CH301014A - Interferenzlichtfilter mit einer oder mehreren Durchlässigkeitsspitzen. - Google Patents

Interferenzlichtfilter mit einer oder mehreren Durchlässigkeitsspitzen.

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CH301014A
CH301014A CH301014DA CH301014A CH 301014 A CH301014 A CH 301014A CH 301014D A CH301014D A CH 301014DA CH 301014 A CH301014 A CH 301014A
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Jenaer Glaswerk Schott & Gen
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    • G02B5/288Interference filters comprising deposited thin solid films comprising at least one thin film resonant cavity, e.g. in bandpass filters

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Description


  Interferenzlichtfilter mit einer oder mehreren Durchlässigkeitsspitzen.    Es sind auf Interferenzwirkungen beru  hende Lichtfilter vorgeschlagen worden aus  einer Mehrzahl lichtdurchlässiger, nichtmetal  lischer Schichten von hoher Brechungszahl,  von denen immer je zwei durch eine Schicht  von einer Brechungszahl, die niedriger als  die -hrnge ist, voneinander getrennt sind. Bei  geeigneter Wahl der betreffenden Stoffe und  der Dicke der Schichten ist für einen gewis  s     en        Wel        lenläncenbereich        e        die        Durchlässigkeit     dieser Filter fast 0, während sie an den Gren  zen dieses Bereiches fast bis auf 100 % an  steigt.

   Nach der Erfindung kann man durch  Hintereinanderschalten zweier solcher Einzel  filter ein Interferenzlichtfilter erzielen, das  innerhalb des erwähnten Bereiches geringer  Durchlässigkeit der Einzelfilter eine oder  mehrere Durchlässigkeitsspitzen, also einen  oder mehrere sehr enge und sehr steil anstei  gende Durchlässigkeitsbereiche mit einer  Durchlässigkeit von fast 100 % aufweist. In  Hinsicht auf diese Eigenschaften ihres Berei  ches hoher Durchlässigkeit unterscheiden sieh  die erfindungsgemässen Filter auch wesent  lieh von den aus der deutschen Patentschrift  Nr.716153 bekannten Interferenzfiltern aus  zwei durchscheinenden Metallschiehten.

   Denn  bei diesen lässt sich für enge Durchlässigkeits  bereiche höchstens eine     Durchlässigkeit    von  40 % erreichen, und für Wellenlängen unter  0,40   und über 1,5   liegt die erzielbare  Durchlässigkeit noch erheblich niedriger, wäh-    rend es bei den erfindungsgemässen Filtern,  wie schon     erwähnt,    möglich ist, bis fast auf  100 % zu kommen, und zwar auch ausserhalb  der soeben genannten Wellenlängengrenzen.  



  Im folgenden wird auf Ausführungsbei  spiele der Erfindung näher eingetreten.  



  Ist jedes der beiden Einzelfilter in bezug  auf die Mittelebene seiner mittelsten Schicht  symmetrisch aufgebaut, so treten bei denjeni  gen innerhalb des Bereiches geringer Durch  lässigkeit (mit der mittleren Wellenlänge     #0)     der beiden Einzelfilter liegenden Wellenlän  gen     #    Durchlässigkeitsspitzen auf, für die    @ = 2d/(K + 0,5),  also    d = 0,5     #    K + 0,25     #,       worin d der optische Abstand der Mittelebenen  der beiden Einzelfilter voneinander (also- der  wahre Abstand der Mittelebenen multipliziert  in     seinen        einzelnen    Teilen je mit der dort gül  tigen     Brechungszahl)

      und K als Ordnung der       betreffenden    Interferenz     eine    ganze Zahl ist.  Je     kleiner    der     gegenseitige    optische Abstand       d    der Mittelebenen der beiden Einzelfilter  ist, um so weiter voneinander liegen     also    bei  unverändertem Wert K die     Wellenlängen        #,     bei denen eine     Durchlässigkeltespitze    auf  treten kann, um so eher     isst,    es also zu errei  chen, dass nur eine der     Wellenlängen        2,    inner  halb des Bereiches     liegt,

      innerhalb dessen       jedes    der beiden Einzelfilter ein Gebiet. gerin-      ger Durchlässigkeit hat. Der optische Ab  stand d kann jedoch nicht unter einen gewis  sen Mindestwert hinuntergehen. Dieser liegt  dann vor, wenn die beiden Einzelfilter einan  der unmittelbar berühren. Ist p die opti  sche Dicke jedes der beiden Einzelfilter, so  ist dann  d = p,  also       #    = 2p/(K + 0,5).  



  Ist     2o    die mittlere Wellenlänge des Bereiches  geringer Durchlässigkeit jedes der beiden  Einzelfilter, so können, da in der Regel ein  solcher Bereich durch Wellenlängen begrenzt  ist, deren Kehrwert häehstens um 15 % nach  der einen und der andern Seite von dem  Kehrwert von @0 abweicht, Durchlässigkeits  spitzen nur auftreten zwischen     #0/1,15    und       #0/0,85,    also zwischen 0,87     #0    und 1,18     #o.    Es  gilt daher für diejenigen Wellenlängen     #,    für  die eine Durchlässigkeitsspitze möglich ist,  0,87 @0 @ @ @ 1,18     #o.     



  Infolgedessen ist  1,18     #0        #    2p/(K + 0,5),  also  K     #    2p/1,18     #0-0,5.     



  Es bestehe beispielsweise jedes der beiden  Einzelfilter aus drei Schiehten Antimonsulfid  (Sb2S3; n = 3,5) je von einer optischen Dicke  von 0,25  , von denen je zwei voneinander  durch eine Schicht Lithiumfluorid (LiF;  n = 1,35) von derselben optischen Dicke ge  trennt sind. Die Durchlässigkeit D eines     sol-          ehen    Filters ist durch die in der Zeichnung  ausgezogene Kurve dargestellt. Als Abszissen  ,ind sowohl die Wellenlängen 2 als aueh  deren Kehrwerte     1/#    aufgetragen. Wie ersieht  lieh, hat das Filter einen verhältnismässig  breiten, ungefähr von den Wellenlängen  0,87   und 1,18   begrenzten Bereich gerin  ger Durchlässigkeit, die bei einer Wellenlänge  von 1,0   nur 1% beträgt und an beiden Sei  ten ziemlich steil auf fast 100 % ansteigt.

   Die    sich an beiden     Seiten    dann     anschliessenden     Sehwankungen sind für den Gegenstand der  Erfindung ohne wesentliche Bedeutung. Im  mittleren Bereich ist die Durchlässigkeitsver  minderung fast nur von     Interferenzersehei-          nungen    verursacht, infolgedessen entspricht  hier einer geringen Durchlässigkeit eine  starke Reflexion, so dass die Summe von  Durehlässigkeit und Reflexion hier überall  fast 100 % beträgt. Bei diesem Filter hat die  optische Dicke     p    den Wert  p = 5³0,25   = 1,25  ,  und es ist       #0    = 1,0  .  



  Werden zwei solche Filter unmittelbar auf  einandergelegt, so ergibt sieh aus der Glei  ehung  K     #    2p/1,18     #0    - 0,5  hier  K     #    2³1,25/1,18³1,0 - 0,5  K     #    1,62.  



  Da K stets eine ganze Zahl ist, so ist     also    der  kleinste Wert, den K annehmen kann, der  Wert 2. Es wäre dann       #    = 2p/(K + 0,5) = 2,5  /2,5 = 1,0  ,  es läge also eine     Durchlässigkeitsspitze    mitten  in dem Gebiet geringer Durchlässigkeit der  beiden Einzelfilter. Diese Spitze ist in der  Zeichnung gestriehelt eingetragen. Die Wel  lenlänge 1,0   ist, entspreehend dem kleinsten  Wert von K, die grösste, bei der unter der  hier     vorausgesetzten    Beschaffenheit und ge  genseitigen Lage der Einzelfilter eine Durch  lässigkeitsspitze liegt.

   Die nächstkleinere  Wellenlänge<B>2</B> einer Durchlässigkeitsspitze       könnte    liegen mit K = 3 bei  2 = 2,5     ,u    / 3,5 = 0,     71-1        1r.     



  Da jedoch das Gebiet     gerin-er        @urch@äs,ig-          keit    der beiden     Einzelfilter    begrenzt.     ist    durch  die     Wellenlängen    0,87     ,cc    und 1,18  , so lässt  sich unter den hier beispielsweise     gemaeht.en         Voraussetzungen dieser Wert von     #    nicht ver  wirkliehen, gesehweige denn ein noch kleine  rer (zu dem ein     noch    grösserer Wert von K  gehören würde).  



  Will man unter Beibehaltung der oben       beispielsweisse    angegebenen Einzelfilter für  eine oberhalb von 1,0  , also zwischen 1,0    und 1,18   liegende Wellenlänge eine Durch  lässigkeitsspitze erzielen, so ist dies dadurch  möglieh, dass man den optischen Abstand d  der Mittelebenen der beiden Einzelfilter über  seinen Mindestwert p hinaus erhöht, also  einen Zwischenraum     zwischen    die beiden Ein  zelfilter einführt, der seinerseits mit Luft  oder einem andern Stoff gefüllt sein kann.  Ist z.

   B. vorgeschrieben       #    = 1,08  ,  so ergibt sich mit K = 2 aus der Gleichung       #    = 2d/(K + 0,5)  für d der Wert  d = 0,5³2,5³1,08   = 1,35  ,    es wären also     die    beiden Einzelfilter nicht un  mittelbar aufeinanderzulegen, sondern es  wäre zwischen ihnen ein Abstand t von der  optischen Dicke  t = (1,35-1,25)   = ,10    einzuhalten,     also    beispielsweise eine Schicht  aus Lithiumfluorid von der wahren Dicke  0,10  /1,35 = 0,    zwischen die beiden Einzelfilter zu bringen.  Da       #    = 2d/(K + 0,  so ergibt sieh ferner immer derselbe Wert für       #,    wenn man die Werte von d und (K + 0,5)  proportional zueinander ändert.

   Während  sich oben für d = 1,25   und K = 2, also  K + 0,5 = 2,5, eine Wellenlänge = 1,0   er  gab, würde sich also dieselbe Wellenlänge er  geben für  
EMI0003.0011     
  
    d <SEP> = <SEP> 1,25 <SEP> 1,75 <SEP> 2,25 <SEP> 2,75... <SEP> 5,25...10,25...15,25
<tb>  K <SEP> = <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> ...10 <SEP> ...20 <SEP> ...30
<tb>  t <SEP> = <SEP> 0 <SEP> 0,5 <SEP> 1,0 <SEP> 1,5 <SEP> ... <SEP> 4,0 <SEP> ... <SEP> 9,0 <SEP> ... <SEP> 14,0 <SEP>         wobei zwischen den beiden Einzelfiltern ein  Zwischenraum von der mit t bezeichneten op  tischen Dieke einzuhalten wäre.  



  Aus       #    = 2d/(K + 0,5),  ergibt sich auch, dass die Durchlässigkeits  spitzen um so enger zusammenrücken, je grö  sser der gegenseitige optische Abstand d der  Mittelebenen der beiden Einzelfilter ist. In  folgedessen können bei grossen Werten von d  mehrere Durchlässigkeitsspitzen zugleich auf  treten, was bei kleinen Werten von d (wie  oben für d = 1,25   gezeigt) nicht der Fall  ist. In der folgenden Tafel sind beispielsweise  die Wellenlängen     #    zusammengestellt, die sieh    bei d = 2,25   für einige Werte von K er  geben:  K = 3 4 5       #    = 1,29 1,0 0,82  .  



  Nimmt man wieder, wie oben, an, dass die  mittlere Wellenlänge des Gebietes geringer  Durchlässigkeit jede der beiden Einzelfilter  1,07   betrage und dieses Gebiet von den Wel  lenlängen 0,87   und 1,18   begrenzt werde,  so würde also nur die bei     #    = 1,0   liegende       Durchlässigkeitsspitze    auftreten, da die bei  0,82   und 1.29   mögliehen ausserhalb der ge  nannten Grenzen liegen.

   Bei d = 15,25     ,ic    da  gegen gilt folgendes:  
EMI0003.0018     
  
    K <SEP> = <SEP> 25 <SEP> 26 <SEP> 27 <SEP> 28 <SEP> 29 <SEP> 30 <SEP> 31 <SEP> 32 <SEP> 33 <SEP> 34 <SEP> 35
<tb>  1,19 <SEP> 1,15 <SEP> 1,<B>1</B>1 <SEP> 1,07 <SEP> 1,03 <SEP> 1,0 <SEP> 0,97 <SEP> 0,94 <SEP> 0,91 <SEP> 0,88 <SEP> 0,86 <SEP> ,u         Hier würden also auf jeder Seite der Wellen  länge 1,0   noch vier Durchlässigkeitsspitzen  zur     Verfügung        stehen.     



  Die Berechnung des Mindestwertes von K  gestaltet sieh noch einfacher als aus der oben  abgeleiteten Gleichung    K     #    2p/1,18 @0 - 0,5,    wenn es sieh um gewisse Sonderfälle des Auf  baues der Einzelfilter handelt. Bezeichnet  man die Anzahl der in jedem der beiden Ein  zelfilter vorhandenen höherbrechenden Schich  ten mit m, so ist m-1 bei jedem der beiden  Einzelfilter die Anzahl der je zwei dieser  Schichten trennenden, niedrigerbrechenden  Schichten. Hat jede Schicht eine optische  Dicke von 0,25     #o    (was häufig zweckmässig  ist), so ist.

      p = 0,25 (2m-1)     #0.       Infolgedessen ist    K     #    2³0,25 (2m-1)     #0/1,18        #0-0,5       Hieraus ergibt sieh nach einigen Umformun  gen  K     #    (m-1,09)/1,18.  



  Da K eine ganze Zahl sein muss, so folgt aus  dieser Gleichung, dass für den Mindestwert  <B><I>voll</I></B> K gilt  K = m-1,  so lange wie m     #    7, was in den praktisch  wichtigen Fällen erfüllt ist.  



  Bei unsymmetrisch gebauten Einzelfiltern  ist die rechnerische Behandlung sehr umständ  lich. Hier geht man zweckmässig so vor, dass  man durch Versuche feststellt, wie gross der  gegenseitige optische Abstand zwischen den  beiden Einzelfiltern sein muss, um die     Dureh-          lässigkeitsspitze    gerade auf die gewünschte  Wellenlänge zu legen, z. B. indem man zwi  schen die     beiden    Einzelfilter eine keilförmige  Schicht bringt und feststellt, an welcher Stelle  die gewünschte Wirkung erzielt wird.

   In der  Regel liegt jedoch keine Veranlassung vor,    die Einzelfilter absichtlich     unsymmetrisch     auszubilden, da dies die Herstellung von Ein  zelfiltern unnötig erschwert, die in ihrem  Gebiet geringer Durchlässigkeit eine hohe Re  flexion aufweisen. Die symmetrische Ausbil  dung ist daher für den Regelfall vorzuziehen.  Je- höher die Reflexion ist, um so geringer  ist die Halbwertsbreite des Durchlässigkeits  bereiches des Gesamtfilters und um so dunkler  gleichzeitig dessen Nachbarschaft. Auch durch  eine Vergrösserung des gegenseitigen optischen  Abstandes der beiden Einzelfilter wird die  Halbwertsbreite verringert.  



       Als    hochbrechende, für die Filterschich  ten     geeignete    Stoffe seien beispielsweise ge  nannt Antimonsulfid, die Chalkogenile (also  die Verbindungen mit Sauerstoff, Schwefel,  Selen oder Tellur) des Kadmiums und die       Halogenide    des Silbers, des Bleis und des  Thalliums für das ultrarote Gebiet, Bleichlo  rid für das ultraviolette Gebiet und Titan  oxyd für das sichtbare Gebiet; als     niedrig-          breehende    Stoffe seien genannt     Lithium-          fluorid,    Magnesiumfluorid, Kryolith und  Kieselsäure für das ultraviolette, das sicht  bare und das ultrarote Gebiet.

   Die Herstel  lung der Filterschichten aus diesen und  andern Stoffen kann mit bekannten Mitteln,  z. B. durch Aufdampfen im Vakuum oder  durch Zersetzung     hy        drolisierbarer    Dämpfe, er  folgen.  



  Macht man den gegenseitigen optischen  Abstand der beiden Einzelfilter gross im Ver  hältnis zu der     Wellenlänge,    für die das Fil  ter eine     Durehlässiskeitsspitze    haben soll, ist  also     umgefähr    K > 20, so entstehen, wie oben       schon    auseinandergesetzt, mehrere Spitzen.  Solche Filter können z. B.     mit    Vorteil für       I'einstrukturuntersuehuna-en    benutzt werden.

    Ist. der zwischen den beiden Einzelfiltern be  findliche Zwischenraum mit Luft ausgefüllt,  so     wirkt,das    Filter ungefähr wie ein     Fabry-          Perotsches    Interferometer, ist     diesem    jedoch  infolge der     Wirkungsweise    der     Einzelfilter,          durch    die die metallenen Spiegelflächen diese  Interferometers ersetzt sind, an Helligkeit und  Auflösungsvermögen überlegen; auch ist es  möglich,     mit    einem     solchen    neuen Filter in      Wellenlängenbereiche von 10   und darüber  vorzudringen, in denen man bisher nur mit  völlig unbelegten Platten arbeiten konnte.  



  Lässt man den gegenseitigen optischen Ab  stand der beiden Einzelfilter höchstens einige  Wellenlängen betragen, so dass also ungefähr  K     #    20 wird, so entstehen nur wenige Durch  lässigkeitsspitzen oder nur eine einzige. Die  Verwendung solcher Filter ist daher beson  ders dann von Vorteil, wenn Wert darauf nu  legen ist, nur eine möglichst eng begrenzte  Strahlung hindurchzulassen.  



  In manchen Anwendungsfällen wird es  notwendig oder wenigstens zweckmässig sein,  dafür zu sorgen, dass ausser bei der Durch  lässigkeitsspitze keine Strahlung hindurchge  lassen, also beispielsweise die Strahlung unter  drückt wird, die bei dem in der Zeichnung  dargestellten Filter unterhalb von 0,87   und  oberhalb von 1,18   hindurchgehen würde.  Dies lässt sich entweder dadurch erreichen,  dass man mindestens für einen Teil der Fil  terschichten Stoffe verwendet, die ausserhalb  des hindurchzulassenden Wellenlängenberei  ches absorbierend wirken (wie es zum Teil die  oben     beispielsweise    genannten Stoffe tun),  oder dadurch, dass man andere Filter, vor  zugsweise Interferenzfilter von geeigneter  Durchlässigkeit hinzufügt.

   Auch kann man  zu diesem Zweck mindestens das eine der  beiden Einzelfilter auf eine ausserhalb des  hindurchzulassenden Wellenlängenbereiches  absorbierende Unterlage, z. B. ein geeignetes  Farbglas, aufbringen oder es mit einer ausser  halb dieses Wellenlängenbereiches absorbie  renden Schicht, z. B. mit einem farbigen Lack  oder einem farbigen Gelatineblättchen, be  decken.  



  Lässt man ein erfindungsgemässes Filter  mit einem weiteren Interferenzfilter zusam  menwirken, so hat man dafür zu sorgen, dass  dadurch keine störenden Einflüsse infolge von  zusätzlichen Interferenzerscheinungen eintre  ten. Solche Einflüsse kann man verhüten, in  dem man das     zusätzliche    Filter in ausreichend  grossem Abstande (von mehreren Millimetern)  von dem     erfindungsgemässen    anbringt und  eine allzu genaue Ebenheit der Unterlage ver-    meidet, auf die seine Schichten aufgebracht  sind.

   Auch ein ganz schwaches Absorptions  filter, das     zwischen    das     erfindungsgemässe     und das zusätzliche Filter geschaltet wird,  wirkt schon durch Herabsetzung der     Zick-          zaekreflexionen    sehr günstig.  



  Für manche Zwecke, z. B. für Feinstruk  turuntersuchungen, ist es vorteilhaft, wenn  über die Breite des Filters hin die Wellen  länge, für die eine Durchlässigkeitsspitze vor  liegt, ansteigt. Man kann dies durch keilför  mige Ausbildung der Filterschichten, für ge  ringe Anstiege jedoch zweckmässiger dadurch  erreichen, dass man die beiden Einzelfilter  nicht unmittelbar aufeinanderlegt, sondern  sie durch einen keilförmigen Zwischenraum  voneinander trennt.  



  Wenn man die beiden Einzelfilter wie  oben beispielsweise angegeben ausführte und  sie durch eine Schicht aus Lithiumfluorid von  der optischen Dicke t = 0,25   voneinander  trennte, so ergäbe sich insgesamt ein Filter  aus sechs Schichten Antimonsulfid je von  einer optischen Dicke von 0,25  , von denen  je zwei voneinander durch eine Schicht  Lithiumfluorid von derselben optischen Dicke  getrennt wären, also ein Filter, wie es schon  früher vorgeschlagen worden ist. Ein solches  Filter würde     dem    Erfindungszweck jedoch  nicht genügen.

   Denn     es    wäre hier d =     1,50,a     und infolgedessen ergäbe sich aus der Glei  chung         A=2d/(K+0,5)     für K = 2 ein Wert von     @    = 1,2     ,a    und für       Ii    = 3 ein Wert von     @    =     0,86,a,    es käme also  innerhalb der Grenzen von 0,87     1,c    und 1,18     Aa     keine Durchlässigkeitsspitze zustande.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Interferenzlichtfilter mit. einer oder meh reren Durchlässigkeitsspitzen, dadurch ge kennzeichnet, dass es aus zwei hintereinander geschalteten Einzelfiltern zusammengesetzt ist, deren jedes aus einer Mehrzahl lichtdurch lässiger, nichtmetallischer Schichten besteht, von denen immer je zwei durch eine Schicht von einer Brechungszahl, die niedriger ist als die ihrige, voneinander getrennt sind, so dass jedes Einzelfilter einen Wellenlängenbereich geringer Durchlässigkeit besitzt und dass der Abstand der beiden Einzelfilter so gewählt ist,
    dass im Bereich geringer Durchlässigkeit der Einzelfilter ein oder mehrere Durchlässig keitsspitzen auftreten. UNTERANSPRÜCHE: 1. Interferenzlichtfilter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der beiden Einzelfilter in bezug auf die Mit telebene seiner mittelsten Schicht symmetrisch aufgebaut ist. 2. Interferenzlichtfilter nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Mittelebenen einen optischen Abstand voneinander haben, der ein ganzes Vielfaches der Hälfte der mitt leren Wellenlänge des Bereiches geringer Durchlässigkeit der Einzelfilter, vermehrt um ein Viertel dieser Wellenlänge, ist. 3.
    Interferenzlichtfilter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens die für einen Teil der Schichten verwen deten Stoffe ausserhalb des Bereiches der Durchlässigkeitsspitzen absorbierend wirken. 4. Interferenzlichtfilter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens das eine der beiden Einzelfilter auf eine ausserhalb des Bereiches der Durchlässigkeits spitzen absorbierende Unterlage aufgebracht ist. 5. Interferenzlichtfilter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, .dass minde stens das eine der beiden Einzelfilter mit einer ausserhalb des Bereiches der Durchläs- sigkeitsspitzen absorbierenden Schicht über zogen ist.
    6. Interferenzlichtfilter nach Patentan- spruch, bei dem sieh zwischen den beiden Einzelfiltern ein Zwischenraum befindet, da durch gekennzeichnet, dass er keilförmig ist.
CH301014D 1944-11-14 1951-07-21 Interferenzlichtfilter mit einer oder mehreren Durchlässigkeitsspitzen. CH301014A (de)

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CH301014D CH301014A (de) 1944-11-14 1951-07-21 Interferenzlichtfilter mit einer oder mehreren Durchlässigkeitsspitzen.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0442738A3 (en) * 1990-02-14 1992-01-15 Hewlett-Packard Company Variable wavelength light filter and sensor system

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EP0442738A3 (en) * 1990-02-14 1992-01-15 Hewlett-Packard Company Variable wavelength light filter and sensor system

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