Verfahren zum Laden von Blitzlicht-Lampenkolben mit brennbarem Material und Apparat zum Ausüben dieses Verfahrens. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einbringen eines zer knitterten w olleähnlichen Füllmaterials in die Kolben von Blitzlichtlampen.
Die Herstellung und das Einbringen des brennbaren Füllmaterials ist eine sehr schwierige und grosse Genauigkeit heischende Arbeit, da sie die Einführung eines ausser ordentlich feinen fadenähnlichen Materials und das Montieren einer nach genauen Be stimmungen zusammengestellten Masse inner halb des Lampenkolbens miteinschliesst. Die heute auf dem Markt erhältlichen Blitzlicht lampen sind zum Beispiel entweder mit einem sehr feinen Draht oder sehr schmalen Strei fen aus Folie versehen, wobei dieser Draht oder diese Streifen im Innern der Lampe gleichmässig verteilt sind. Die Wirkung die ser Lampen hängt von der sehr schnellen Ver brennung des genannten Brennmaterials in der gasförmigen, die Verbrennung unterhal tenden Atmosphäre ab, die auch im Kolben eingeschlossen ist.
Die Eigenschaften des brennbaren Materials müssen derart sein, dass erstens letzteres so über das ganze Innere der Lampe verteilt werden kann, um mit dein gasförmigen Element eine möglichst vollstän dige Mischung zu bilden, und dass zweitens dieses Material seine ursprüngliche Lage in der Lampe beibehält, bis die Lampe verwen det werden kann.
Die bekannte Praxis besteht darin, die brennbaren Materialien im Lampen- kolben so gleichmässig als möglich zu ver teilen und sich auf die Steifigkeit derselben bezüglich ihrer Abstützung gegen die Kolben wand und die andern Lampenteile zu verlas sen, um die Materialien in ihrer ursprüng lichen Einfüllage festzuhalten.
Die Handhabungs- und Verteilphasen der Fülloperation bieten die grösste Schwierig- keit, da die Brennmaterialien gewöhnlich aus Aluminium, Magnesium oder deren Legierun gen bestehen, -und eine Dicke von etwa 0,025 mm aufweisen, wodurch sie ausser ordentlich leicht an Gewicht und dabei schwer zu erblicken sind. Die praktische Durchführ barkeit aller Operationen hängt natürlich davon ab, ob sie in einem kommerziellen Mass stab und wirtschaftlich angewendet werden können.
Die Erfindung bezweckt, diese Füllopera tion zu erleichtern.
Nach der vorliegenden Erfindung ist das Verfahren zum Laden von Blitzlicht-Lampen- kolben mit einem aus feinen Streifen be stehenden brennbaren Material unter Ver wendung eines Luftstromes dadurch gekenn zeichnet, dass separate Streifen. Verwendung finden, die von dem Luftstrom durch eine sich in den zu füllenden Kolben erstreckende Leitung mit solcher Geschwindigkeit hindurch gefördert werden,
dass sie beim Auftreffen auf den Kalben zerknittern und den Kolben allmählich mit einer wirren und lose inein andergreifenden Masse von Streifen von seinem offenen Ende nach dem geschlossenen Ende zu füllen.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch einen Apparat zur Durchführung des genann ten Verfahrens. Dieser Apparat ist dadurch gekennzeichnet, dass er einen zur Aufnahme des Lampenkolbens bestimmten Träger ent hält, an den einerseits eine Leitung ange schlossen ist, derem Einlassende das brenn bare Material zugeführt wird und deren Aus lassende derart in bezug auf den Träger an geordnet ist, dass es sich in den auf den Träger aufgesetzten Lampenkolben erstreckt, wobei an einem in bezug auf das Auslassende der Leitung rückwärtig liegenden Punkt Mittel angeschlossen sind zur Erzeugung eines nach dem Auslassende zu gerichteten Luft stromes in der Leitung.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungs gemässen Vorrichtung sowie Varianten sind in der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigen Fig.1 einen Vertikalschnitt durch einen zentralen Teil der Vorrichtung, Fig. 2 einen Grundriss dazu, Fig.3 eine perspektivische Ansicht des Einlassrohrkopfes in grösserem Massstab, Fig.4 und 5 einen Vertikalschnitt durch einen abgeänderten Kolbenhaltekopf in grö sserem Massstab, Fig. 6 einen Aufriss des Steuerschalters und zugehöriger Ausrüstung und Fig. 7 einen Vertikalschnitt durch den Füllkopf der Vorrichtung.
In den Fig.1 und 2 befindet sich ein Kol ben 10 im Zustand des Füllens mit Streifen oder Bändern 11 aus brennbarem Material. Der Kolben 10 wird von einem der beiden Köpfe 12 (oder 12a) festgehalten, die links auf dem Arbeitstisch 13 montiert sind, und zwar über dem Kopfende einer Einlassröhre 14 des Kopfes 12, die das Mittel zur Heran führung der Streifen oder Bänder 11 bildet. Ein Gummiring 15 und die Fassung 16 des Kopfes 12 dichten den offenen Hals 17 des Kolbens 10 gegen die Aussenluft und ermög lichen ein Evakuieren des letzteren, so dass ein Luftstrom, der die Streifen 11 in den Kolben 10 auf die gewünschte Art und Weise tragen kann, aus dem Einlassrohr 14 austreten kann.
Beim vorliegenden Beispiel ist die Einlass röhre 14 mittels des Verbindungsstückes 19 dem Rohr 20 und der Düse 21 direkt mit der Vorrichtung 18 zur Herstellung der Streifen 11 verbunden. Das Rohr 20u und die Düse 21a sind zur Verbindung der Einlassröhre 14a des benachbarten Kopfes 12a mit der Vor richtung 18 vorgesehen. Die ganze übrige, mit den Köpfen 12 und 12a verbundene Aus rüstung liegt auch im Doppel vor; normaler weise ist der eine oder andere der beiden Köpfe 12, 12a und die eine oder andere diesen Köpfen zugeordnete Ausrüstung in Betrieb. Die Streifen 11 werden also in eine der bei den Düsen 21, 21a eingesogen, so schnell sie hergestellt werden, und zwar zufolge des Ein saugens von Luft in die Düse, -Lind gelangen dann in den vom Kopf 12 oder 12a. gehaltenen Kolben 10.
Die Doppelausführung der Ein füllapparatuT ermöglicht es der Betriebs person, die am linken Rand des Apparates steht, den durch den einen Kopf 12 oder 12a gefüllten Lampenkolben zu ersetzen und zu begutachten, während ein anderer Lampen kolben 10 auf dem benachbarten Kopf ge füllt wird, wodurch die Leistungsfähigkeit des Apparates fast verdoppelt. wird.
_- Das in die Kolben 10 eingefüllte Brenn material erscheint zuerst im Sehneidappar at 18 in Form einer Folie 22 aus vollhartem Aluminium 0,015 mm dick, die keine Streifen- oder Bandform annimmt, bis sie über die Messerscheide 23 und in den Weg der Schneidkanten des Drehmessers 24 getan t.
Die Arbeitsfolge ist nun so, dass die Folie 22 zwischen die ortsfeste Messerscheide 23 und das Joch 25 mit gleichförmiger Ge schwindigkeit, direkt proportional zur Um- laufgeschwindigkeit der Zuführrollen 26 und 27, vorgeschoben wird und dass separate Streifen oder Bänder 11 davon abgeschnitten werden. Jeder dieser Streifen 11 ist nur 0,15 mm breit und besitzt eine Lärnge gleich der Breite der Folie 22, das heisst 20 cm, un- geachtet der konstanten Vorschuboperation und des intermittierenden Schneidvorganges.
Die ortsfeste Messerschneide 23 ist auf einem Rahmen 29 des den Schneidapparat 18 tragen den Bettes 29 montiert, während das Dreh messer 24 in verlängerten Teilen 30 des Rah mens 29 drehbar gelagert ist und von der Riemenscheibe 31 über die Kupplung 32 an getrieben wird. Die Riemenscheibe 31 ihrer seits wird vom Riemen 33, vorzugsweise von einem Elektromotor und Untersetzungsge triebe (nicht gezeigt) aus, angetrieben und treibt die obere Zuführrolle 26 über das Untersetzungsgetriebe 34, die Zahnräder 35 bis 39 des Getriebesatzes 40 und die Welle 41. Die Riemenscheibe 31 und das Zahnrad 35 sind auf Wellen montiert, die sich vom Unter setzungsgetriebe 34 aus erstrecken, während die Zahnräder 36-38 auf indirekt vom Rah men 29 getragenen Achsen montiert sind.
Kämmende Zahnräder 42 (Fig.2) sind auf den Achsen der Zuführrollen 26, 27 vorge sehen, so dass diese sich mit derselben Ge schwindigkeit drehen.
Der Betrieb der Schneidvorrichtung ist kontinuierlich, wobei aber dieser in regel mässigen Intervallen, nach Herstellung der für eine Lampe gewünschten Anzahl von Streifen 11, für einen Augenblick unter brochen wird, indem die Folienvorschubmittel zur Ruhe kommen. Die Betriebsperioden und die Pausen werden durch die Zähnezahl in verschiedenen Gruppen atü demn ersten Zahn rad 35 des Getriebesatzes 40 bzw. die Ab stände zwischen jeder Gruppe festgelegt und bilden ein automatisches Mittel, durch das für jeden Kolben 10 - wie nachstehend be schrieben - bestimmte Zahlen von Streifen 11 geliefert werden können.
Der den zu füllenden Kolben tragende Kopf 12 wird einer Evakuation unterzogen, und es wird um die Mündung der Düse 21 eine beträchtliche Saugwirkung erzeugt. Düse 21 ist direkt unter dem Mittelteil der orts festen Messerschneide 23 angeordnet. Die Saugwirkung ist genügend stark, um den Mittelteil der Streifen 11 unmittelbar nach deren Erzeugung in die Düse 21 hineinzu- saugen. Jeder Streifen 11 wird vollständig in die Düse 21 hineingetragen, bevor der nach folgende Streifen 11 an die Reihe kommt.
Die Lage der Düse 21 ist nicht genau definiert; letztere soll aber vorzugsweise so nahe als möglich an die Schneidkanten herangerückt werden, um die Zeitspanne zu begrenzen, während der die Streifen 11 Luftzügen und andern Störeinflüssen unterworfen sind. Ein Träger 43 hält die Düse 21 in ihrer Stellung gegenüber dem Messerbett 28 fest. Im M M oment, da die Streifen 11 unter den Ein fluss der Saugwirkung gelangen, werden sie einer verhältnismässig geraden Linie auf ihre volle Länge auseinandergespreizt, und, wenn sie unter einem Mikroskop betrachtet würden, wären sie an verschiedenen Punkten bald in der einen und bald in der andern Richtung verdreht.
Die Streifen 11 sind augenscheinlich im vollharten Zustand der Folie 22, sind aber keinen innern Spannungen unterworfen und haben daher kein gleichmässig oder un gleichmässig lockiges oder welliges Aussehen, wie es im allgemeinen gewissen Haaren, Wollen oder Metalldrähten zukommt.
Es wird angenommen, dass jeder Streifen 11 separat durch die Düse 21, das Rohr 20, das Anschlussstück 19 und das Einlaufrohr 14 passiert., obschon die Schneidvorrichtung mit einer Geschwindigkeit betrieben wird, die pro Sekunde über 100 Streifen 11 erzeugt. Da die Streifen 11 der Länge nach zusammengelegt sind, beanspruchen sie nur wenig mehr als den halben Raum, den sie in gestreckter Lage einnehmen würden, und werden von dem durch den Apparat fliessenden Luftstrom wirkungsvoller mitgenommen.
Die Biegungen im Rohr 20 weisen einen grossen Krümmimgs- radius auf, so dass die Streifen 11 möglichst ungehindert durchtreten können. Jegliche Massnahme ist getroffen, um den Apparat frei von allen scharfen Kanten und Ein engungen zu halten, die einen Streifen 11 stören oder zurückhalten könnten.
Die offene Mündung der Düse 21 (Fig.3) ist ausge weitet, um in Ausfluchtung mit den Streifen 11 eine verhältnismässig lange, enge Öffnung zu bilden, und sie ist an allen Kanten, sowohl innen- wie aussenseitig, abgerundet. Das ent gegengesetzte Ende der Düse 21 ist nach ein wärts verengt, um in das konische Ende des Rohres 20 zu passen, und ist ganz wenig ab gerundet, so dass die Streifen 11 sich darauf nicht verfangen können.
Eine entsprechende Verbindung ist zwischen dem entgegengesetz ten Ende des Rohres 20 und dem Anschluss- stück 19, aus den gleichen Überlegungen her aus, hergestellt. Gummiabdichthülsen 44 um schliessen die benachbarten Teile beider Ver bindungsstellen, um das Rohr 20 in seiner Lage festzuhalten und um jede Leckmöglich keit durch diese Stellen auszuschliessen. Die Verbindung zwischen Anschlussstück 19 und Einlassrohr 14 ist durch die schwach erwei terte Öffnung des letzteren und durch die Abrundung der benachbarten Abschnitte des Anschlussstückes 19 und des Rohres 14 ge kennzeichnet.
Während des Passiereis der Streifen 11 durch Düse 21, Rohr 20, An schlussstück 19 und Einlassrohr 14 werden diese etwas zerknittert, zufolge ihrer sehr geringen Stärke und hohen Geschwindigkeit. Zur Hauptsache wenden aber die Streifen 11 nach ihrem Einströmen in den Lampenkolben 10, durch Auftreffen auf der Innenwand der selben, zerknittert. An diesem letzteren Zeit punkt verwickeln sich die Streifen 11 sehr wahrscheinlich mit den voraus- und nach eilenden Streifen 11 und bilden eine wirre Masse, die durch den Luftstrom durch den Kolben 10 verteilt wird.
Die Bewegung der Streifen 11 ist zu rasch, um genau verfolgt werden zu können, da sich die Streifen 11 last augenblicklich vom Boden des Kolbens 10 aufbauen, bis sie eine sehr gleichmässige Massenfüllung des ganzen kolbenförmigen Teils des Lampenkolbens 10 bilden. Die Pro portionen des Einlassrohres 14, des Rohres 20 und der andern Teile des Apparates und die Luftdurchströmgeschwindigkeit sind so gewählt, dass eine gewisse Anzahl von Strei fen 11, gleich dem gewünschten Betrag von Brennmaterial für eine Lampe, so stark zer knittert werden, dass sie möglichst weitläufig durch das Innere des Kolbens 10 verteilt werden.
Eine Betrachtung der zerknitterten Masse ergibt, dass die Streifen 11 schleifen- und bogenförmig in jeder denkbaren Rich tung und in ungleichmässigen Abständen in einander verschlungen sind und allgemein ein lockiges Aussehen haben.
Sowohl das endgültige Zerknittern der Streifen 11, das eintritt, wenn die Streifen 11 auf das gebogene Kopfende des Kolbens 10 auftreffen, als auch die Verteilung der Strei fen 11 durch das Kolbeninnere werden bis zu einem gewissen Grade durch die Lage des Rohres 14 im Kolben 10 und die Krümmung und Oberflächenbeschaffenheit desselben festgelegt. Bei den durch den gezeigten Kolben 10 dargebotenen speziellen Bedingun gen ist es vorteilhaft, das Einlassrohr 14 genau in der Axe des Kolbens 10 anzuordnen und das Ende dieses Rohres 14, das sowohl innen wie aussen gegenseitig abgerundet ist, 16 mm vom Kopf des Kolbens 10 fernzuhalten.
Es können andere Abstandsverhältnisse mit Er folg verwendet werden, wobei aber dafür zu sorgean ist, das Ende des Einlassrohres 14 nicht im Hals 17 des Kolbens 10 festzulegen, dieses zu weit vom Kopf des letzteren zu entfernen, da sonst die Streifen 11 nicht mit genügend Kraft auf diesen Kopf auftreffen, wodurch, sich dort ein leerer oder toter Luftraum bil den könnte. Im letzteren Fall ballen sich die Streifen 11 im Kopf des Kolbens 10 zusam men und sammeln sich dort an. Wie hl Fig. 1, 4 und 5 gezeigt, erstreckt sich das Einlassrohr (14, 14' oder 14") in den Kolben bis zu einem über dem maximalen Durchmesser des Kol bens hinaus gelegenen Punkt.
Der Kolben 10 ist innenseitig mit einer Lackschicht über zogen, die genügend trocken sein muss, um nicht die Bewegung der Streifen 11 zrt hindern.
Ein weiterer, für die Verteilung der Streifen 11 im Kolben 10 massgebliches, Faktor bildet, der Luftstrom im Kolben, der sich aus der Ablenkung der eintretenden Luft. ergibt. Nachdem die Luft, nach Auftreffen auf den Kolben 10, ihre Richtung wechselt. strömt sie abwärts, wobei ihre Geschwindig keit allmählich abnimmt., bis sie dann durch die Einschnürtlng zwischen dem Einlassrohr 14 und dem Kolbenhals ausströmt. Zu diesem Zeitpunkt übt sie nur noch eine geringe Wir kung auf die Streifen 11 ans, und letztere werden dort gefangen.
Der Hals des gezeigten Kolbens 10 weist einen Innendurchmesser von 12,5 mm auf, und das Einlassrohr 14 einen Aussendurchmesser von 11,1 mm. Der von der ausfliessenden Luft durchströmte Ringraum im Hals 17 ist somit 0,7 mm breit. Die Luft strömt im Hals 17 abwärts und dann aufwärts ins Rohr 45.
Die Fülloperation ist sehr empfindlich gegenüber Differenzen. Falls es wünschens wert ist, verschieden gestaltete Kolben zu füllen, kann es wünschenswert sein, den Ein füllkopf 12 etwas gemäss den in Fig. 4 Lind 5 gezeigten Varianten abzuändern. Der Ein füllkopf 12', zum Beispiel in Fig.4, ist. be sonders zur Aufnahme eines kurzhalsigen Lampenkolbens 10' geeignet, dessen Form fast genau dem Kolben 10 entspricht und der genau wie der andere Kopf 12 arbeitet. Der Kopf 12', der kürzer ist, weist einen Dichtungsring 15' auf, der den Körper 16' zum guten Teil ausfüllt, nebst einer Einlass röhre 14' mit einem speziell geformten Teil 46, der den Durchfluss von Luft durch den Kolbenhals 17' einengt.
Der Einfüllkopf 12" in Fig. 5 ist insbesondere zur Aufnahme von langhalsigen Kolben 10" geeignet, die eine gegenüber Kolben 10 oder 10' verschiedene Form und Grösse aufweisen, und besitzt zu sätzliche Hilfsmittel zur gleichmässigen Ver teilung der Streifen 11 im Kolbeninnern. In diesem speziellen Fall ruht der Kolben 10" auf einem Dichtungsring 15" innerhalb einer zentralen Öffnung eines vom Körper 16" des Kolbens 10" getragenen Zahnrades 47 und wird durch die Rotation des letzteren mit 60 U. p. M. um eine vertikale Achse gedreht.
Zu folge dieser Rotation werden die Streifen 11 nach allen Seiten des Kolbens 10" in gleicher Zahl verteilt, ungeachtet irgendwelcher Zu stände, die sich einstellen können, um die Streifen 11 rechts oder links von der Einlass röhre 14" zu werfen. Wie ersichtlich, ist der Kopf des Kolbens 10" weniger stark ge krümmt und daher gegenüber einem exzen- trischen Zustand oder einer Variation in der Abgabe der Streifen 11 empfindlicher. Das Zahnrad 47 wird durch eine Schulter 48 auf seiner Unterseite in der richtigen Lage gehalten, welche Schulter in eine Aussparung im Körper 16" des Kopfes 12" eingreift, und wird über ein Zahnrad 49 an getrieben, das auf einer Welle 50 sitzt.
Letztere wird von einem benachbarten Mittel (nicht gezeigt) aus über den Riemen 51 und die Riemenscheibe 52 angetrieben. Ein an der Arbeitsfläche 13 des Apparates befestig ter Träger 53 stellt eine Abstützung für die Welle 50 und das Zahnrad 49 dar, und ein Schutzblech 54 deckt die Zahnräder 47 und 49.
Bei diesem letzteren Beispiel isst auch die Einlassröhre 14" von verschiedener Konstruk tion und weiter vom Kopf des Kolbens 10" weg entfernt. Die Einlassröhre 14" erstrecht sich abwärts durch den Boden des Kopfes 12" bis zu einem Punkt, wo sie direkt an das Rohr 20 angeschlossen werden kann, und wird durch in eine ihren untern Teil umgebende Hülse 56 eingelassene Schrauben 55 festge halten.
Diese Hülse 56 dient als Mittel zur Steuerung des Luftdurchflusses und zur Gefangenhaltung der zerknitterten Streifen 11 im letzteren und reicht hinauf in den Hals 17" des Kolbens 10". Die Dichtung 57 und die Brille 58 dichten die Öffnung zwischen Einlassröhre 14" und Hülse 56.
Am Körper, 16 des Kopfes 12 ist ein an letzteren angeschlossener Apparat zur Steue rung der Evakuation und zur Verhütung des Hineinziehens von Fremdstoffen, zum Bei spiel eines Streifens 11, in die Vakutunvor- richtung vorgesehen. Dieser Apparat besteht aus dem Röhr 45, dem Auffanggerät 59, dein Rohr und den Rohrverbindungsstücken 60 und ist an eine Vakuumlage angeschlossen, mittels welcher bei einem Barometerstand von 740 mm Hg ein Vakulun entsprechend 550-650 mm Quecksilbersäule erzeugt wer den kann.
Das erforderliche Vakuum wird durch die Grösse und Oberfläche des Lam penkolbens und andere Faktoren im In nern des Apparates bestimmt. Vorzugsweise schliesst die die Vakuumpumpe mit dem Steuerventil 62 verbindende Leitung ein Manometer und ein zweites Steuerventil mit ein, so dass die Bedienungsperson das ge- wvünschte Vakuum einstellen kann. Die bei den Fanggefässe 59 und 61 sind gleich und so angeordnet, dass Luft durch eine seitlich an der Kappe 64 vorgesehene Öffnung 63 hineingezogen wird und durch das Sieb 65 passiert, bevor sie (las Gefäss durch die Bodenöffnung verlässt.
Das Sieb kann mit der Kappe 64 entfernt werden und ist von geeigneter Feinheit, um alle Teilchen von etwelcher Grösse, die durch den Kopf 12 hin eingezogen werden, festzuhalten. Das Steuer ventil 62 anderseits entspricht einem mit demn Kopf 12a verbundenen Ventil, das zu sammen mit diesem durch Manipulation des am Sehneidapparat 18 befestigten Schalters 66 betätigt wird. Die Ventile 62, 62a und der Schalter 66 sind so mit der den Apparat mit Strom speisenden elektrischen Leitung verbunden, dass abwechselnd das eine und dann das andere Ventil mit der Saugleitung verbunden wird.
Diese Betriebsunterbrüche bedingen, dass die Vakuumlage mit dem Kopf 12 bzw. 12a verbunden wird, und fallen mit aufeinanderfolgenden Betriebsperioden des Sehneidapparates 18 zusammen, während welchen eine bestimmte Zahl von Streifen 11 - entsprechend der zur Füllung einer Lampe benötigten Anzahl - fabriziert wird. Auf diese Weise werden viele Lampenkolben durch die abwechselnde Tätigkeit der beiden Köpfe 12 und 12a aufeinanderfolgend mit einer bestimmten Anzahl von Streifen 11 ge füllt. Wie in Fig.2 und 6 gezeigt, ist der Schalter 66 auf dem am Rahmen 29 des Schneidapparates 18 befestigten Arm 6 7 montiert und wird durch den am Arm 69 schwenkbar befestigten Hebel 68 betätigt. Letzterer wirkt auf den Steuerstift 70 des Schalters 66 und den Nocken 71 ein.
Der Nocken 71 ist auf der ständig umlaufenden Welle 72 der Antriebsvorrichtung für den Schneideapparat 18 montiert und ist so kon struiert, um den Hebel 68 und damit den Kontrollstift 70 während der Ruhepausen des Schneidapparates zu beeinflussen. Schal- ter 66 ist einpolig, mit doppeltem Wurf und vollständig eingeschlossen. Dieser Schalter wird durch den Angriff des Hebels 68 an einem erhabenen oder vertieften Teil der Nocke 71 betätigt. Letzterer seinerseits ist zusammen mit Zahnrad 35 auf der Welle 72 befestigt und daher automatisch mit den Arbeitsperioden des Sehneidapparates 18 tempiert.
Wenn zum Beispiel der Kolben 10 auf Kopf 12 gefüllt ist und der Apparat einen Kolben auf Kopf 12a zu füllen beginnt, ent fernt die Bedienungsperson den gefüllten Kolben 10 vom untätigen Kopf 12 und er setzt diesen durch einen frischen Kolben. Darauf wird der gefüllte Kolben 10 im Augenschein geprüft, ob die Verteilung der Streifen 11 richtig ist. Je nach Prüfung wird der gefüllte Kolben dann entweder den fertigen Kolben zugeteilt oder über die Düse 73 des Durchspülkopfes 74 (Fig.2 und 7) gestülpt.
Gelegentlich kann. ein Kolben, nicht richtig gefüllt sein zufolge angeeigneter Ver teilung der Streifen 11. auf gegenüberliegen den Kolbenseiten und muss daher entweder als Ausschuss weggeworfen oder auf dem Durchspülkopf 74 zwecks Korrektur dieses Fehlers behandelt werden. Die Verteilopera- tion ist eine sehr kritische Angelegenheit., hauptsächlich wegen des ausserordentlich ge ringen Gewichtes und der geringen Reiss festigkeit der Streifen 11.
Ein kleiner Fremd körper oder eine Unregelmässigkeit im Kopf des Kolbens 10, eine geringe Exzentrizität oder Kippung des Kolbens 10 während der Fülloperation kann die Ursache dafür sein, dass mehr Streifen 11 sieh auf der einen als auf der andern Kolbenseite angehäuft haben. Ein sehr kleines Teilchen, zum Beispiel eine kleine Blase im Lacküberzug auf der Innen fläche des Kolbens 10, genügt, um die Füll operation zu stören.
Wenn die Kolben 10 über die Durehspül- düse 73 gesetzt werden, so unterwirft die Bedienungsperson die Streifen 11 einem Luftstrom, der sich wirbelartig auf der einen Kolbenseite hinauf und auf der andern hin ab bewegt. Dieser Luftstrom genügt gewöhn- lieh, tun eine Zusammenballung der Streifen 11 aufzulockern und so irgendeine Unregel mässigkeit in deren Verteilung zu korrigieren. Die Luft entweicht aus dem Kolben 10 durch Anheben desselben, so dass das Ende des Valses 17 sieh vom Festhalterung 75 des Kopfes 74 abhebt. Der Ring 75 hält die Düse 73 aufrecht auf der Arbeitsfläche 13.
Im Kopf 74 wird Luft unter einem Druck von etwa 0,14 atü verwendet und eine Zeitspanne, die etwas kleiner als die zur Füllung des Kopfes 12 oder 12a benötigte Zeit ist, genügt gewöhnlich, um jeglichen Missstand zu be heben.