CH301504A - Verfahren zur Unschädlichmachung des beim Versetzen der Kontaktbolzen von Aluminium-Vertikalstangenöfen entweichenden Rauches und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Unschädlichmachung des beim Versetzen der Kontaktbolzen von Aluminium-Vertikalstangenöfen entweichenden Rauches und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens.

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CH301504A
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    • B08B15/007Fume suction nozzles arranged on a closed or semi-closed surface, e.g. on a circular, ring-shaped or rectangular surface adjacent the area where fumes are produced
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
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Description


  Verfahren zur     Unschädlichmachung    des beim Versetzen der     Kontaktholzen    von     Aluminium-          Vertikalstangenüfen    entweichenden Rauches und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens.

      Als      Vertikalstangenöfen     werden hier  solche     Aluminium#Elektrolyseöfen    mit selbst  backenden Anoden bezeichnet, bei denen der       Anodenstroin    durch lotrechte Kontaktbolzen,  die     üblieherweise    aus Eisen bestehen, der  Anode     zugeführt    wird.     Solehe    Öfen sind zum  Beispiel in folgenden     Patentsehriften        be-          sehrieben:    Schweizer     Patentsehriften   <B>217682</B>  und 246500, italienische     Patentschriften     <B>377166</B>     und    419349, englische     Pat:

  entsehrilt     <B>590250,</B> deutsche     Patentsehrift,   <B>816159,</B>     Iran-          zö,sisehe        Patentsehrift,   <B>937699,</B> amerikanische       Patentsehrift    2475452.  



  Die     lotreehten    Kontaktbolzen müssen von  Zeit     züi    Zeit nach Massgabe des     Anodenver-          brauehs    aus den am untern Teil der Anode  festgebackenen     Loehwandungen    herausgezo  gen und in einer höheren Lage befestigt wer  den, wobei der frei werdende     Ilohlraum    vor       deni    Wiedereinsetzen der einzelnen Bolzen mit  frischer     Anodenmasse    gefüllt wird.

   Bei dieser       der        produkten        Operation        aus        Teerdestillaten        entwickelt        der        Kohlenmasse        sich        und        ein        besteht.        starker        Verbrennungs-        Rauch        Dieser   <B>'</B>       Raueh    ist lästig und für die Bedienungsmann  schaft schädlich,

   sobald eine grössere     Zai.1     von Kontaktbolzen kurz nacheinander oder  gleichzeitig versetzt werden. Die     Rauchent-          wieklung    kann im letzten Gang der Opera  tion dadurch vermieden werden,     dass    man an  Stelle der herausgezogenen, unten     rotglühen-          den    Kontaktbolzen bereits     erkaItete    Kontakt  bolzen einsetzt;

   es     lässt    sieh aber dadurch       nieht    die     Rauehentwieklung    während des         Herausziehens    der Bolzen     und    des     Einfülleus     von     fri-scher        Anodenmasse    vermeiden.  



       Eriiiidungsgemäss    wird nun der beim  Versetzen der Kontaktbolzen bei     Aluminium-          Vertikalstangenöfen    entweichende Rauch da  durch unschädlich gemacht,     dass    der Rauch  an der     Entweichungsstelle    abgesaugt und       weggeführt    wird. Man kann den     abgesogenen     Rauch zum, Beispiel in einen     Rauchabscheider     einleiten.

   Vorteilhafter ist es jedoch, nach  einer weiteren zweckmässigen Ausbildung des       erfindtingsgemässen    Verfahrens, den     abgeso-          gen,en    Rauch in einer besonderen Kammer zu  verbrennen, wobei die den Rauch bildenden,  brennbaren Teerbestandteile -vernichtet wer  den.  



  In den     Vertikalstangenöfen    entwickelt  sich auch     Raueligas    am untern Teil der  Anode. Diese Rauchgase werden bekanntlich  zusammen mit den beider Elektrolyse gebil  deten Gasen Kohlenmonoxyd<B>CO</B> und Kohlen  dioxyd     CO2    unter einer Haube aufgefangen  und einem Brenner zugeführt, der zum Bei  spiel die Gestalt eines lotrechten Rohres mit  seitlichen     öffnungen    im untern Teil hat;  durch die Öffnungen dringt dabei Luft ein  und die Rauchgase, können entzündet werden,  so     dass    ein dauerndes Feuer aufrechterhalten  wird.

   Es ist nun zweckmässig, den beim Ver  setzen der Kontaktbolzen     entweiehenden     Rauch diesem Brenner     7uzuführen.       Eine zweckmässige Vorrichtung zur     Aus#-          führung    des     erfinclungsgemässen    Verfahrens      besteht in einer mindestens teilweise bieg  samen Leitung, zum Beispiel in einem     Metall-          seh,lauch,    die mit einem zwei- oder mehrteili  gen Saugkopf versehen ist, der während der       Raueh±-,

  ntwicklung    um den herauszuziehenden  Kontaktbolzen möglichst nahe an der     Anoden-          oberfläehe    mit etwas Spiel gehalten wird und  den Rauch absaugt. Das andere Ende der  biegsamen Leitung ist     vorteilhafterweise    an  den Brenner angeschlossen. Zur Erzeugung  des     So,-es    kann ein Ventilator in der Leitung  angeordnet sein.

   Einfacher und     betrieb"-          sicherer    ist jedoch die Erzeugung des Soges  durch einen     Injektor        (Giffard),    bei dessen  Verwendung man jedoch darauf achten     muss,          dass    die für den Betrieb des     Injektors    not  wendige Luftmenge nicht zu gross gewählt  wird, damit das Feuer im Brenner nicht aus  geblasen wird.  



  In der Zeichnung sind als Beispiele     Vor-          riehtungen    zur Durchführung des erfin  dungsgemässen Verfahrens dargestellt.  



  Die     Abb.   <B>1</B> zeigt schematisch das Saug  ende einer solchen     Vorriehtung.    Der Saug  kopf besteht aus den beiden Hohlteilen<B>1</B> aus       Altuniniumbleeh,    die mit einem Scharnier 2  verbunden sind, so     dass    der     Saugkopf    nach  Belieben     auf-    oder zugeklappt werden kann;  dieser Kopf<B>1-3</B> weist an der Innenseite       öffnungen   <B>3</B> auf. An dem zweiteiligen Saug  kopf sind die kurzen Metallschläuche 4     seit-          lieh    angebracht.

   Diese     Metallschläuehe    4  münden in das     Hauptabsaugrohr   <B>5,</B> das heisst  eine biegsame Leitung, die ebenfalls aus  einem Metallschlauch besteht.     Muss    nun ein  lotrechter Kontaktbolzen<B>6</B>     (Abb.   <B>3)</B> oben  versetzt werden, so bringt man den zweiteili  gen Saugkopf knapp oberhalb der Stelle, wo  der Bolzen in die     Elektrodenmasse    eintaucht,  an, und zwar so,     dass    der Saugkopf den Bol  zen an dieser Stelle mit etwas Spiel um  schliesst.

   Man sorgt dafür,     dass    der Saugkopf  nicht mit der weichen     Elektrodenma-sse        in     Berührung kommt und in dieser einsinkt;  man kann dies zum Beispiel durch einen als  Abstandhalter dienenden Blechring oder  ,durch Verlängerung der Aussenwandung des  abgebildeten Saugkopfes nach unten ei#-    reichen.

   Man setzt einen an die Leitung<B>5</B>  angeschlossenen     Injektor    in Tätigkeit und  kann den Bolzen in     üblieher    Weise heraus  ziehen, in das     zurüekgelassene        Loeh    die not  wendige Menge     friseher    Anodenmasse ein  giessen oder als Brocken einwerfen und den  unten     rotglühenden    Bolzen in einer höheren  Lage wieder einsetzen     -,    ohne     dass    der aus dem       Loeh    in der     Elektrodenmasse    entweichende  Rauch lästig wird,

   da dieser     dureh    den Saug  kopf     iorwährend        abgesatigt    wird.  



  Die     VorriehtLing    kann selbstverständlich  auch anders ausgebildet werden. So kann der  Saugkopf dreiteilig oder zweiteilig und     aus-          einander7iehbar    statt     aafklappbar,    oder     sonst-          wie    in geeigneter Weise ausgebildet werden.  Die beiden     Metallsehläuehe    4 können zur  Erleichterung des Handhabens mit Hand  griffen versehen sein. Das Saugende der     Vor-          riehtung    kann an Querträgern sitzen.  



  Die     Abb.    2 zeigt     sehematiseh    eine andere  Ausführungsform der Saugvorrichtung. Der       Stromzuführungsbolzen   <B>6</B> ist von zwei halb  kreisförmigen Schutzblechen<B>7</B> umgeben, die  verhindern sollen,     dass    ein etwaiger horizon  taler Luftzug den     Raueh    von den     Sau,-,öff-          nur-gen   <B>11</B> wegbläst.

   Der Saugkopf besteht       auls    zwei metallenen Saugstutzen<B>8,</B> die     gabel,          förmig    am Saugrohr<B>9</B>     an,-esehweisst    oder an  gelötet sind und     züi    beiden Seiten des Bolzens  <B>6</B> in den Raum,     weleher    durch die Schutz  bleche<B>7</B> gebildet wird, bis auf einige Zenti  meter über der Oberfläche der     Anoden-          misehung    eingeführt werden.

   Das     Sa        Ligrohr   <B>9,</B>  von dem nur das eine Ende abgebildet ist, ist  -über einen nicht abgebildeten, biegsamen     #NIe-          tallschlauch    an eine     AbsaugeinrichtLing,    ange  schlossen. Der Rauch, der an der Stelle<B>10</B>  entweicht, wo der Bolzen in die     Elektroden-          masse    eingeführt ist, gelangt praktisch restlos  in die     Saugöffnungen   <B>11,</B> sofern der     erfoi-          derliche    Unterdruck in der Leitung<B>9</B> und  daher in den Stutzen<B>8</B> vorhanden ist.  



  Die Schutzbleche<B>7</B> können     zur    bequemen  Handhabung mit Handgriffen versehen wer  den. Ihr oberer Teil kann mit einem gegen den  Bolzen<B>6</B> geneigten Rand versehen sein. Sie  können selbstverständlich mit ihren vertika-           len    Seitenrändern ganz     aneinanderstossen.    Es  ist auch möglich, das eine Schutzblech oben  ganz abzuschliessen und nur das andere     zum     Umfassen des Bolzens<B>6</B>     -und    zum Einführen  der     Saugst.Litzen   <B>8</B> oben teilweise offen zu  lassen.

   Das eine Schutzblech oder beide kön  nen an     waa.-.reehten    Stellen abgestützt wer  den, um ein Einsinken der Schutzbleche in  die weiche     Elektrodenmasse    mit Sicherheit zu  verhindern. Zum selben Zweck kann     bzw.     können auch das eine oder beide Schutzbleche  am untern Rand mit. einem nach aussen  stehenden     Plansch    versehen sein.  



       Im    Rahmen der beanspruchten Erfindung  kann das vordere Ende der Saugleitung<B>9</B>  auch mit mehr als zwei Saugstutzen versehen  sein. Bei genügendem Sog ist es ferner mög  lich, das Ende der Saugleitung<B>9</B> ohne     jeg-          liehe    Stutzen, gegebenenfalls in etwas     ab-          geflaeliter    Gestalt mit Erfolg zu benützen,  In     Abb.   <B>3</B> ist ein     Aufriss,

      in     Abb.    4 ein       Grundriss        und    in     Abb.   <B>5</B> ein Detail eines       Aluminium-Vertikalstangenofens    mit     Rauch-          absau,-einriehtung    dargestellt mit der Ofen  sohle 12, dem     Sehmelzbad   <B>13</B> und der Anode  14, in welche die Kontaktbolzen<B>6</B> eingesetzt  sind. Um den einen Kontaktbolzen ist ein der       Abb.   <B>1</B> entsprechender     Saug-kopf   <B>1-3</B> über  der Stelle, wo der Bolzen in die     Elektroden-          masse    14 eintaucht, angebracht.

   Am     Haupt-          absaugrohr   <B>5</B> ist ein     Injektor   <B>15</B> eingebaut,  der mit Druckluft arbeitet und einen Unter  druck im Saugkopf<B>1</B> herstellt. Das Rohr<B>5</B>  mündet in den Brenner<B>16,</B> in welchem die       'Rauehgase    zusammen     m.it    den unter der  Haube<B>17</B> gesammelten Ofengasen verbrennt  werden.

   Ist der Bolzen versetzt, so wird der  <B>,</B>     Sau,        gkopf        aufgeklappt        und        am        nächsten        Bol-          zen    angebracht., der herausgezogen werden       muss.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> I. Verfahren zur Unschädlichmachung des beim Versetzen der Kontaktbolzen von Aluminium-Vertikalstangenöfen entstehenden Rauches, dadurch gekennzeichnet, dass der Rauch an der Entweichungsstelle abgesaugt und -weggeführt wird. UNTERANSPRÜCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass der abgesogeDe Rauch in einen Rauchabseheider eingeleitet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass der abgesogene Rauch in einer Kammer verbrannt wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der abgesogene Rauch einem Brenner zu geführt wird, in dem auch die am untern Teil der Anode entwickelten Rauehgase verbrannt werden.
    <B>PATENTANSPRUCH</B> II: Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass sie aus einer mindestens teilweise biegsamen Saugleitung besteht, die mit einem Saugkopf versehen ist, der dazu dient, während der Rauchentwicklung an der Entweichungsstelle des Rauches gehalten ni werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkopf wenigstens zweiteilig ist und eine derartige lichte Weite besitzt, dass er um den herauszu# ziehenden Kontaktbolzen mit Spiel ange bracht werden kann. <B>5.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch senkrechte Schutz bleche, die den- Saugkopf umgeben. <B>6.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch li, gekennzeichnet durch Querträger für das Saugende der Saugvorrichtung.
    <B>7.</B> Vorrichtung nach Patentansprueh <B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass ein Ventilator zur Erzeugung des Soges in der Leitung an geordnet ist. <B>8.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch'II, dadurch gekennzeichnet,.dass ein Injektor zur Erzeugung des Soges in der Leitung ein gebaut ist.
CH301504D 1952-03-06 1952-03-06 Verfahren zur Unschädlichmachung des beim Versetzen der Kontaktbolzen von Aluminium-Vertikalstangenöfen entweichenden Rauches und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens. CH301504A (de)

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