CH301731A - Verfahren und Vorrichtung zum Aufrauhen von Strassenpflasterdecken. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufrauhen von Strassenpflasterdecken.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Aufrauhen von Strassenpflasterdecken. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufrauhen, zwecks Griffigmachens und Fahrsichermachens von Pflasterdecken. Pflasterdecken werden be kanntlich durch den Verkehr mit der Zeit glattgefahren und durch den auf ihnen sich bildenden Schmierfilm aus abgefahrenem Reifengummi, Ölen, Fetten, Treibstoff-, Teer-, Asphaltresten usw. schlüpfrig und rutschig lund sind daher vor allem für den Kraft wagenverkehr aussergewöhnlich gefährlich, besonders nach kurzem Nasswerden bei begin nendem Regen, bei auftretendem Reif oder Frost und bei starker Sonnenbestrahlung.
Es ist daher ein grosses und verkehrstech nisch wichtiges Problem, die vorhandenen Pflasterdecken verkehrssicher zu machen, wobei einerseits die aufzuwendenden Kosten möglichst gering gehalten werden müssen und anderseits eine möglichst lange Dauer der er zielten Verkehrssicherheit angestrebt werden russ. Es ist nun bereits vorgeschlagen, der artige Pflasterdecken dadurch wieder rauh und griffig zu machen, da.ss eine mechanische Bearbeitung der Oberfläche vorgenommen wird.
Dieses Verfahren scheitert jedoch an den aufzuwendenden Kosten und hat auch nicht den angestrebten Erfolg, da. die meistens eingearbeiteten Rillen als SanumelbehälteT für die die Sehlüpfrigk eit bewirkenden und erhöhenden Bestandteile dienen und, die Ober fläche der stehenbleibenden Rippen glatt bleibt.. Mechanische Verfahren zum Griffig machen der gesamten Oberfläche von Pfla sterdecken kommen aus wirtschaftlichen Gründen nicht 'in Betracht.
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, die Pflasterfugen bis zu einer gewissen Tiefe freizulegen, zu reinigen und die Decken dann mit einem aus Teer, Asphalt oder ähnlichen Bindemitteln und Steinsplitt bestehenden Belag zu versehen.
Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass bei Verwendung dünner und schwacher Beläge zwar ein verhältnismässig niedriger Preis erzielbar ist, dass diese Be läge jedoch nur eine kurze Lebensdauer haben und infolgedessen schnell erneuert wer den müssen. Die Verwendung stärkerer Be läge bei diesem Verfahren scheitert an den aufzuwendenden honen Kosten.
Sowohl die dünnen als auch die starken Beläge haben beide den Nachteil, dass sie zur Erhaltung ihrer dauernden Wirksamkeit eine laufende Unterhaltung erfordern und dass die Pfla sterdecken durch die Beläge ihren spezifischen Charakter mit ihren von altersher erprobten und unbestrittenen vorteilhaften strassenbau technischen und verkehrstechnischen Eigen schaften verlieren.
Die Erfindung bezweckt, ein Verfahren zu schaffen, welches die Nach teile der bisher bekannten Verfahren vermei det und es ermöglicht, die Rutschgefahr von Pflasterdecken in ganz besonders einfacher und billiger Weise zu beseitigen, wobei der spezifische Charakter der Decken erhalten bleiben soll und eine langdauernde Wirkung unter Vermeidung laufender Unterhaltung erzielt wird.
Zu diesem Zweck besteht die Erfindung darin, dass die zu behandelnde Pflasterdecke einer starken Wärmeeinwirkung ausgesetzt wird, z. B. der Flamme eines Schweissbren ners. Hierdurch ist es überraschenderweise möglich, die obere Schicht der Pflasterdecke gewissermassen abzusprengen, so dass nicht nur der Schmierfilm der Oberfläclhe beseitigt, sondern die ursprüngliche Struktur und Ober- tläehenbesehaffenheit des Materials wieder hergestellt wird, und zwar in stärkerem Masse, ls es bei der natürlichen bruchrauhen Fläche der Fall ist.
Selbstverständlich darf die Einwirkung der Hitze auf den Pflasterstein nicht zu lange ausgedehnt werden, damit nicht der Stein als Glanzes erhitzt und dadurch rissig wird oder zerfällst. Wie eingehende Versuche gezeigt haben, ist es aber durchaus möglich, nur eine dünne Oberschicht von der Decke zu entfer nen, ohne dass die Festigkeit der Steine als Ganzes beeinträchtigt wird. Die Wärmebe handlung muss so vorgenommen werden, dass die natürliche Struktur des Steines nicht ge ändert wird, was z. B. auch dadurch eintreten könnte, dass die Oberfläche glasig wird.
Arbeitet, man in der gemäss der Erfindung vorgeschlagenen Weise, so lassen sieh diese n aehteiligen Wirkungen mühelos vermeiden, und es tritt lediglich ein Abspringen der obern Schicht der Decke ein, ohne dass die Masse des Steines selbst nachteilig beeinflusst wird.
Ein besonderer Vorteil des Verfahrene nach der Erfindung besteht jedoch darin; dass die vorgeschlagene Behandlung bei jeder Jahreszeit und jeder Witterung ausgeführt werden kann, dass die behandelten Flächen sofort dem Verkehr übergeben werden kön nen, und dass jegliche Belästigung der Ver- kehrsteilnehmer während der Behandlung der Decken, beispielsweise durch Staub, durch Versperren der Strasse durch grosse Bauma schinen usw., vermieden werden kann.
Das Verfahren kann praktisch in folgen der Weise angewendet werden: Es wird in der üblichen Weise eine Stra ssenhälfte gesperrt und die Decke der gesperr ten Hälfte von einer Anzahl von Arbeitern mit Schweissbrennern bearbeitet, wobei il, Material lediglich das Brennmaterial für den Schweissbrenner aufzuwenden ist. Es ist je doch auch denkbar, die Hitzebearbeitung der Decke maschinell oder halbnasehinell vorzu nehmen oder in der Art, dass die Brenner und die sie bedienenden Arbeitskräfte auf einem fahrbaren Gestell zusammengefasst wer den, das mit einer mittleren Arbeitsgeschwin digkeit über die Decke hinwegbewegt, wird.
Dabei könnten die Apparaturen und Behäl ter für den Brennstoff ebenfalls auf der Vor richtung angebracht werden, was die Beweg- liehkeit und die Arbeitsgesehwindigkeit noch wesentlich verbessern würde. Bei Ausführung des Verfahrens von Hand, das heisst ohne Ver wendung einer Maschine, kann ein einzelner Arbeiter pro Stunde etwa 8 mê Pflasterdecke bearbeiten, wobei sieh ein Preis pro mê er geben würde, der erheblich unter den bisher für solche Zwecke aufzuwendenden Kosten liegt, wobei die erzielte Wirkung aber unver- gleichlieh besser ist.
Nach erfolgter Bearbeitung ist es lediglich erforderlich, die abgesprengten Steinteile von der Decke durch Besen zu entfernen.
Um das Absprengen der obern Fläche zii begünstigen und zu\besehleunigen, erscheint es möglich, die Oberfläche vor der Hitzebear- beitung in geeigneter Weise vorzubehandeln, z. B. durch chemische Behandlung.
Das Absprengen kann auch in ähnlicher -Weise dadurch erfolgen, dass als Wärmequelle ein elektrischer Lichtbogen oder eine andere elektrische Heizeinrichtung verwendet wird.
Es ist schliesslich auch denkbar, das Ab sprengen dadurch zu erreichen, dass durch die Oberfläche der Steine elektrischer Strom le- eigneter Stärke hindurchgeführt wird.
Die Speisung der Brenner kann in übli cher Weise durch die bei Schweissbrennern gebrä,uehliehen Gase, z. B. Acetplen-Sauer- stoff oder dergleichen, erfolgen.
Zwei Ausführungsformen der Vorrichtung nach der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt, es zeigen Fig. 1 einen üblichen Schweissbrenner, der von einem Mann betätigt wird, der auf einem rweclmässig fahrbaren Hocker sitzt, Fig. 2 einen fahrbaren Wagen, auf wel chem die Vorratsbehälter für den Brennstoff und die erforderlicben Apparaturen angeord net sind, wobei eine Anzahl von nebeneinan der angeordneten Sitzen für die Arbeiter vor gesehen sind, derart, dass eine Mehrzahl von Brennern nebeneinander gleichzeitig in Tätig keit sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Aufrauhen von Strassen pflasterdeeken, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Pflastersteine durch Hitze einwirkung abgesprengt wird. Il. V orrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass sie Mittel aufweist, um auf die Oberfläche von Pflastersteinen Flitze zur Einvirkung zu bringen und so die Oberfläche der Steine abzusprengen. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Wärmebehand lung so geführt wird, dass nur die Oberfläche der Steine entfernt wird, ohne dass die Struk tur der Masse der Steine geändert wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Wärmeeinwir- kung auf die Steinoberfläche punktförmig er folgt. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, ge- kennzeichnet durch die Verwendung der Flamme eines Sehweiss- oder Schneidbrenners. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Wärmebehand lung mittels elektrischer Heizquellen erfolgt. ä. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Wärmebehand lung mittels eines elektrischen Lichtbogens er folgt. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Absprengen der Steinoberfläche mittels Durchleitung von elektrischem Strom erfolgt. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie derart ausge bildet ist, dass die Wärmeeinwirkung auf die Steinoberfläche etwa punktförmig erfolgt. B.Vorrichtung nach Patentanspruch IL dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Schweiss- oder Schneidbrenner besteht. 9. Vorrichtung nach Patentanspiiich II, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Vorrich tung zur Erzeugung eines elektrischen Licht bogens ausgebildet. ist.. 10.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem fahrharen Wagen besteht, auf dem die Bren ner und sonstige Apparaturen, die Vorrats behälter für den Brennstoff und Sitze für die Arbeiter angeordnet sind.
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Country Status (1)
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