert ist. Mittels dieser Schalt hülse werden die Schaltnocken 86 mehr oder weniger weit in die Schlitze 48' der Getriebe nebenwelle 48 hineingeschoben.
Aus Fig. 8 geht hervor, dass in der Schalt hülse 92 der obere Schaltstössel 90 mit Spiel gelagert ist, während die Lagerung des untern Schaltstössels kein Spiel aufweist. Der obere Stössel mit dem Schaltnocken 86 dient näm lich lediglich zum Kuppeln der Getriebeneben- welle 48 mit einem der Getriebezahnräder. Beim Schalten vom Zahnrad 47 auf das Zahn rad 46 muss die Schalthülse 92 nach rechts bewegt werden. Der untere Schaltnocken dient dazu, um den Reibring 84 mit der Reibfläche an das zu schaltende Zahnrad anzudrücken und auf diese Weise eine Synchronisierung zu bewirken.
Erst wenn dies geschehen ist,, wird der obere Schaltnocken 86 mitgenommen. Auch beim Zurückschalten vom Zahnrad 46 auf das Zahnrad 47 wird der obere Schalt nocken von der nach links bewegten Schalt hülse 92 erst dann mitgenommen, wenn sich sein Wulst 91 gegen den rechten Vorsprung 93 der Schalthülse 92 gelegt hat. Das bedeutet also, dass auch beim Rückschalten der untere Nocken voreilt, der die Synchronisierung be wirkt. Bei dem Ausführungsbeispiel sind vier Schaltnocken ausschliesslich für das Kuppeln der Getrieberäder mit der Getriebewelle und vier Schaltnocken noch zum Andrücken des Reibringes 84 an das zu schaltende Zahnrad vorgesehen.
Die in einer Nut geführte Schalthülse 92 wird auf dem Fortsatz 48"' der Getriebe nebenwelle 48 mittels *des mit der Schaltkurbel 38 ,gekuppelten Hebels 96 verschoben. Die Crabel dieses Hebels umfasst beiderseits des Schaltringes 94 angebrachte Bolzen 95. Die Schalthülse 92 läuft mit der Welle 48 um. Der Schaltring 94 ist auf der Schalthülse 92 drehbar gelagert.
Die beschriebene Kraftübertragungsein- richtung ist also solcher Art, dass vor jeder Gangschaltung das Betätigen des Kupplungs pedals entfällt. Sie entspricht allen Anfor derungen der Praxis hinsichtlich leichter und betriebssicherer Schaltung und ist mit verhält nismässig geringem Kostenaufwand herzu stellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mechanische Kraftübertragungseinrich- tung an Motorfahrzeugen, mit einem Schalt getriebe und einer Motorkupplung, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen Motorwelle und Getriebehauptwelle geschaltete Motor- kupplung als Fliehkraftkupplung ausgebildet ist, welche dazu eingerichtet ist, nicht nur bei Erreichen einer bestimmten Drehzahl des Motors diesen selbsttätig mit dem Getriebe zu kuppeln bzw.von diesem abzukuppeln, son dern noch aus dem eingekuppelten Zustand vor jeder Gangschaltung eine selbsttätige Ab kupplung vorzunehmen und nach deren Be endigung wieder selbsttätig Motor und Ge triebe kraftschlüssig miteinander zu verbin den. UNTERANSPRÜCHE: 1. Kraftübertragumgseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das selbsttätige Abkuppeln des Motors vom Getriebe -vor jeder Gangschaltung durch Be tätigen des Getriebeschalthebels erfolgt, wel cher mit einer Kurvenführung verbunden ist, die bei der Gangschaltung auf die Fliehkraft kupplung einwirkt.2. Kraftübertragungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das aussen am Getriebegehäuse drehbar ge lagerte Gehäuse der Fliehkraftkupplung starr mit der Getriebehaupt-welle und der in die sem Gehäuse umlaufende Kupplungsglied- träger über eine auf der Getriebehauptwelle gelagerte Hohlwelle starr mit der Motor welle verbunden ist.3. Kraftübertragungseinrichtumg nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Ge- triebehauptwelle sitzenden Vorwärtsgang- und Rückwärtsgang-Getrieberäder ständig im Eingriff mit den auf der Getriebenebenwelle drehbar gelagerten. Gegenrädern stehen, die mit dieser Welle über federnd gelagerte Schaltelemente und Schaltstössel gekuppelt werden können, welche mit der den Kupp lungsgliedträger der Fliehkraftkupplung steuernden Kurvenführung verbunden sind.4. -Kraftübertragungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Fliehkraftkupplung zwei axial verschieb bare und in Umfangsrichtung gegeneinander verdrehbare Kupplungsscheiben aufweist, welche über auf ihrer Innenseite in gleich mässig auf dem Umfang verteilten Ausneh- mungen mit schräger Auflauffläche angeord neten Kugeln in kraftschlüssiger Verbindung miteinander stehen und die bei gegenseitiger Verdrehung gegen die Kupplungsflächen des Kupplungsgehäuses durch Auflaufen der Ku geln auf den schrägen Auflaufflächen gepresst werden. .5. Kraftübertragungseinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen den Kupp lungsscheiben schwenkbar gelagerten, deren selbsttätige gegenseitige Verdrehung bewir kenden Fliehgewichte bei jeder Motordreh zahl mittels einer auf der Motorwelle axial verschiebbar gelagerten Hülse und durch diese gesteuerter Bolzen entgegen der Kraft einer Feder in die Ein- oder Ausrückstellung bring bar sind.6. Kraftübertragungseinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen \1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Betäti gungshebel der axial verschiebbaren Hülse, welche Schrägflächen für das Verschwenken der Fliehgewichte im Sinne des Ein- und Ausrückens der Kupplung aufweist, durch die Kurvenführung bei der Gangschaltung ver- schwenkt wird.7. Kraftübertragungseinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fliehgewichte der Kupplung einen Anschlag aufweisen, der sieh .von einer bestimmten Drehzahl ab gegen einen Anschlag auf ebenfalls schwenkbar ge lagerten Kompensationsgewichten abstützt. B. Kraftübertragungseinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 4, 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompen sationsgewichte durch Rückzugfedern in ihrer Ruhelage gehalten sind.9. Kraftübertragungseinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Getriebeschalt hebel bei der Gangschaltung selbsttätig die Motorwelle mit der Getriebeschaltwelle gekup pelt wird.10. Kraftübertragungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die kraft schlüssige Verbindung der Motorwelle mit der Getriebeschaltwelle über ein mit der Ge- triebeschaltwelle starr gekuppeltes Tellerrad und jeweils eines. von zwei Kegelrädern er folgt, welche wechselweise je nach der Schalt richtung durch eine von zwei vom Getriebe schalthebel betätigten Kupplungen mit der Motorwelle starr verbunden werden.11. Kraftübertragungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Ge triebeschalthebel über einen Doppelhebel zwei hydraulische Schaltgeber betätigt, deren Kol ben einerseits mit je einem Ende eines dop pelt beaufschlagten Arbeitszylinders mit einem die Getriebesehaltwelle antreibenden Kolben und anderseits mit je einem hydraulischen Zylinder in Verbindung stehen, der über einen Winkelhebel jeweils eine der Kupplungen der Kegelräder betätigt.12. Kraftübertragungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den ein- und auskuppelbaren Getriebezahnrädern jeweils ein axial federnd nachgiebiger Reib- ring vorgesehen ist, der zur Synchronisie rung gegen das zu schaltende Zahnrad ge drückt wird, um dieses mit der umlaufenden Welle zu kuppeln. 13.Kraftübertragungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibring mit durch Ausnehmungen in die Getriebenebenwelle hineinragenden Zähnen versehen ist, an denen er von in der Getriebe nebenwelle verschiebbar gelagerten Gang schaltorganen verschoben wird.14. Kraftübertragungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Gangschaltorgane zum Kuppeln der Getriebe räder mit der Getriebenebenwelle und zum Andrücken des Reibringes gegen das zu schal tende Zahnrad aus in radialen Schlitzen der Getriebenebenwelle geführten, federnd gegen diese abgestützten Schaltnocken bestehen, von denen jeder mit einem aus den Schlitzen der Getriebenebenwelle in Längsrichtung dieser Welle herausragenden Schaltstössel verbunden ist.15. Kraftübertragungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3 und 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltstössel in einer gemeinsamen, auf einem Fortsatz der Getriebenebenwelle axial verschiebbar gelagerten Schalthülse geführt sind.16. Kraftübertragungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3 und 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass einige der Schaltnocken in. Schaltrichtung ver setzt gegenüber den andern zur Wirkung kom men, derart, dass das Andrücken des Reibrin ges gegen das jeweils mit der Getriebeneben- welle zu kuppelnde Zahnrad vor dem Kup peln des letzteren erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE300729X | 1950-12-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH300729A true CH300729A (de) | 1954-08-15 |
Family
ID=6095647
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH300729D CH300729A (de) | 1950-12-11 | 1951-12-07 | Mechanische Kraftübertragungseinrichtung an Motorfahrzeugen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH300729A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1057463B (de) * | 1957-09-05 | 1959-05-14 | Getrag Getriebe Zahnrad | Wechselgetriebe mit Ziehkeilschaltung |
| EP0248563A3 (en) * | 1986-06-04 | 1988-04-27 | Iseki & Co., Ltd. | Drive transmission apparatus |
-
1951
- 1951-12-07 CH CH300729D patent/CH300729A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1057463B (de) * | 1957-09-05 | 1959-05-14 | Getrag Getriebe Zahnrad | Wechselgetriebe mit Ziehkeilschaltung |
| EP0248563A3 (en) * | 1986-06-04 | 1988-04-27 | Iseki & Co., Ltd. | Drive transmission apparatus |
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