Spindeldichtung an Flüssigkeitsarmaturen. Die Erfindung beizieht sich auf eine Spin- deldiehtung an Flüssigkeitsarmaturen.
Die Spindel.dichtung kann, wenn die Spin del über einen relativ kleinen Winkel (z. B. S)0 ) gedreht. wird, gemäss einer bekannten Ausführung mittels eines elastischen Gummi rohres vorgenommen werden, dessen eines Ende dicht. an dem Gehäuse anliegt, z. B. durch eine angeklemmte Flansche, und dessen anderes Ende an der Spindel befestigt ist; (las Drehen der Spindel erzeugt in der Muffe eine Spannung. Um diese niedrig zu halten, muss die Muffe lang sein.
Eine. andere be- ha.nnte Art, der in hydraulischen Vorrichtun gen zum Abdichten einer Spindel verwandten Packun,. besteht aus einer U-förmigen Leder- manschette. In diesem Falle liegen die Enden jedoch nicht fest an, sondern jedes von ihnen eist eine scharfe Kante auf. Die Dichtung wird durch den Flüssigkeitsdruck selbst. er zeugt, der dazu neigt, die U-Form auszudeh nen und dabei die Stücke gegen die abzudich tenden Teile presst.
Gemäss der Erfindung ist. die Spincleldich- t.ung an Flüssigkeitsarmaturen mit einer durch die Armaturenwand ragenden Spindes, die z. B. für eine Drehung von maximal 90 bestimmt ist, gekennzeichnet. durch eine dop pelte Muffe aus einem gummielastischen Werkstoff, die am äussern Ende an der Wand der Armatur befestigt ist und mit dem innern Ende an der Spindel anliegt.. Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der beigefügten Zeich nung dargestellt..
Es zeigen: I'ig. 1 einen Längsschnitt: eines Hahnes mit einer Spindeldiehtung gemäss der Erfin dung, Fig. 2 einen Längsschnitt durch die in dem Hahn nach Fig: 1 verwandten Dich tungsmuffe in entspannter Lage.
In der Ausführung gemäss Fig. 1 hat. das Gehäuse 4 eine aufgeschraubte Kappe 17 für eine Spindel 18, die einerseits durch eine Öff nung 19 im Ventilgehäuse nach aussen ragt und anderseits in eine Aussparung im Küken eingreift. Das innere Ende der Spindel ist. nicht kreiszylindrisch, sondern beispielsweise in Zungenform, ausgebildet und die Ausspa rung im Küken hat eine entsprechende Form und Tiefe. Bei der Spindel wird das Innere des Gehäuses gegen aussen mittels einer bieg sa.inen doppelten Muffe 22 aus gummielasti schem Material abgedichtet, das der Flüssig keit entsprechend gewählt wird.
Wie gezeigt, ist der äussere Teil der Muffe mit. einer senk- recht zur Achse verlaufenden und an das Ge häuse 4 geklemmten Flansche 23 aus einem Stück hergestellt.
Der innere Teil 25, der sich dem äussern Teil mittels einer .abgerundeten Ringfalte 28 anschliesst, ist mit einer innern Rippe 27 an seinem freien Ende versehen, die normalerweise die Spindel durch ihre eigene Elastizit=ät genügend fest umfasst, um eine dichte Durchführung herzustellen. Do.eh kann ebenso grit eine Bördelung oder eine Klemme verwendet werden, falls dies er wünscht ist.
Vorteilhaft wird die Muffe, wie in Fig. 2 gezeigt, so ausgebildet, da.ss, wenn sie entspannt. ist, ihr innerer Teil zylin drisch ist und eine liebte Weife hat, die gerade der Spindel Platz lässt.
ZV enn sie dann eingespannt ist, bringt. die Ausdehnung des gerippten Endes diesen innern Teil der Muffe in eine leicht konische Form, wäh rend sein oberes Encle, an dem sieh die Falte befindet., dicht an der Spindel an liegt, wie in Fig. 1 gezeigt. Der äussere Teil der bluffe kann, wenn sie entspannt ist, in ähnlicher Art konisch sein, wie in Fig. 1 ge zeigt.
Die beiden Teile der Muffe verlaufen dann, renn die Muffe eingespannt ist. und nicht. unter Leitungvsdiiiek steht, im wesent, lieben parallel, wie in Fig. 1 gezeigt. Der innere Teil der Muffe ist etwas kürzer gestal tet als. der äussere, und zwar so, dass der innere Teil nicht auf der Gehäuseoberfläche aufliegt, wenn die Flansche eingeklemmt. ist.
Beispielsweise kann für eine 1.1.-mm-Spin- del die doppelte Muffe eine Länge von 13,7 mm haben, die Wandstärke kann knapp 11/z mm betragen und die Rippe 27 kann 3 mm Stärke haben und 8 m,m Bohrung, wobei sie mit einer schrägen Abka.ntung in ihrem obern Teil in die 1-Iuffe übergeht.
Vorteilhafterweise wird die Flansche 23 der Muffe von einer Flansche an der Kappe 17 festgeklemmt, die das Lager für die über die Muffe hinausragende Spindel bildet. In der Kappe ist. eine der Muffe entspre chende Aussparung vorgesehen, die v orzugs- weise so ausgebildet ist, dass ein kleiner Spiel raum gegenüber der Muffe bleibt, wenn diese eingebaut ist. Die tiefste Stelle der Ausspa- rung ist vorzugsweise mit einer Abrundung 26 versehen.
Wenn der Flüssigkeitsdrniek auf die Muffe einwirkt, so werden die Teile über all gut abgestützt, nachdem sie dem Druck etwas nachgegeben haben.
Die Muffe ist. iiu übrigen vorzugsweise in bekannter Weise so angeordnet, dass sie nicht auf Verwindung beansprucht wird, wenn die Spindel sieh in der Mitte zwischen ihren äussersten Stellungen befindet. Damit. ist die grösste Verwindung- auf ein Mindestmass be schränkt, das heisst- auf den halben Drehwin kel.
Die Verwindung der -Muffe neigt dazu, sie auf die Spindel zti pressen, wenn i1er Hahn bzw. das Ventil völlig ge#ehlossen ode r weit. offen ist.