CH300998A - Vorrichtung zur Bestimmung der Streckgrenze. - Google Patents

Vorrichtung zur Bestimmung der Streckgrenze.

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CH300998A
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Alfred Dr Durer
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Alfred Dr Durer
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    • G01N3/00—Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/02—Details
    • G01N3/06—Special adaptations of indicating or recording means
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Description


  



  Vorrichtung zur Bestimmung der Streckgrenze.



   Unter der Streckgrenze   00.    2 eines Werkstof :,'es,   @es, insbesondere   eines Metalles oder einer Legierung versteht man die Spannung, bei welcher der'Werkstoff nach der Entlastung eine bleibende   Längenzunahme    von 0,   2 I/o    erlitten hat. Sie ist eine wichtige   Kenngrosse    für die Beurteilung eines Werkstoffes. Da bei der iiblichen Messung der Streckgrenze in der Zerrei¯maschine zu der bleibenden Dehnung, die gemessen werden soll, noch die elastische Dehnung hinzutritt, wird bei der Bestimmung der Streckgrenze üblicherweise   folgender-    massen vorgegangen : Der Zerreissstab wird in der   Zerreissmase. hine einem gemessenen    Spannungszustand ausgesetzt, entlastet und die bleibende Dehnung geme-ssen.

   Darauf wird eine etwas höhere Spannung aufgebracht und wiederum die bleibende Dehnung gemessen.



  Dies wird so lange fortgesetzt, bis die bleibende Dehnung von 0, 2 % erreicht ist. Dieses Verfahren hat den Nachteil grosser   Umständ-    lichkeit. Ausserdem besteht die Gefahr der ¯berreckung des Werkstoffes durch vor übergehend zu hoch aufgebrachte Spannun  gel,    was besonders dadurch leicht auftreten kann, da¯ die üblichen Kraftmesseinrichtungen der Zerreissmaschinen eine gewisse Trägheit haben. Es muss ausserdem bei verschiedenen Werstoffen als bedenklich erscheinen, da¯ die bleibende Verformung nicht durch eine Beanspruchung mit monotoner Kraftsteigerung, sondern durch mehrere aufeinanderfolgende   Eeckungen    hervorgerufen wird.



   Gegenstand der Erfindung ist eine   Vor-    richtung zur Bestimmung der Streckgrenze, die das mehrfache Belasten und Entlasten der Probe überflüssig macht. Mit dieser Vorrichtung wird nach folgendem Prinzip gear  beitet    :
Die Gesamtdehnung eines Probestabes setzt sich aus der ausschliesslich von der momentanen Spannung abhängigen elastischen Dehnung   cig    (Abb. 1, Kurve 1) und der bleibenden Dehnung der plastischen   Deformation @@      (Abb. l, Kurve    2) additiv zusammen.

   Die elastische Dehnung ist bis über die Streckgrenze hinaus mit erheblicher Genauigkeit der   auf-    gebrachten   Spannung o proportional.    Die pla  stische    Dehnung ist bis zu einem erheblichen   Bruchteirl der    Spannung, die der Streckgrenze des Werkstoffes entspricht, gegenüber der elastischen Dehnung unmessbar klein. Die Ge  samtdehnung    (Abb.   1,    Kurve 3) ist deshalb im untern Spannungsbereich der Spannung proportional und weicht bei weiterer Steigerung der Spannung um den Betrag der plasti   schen    Verformung von ihr zu hoheren Werten ab. Deshalb ist mit sehr guter Genauigkeit die Abweichung von der ProportionalitÏt der bleibenden Verformung gleichzusetzen.



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Bestimmung der Streckgrenze ist dadurch gekennzeichnet, dass-sie Anordnungen enthalt, die der mechanisehen Spannung der Probe und ihrer Gesamtdehnung entsprechende An  zeigegrossen    liefern, und so besehaffen ist, dass von der der Gesamtdehnung entspreehenden   Anzeigegrosse ein so grosser,    der mechanischen Spannung proportionaler Anteil sub  trahiert    wird, dass als restliche Anzeigegr¯¯e die Abweichung der Gesamtdehnung von der Proportionalität verbleibt.



   Auf diese Weise kann unmittelbar die bleibende Dehnung wÏhrend der Belastung abgelesen werden, so dass dann eine Messung der bleibenden Dehnung bei Entlastung der Probe nicht mehr erforderlieh ist.



   Die Erfindmg wird im folgenden beispielsweise nÏher erläutert. Die Vorrichtung besitzt zwei Messorgane. Das erste misst die Kraft P, die proportional der Spannung ? ist ; es handelt sich also um eine Vorrichtung, die der Kraftmesseinrichtung der üblichen Zer  reissmaschine    entspricht oder sie ersetzt. Das zweite Messorgan misst die Dehnung der Probe an einer gewissen Messstrecke.

   Kurve 1 in Abb. 2 zeigt den Verlauf des   Ausssshiages    der Kraftmesseinrichtung bei zunehmender Kraft, Kurve 2 in Abb. 2 zeigt den   Aussehlag    der   Dehnungsmesseinrichtung.    Der Ausschlag der Kraftmesseinrichtung wird nun mit Hilfe einer geeigneten Vorrichtung derart proportional erhöht oder erniedrigt, dass er dem   Aussehlag    der Dehnungsme¯einrichtung bei geringen Spannungen, bei denen beide proportion. der Kraft sind, entspricht, so dass die nunmehr proportion, al versehobene Kurve 1 mit dem geradlinigen Auslauf der Kurve 2 zusammenfällt. Der Verlauf der Anzeigegr¯¯e des   Kraftmessers entspricht nunmehr    also der Kurve 3 in Abb. 2.



   Zur Messung der bleibenden Dehnung werden durch eine geeignete Vorrichtung die Ausschläge des Dehnungsmessers (Kurve 2) und des Kraftmessers (Kurve 3) voneinander subtrahiert, und die Differenz wird an einem geeigneten Messinstrument abgelesen.



   Die Einstellung auf das richtige Mass der proportionalen Veränderung des   Ausschlages    der Kraftmesseinrichtung erfolgt jeweils dadurch, dass bei Beginn des Versuches unter zunehmender Spannung die von der Kraftmessung herrührende Komponente so eingestellt wird, dass der   Aussehlag    des die Differenz anzeigenden   Messinstrumentes    Null bleibt (Kurve 4 in Abb. 2).   D, adureh    ist von der   Gesamtdehnung    der   elastische Anteil subtra-    hiert worden. Bei weiterer Steigerung der
Spannung ist die   Gesamtdehnung    nicht mehr proportional der Kraft P ; es tritt der bleibende Anteil der Dehnung dazu.

   Das die Differenz anzeigende Messinstrument gibt nun einen Ausschlag, und die Belastung wird so lange gesteigert, bis das Messinstrument einen   Aussehlag    gibt, der einer Dehnung von 0, 2 % entspricht. Zu diesem Zeitpunkt wird die Spannung an der   Kraftmessvorriehtung      abge-    lesen. Die Last kann ohne Unterbrechung   weitergesteigert werden    bis zum Bruch der
Probe, wenn die   Zerreissspannung    im Anschluss an die Streckgrenze bestimmt werden soll.



   Dieses Verfahren erm¯glicht somit die Bestimmung der Streckgrenze in einem einzigen Versueh, bei dem die in der Probe herrschende Spannung monoton ansteigt. Es ist vor allem keine ¯nderung der Geschwindigkeit der Spannungszunahme bei dem Erreichen der   Streckgrenze erforderlich, wa. s    bei der üblichen Ausführung der   Streckgren-    zenbestimmung zum Pendeln des   Belastungs-    gewichtes und damit einer zusätzlichen pla  stisehen    Deformation der Probe führen kann.   



   Den konstruktiven Aufbau einer Vorrich-    tung zur Durchführung des angegebenen Verfahrens zeigt schematiseh Abb. 3. Der   Yrobestab 1 ist    in die Backen 2 und 3 einer    Zerreissmaschine eingespannt. Die Backen 2 ?    werden zur Aufbringung der Zugspannung auf den Probestab in cler üblichen Weise be  wegt.    Die Backen 3 sind mit einer Kraftmessdose 4 verbunden, die ihrerseits wieder an dem starren Rahmen der Zerrei¯maschine befestigt ist. Die Kraftmessdose liefert eine elektrische Spannung, die an dem Me¯instrument 5 ablesbar ist. Dieses Instrument kann also zur Messung der Kraft bzw. der am Probestab b liegenden mechanischen Spannung ?   dienen.

   An die Messstrecke des Probestabes l    ist die elektrische   Dehnungsmessdose    6 mit zwei   Sehneiden    angelegt. Sie liefert eine der   Gesamt-    dehnung proportionale   elektrisehe    Spannung, die am Messinstrument 7 abgelesen werden kann, das somit. als   Gesamtdehnungsme. sser    dienen kann.

   Durch das Potentiometer 8 wird nun die von der Kraftmessdose 4   abgegebene elek-    trisehe Spannung derartig proportional herabgesetzt, dass sie bei niederen Kräften der   vom Dehnungsmesser    6 abgegebenen Span  nung gleieh ist.    Das Messinstrument 9 misst die Differenz der vom   Dehnungsmesser 6    abgegebenen und der vom Kraftmesser 4 abgegebenen und durch das Potentiometer 8 proportional herabgesetzten Spannung.



   Bei der Messung wird   nun folgender-    ma¯en vorgegangen : Bei steigender Kraft wird zunächst das Potentiometer 8 so eingestellt, dass das Instrument 9 keinen   Awssehlag    gibt. Diese Einstellung des Potentiometers bleibt nun unverändert. Bei weiter   anstei-      gender Kraft    tritt zu der elastischen Dehnung die bleibende. Das Messinstrument 9 gibt nun einen zunehmenden Ausschlag. Dieser   ent-    spricht der bleibenden Dehnung des Probestabes. Wenn ein   Ausschlag des Messinstru-    mentes   9    erreicht ist, der einer bleibenden Dehnung von 0, 2 % entspricht, wird am In  strument    5 die zugehörige Kraft bzw. Spannung abgelesen.

   Die Kraft kann ohne Unter  hreehung    des Versuehes weiter gesteigert und die   Alessung    der   Zerreissfestigkeit    unmittelbar   angesehlossen werden.    Ebenso kann bei entsprechender Steigerung der Genauigkeit und Empfindlichkeit der   Vorriehtung aueh    die Elastizitätsgrenze, die einer bleibenden Dehnung von   0,    01 % entspricht, bestimmt werden.



   Die Vorrichtung lässt sieh in iiblicher Weise mit AufzeichengerÏten ausstatten, so dass sie unmittelbar die bleibende Dehnung und gegebenenfalls auch die   Gesamtdehnung    der Probe in Abhängigkeit von der Spannung aufsehreibt. Es ist auch eine automatische Fixierung der Spannungsanzeige bzw. Kraftanzeige beim Erreichen der 0, 2 % Grenze möglich. Die beschriebene Vorrichtung kann auch als Zusatz zu den  blichen Zerreissmaschinen gebaut werden. Dabei kann dann zur Kraftmessung neben oder an Stelle der von der Kraftmessdose 4 abgegebenen Spannung die Kraftmesseinrichtung der Zerreissmaschine dienen. Als Messorgan für die Dehnung können aueh die bekannten Dehnungsmessstreifen verwendet werden.

   Als   Kraftmessorgan können dann mit    Dehnungsmessstreifen ausgestattete geeignete   elastisehe    Zwischenglieder oder andere elastische Bauteile der Zerreissmaschine dienen.



   Ebenso wie elektrische Messorgane zur Messung von Kraft und Dehnung können auch andere, beispielsweise mechanische oder optische dienen. Die optischen können durch Ablenkung von Liehtstrahlen oder durch deren SchwÏchen arbeiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Vorrichtung zur Bestimmung der Streckgrenze, dadurch gekennzeichnet, dass sie Anordnungen enthält, die der mechanischen Spannung der Probe und ihrer Gesamtdehnung entsprechende Anzeigegrossen liefern, und so beschaffen ist, dass von der der Ge samtdehnungentsprechendenAnzeigegrosse ein so grosser, der mechanischen Spannung proportionaler Anteil subtrahiert wird, dass als restliche Anzeigegr¯¯e die Abweiehung der Gesamtdehnung von der Proportionalität verbleibt.
    UNTERANSPRUCHE : 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie Kraftmesser und Dehnungmesser aufweist, deren Anzeigegrössen zugleich die Ablesung der mechani- schen Spannung und der Gesamtdehnung ge statten.
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie für die Messung der Kraft und der Dehnung dienende elektrische Geber aufweist und mit einer Einrichtung versehen ist, durch welche die vom Kraftmessungsgeber gelieferte elektrische Spannung proportional derartig verändert wird, dass sie bei niederen Kräften der vom Dehnungsmessungsgeber abgegebenen elektri- schen Spannung entspricht, wobei die bei h¯heren mechanischen Spannungen auftre- tende Differenz beider Grössen als Anzeigegrösse für die in der Probe auftretende bleibende Dehnung dient.
CH300998D 1951-11-20 1951-11-20 Vorrichtung zur Bestimmung der Streckgrenze. CH300998A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2430607A1 (fr) * 1978-07-04 1980-02-01 Magyar Aluminium Procede et appareil de mesure pour determiner la limite d'allongement standard dans une condition de charge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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